Notizen aus Berlin und anderswo

Weltrekordjagd beim BMW BERLIN-MARATHON am 24. September 2017 – eine Vorschau

BMW BERLIN-MARATHON
Fr, 22. Sept 2017 22:17
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PRESSEMITTEILUNG VOM 22. SEPTEMBER 2017

Bitte Alternativtext einfügenOlympiasieger Eliud Kipchoge, Titelverteidiger Kenenisa Bekele und der ehemalige Weltrekordler Wilson Kipsang sind bereit für eine Jagd auf den Weltrekord beim BMW BERLIN-MARATHON 2017 am Sonntag. Die drei zurzeit stärksten Marathonläufer der Welt wollen die globale Bestmarke unterbieten, die der Kenianer Dennis Kimetto vor drei Jahren mit 2:02:57 Stunden in Berlin aufgestellt hat.
Mit gleich drei Athleten, die Bestzeiten von unter 2:03:30 Stunden aufweisen, hat der BMW BERLIN-MARATHON eine außergewöhnliche Breite in der Spitze. Kenenisa Bekele (Äthiopien) triumphierte im vergangenen Jahr am Brandenburger Tor mit 2:03:03 Stunden, der zweitschnellsten Zeit aller Zeiten, der Kenianer Eliud Kipchoge rannte 2016 in London 2:03:05, und sein Landsmann Wilson Kipsang war vor einem Jahr in Berlin Zweiter mit 2:03:13. Das Trio hat eines gemeinsam: alle drei gewannen schon in Berlin.
In diesem einmaligen Feld startet Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) als stärkster deutscher Läufer. Er hatte vor zwei Jahren in Berlin eine Bestzeit von 2:12:50 Stunden aufgestellt, die er nun am Sonntag unterbieten möchte.Bei voraussichtlich sehr guten Wetterbedingungen ist ein extrem schnelles Rennen geplant. „Die Zeitvorgaben für die Tempomacher sind noch nicht final festgelegt. Aber es wird sicherlich nicht langsamer als vor einem Jahr“, sagte Race Direktor Mark Milde. 2016 passierte die Spitzengruppe die Halbmarathonmarke nach 61:11 Minuten.

Eliud Kipchoge, der in Monza in einem nicht regelkonformen Rennen Anfang Mai eine Zeit von 2:00:25 Stunden erreicht hatte, sagte: „Für mich war der Marathon in Monza ein großer Erfolg und ich ziehe daraus viel Motivation. Am Sonntag möchte ich die erste Hälfte in 60:45 Minuten laufen.“ Seit vier Jahren ist Eliud Kipchoge im Marathon ungeschlagen. Ein Jahr vor seinem Olympiasieg hatte er beim BWM BERLIN-MARATHON 2015 trotz erheblicher Probleme mit seinen Schuhen – damals lösten sich die Innensohlen und hingen halb aus den Schuhen heraus – in 2:04:00 Stunden gewonnen. „Ein Sieg alleine ist noch kein Erfolg – er ist aber notwendig. Wir sind zu Dritt und es gibt nur einen Sieger“, sagte Eliud Kipchoge mit Blick auf den Sonntag.

„Ich denke, ich kann besser laufen als vor einem Jahr“, erklärte Kenenisa Bekele, der in Berlin eine sporthistorische Leistung verbringen kann, wenn er mit einer Weltrekordzeit gewinnen sollte. Noch nie in der Leichtathletik-Geschichte hielt ein Läufer zeitgleich die Weltrekorde über 5.000 m, 10.000 m und im Marathon. Ein derart schnelles Anfangstempo wie Eliud Kipchoge will Kenenisa Bekele aber nicht mitgehen. „60:45 – das ist nicht mein Plan. Ich will der Spitze folgen, wenn ich kann. Dabei werde ich mich nicht unter Stress setzen sondern auf meinen Körper hören. Ich bin gut vorbereitet“, sagte Kenenisa Bekele.

Schneller als im vergangenen Jahr will auch Wilson Kipsang laufen. „Dieses Mal ist die Situation anders, denn wir sind zu Dritt“, sagte der Kenianer, der vor einem Jahr den Zweikampf gegen Kenenisa Bekele verlor. „Die Tempomacher sind stärker. Ich glaube, wir werden mehr Unterstützung haben. Für mich wäre ein Halbmarathonzeit zwischen 61:00 und 61:10 Minuten gut“, sagte Kipsang, der in Berlin 2013 mit 2:03:23 Stunden einen Weltrekord aufgestellt hatte und aktuell mit seiner Siegzeit von Tokio (2:03:58) die Jahresweltbestenliste anführt. Kipsang ist mit seiner Frau und seiner jüngsten Tochter in Berlin, nachdem er im vergangenen Jahr seinen Sohn dabei hatte. „Dass sie in Berlin sind, ist eine zusätzliche Motivation für mich.

“Aufgrund von Knieproblemen musste der Kenianer Patrick Makau, der 2011 den BMW BERLIN-MARATHON in der damaligen Weltrekordzeit von 2:03:38 gewonnen hatte, auf seinen Start am Sonntag verzichten.

Eine persönliche Bestzeit ist auch das Ziel von Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) am Sonntag. Vor zwei Jahren war ihm beim BMW BERLIN-MARATHON mit 2:12:50 Stunden ein Achtungserfolg gelungen. Mit dieser Leistung qualifizierte er sich für die Olympischen Spiele. Dort belegte er vor einem Jahr als bester deutscher Läufer Rang 55. Erstmals seit den Spielen wird Philipp Pflieger nun wieder bei einem Marathon an den Start gehen. „Natürlich will ich bezüglich der EM-Qualifikation eine Visitenkarte abgeben. Aber mit der Normzeit von 2:14:00 wäre ich nicht zufrieden“, sagte der 30-Jährige. „Ich will am Sonntag eine Zeit von unter 2:12 Stunden angehen.“
43.852 Läuferinnen und Läufer, 5.573 Inline Skater, 188 Handbiker und 49 Rollstuhlfahrer, über eine Million Zuschauer werden an der 42,195 km langen Strecke erwartet. Dazu kommen 10.051 Schüler, die beim mini-MARATHON-Läufer mitmachen. Beim Frühstückslauf am Samstag wird mit rund 11.000 Teilnehmern gerechnet, bei den Bambini-Läufen und dem Kids-Skating-Rennen (ebenfalls am Samstag) mit mehr als 1.500 Kindern. Der BMW BERLIN-MARATHON ist eine der größten Sportveranstaltungen weltweit. Am Samstag und Sonntag sind in Berlin fast 70.000 Menschen sportlich aktiv. Er gehört zu den Abbott World Marathon Majors, der Vereinigung der sechs bedeutendsten Marathons weltweit (Tokio, London, Boston, Berlin, Chicago, New York).

Der Start des Läuferfeldes beim BMW BERLIN-MARATHON findet um 9.15 Uhr statt, die Rennrollstuhlfahrer gehen um 8.45 Uhr auf die Strecke, die Handbiker um 8.58 Uhr.Die ARD berichtet live von 9.05 bis 12 Uhr, der rbb von 9.00 bis 14.00 Uhr. Das Weltbild wird von Veranstalter SCC EVENTS produziert.

Marathon-Messe BERLIN VITAL und das Rahmenprogramm des BMW BERLIN-MARATHON 2017

Die Sport- und Gesundheitsmesse BERLIN VITAL findet von Donnerstag bis Samstag in der STATION Berlin am Gleisdreieck statt. Dort holen sich auch alle Teilnehmer ihre Startunterlagen ab. Sämtliche Veranstaltungen im Rahmen­­­programm des BMW BERLIN-MARATHON finden sich hier.

Der Start des Läuferfeldes findet um 9.15 Uhr statt, die Rennrollstuhlfahrer starten um 8.45 Uhr, die Handbiker um 8.58 Uhr. Nach dem Start der Rennrollstuhlfahrer geht eine Staffel des rbb inforadio auf die Strecke, die einmal mehr mit 42 Läufern versucht, schneller als der Marathon-Sieger zu sein. Der BMW BERLIN-MARATHON wird wieder live von ARD und rbb übertragen. Die ARD berichtet von 9:05 bis 12:00 Uhr, der rbb überträgt bis 14 Uhr. Das Weltbild wird in über 150 Länder übertragen.

DER BMW BERLIN-MARATHON und die Bundestagswahl

Da die Laufstrecke durch 30 Wahlbezirke führt, werden an 32 Stellen Möglichkeiten geschaffen, die Strecke zu überqueren. Dies ist an einigen U- und S-Bahn-Stationen möglich, anderswo sind Helfer im Einsatz, die beim Überqueren assistieren, an sieben Stellen werden so genannte „Londoner Queren“ eingerichtet, eine Praxis, die beim Londoner Marathon vor etlichen Jahren eingeführt wurde und beim BMW BERLIN-MARATHON am Pariser Patz schon länger praktiziert wird. Dabei wird die Strecke in einer Art „Koffer-Bildung“ unter Einsatz von Helfern mit teilseitiger Streckenblockierung ohne Kollisionsgefahr überquert.
Verkehrsbeeinträchtigungen lassen sich wie jedes Jahr für Autofahrer am besten vermeiden, wenn diese sich an der interaktiven Streckenkarte orientieren, die neben den angebotenen Querungsstellen auch die Zeitfenster der Sperrungen sowie Stauinformationen liefert. Empfohlen wird allerdings für Samstag und Sonntag grundsätzlich die Benutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere U- und S-Bahn. Eine Einbindung des iframe der interaktiven Karte für redaktionelle Zwecke ist lizenz- und rechtefrei möglich und findet sich im Online-Pressebereich.

40.000 US-Dollar für wohltätige Zwecke

Als Mitglied der Abbott World Marathon Majors (AbbottWMM), der Vereinigung der sechs bedeutendsten Marathons weltweit (Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago, New York) erhält der BMW BERLIN-MARATHON ebenso wie die anderen fünf Marathonläufe von Abbott die Gelegenheit, 40.000 US-Dollar für gemeinnützige Zwecke einzusetzen, verteilt auf vier Charity-Organisationen. Jede dieser Organisationen erhält 10.000 US-Dollar, die jeweils einen der Sieger als Spende-Paten zugeordnet bekommen. Mit insgesamt 240.000 US-Dollar, verteilt auf die sechs AbbottWMM-Marathons, unterstützt das Gesundheitsunternehmen auf diese Weise Charity-Organisationen in den AbbottWMM-Mitglieds-Städten.

In Berlin werden unterstützt:
„Pfeffersport“
Integrativer und inklusiver Sportverein. Das Angebot umfasst verschiedene Team-Sportarten und Kurse für Berliner Kinder sowie Kindern mit Migrations-Hintergrund.
Patron: Sieger des BMW BERLIN-MARATHON 2017
„Kinderreitschule Berlin“
Unterstütztes Projekt: Die dauerhafte und nachhaltige Erneuerung eines stark verwitterten Unterstandes für Kinder und Ponys, sowie die Verlegung eines neuen Bodens.
Patron: Siegerin des BMW BERLIN-MARATHON 2017

„Die Arche“
Unterstützung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen.
Unterstütztes Projekt: Finanzierung des kostenlosen Mittagstisches in unseren Berliner Kinder-Häusern, wo es  täglich ein kostenloses, warmes Mittagessen gibt.
Patron: Sieger des Rennrollstuhl-Rennens beim BMW BERLIN-MARATHON

„2017 Rheumaliga-Berlin“
Unterstütztes Projekt: Generationenbad – Aqua-Thermal-Kryo-Center für junge und alte Menschen mit rheumatischen Erkrankungen.
Patron: Siegerin des Rennrollstuhl-Rennens beim BMW BERLIN-MARATHON 2017

Presse-Termine BMW BERLIN-MARATHON 2017

 

22.09.
18:30 Uhr
Meet the world record challengers
Eliud Kipchoge, Wilson Kipsang (beide KEN), Kenenisa Bekele (ETH)
(Hall of Fame: Brandenburger Tor – Ebertstr./Straße des 17. Juni)
23.09.
12:00 Uhr
Kinderpressekonferenz – Kinder fragen Top-Sportler
Lisa Hahner, Uta Pippig, Heinz Frei (SUI – 20-facher BERLIN-Sieger im Rennrollstuhl)
23.09.
ca. 18:30 Uhr
Pressekonferenz Ergebnisse Inlineskating
Sieger und Siegerinnen des BMW BERLIN-MARATHON Inlineskating 2017
24.09.
ca. 12:30 Uhr
Pressekonferenz Ergebnisse Laufen, Rennrollstuhl
Sieger und Siegerinnen des BMW BERLIN-MARATHON


Die Pressekonferenzen finden alle im Hotel InterContinental im Pressezentrum des BMW BERLIN-MARATHON statt (Budapester Str. 2 – 10787 Berlin).
Weitere Details zu den Presse-Terminen des 44. BMW BERLIN-MARATHON sowie unsere Pressemitteilungen und Downloads finden Sie auf www.bmw-berlin-marathon.com im Online-Pressebereich.
Alle Infos im Media Guide

Der Media Guide zum BMW BERLIN-MARATHON mit vielen nützlichen Infos und Statistiken steht auf der Website zur Ansicht bzw. zum Download.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Thomas Steffens
Unternehmenskommunikation
SCC EVENTS
Tel. +49-171-9334836
medien@scc-events.com

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Impressionen in Wort und Bild vom 76. ISTAF im Berliner Olympiastadion

ISTAF 2017 neunundsechzig

Zwei Wochen nach den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London war ich gespannt, wie die Zuschauer diesmal das Leichtathletik-Meeting im Berliner Olympiastadion annehmen würden. London ließ  für die deutsche Leichtathletik nicht alle Blütenträume reifen, doch nach wie vor zieht die Leichtathletik in Berlin.

Entsprechend frohgestimmt machte ich mich auf den Weg nach Berlin.

ISTAF 2017 zwei

Gleich am Osteingang das nach wie vor beliebte Fotomotiv mit den fünf Ringen. Leider werde ich sicherlich keine Olympischen Spiele mehr hier erleben. Da bleibt mir nur die Erinnerung meines Vaters, der 1936 im Olympiastadion als Zuschauer dabei war. (Demnächst werde ich auf meiner Homepage seine Erinnerungen in Bildern nachvollziehen).

Der erste Blick von der Pressetribüne ins weite Rund verhieß um 15.15 Uhr Gutes, sprich ein gut gefülltes Stadion. Am Ende wurden es 42.500 Zuschauer.

ISTAF 2017 eins

ISTAf 2017 vier ISTAF 2017 drei

Und auffällig war sofort der Tunnelbau. Nicht wie zu Mauerzeiten ein Fluchttunnel, sondern die Ostkurve der blauen Laufbahn war mit einem Podest überbaut worden, daß später zur Vorstellung der Sportler und teilweise auch für ausgewählte Leichtathletik-Fans als Bühne diente.

ISTAf 2017 dreiundfüfnzig

Neu war es für die Sportler, durch diesen Tunnel zu laufen, aber beschwert hat sich niemand. Man spricht ja sowieso oft vom „Tunnelblick“, den die Sportler haben, um sich nicht ablenken zu lassen.

Zunächst durften die Schulstaffeln durch den Tunnel laufen, und es machte ihnen und den Zuschauern Spaß.

ISTAF 2017 fünf

Als erste Läufer bei den Erwachsenen probten die 5000-m-Läufer den Tunnellauf. Und einer kam dabei aus deutscher Sicht besonders gut zurecht:  Richard Ringer.

ISTAF 2017 neun ISTAF 2017 vierzehn

Richard Ringer an siebenter Position:

ISTAF 2017 sechszehn

Nach einer wenig berauschenden Saison durfte er sich im Ziel als Fünfter nach 13:13,46 min über die  zweitbeste Zeit seiner Karriere freuen. (einfügen möchte ich hier, daß Zahlen und Verläufe der Wettkämpfe bei  leichtathletik.de  nachzulesen sind. Für die Texte war dort mein Kollege Jan-Henner Reitze verantwortlich, dessen Arbeit ich die ganze Zeit aus nächster Nähe verfolgen konnte.).

Die Fotos habe ich wie schon im Vorjahr direkt von der Pressetribüne „geschossen“. Zwar sind die Athleten oft recht klein geraten, weil ich bisher kein Teleobjektiv besitze, aber sie bilden etwa das ab, was die Zuschauer gesehen haben, die in etwa dieser Höhe ihren Sitzplatz hatten.

Gleich am Anfang treffe ich Ulrike Philipp (links), die sich voll konzentriert auf ihre Arbeit als Chefin der Pressegespräche im nahen „Mini“-Raum, der gleichzeitig Getränke und Snacks für die Journalisten anbietet, vorbereitet.

ISTAF 2017 sechs Philipp

 

Ulrike Philipp und Peter Grau im Berliner Olympiastadion:

Peter und Ulrike beim ISTAF 2017

 

Begonnen hat inzwischen das Speerwerfen der Männer:

ISTAF 2017 neunzehn ISTAF 2017 zwölf ISTAF 2017 zwanzig Vetter

Und auch das Kugelstoßen der Männer mit David Storl:

ISTAF 2017 dreizehn

Der erste Lauf der Frauen über 100 m (Siegerin Tianna Bartoletta in 11,04 s):

ISTAF 2017 achtzehn

Die Stadion-Innenraum-Moderatorin Julia Nestle interviewt zwischendurch Zehnkämpfer Kai Kazmirek, der gerade im Stabhochsprung seine Künste gezeigt hat:

ISTAF 2017 siebzehn

Eine neue Weltbestzeit wird über die selten gelaufene Strecke von 600 m durch die Südafrikanerin Caster Semenya angestrebt und steht nach 1:21,77 auf der Zeitleiste.

ISTAF 2017 zweiundzwanzig

ISTAF 2017 dreiundzwanzig

 

Spannung liegt über dem nächsten Rennen, den 1500 m der Frauen.  Konstanze Klosterhalfen hat immer noch Lust, schnell zu laufen:

ISTAF 2017 fünfundzwanzig ISTAF 2017 siebenundzwanzig ISTAf 2017 achtundzwanzig ISTAF 2017 neunundzwanzig ISTAf 2017 dreißig

Die schnelle Zeit von 3:58,92 min durch Konstanze Klosterhalfen wird von Jan-Henner Reitze für leichtathletik.de  sofort verbreitet. Das ist immerhin die drittbeste Zeit in der Ewigen deutschen Bestenliste:

ISTAF 2017 vierunddreißig


Ihr Lächeln will nicht enden:

ISTAf 2017 fünfunddreißig ISTAF 2017 sechsunddreißig

 

Sprint ist angesagt. Die schnellsten Frauen stehen für die 100 m bereit  (Gina Lückenkemper Bahn 4, Lisa Mayer Bahn 7):

ISTAf 2017 siebenunddreißig

Gelungener Start:

ISTAf 2017 neununddreißig

Und den Lauf gewinnt  Lisa Mayer (auf der Videowand neben Berlino) in 11,14 s vor Gina Lückenkemper in 11,16 s:

ISTAF 2017 vierzig Mayer

 

Das Kugelstoßen ist inzwischen beendet, David Storl hat zweimal über 21 m gestoßen und endlich mal wieder mit 21,11 m gewonnen. Nun darf er eine halbe Ehrenrunde laufen:

ISTAF 2017 zweiundvierzig ISTAF 2017 einundvierzig ISTAF 2017 dreiundvierzig

 

Am Start bereiten sich die Männer auf den Hürdenkurzsprint über 110 m vor:

ISTAF 2017 fünfundvierzig

Unter ihnen auch der siebenfache Deutsche Meister   Matthias Bühler (Bahn 1):

ISTAF 2017 siebenundvierzig Bühler

Doch dessen Form reicht zum Ende der Saison nicht mehr aus, um vorn zu landen. Aber seine Trainingspartner aus den USA, Aries Merritt (Bahn 4), setzt sich   durch:

ISTAf 2017 fünfzig

 

Julia Nestle unterhält sich inzwischen mit der leider verletzten Hürdenkurzsprinterin Pamela Dutkiewicz , und muß vor allem Trost aussprechen. Zu gern wäre die Bronzemedaillengewinnerin von London hier dabei gewesen:

ISTAF 2017 einundfünfzig Pamela

 

Zwischendurch wieder mal ein Blick ins Stadionrund:

ISTAF 2017 zweiundfünfzig

ISTAf 2017 dreiundfüfnzig

 

Dann gehe ich mal die paar Meter in den Presseraum und lausche, was Speerwurfsieger  Johannes Vetter ( 89,85 m) den Journalisten zu erzählen hat. Man sieht ihm an, daß er nach der langen, intensiven, aber mit dem Weltmeistertitel sehr erfolgreichen Saison nun die Ruhe braucht:

ISTAF 2017 fünfundfünzig ISTAF 2017 sechsundfünzig

 

Dagegen scheint Konstanze Klosterhalfen noch nicht genug zu haben. Ihr Lächeln ist einfach mitreißend:

ISTAf 2017 achtundfünzig ISTAf 2017 neunundfünzig

 

Und Ulrike Philipp macht es auch sichtlich Spaß, mit der gerade mal 20- Jährigen zu plaudern:

ISTAF 2017 sechszig ISTAf 2017 einundsechzig

 

Dann wieder hinaus ins Freie, sprich auf die Pressetribüne. Inzwischen steht dort auch Konstanze Klosterhalfen, um sich den Lauf von Gesa Felicitas Krause über 3000 m Hindernis anzuschauen.

ISTAF 2017 fünfundsechszig

Ich will wieder fotografieren, aber da läßt mich mein Akku in Stich. Aber es gibt ja genügend Leute, die den Lauf aufnehmen, den Gesa Felicitas Krause mit dem neuen deutschen Rekord von 9:11,85 min als Zweite abschloß :

 

Nun habe ich den Ersatzakku gefunden und komme gerade noch zum Siegerinterview mit Gesa Felicitas Krause zurecht:

ISTAf 2017 siebenundsechzig

Es reicht auch noch für einen Schnappschuß vom Start der Männer über 100 m:

ISTAF 2017 siebzig

Ein wenig untergegangen bei meiner Foto-Tour ist das Diskuswerfen der Männer (durch das Wurfnetz werden die Bilder meistens schlecht), die 4×100-m-Staffel der Frauen  und auch der Stabhochsprung der Männer. Aber auch so bilden die 74 Bilder vom ISTAF einen guten Querschnitt und lassen nacherleben, was alles los war im Olympiastadion.  Und vor allem machte es Lust auf das Jahr 2018. Auf das nächste ISTAF und vor allem auch auf die Europameisterschaften der Leichtathleten in eben diesem Olympiastadion.

ISTAf 2017 zweiundsiebzig

Bis zum nächsten Jahr!

Peter Grau

Nachklang: https://www.istaf.de/de/0/index.html

https://www.istaf.de/de/128/istafnews2.html

http://www.leichtathletik.de/news/news/detail/gesa-felicitas-krause-ein-versoehnlicher-abschluss/

EM 2018 Titelbild Kowalski

76. ISTAF in Berlin: Große Bühne für die Leichtathletik

Generalprobe, große Bühne und Premieren-Schauplatz: Die 76. Auflage des ISTAF am kommenden Sonntag (27. August 2017) hat wieder viel zu bieten. Beim Internationalen Stadionfest werden im Berliner Olympiastadion 180 Spitzensportler an den Start gehen. Darunter sind acht Weltmeister aus London sowie zahlreiche deutsche Spitzen-Leichtathleten, für die das traditionsreichste Meeting der Welt zur Generalprobe für die Heim-EM im kommenden Jahr an gleicher Stelle wird. Neu für alle Aktiven und Fans: Erstmals haben die ISTAF-Organisatoren über der Laufbahn eine 250 Quadratmeter große Fanbühne installiert, die gleichzeitig zum Tunnel für die Athleten wird. Los geht’s am Sonntag um 14.30 Uhr mit dem SCHOOLS CUP. Die „großen Stars“ greifen ab 16 Uhr ins Geschehen ein.

Zwei Wochen nach der WM gehen im Olympiastadion 21 Medaillengewinner aus London an den Start, darunter acht Weltmeister: Ramil Guliyev (Türkei / ISTAF-Disziplin: 100 m), Adam Gemili (Großbritannien / 100 m), Sam Kendricks (USA / Stabhochsprung), Andrius Gudzius (Litauen / Diskus), Caster Semenya (Südafrika / 600 m), Dafne Schippers (Niederlande / 4×100 m), Phyllis Francis (USA / 200 m) und Johannes Vetter (Offenburg / Speerwurf).

Die deutschen Fans können sich unter anderem auch auf die Olympiasieger Thomas Röhler (Speerwurf) und Robert und Christoph Harting (Diskus) sowie 1.500-m-Shootingstar Konstanze Klosterhalfen, Gesa Krause (3.000 m H), die DLV-Staffel um Gina Lückenkemper und Lisa Mayer und den zweifachen Kugelstoß-Weltmeister David Storl freuen.

Der Zeitplan

Los geht’s am kommenden Sonntag im Berliner Olympiastadion um 14.30 Uhr mit dem ISTAF Schools Cup (Tageskasse und Stadionöffnung ab 13 Uhr). Das Hauptprogramm beginnt um 15.30 Uhr mit dem Opening.

ISTAF im TV

In Deutschland zeigt das ZDF das ISTAF im Rahmen der Sendung „SPORT EXTRA“ (Sonntag, 15:45 – 19 Uhr). Weltweit ist das ISTAF in mehr als 160 Ländern live oder zeitversetzt im Fernsehen zu empfangen. Für die TV-Produktion werden 7,5 Kilometer Kabel im Berliner Olympiastadion verlegt, 35 Kameras und 15 Schnitt- und Grafikmobile sowie Übertragungswagen sind im Einsatz.

Ein Tunnel für die Läufer, eine Bühne für die Fans: ISTAF baut das Berliner Olympiastadion um 

ISTAF 2017 Überdachung

Das gab es noch nie! Beim 76. ISTAF am 27. August 2017 im Berliner Olympiastadion müssen die Weltklasse-Leichtathleten erstmals durch einen Tunnel laufen. Die ISTAF-Organisatoren installieren in der Ostkurve der Arena über der berühmten blauen Bahn eine rund 250 Quadratmeter große Fan-Bühne.

Das 76. ISTAF ist für das deutsche Staffel-Team und viele weitere Sportler der letzte Härtetest im Berliner Olympiastadion vor der Leichtathletik-EM im kommenden Jahr an gleicher Stelle. Gleichzeitig wird das älteste Meeting der Leichtathletik für viele Stars zur Premiere: Die Läufer sprinten in der Ostkurve erstmals durch einen Tunnel, weil die  blaue Bahn mit einer neuen Fan-Bühne „überdacht“ wird. Mit der zehn Meter breiten, 25 Meter langen und rund vier Meter hohen Konstruktion wollen die ISTAF-Macher „die Distanz zwischen Sportlern und Fans weiter abbauen“. Meeting-Direktor Martin Seeber: „Wir wollen in der Leichtathletik Stars und Vorbilder zum Anfassen. Wir möchten mitten im Stadion einen Platz schaffen, wo sich kleine und große Fans mit ihren Idolen treffen, Autogramme bekommen und Selfies mit Blick aufs Marathontor machen können. Deshalb werden wir erstmals eine Fan-Bühne in die Ostkurve bauen, die über die blaue Bahn reicht und so gleichzeitig zum Tunnel für die Athleten wird.“

 

Disziplinen – Überblick

16:00 Uhr I SPEERWURF – MÄNNER

Thomas Röhler:

Thomas Röhler mit Olympiagoldmedaille

Leichtathletik Haft 33 2017

Weltklasse-Auftakt beim ISTAF: Gold, Silber, Bronze und der Olympiasieger – mit den besten Speerwerfern der Welt beginnt das 76. ISTAF. Neben Weltmeister Johannes Vetter und Olympiasieger Thomas Röhler, der in London Vierter wurde, werfen auch der WM-Zweite Jakub Vadlejch und der WM-Dritte Petr Frydrych (beide Tschechien). Vetter (Offenburg) hatte in London bereits im ersten Versuch 89,89 m erzielt. In einem  hochklassigen WM-Finale verwies der 24-Jährige damit die beiden Tschechen Jakub Vadljech (89,73) und Petr Frydrych (88,32) auf die Plätze zwei und drei. Thomas Röhler (Jena/88,26) fehlten ganze sieben Zentimeter zu Bronze – der Olympiasieger wurde Vierter. Wer der „großen Vier“ triumphiert beim ISTAF? Oder jubelt ein Außenseiter? Im Vorjahr siegte Johannes Vetter. Sein Speer flog ihm im Olympiastadion auf 89,57 m.

Meeting-Rekord: 91,30 m (1995, Jan Zelezny, CZE)

16:10 Uhr I KUGELSTOSSEN – MÄNNER

David Storl:

Erfurt DM sechsundfünfzig

Fünf WM-Finalisten sind am Start – und mittendrin David Storl. Deutschlands bester Kugelstoßer musste sich in London mit dem zehnten Platz begnügen. Beim ISTAF hat der zweimalige Welt-, dreimalige Europameister, Olympia- und WM-Zweite bereits mehrfach sein Ausnahme-Können unter Beweis gestellt. Zwei Siege und ein zweiter Platz stehen in seiner Bilanz. Gelingt ihm beim 76. ISTAF die Generalprobe für die Leichtathletik-EM im kommenden Jahr an gleicher Stelle? Die Konkurrenz um Michal Haratyk (Polen), Ryan Whiting (USA), Darrell Hill (USA) und O´Dayne Richards (Jamaika) wird versuchen, das zu verhindern.

Meeting-Rekord: 21,61 m (2011, Ryan Whiting, USA)

16:20 Uhr I 200 M – FRAUEN

Sprintet 400m-Weltmeisterin Phyllis Francis (USA) auch über die halbe Distanz zum Sieg? Die Konkurrenz beim ISTAF ist prominent und verdammt schnell. Allen voran Marie-Josée Ta Lou. Die Ivorerin holte in London WM-Silber über 100 m und 200 m.  Auch die amtierende Europameisterin und britische Rekordhalterin über 200 m, Dina Asher-Smith, die beim „WM-Heimspiel“ mit der Staffel Silber gewann, gehört zu den großen Favoritinnen. Von allen Teilnehmerinnen die schnellste Zeit in diesem Jahr ist die US-Amerikanerin Kyra Jefferson (22,02) gelaufen. Rebekka Haase und Laura Müller gehen mit Außenseiter-Chancen ins Rennen.

Meeting-Rekord: 21,96 Sek. (1991, Katrin Krabbe, GER)

16:20 Uhr I STABHOCHSPRUNG – MÄNNER

Gold, Silber und Bronze auch bei den ISTAF-Überfliegern: Im Stabhochsprung kommt es im Berliner Olympiastadion zur WM-Revanche zwischen dem US-Amerikaner Sam Kendricks, dem Polen Piotr Lisek und dem Franzosen Renaud Lavillenie. In einem spektakulären Weltmeisterschafts-Finale siegte der Weltjahresbeste Kendricks mit übersprungenen 5,95 m vor Lisek (5,89) und dem Weltrekordler Lavillenie (5,89). Ebenfalls beim ISTAF dabei ist der Zehnkämpfer Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied), der in London Bronze holte.                  Meeting-Rekord: 6,05 m (1994, Sergej Bubka, UKR)

16:30 Uhr I 5.000 M – MÄNNER

Gelingt Richard Ringer beim ISTAF die Generalprobe für die Leichtathletik-EM 2018 im Berliner Olympiastadion? Der Bronze-Gewinner über 5.000 m bei der EM in Amsterdam im vergangenen Jahr verpasste bei der WM in London das Finale. Beim ISTAF will er es besser machen. „Ich will dort unbedingt nochmal ein sehr gutes Rennen machen und zeigen, was in mir steckt“, sagt der vielfache Deutsche Meister. Das ist ihm in Berlin bereits gelungen. 2015 wurde er beim ISTAF Vierter, nur acht Sekunden über seiner herausragenden Bestzeit von 13:10,94 Minuten. Lediglich drei Deutsche waren jemals schneller. Im Olympiastadion trifft er starke Konkurrenz – unter anderem tritt Paul Tanui an. Der Kenianer holte in London WM-Bronze über 10.000 Meter.                 Meeting-Rekord: 12:50,55 Min. (2008, Masai Moses Ndiema, KEN)

16:50 / 17:25 UHR I 100 M – FRAUEN

Gina Lückenkemper und Frank Kowalski:

ISTAF 2017 Kowalski Lückenkemper

Schallmauer durchbrochen und in die Geschichtsbücher gerast – den 5. August 2017 wird Gina Lückenkemper nie vergessen. In ihrem WM-Vorlauf sprintete die 20-Jährige in 10,95 Sekunden ins Ziel. 100 Meter unter elf Sekunden. Die letzte Deutsche, die das geschafft hat, war Katrin Krabbe vor 26 Jahren (10,99 Sekunden). Und noch schneller als Gina Lückenkemper waren neben Katrin Krabbe (Bestzeit 10,89/1988) ohnehin nur Heike Drechsler (10,91/1986), Silke Gladisch (10,86/1987), Marita Koch (10,83/1983) und Rekordhalterin Marlies Göhr (10,81/1983). Beim ISTAF trifft Gina Lückenkemper u.a. auf ihre schnelle Teamkollegin Lisa Mayer – und die WM-Dritte im Weitsprung Tianna Bartoletta (USA), die in Rio Doppel-Gold gewonnen hatte (Weitsprung, 4x100m).                               Meeting-Rekord: 10,78 Sek. (2000, Marion Jones, USA)

17:05 Uhr I 600 M – FRAUEN

Caster Semenya (vorn)

London Olaf fünfzig

ISTAF-Premiere: Auf Wunsch der südafrikanischen 800m-Weltmeisterin und Olympiasiegerin Caster Semenya steht in Berlin erstmals ein 600-m-Rennen auf dem Programm. „Berlin ist meine Stadt – und ich möchte dort meine Saison mit einer Super-Zeit abschließen“, sagt die 26-Jährige. „Ich bin beim ISTAF auch in schweren Zeiten immer sehr herzlich empfangen und toll unterstützt worden.“ Caster Semenya, deren 600m-Bestzeit bei 1:25,56 Minuten liegt, muss sich auf hochklassige Konkurrenz einstellen. Die Südafrikanerin trifft unter anderem auf Francine Niyonsaba aus Burundi, die in London und Rio Silber gewann.

17:15 Uhr I 1.500 M – FRAUEN

800 Meter unter zwei Minuten. 1.500 Meter unter vier Minuten. 5.000 Meter unter 15 Minuten: Als jüngste Läuferin der Geschichte schaffte Konstanze Klosterhalfen dieses Triple. Die 20-Jährige eilt in diesem Jahr von Rekord zu Rekord. Bei der WM in London hatte Konstanze Klosterhalfen noch den Endlauf über 1.500 Meter verpasst, am vergangenen Woche trumpfte die Leverkusenerin dann in Birmingham wieder groß auf und verbesserte den 17 Jahre alten deutschen Rekord über 3.000 m (8:28,90). Ihre Bestzeit über 1.500 m liegt bei 3:59,30. Ebenfalls beim ISTAF am Start sind u.a. Angelika Cichocka (Polen) und Gudaf Tsegay (Äthiopien).

Meeting-Rekord: 3:58,43 Min. (2002, Süreyya Ayhan, Türkei)

17:15 Uhr I WEITSPRUNG – FRAUEN

In London flog Darja Klischina in einem hochklassigen Wettkampf auf den WM-Silberrang (7,00 m). Die zweimalige russische Hallen-Europameisterin darf bei IAAF-Wettbewerben trotz des Ausschlusses des russischen Verbandes als „neutrale Athletin“ starten, weil sie den Nachweis erbracht hat, außerhalb des Anti-Doping-Systems ihres Landes getestet worden zu sein. Darja Klischina lebt und trainiert seit vier Jahren in den USA. Bei ihrer ISTAF-Premiere trifft die 26-Jährige unter anderem auf Ivana Spanovic. In Rio holte die 27-jährige Serbin Olympia-Bronze – bei der WM in London wurde sie Vierte. In Berlin ganz vorn dabei sein will auch Claudia Salman-Rath. Die Frankfurterin landete in London im Weitsprung auf dem zehnten Rang.

Meeting-Rekord: 7,08 m (1993, J. Joyner-Kersee, USA)

17:40 Uhr DISKUS – MÄNNER

Robert Harting:

Harting klein ISTAF 044

Die Berliner Olympiasieger Robert und Christoph Harting treffen in ihrem „Wohnzimmer“ u.a. auf den Überraschungs-Weltmeister Andrius Gudzius (Litauen) und den WM-Dritten Mason Finley (USA). Ebenfalls beim ISTAF am Start sind u.a. Martin Wierig (Magdeburg), ISTAF-Vorjahressieger Lukas Weißhaidinger (Österreich) und Piotr Malachowski. Der Welt- und Europameister aus Polen lieferte sich schon zahlreiche Duelle mit Robert und Christoph Harting. Bei der WM 2009 und 2013 holte er Silber hinter Robert Harting. Bei der EM 2010 verwies Malachowski Robert Harting auf den zweiten Platz. Und im vergangenen Jahr bei Olympia in Rio gewann der Pole, der beim ISTAF 2015 vor Christoph Harting siegte, dann Silber – hinter Christoph Harting. Seinen „Lebenskontrahenten“ nannte Robert Harting Piotr Malachowski kürzlich.                                   Meeting-Rekord: 70,60 m (1996, Lars Riedel, GER)

17:45 Uhr I 110 M HÜRDEN – MÄNNER

Matthias Bühler:

Erfurt DM neunundsechszig

Der Weltrekordhalter Aries Merritt (12,80 Sekunden) geht als Mit-Favorit ins Rennen. Der 32 Jahre alte US-Amerikaner wurde in London WM-Fünfter, drei Hundertstel fehlten zu Bronze. Merritt ist nach schwerer Krankheit wieder auf dem Weg zu alter Stärke, 2015 war ihm eine Niere seiner Schwester transplantiert worden. Beim ISTAF hält Aries Merritt, der von dem Deutschen Andreas Behm trainiert wird, noch immer den Meeting-Rekord (12,97). Der Olympiasieger von 2012 trifft heute u.a. auf drei Deutsche: Matthias Bühler, Erik Balnuweit und Maximilian Bayer. Schneller als Merritt war in diesem Jahr schon Ronald Levy (13,05).

Meeting-Rekord: 12,97 Sek. (2012, Aries Merritt, USA)

18:00 Uhr I 100 M HÜRDEN – FRAUEN

Carolin Schäfer:

Götzis vierundzwanzig

Carolin Schäfer (LG Eintracht Frankfurt) hatte bei der Leichtathletik-WM in London die erste Medaille für Deutschland geholt. Die 25-Jährige gewann Silber im Siebenkampf mit starken 6.696 Punkten. Sie ist in diesem Jahr auch die fünftschnellste deutsche Hürdensprinterin (13,07 Sekunden). Beim ISTAF mischt sie am Sonntag bei den Spezialistinnen mit. Favoritinnen sind die US-Amerikanerinnen Dawn Harper-Nelson (SB 12,63) und Christina Manning (SB 12,58).

Meeting-Rekord: 12,37 Sek. (1986, Yordanka Donkova, BUL)

18:10 Uhr I 3.000 M HINDERNIS – FRAUEN

Gesa Felicitas Krause:

Erfurt DM einundsechszig

Manchmal gewinnt man auch, wenn man als Neunte ins Ziel rennt. So wie Gesa Felicitas Krause bei der WM in London. Gerade einmal etwas mehr als zwei Runden waren im Finale über die 3.000 Meter Hindernis absolviert, als eine Konkurrentin stürzte und nicht mehr ausweichen konnte. Gesa Felicitas Krause strauchelte, fiel, bekam einen Schlag gegen den Kopf und einen Tritt auf den Knöchel. Die 25-Jährige machte trotzdem weiter – kämpfte bravourös, stürmte noch an der Hälfte des Feldes vorbei auf Rang neun. Tosender Applaus von den Rängen. „So ist eben der Sport, Stürze gehören dazu“, bilanzierte sie und kämpfte mit den Tränen. Die deutsche Rekordhalterin (9:15,70 Min.) trifft beim ISTAF u.a. auf die WM-Zweite Courtney Frerichs (USA, 9:03,77 Min.).

Meeting-Rekord: 9:21,64 Min. (2012, Sofia Assefa, ETH)

18:30 Uhr I 100 M – MÄNNER

Julian Reus:

Erfurt DM achtundsiebzig

2009, 2011, 2013 und 2015 sicherte sich stets Superstar Usain Bolt den WM-Titel über 200 m – in diesem Jahr jubelte Ramil Guliyev. Der 27 Jahre alte gebürtige Aserbaidschaner, der seit 2013 für die Türkei sprintet, gewann in London vor dem Topfavoriten Wayde van Niekerk aus Südafrika. Beim ISTAF startet Bolt-Nachfolger Guliyev über die 100 m – und trifft auf einen weiteren Weltmeister: Der Brite Adam Gemili gewann in London mit der 4x100m-Staffel Gold. Ebenfalls am Start sind der schnelle Franzose Christophe Lemaitre und der deutsche Rekordhalter Julian Reus. Gleich sieben Sprinter sind die 100 Meter schon „unter Zehn“ gelaufen.

Meeting-Rekord: 9,82 Sek. (2011, Yohan Blake, JAM)

18:45 Uhr I 4X100 M – FRAUEN

Das gab es seit sieben Jahren nicht mehr! Erstmals steht wieder ein spektakuläres Staffelrennen im ISTAF-Programm. Mittendrin: das deutsche 4x100m-Team. Und auch wenn den DLV-Sprinterinnen bei der WM der erhoffte Sprung aufs Treppchen verwehrt blieb, gibt es heute genug zu feiern. Ein extrem erfolgreiches Jahr liegt hinter ihnen: Rang vier bei Olympia, Bronze bei der EM, der Sieg bei der Team-EM – und als absoluter Höhepunkt Gold bei den World Relays. Auf den Bahamas gewannen die Deutschen im April 2017 in 42,84 Sekunden vor Jamaika und China. Beim ISTAF trifft die DLV-Staffel u.a. auf die Niederlande mit Weltmeisterin Dafne Schippers und die USA mit Olympiasiegerin Tianna Bartoletta, die deutsche U20, die in diesem Jahr U20-Weltrekord gelaufen ist und EM-Gold holte, sowie eine Berliner Auswahl.

Meeting-Rekord: 41,55 Sek. (USA, 1987)

Ausblick auf die EM 2018:

Kick OFF PK nr 11

(Fotos:  Peter Grau und Olaf Brockmann)

 

Die Papa Binnes Jazzband spielte in Boltenmühle

Bolte dreizehn

Natur pur und Jazzmusik, dazu Speis und Trank bei Sonnenschein im Freien – dieser letzte Sonntag im August bietet uns  alles zusammen.

Bolte vierzehn

Nur eine kleine Anzeige in der Zeitung kündigte an: Papa Binnes Jazz Band spielt in Boltenmühle. Ich erinnerte mich, daß ich diese Jazzband vor langer Zeit beim Unifasching an der Berliner Wiwifak (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)  gehört hatte. So rund 50 Jahre sind seitdem vergangen. Um so schöner, diese Band nun in Boltenmühle wiederzutreffen.

Bolte dreiunddreißig

Boltenmühle: Hier stand früher eine Mühle. Später, als ich erstmals hier war, existierte ein Gasthaus, in welchem sich ein Mühlrad im Gastraum drehte. Irgendwann brannte das Ganze leider ab. Nun aber ist es schöner als je zuvor entstanden. Rund drei Jahre war ich nicht dort gewesen, obwohl es nur rund 15 km nördlich von Neuruppin entfernt ist. Umso größer die  Neugier.

Für unser Auto finden wir einen schönen Parkplatz. Er ist noch leer, weil wir bereits 11 Uhr ankamen. Verändert sieht bereits hier alles aus. Die Natur hat ihr Werk getan. Früher machte meine Frau mit den Neuruppiner Ruderern hier unterhalb des Parkplatzes immer Rast, nach rund 20 km Bootsfahrt. Fast zugewachsen ist nun alles.

Den Einstieg zum malerischen Uferweg hin zur Boltenmühle aber finden wir noch.

Boltenmühle zwei

Wir sind begeistert. Viel Natur, ein wenig Urwald, links hügeliges Gelände, rechts der Tornowsee: Es gibt viel zu schauen:

Boltenmühle drei Bolte vier Bolte fünf Bolte sechs Bolte sieben Bolte acht

Und irgendwann sehen wir auch das Wirtshaus (was für ein schöner Name. Der Wirt erwartet uns).

Bolte neun Bolte zehn

Die ersten Gäste haben draußen Platz genommen. Später wird auch der Innengastraum restlos gefüllt sein.

Das Mühlrad steht nun nicht mehr im Gastraum, sondern im Freien:

Bolte elf

Die Treppe führt hinauf zum Schwimmbad und zu dem neu gebauten Hoteltrakt:

Bolte zwölf

Vorn aber baut sich langsam die Jazzband auf:

Bolte fünfzehn

Eine kleine Verzögerung gibt es noch, weil der Posaunist noch im Autobahn-Stau etwas aufgehalten wird. Doch dann kann  Bandgründer Lutz Binneboese das Signal zum Auftakt-Stück geben:

Bolte einundzwanzig

Lutz Binneboese spielt nicht nur exzellent Trompete, sondern kann das nun sehr zahlreiche Publikum gut unterhalten. Mit großem Interesse ist auch Peter Brüssow dabei (Mitte;  an seinem Tisch u.a. der Ruderer Johannes Dierasch, der mit dem Ruderboot von Neuruppin nach Boltenmühle gekommen ist):

Bolte fünfunddreißig

Peter Brüssow, viele Jahre Direktor der Neuruppiner Kreismusikschule, hat selbst einmal eine Band geleitet, die  Neuruppiner Swingtime-Dixieband. Jeweils im Sommer bei den Dixieland-Tagen konnte er  viele Jazzbands aus nah und fern begrüßen. So kennt Brüssow natürlich auch die Papa Binnes-Jazz Band.  Leider wurde seine Neuruppiner Swingtime-Band im Jahr 2014 aufgelöst (http://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Swingtime-Dixieband-Neuruppin-Aufloesung).

Aber damit war das Interesse Peter Brüssows am Jazz nicht erloschen.

Und sicher jubelt heute innerlich sein Herz, als er bemerkt, mit welcher Spielfreude die sieben Bandmitglieder der Papa Binnes-Jazz Band agieren:

Bolte dreizehn Bolte zwanzig Bolte neunzehn  Bolte dreiundzwanzig Bolte zweiundzwanzig

Die Zeit vergeht wie im Fluge, die Hähnchenbrust schmeckt und ebenfalls – lange haben wir sie nicht getrunken – die Berliner Weiße, rot und grün gefärbt.

Nach vier Stunden räumen wir die gastliche Stätte und begeben uns in Richtung Parkplatz. Nicht, ohne vorher nochmals die nähere Umgebung der Gaststätte zu erkunden:

Bolte füfnundzwanzig Bolte siebenundzwanzig Bolte dreißig Bolte neunundzwanzig

Bolte einunddreißig Bolte zweiunddreißig

 

Bolte achtundzwanzig

Peter Grau

(Mehr zur Papa Binnes Jazzband auf deren Homepage http://www.papabinnesjazzband.de/   )

Berlin: Vom Alex bis zur Friedrichstraße und zurück

Mir macht es immer Spaß, in Berlin herumzuspazieren. An diesem Montag, dem 17. Juli 2017, sollte es sowohl eine Einkaufstour zwischen dem Kulturkaufhaus Dussmann und den Elektronik-Geschäften Saturn und Media-Markt sein, als auch ein Spaziergang mit dem Fotoapparat.

duss vierundfünfzig

Ausgangspunkt ist die Karl-Marx-Allee. Auf dem Mittelstreifen, ganz in der Nähe des Restaurants  Moskau und des Kinos International, fand ich für den Tag einen günstigen Parkplatz. Und dann ging es im wahrsten Sinne des Wortes los.

Erster Blickfang ist das Haus des Lehrers – zumindest hieß es früher so. Und früher, das waren die Jahre zwischen 1960 und 1989, in denen ich in Ostberlin lebte.

Duss siebzehn Duss zehn

Der bunte Wandfries ist noch immer erhalten geblieben. Ganz im Unterschied zu manchem aus den sozialistischen Zeiten, was die politische Wende nicht überdauert hat. Ich bedauere das teilweise, denn Gebäude, Kunst, Denkmale sind ja auch Zeitzeugen.

Die Schatten der Vergangenheit sind jedenfalls manchmal nur noch zu erahnen. Traurig wirkt es dann, wenn ich das folgende Gebäude ablichte:

Duss zweiundzwanzig

Dort befand sich früher die Zentralverwaltung für Statistik, in der alles in Zahlen gegossen wurde, was sich im Lande DDR tat. Und Zahlen sind ja geduldig…

Weiter geht es einige Schritte, und schon bin ich im Umfeld des Alexanderplatzes. Und mein Blick fällt auf  Hochhäuser und den Fernsehturm:

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Zunächst ein Haus, in dem früher das Reisebüro arbeitete:

Duss zwanzig

Dann das Hotel, das es dort schon lange gibt. Nur der Name hat einige Male gewechselt. Heute heißt es Park Inn bei Radison:

Duss einundzwanzig

Vorbei geht es an der Kongreßhalle:

Duss fünfzehn Duss zwölf

Diese Straße führt nach Norden:

Duss dreizehn

Saturn (links) und Mediamarkt (im Kauftempel Alexa):

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Treffpunkt seit ewigen Zeiten:  Die Weltzeituhr:

Duss drei

Dann aber wird es Zeit, in die S-Bahn einzusteigen. Richtung Westen geht es. Erster Halt: Hackescher Markt (früher Marx-Engels-Platz). Dort bin ich in den Jahren 1961 bis 1965 immer ausgestiegen, um in die nahe Uni, konkreter in die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät  zu gehen und dort die Vorlesungen und Seminare zu besuchen.  Philosophische Themen und  „Das Kapital“ von Karl Marx  wurden u.a. dort behandelt. Daran werde ich später denken, wenn ich im Hauptgebäude der Humboldt-Universität an der Straße „ Unter den Linden“  den Spruch von Karl Marx fotografiere:

Duss acht

Doch zunächst steige ich am Bahnhof Friedrichstraße aus und fotografiere vom Bahnsteig aus:

Duss sechsundzwanzig Duss achtundzwanzig

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Bald sehe ich das Kulturkaufhaus „Dussmann“:

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Auffällig dort die große, grüne Wand und die Tafel, auf der der Schöpfer dieser Wand vorgestellt wird:

Duss dreiunddreißig Duss zweiunddreißig

Weil ich  lange nicht im Dussmann-Kulturhaus war, werde ich von der Vielfalt des Angebotes förmlich überrannt. Aber ohne Buch will ich nicht aus dem Haus gehen. So kaufe ich eine Broschüre, in der alles über Windows 7 stehen soll.

Dann aber hinaus ins Freie und Richtung „Unter den Linden“.  Und da kann ich gleich vornweg sagen: Für Touristen ist das gegenwärtig keine Freude, weil vor allem die Bauzäune für die lange in Bau befindliche  U-Bahnlinie vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor die Sicht versperren und dem Ganzen eher das Gesicht einer Baustelle geben.

Nicht zugebaut  ist das Reiterstandbild Friedrichs des Großen:

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Ebenfalls frei zugängig das Gebäude der Humboldt-Universität zu Berlin:

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Vor dem Gebäude thronen die Gebrüder Humboldt (links  Wilhelm von Humboldt , rechts  Alexander von Humboldt):

Duss fünfunddreißig Duss achtunddreißig

 

Nochmals der Blick auf das Uni-Gebäude:

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Und davor das Denkmal des Physiologen und Physikers Hermann von Helmholtz:

Duss neununddreißig

 

Innen aber die schon gezeigte prunkvolle Marmortreppe, dominiert vom Spruch von Karl Marx:

Duss einundvierzig

Wieder im Freien grüßt  eine weitere Dauerbaustelle: die Staatsoper:

Duss vierundvierzig

Weiter auf der Straße „Unter den Linden“:

An der Gedenkstätte „Neue Wache“ wird ebenfalls gebaut:

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Es folgt das „Deutsche Historische Museum“:

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Gegenüber das Prinzessinnen-Palais:

Duss achtundvierzig

Aber es ist noch nicht genug des Baugeschehens.  Das „Berliner Stadtschloß“ nimmt langsam Konturen an, soll 2019 fertiggestellt sein. Die Kuppel ist schon sichtbar:

Duss siebenundvierzig Duss dreiundfünfzig

Damit sind dann die Spuren des „Palastes der Republik“ getilgt (leider), der an gleicher Stelle stand.

Nicht getilgt ist der Blick auf das Alte  Museum am Lustgarten (links) und auf den Berliner Dom:

Duss fünfundfünfzig Duss zweiundfünfzig

Der Berliner Dom:

duss vierundfünfzig Duss achtundfünfzig

Auf der anderen Seite der Spree entdecke ich ein Hotel. 1979 wurde an dieser Stelle das Palasthotel eröffnet und bis 1992 von der Interhotel-Kette betrieben. Nach der Schließung folgte 2001 der Abriß.  Heute steht dort ein Hotel der Radisson-Kette:

Duss sechsundfünfzig

An der  Kreuzung Spandauer Straße / Karl-Liebknecht-Straße  angekommen erblicke ich links hinten ein rotes Backsteingebäude:  mein Unigebäude, in dem auch heute noch Wirtschaftswissenschaftler ausgebildet werden:

Duss neunundfünfzig

Präsent sind auch die Marienkirche und  der Neptun-Brunnen sowie das Rote Rathaus (rechts):

Duss sechzig Duss einundsechszig

Dann aber habe ich es gleich geschafft. Ein neues Gebäude erscheint nach den Rathauspassagen (die ebenfalls von Bauzäunen verstellt sind):

Duss zweiundsechzig

Gleich bin ich am Alexanderplatz, wo ich bereits heute Vormittag war,  und auch die Märkte Saturn und Mediamarkt lichtete ich da schon ab.  Nun aber heißt es:  Einkauf.  Vergleichen, Gespräche mit Verkäufern führen und dann entscheiden. Ein nerviger Prozeß. Aber am Ende erstehe ich ein neues Smartphone,   Galaxy J 5. Und bin sehr zufrieden damit, denn es ist doch um einiges größer und besser als das Galaxy S 4 mini, welches ich vorher  2 Jahre benutzte.

Genug gekauft. Nun geht es zurück zum Parkplatz. Mit dem Fotoapparat wird das letzte Foto geschossen:

Duss neun

Der Spaziergang durch einen Teil Berlins hat bei mir viele Erinnerungen geweckt.

Peter Grau

 

Angelika Hinkelmann: Gefühle mit Farben umsetzen

Angelika acht Titelbild

Vor einer Woche hat Angelika Hinkelmann ihre Bilder am Pfingstsonntag in Berlin auf der Oberbaumbrücke ausgestellt. Dort findet jedes Jahr die “ Open Air Gallery“ statt. Als ich das erste Foto ihres Standes sah, konnte ich mir zunächst nicht vorstellen, wo sie und die 100 weiteren Aussteller gestanden haben.

Hinkelmann achtzehn Stand

Dann aber las ich, daß die gesamte Straße neben der schönen Brücke für den Verkehr gesperrt war.  Kunst vor Autoverkehr, das ist auch ein Motto. Nur selten durchsetzbar, aber anregend. Und gerade in Berlin, denn dort ruht ja auch teilweise der Autoverkehr, wenn beispielsweise die Marathonläufer ihre Spur ziehen.

Überlebenstraining für die Kunst

Hinkelmann zwanzig Regen

Jedenfalls fuhr  Angelika Hinkelmann   voller Vorfreude nach Berlin, aber dann ließ Petrus es regnen und stürmen.  Die Künstlerin beschrieb es mir so: „ Man könnte das Ganze so überschreiben: „Überlebenstraining für die Kunst“ , oder aber „Kunst im Regen“. Aber trotz widriger Umstände war es ein erfolgreicher Tag in jeder Hinsicht. Bekannte zu treffen, ein bißchen plaudern, sich austauschen, Menschen kennenlernen, wie auch immer, und natürlich auch Anerkennung seiner Kunstwerke genießen zu dürfen, in Worten, Gesprächen und Kauf.“

Hinkelmann neun Porträt eins    Hinkelmann zehn Porträt zwei

(beide Porträtfotos:  Beate Knappe / Homepage: http://www.beateknappe.de )

 

Sie kann so locker darüber plaudern… Auf  ihren Fotos lacht sie  fröhlich in die Welt, daß man ihr abnimmt, daß solch ein bißchen Regen die Laune nicht verderben kann.

Aber wie malt sie überhaupt?

Am besten lassen wir sie selbst sprechen:

“ Entstehung im Ungewissen, im Unwillkürlichen – als Selbstverständnis – das Leben ist bunt.

Meine Einflüsse zum Malen sind in erster Linie alles, was ich fühle, was ich sehe und meine Erfahrungen, meine eigene Geschichte. Aber, ich habe es immer schon geliebt, Gedanken, Gefühle in Worte zu fassen oder mit Farben umzusetzen. Malen ist für mich der Schlüssel zum geheimen Garten, mein Weg in das Innere, mein Spiegel. Malen bringt für mich ein Gefühl der Erfüllung. Das Arbeiten, das Experimentieren mit Farbe befreit meine Fantasie und bietet viele Möglichkeiten, das fertige Produkt zu beeinflussen. Das Malen mit Acrylfarben fasziniert mich. Nicht nur Pinsel auch Spachtel, Rollen, verschiedene Materialien wie Sand, Kohle, Pigmente auftragen, abkratzen, verdichten oder sogar abwaschen, und diverse andere Utensilien und nicht zuletzt die bloßen Finger als „pinselfreie“ Werkzeuge nutze ich. Nie ist das fertige Bild von Beginn an Absicht, sondern es entwickelt sich immer im Prozess. Ich mag es nicht, meine Bilder zu erklären, sondern hoffe, daß die Bilder für sich selbst sprechen. Was auch immer es dem Betrachter sagt, wird es die richtige Botschaft sein. Jeder Mensch sieht etwas anderes in einem Bild mit seiner eigenen Geschichte. Das macht mich zufrieden.“

Lassen Sie uns nun eine Auswahl ihrer Bilder betrachten und unsere eigenen Gedanken dazu machen:

Hinkelmann dreizehn        Hinkelmann zwölf

Hinkelmann zwei

Hinkelmann elf            Hinkelmann eins

Hinkelmann vierzehn

Hinkelmann sechszehn         Hinkelmann siebzehn

Hinkelmann fünfzehn       Angelika vier

Angelika fünf                Angelika sieben

(alle Bilder von Angelika Hinkelmann)

 

Berliner Olympiastadion: Die Leichtathleten wehren sich gegen den Raub ihrer blauen Laufbahn

Glock neunzig

Wie lange noch gibt es das ISTAF im Olympiastadion?

 

Die Wellen schlagen hoch! Die Aufregung ist riesengroß. Warum? Weil ganz plötzlich eine Studie eines Architekturbüros von der Führung des Fußballclubs Hertha BSC Berlin und des Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, der Öffentlichkeit vorgestellt wurde (nicht der Inhalt, sondern das Fazit), in der es heißt: Es ist möglich, aus dem Berliner Olympiastadion ein reines Fußballstadion zu machen.

Schon einmal war die Leichtathletik im Olympiastadion in Gefahr. Vor der Fußball-WM 2006 wurde das Stadion ebenfalls umgebaut und auch damals spielte man mit dem Gedanken, die Laufbahn herauszureißen. Damals ging der Kelch vorbei.

Diesmal scheint die Gefahr plötzlich größer zu sein, nimmt man das Echo als Maßstab. Doch woher kommt das Echo? Zuallerst von aktiven Leichtathleten, Leichtathletik-Funktionären, Sympathisanten, Kämpfern für den Denkmalschutz. Kein Wunder. Auch ich als Leichtathlet und Leichtathletik-Journalist bin natürlich dafür, die Laufbahn zu erhalten. Auch ich möchte weiter Leichtathletik im Olympiastadion sehen.

Glock achtzezhn

Doch die bisher schweigende Mehrheit, die sich wenig für Leichtathletik interessiert,  wird das wohl nicht so sehr beeindrucken. Fußball ist nun mal die Sportart, für die sich die meisten interessieren. Die Fußballanhänger wollen, daß die Laufbahn weggerissen wird, sie wollen näher an die Spieler heran, es soll lauter werden im Stadion. Rund 50.000 Zuschauer kommen zu den Heimspielen der Hertha, viel, aber eben auch eine Minderheit, wenn man die 3 Millionen Berliner, die Millionen aus dem Umland und die Abermillionen aus Deutschland und dem Ausland zählt. Die Lobby für die Leichtathleten wird klein sein, zumal die Resonanz für die Leichtathletik in den letzten Jahren leider abgenommen hat.

Und das Geld? Da wird der Berliner Senat wohl nicht knausrig sein. Mehr als für den Flughafen wird es wohl nicht werden, könnte man sarkastisch sagen. Und für einen solchen Umbau Geld zu „spenden“, ist aus Sicht des Senates sicher finanziell lukrativer, als wenn sich Hertha BSC  aus dem Olympiastadion verabschiedet und ein eigenes Stadion baut.

Ende 2015, als im Berliner  Olympiastadion die konstituierende Sitzung des Organisationskomitees für die Leichtathletik-EM 2018 (7.-12. August) an gleicher Stelle stattfand, schien der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, noch ein richtiger Freund der Leichtathletik zu sein:

Kick OFF PK nr 11

Frank Kowalski (Geschäftsführer der BEM), Dr. Clemens Prokop (DLV-Präsident), Michael Müller (Regierender Bürgermeister von Berlin), Diskuswerfer Robert Harting (v. links nach rechts).

Doch nun hat es Michael Müller schwer, dieser Liebe nachzugeben.  Zu sehr ist er in eine Zwickmühle geraten. Und wenn er verlauten läßt, daß es auch möglich sei, eine versenkbare Laufbahn zu installieren, so glaubt er vielleicht selbst nicht daran. Oder doch?

Ich habe schon betont, daß ich natürlich für das Erhalten der Leichtathletik im Olympiastadion bin, für weitere Stadionfeste (ISTAFs), für internationale Meisterschaften, vielleicht sogar 2036 für die Olympischen Spiele.

Glock siebzehn

Doch was ist, wenn sich die Macher durchsetzen, die die Laufbahn herausreißen wollen? Zu den Fußballspielen gehe ich jetzt schon nur ganz selten, zu sehr habe ich mich bisher dort gelangweilt. Und wie verkrafte ich den eventuellen Wegfall der Leichtathletik? 2018 werde ich noch die EM schauen können, denn ein eventueller Umbau soll ja erst 2025 anfangen. Eine WM wird bis dahin wohl noch nicht in Sicht sein. Und Olympia? Da wird wohl erst die Berliner Bevölkerung überzeugt werden müssen. Und falls sie überzeugt wird und 2036 wirklich Olympische Spiele in Berlin stattfinden würden, wäre ich mir nicht sicher, ob ich dann im vorgerückten Alter von 96 Jahren überhaupt noch fähig sein würde, hinzugehen. So hat jeder wohl seine eigene Sicht…

Spannend wird es in der nächsten Zeit werden, wie die Offiziellen der Stadt und des Fußballclubs der Kritik der Leichtathletik-Freunde begegnen werde. Es gibt wohl vier Möglichkeiten:

Erstens: einfach weg mit der blauen Bahn und die Kritik aussitzen. Zweitens: Die Tartanbahn irgendwie im Untergrund verschwinden lassen und bei Bedarf an die Oberfläche hiefen. Drittens: Den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark so ausbauen und verschönern zu lassen, um dort 40.000 bis 50.000 Zuschauer unterzubringen. Die Stimmung für die Leichtathletik würde dort mindestens so gut wie im Olympiastadion sein. Ich habe es oft erlebt, wie dort zu DDR-Zeiten bei den Olympischen Tagen (den Treffs der leichtathletischen Weltelite) sich die Zuschauer begeisterten. Viertens: Es bleibt im Olympiastadion alles wie jetzt und der Fußballclub baut nebenan ein reines Fußballstadion.

Das sind meine ersten Gedankenspiele, ohne Kenntnis, wie die Machbarkeitsstudie aussieht und welche Seite sich durchsetzen wird.

Dabei habe ich noch nicht mal erwähnt, daß auch der Denkmalschutz eine Rolle spielen könnte. Doch den könnte man wohl am ehesten aushebeln. Schließlich wird das Olympiastadion auch oft als Machwerk des Hitler-Regimes hingestellt. Andere Denkmale wurden geschleift. Was hindert die Politik, hier die Axt anzusetzen?

Peter Grau

Ruth und Peter Olympiastadion

Der Autor 1990 nach dem 25-km-Lauf von Berlin und dem Einlauf ins Olympiastadion

 

Sofort nach dem Bekanntwerden der Machbarkeitsstudie häuften sich die kommentierenden Artikel in den Medien.

So äußerte der DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop vehemente Kritik. Lesen Sie unter: https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/deutliche-kritik-des-dlv-praesidenten-an-umbau-plaenen-fuer-berliner-olympiastadion/

Auch „German Road Races“ meldete sich zu Wort. Unter der Überschrift „ Rettet das Olympiastadion“ protestierte man gegen den Umbau. Nachzulesen unter:
http://www.germanroadraces.de/24-0-49751-rettet-das-berliner-olympiastadion.html

Spiegel online brachte folgenden Kommentar:

http://www.spiegel.de/sport/fussball/olympiastadion-berlin-unbeliebt-und-unverzichtbar-a-1149334.html

In der Berliner Zeitung wurde das Ganze so kommentiert: http://www.berliner-zeitung.de/sport/hertha-bsc/umbau-des-olympiastadions-die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-herthas-plaenen-26946966

Und auch Sprintstar Usain Bolt meldete sich zu Wort und bezeichnete es als eine „Schande“, wenn man „seine “ blaue Laufbahn entfernen würde.

Bolt wieder Mixedzoneexezone

Usain Bolt (Foto:  Olaf Brockmann)

Zwischen Berliner Reichstag, Brandenburger Tor und Friedrichstadtpalast

Wenn ich mich an früher erinnere, fällt es mir oft schwer, für Bilder die richtige Sprache zu finden. Warum? Weil es die Bilder nicht gibt. Früher haben wir viel weniger fotografiert, vor allem auch deswegen, weil jeder Film eben nur eine beschränkte Anzahl von Bildern zuließ, ob nun in Schwarz-Weiß oder in Farbe. Heute ist das viel einfacher, denn man nimmt die Kamera in die Hand, drückt ab, so oft man will und später kann man aussuchen.

So ein „Luxus“ verführt auch dazu, viel zu fotografieren. Immer, wenn ich wieder mal in „meinem“ Berlin bin, registriere ich das. So auch am 25. April 2017, als ich einen abendlichen Termin im Hotel „ Maritim proArte“ an der Friedrichstraße wahrnehmen will. Dort soll meine Facebookfreund Orkan Kuyas erzählen, wie die Lage der Wirtschaft ist und wie man an der Börse daraus das Beste machen kann. Wie immer wird es interessant und lehrreich sein.

Der zweite Programmpunkt aber ist für mich der Spaziergang vorher und nachher.

Zwischen Gegenwart und Vergangenheit

Ausgangspunkt ist die Luisenstraße, dort, wo die „Charite“ ihren Hauptsitz hat, das älteste Berliner Krankenhaus und eine der größten Universitätskliniken Europas.

Glücklich bin ich zunächst, einen Parkplatz zu finden:

Metro eins

Und dann geht es los, Richtung Reichstag und Brandenburger Tor. Zunächst grüßt mich Rudolf Virchow vom hohen Podest, seines Zeichens Pathologe, Anthropologe, Prähistoriker und Politiker.

Metro zwei

Dann gehe ich an der ersten Baugrube vorbei, nichts Besonderes in Berlin:

Metro drei

Vor mir rauscht die S-Bahn in der Höhe. Dort, ganz in der Nähe vom S-Bahnhof Friedrichstraße, war bis 1989 für manche DDR-Bürger die Gelegenheit, unter Einsatz ihres Lebens auf die Züge in den Westen zu springen.

Metro vier

Rundumblick:

Metro fünf

Metro sechs

Dann aber fällt mir ein Gebäude auf:

Metro sieben

Ich kann mich erinnern, daß dort vor 1989 der Künstlertreff (Die Möwe) war und ich auch einige Male dort Vorträge hörte.  Über diese „Möwe“ habe ich kürzlich auch in dem sehr lesenswerten Buch von Jutta Voigt   „Stierblutjahre- Die Boheme des Ostens“ einiges gelesen.

 

Rechterhand taucht das erste Gebäude für Bedienstete des Deutschen Bundestages auf:

Metro acht

Auf der anderen Seite, also links auf meinem Weg, fällt mir der Stuck an einer alten Villa auf. Auch dort residiert die Regierung.

Metro neun

Der Fernsehturm grüßt aus der Ferne:

Metro zehn

Das Hauptstadtbüro der ARD hat einen herausragenden Platz gefunden:

Metro elf

Metro einundzwanzig

Nun stehe ich auf der Marschall- Brücke:

Metro zwölf

Viel gibt es von dort aus zu sehen:

Metro vierzehn

Metro dreizehn

Metro fünfzehn

Ich wechsele die Straßenseite und gehe einige Schritte Richtung Westen. Von dort aus sehe ich, und das fällt inmitten der Neubauten auf, ein Konstrukt von alten, prächtigen Häusern.  In einem Teil davon saß früher der DDR-Musikverlag „Amiga“:

Metro sechszehn

Gebaut wird in diesem Viertel immer weiter, der Bedarf der Bundesregierung scheint unersättlich:

Metro siebzehn

Metro achtzehn

Und auch von hier aus sieht man das ARD-Gebäude:

Metro neunzehn

Und natürlich die Spree, auf der gerade ein Ausflugsdampfer fährt:

Metro zwanzig

Weiter spaziere ich und mein Blick fällt auf viel Glas. Dunkel kann ich mich an das Gebäude, was früher hier stand, erinnern. Ausländische Handelsvertretungen hatten dort ihre Büros:

Metro dreiundzwanzig

Die Clara-Zetkin-Straße (so hieß sie von 1951 bis 1995, heute heißt sie Dorotheenstraße) mit Blick in Richtung Friedrichstraße. Von dort führte mich früher mein Weg in mein Büro im Unternehmen „ Institut für Internationale Politik und Wirtschaft (IPW)“:

Metro vierundzwanzig

Die Clara-Zetkin-Straße führte damals in Richtung Sektorengrenze, d.h. in Richtung Mauer:

Metro fünfundzwanzig

Auf der rechten Seite lag mein Büro, aber das Haus ist nach der Wende abgerissen worden. Deshalb kann ich nur ahnen, wo es lag. Und auf der Straße fehlt auch hier eine Markierung für die frühere Grenze.

Die Mauer ist seit langem weg und heutzutage ist der Weg und der Blick frei zum Reichstag:

Metro sechsundzwanzig

Metro neunundzwanzig

Weiter hinten ist das Bundeskanzleramt zu sehen:

Metro siebenundzwanzig

Nur wenige Schritte weiter bin ich am Brandenburger Tor und auf dem Platz des 18. März:

Metro achtundzwanzig

Metro zweiunddreißig

Metro dreißig244

Metro vierunddreißig

Metro fünfdreißig

Metro siebenunddreißig

Auf der  anderen Seite des Berliner Wahrzeichens steht der Prunkbau des Adlon-Hotels:

Metro dreiunddreißig

Rechts die britische Botschaft:

Metro neununddreißig

Metro achtunddreißig

Mein Weg führt mich nun die Straße „Unter den Linden“ entlang:

Metro sechsunddreißig

Auf der anderen Seite sehe ich die russische Botschaft, früher die sowjetische Botschaft:

Metro vierzig

Links führt die Schadowstraße zu einer weiteren Abteilung des Deutschen Bundestages:

Metro zweiundvierzig

Metro einundvierzig

Dort war ich früher auch öfter, denn dort wurden für unser Institut der Internationalen Politik und Wirtschaft die westlichen Zeitungen und Zeitschriften gelesen, ausgewertet und kurzgefaßte Mitteilungen erarbeitet sowie Bildmaterial angefertigt.

 

Dann sehe ich das S-Bahn-Schild „Brandenburger Tor“.  Was aber war früher hier?  Da muß ich erst nachschauen. Auf keinen Fall eine S-Bahn für uns Ostberliner.

Metro dreiundvierzig

 

Blick in Richtung S-Bahnhof Friedrichsstraße und  auch auf die US-Botschaft:

Metro sechsundvierzig

Vorbei geht es am bekannten Cafe Einstein, das es auch zu DDR-Zeiten schon gab:

Metro siebenundvierzig

Bald bin ich an der Kreuzung „Unter den Linden“ /Friedrichstraße und wende mich Richtung S-Bahnhof Friedrichstraße:

Metro fünfzig

Metro neunundvierzig

Metro einundfünfzig

Dann aber gegen 18 Uhr bin ich am Hotel Maritim proArte angekommen, dem früheren Metropolhotel:

Metro zweiundfünfzig

Im ersten Stock sind die Vorbereitungen für den Vortrag von Orkan Kuyas (jeweils links im Bild) schon im Gange:

Orkan Kuyas vier Metropol

Orkan Kuyas zwei Metropol

Orkan Kuyas fünf Metropol

Orkan Kuyas drei Metropol

Brillant wie immer agiert Orkan Kuyas, begeistert die über 100 Zuhörer:

Orkan Kuyas eins Metropol

Nach dem Vortrag spreche ich noch kurz mit Orkan Kuyas und dann streife ich  ein wenig durch die Flure. Ich schaue mir vor allem die Gemälde an und daraus ist die folgende Geschichte geworden: http://www.petergrau-leichtathlet.de/?p=7012

Danach soll es noch den Berliner Stammtisch mit Orkan Kuyas nebenan im Gaffel-Haus geben, dort, wo Kölsch ausgeschenkt wird.  Aber ich verzichte darauf, weil mir ja noch die lange Heimfahrt bevorsteht und ich mir zudem von einem Nachgespräch im großen  Kreis inmitten eines vollbesetzten Restaurants nicht allzuviel verspreche.

Metro neu sechsundfünfzig

Metro achtundfünfzig

 

Dafür nutze ich lieber die Gunst der Stunde und fotografiere weiter:

Metro dreiundfünfzig

Metro fünfundfünfzig

Metro sechsundfünfzig

Im Nachhinein bin ich erstaunt, wie gut die Nachtaufnahmen werden:

Metro siebenundfünfzig

Metro neunundfünfzig

Metro sechzig

Metro einundsechszig

Metro zweiundsechzig

Metro vierundsechzig

Metro neu dreiundsechszig

 

Bald bin ich am Friedrichstadtpalast:

Metro fünfundsechzig

Metro neu fünfundsechzig

Und dann geht es hinein in die Reinhardt-Straße, vorbei am Deutschen Theater und den Kammerspielen, in denen ich früher oft war.

Mein Auto steht noch am gleichen Ort, und es bringt mich auch wohlbehalten nach Neuruppin zurück.

Peter Grau

 

Gemälden auf der Spur im Maritim proArte Hotel in Berlin

Es ist ja kein Geheimnis, daß ich mich gegenwärtig für meine Homepage viel mit Kunst, mit Künstlern befasse. Es macht mir einfach Spaß, Neues zu entdecken, und ich fühle mich oft wie auf Ausstellungen, wenn ich die Facebook-Seiten oder die Websiten der Künstler durchstöbere.  Selbst dazulernen und außerdem meine Homepage „schmücken“, das paßt zusammen. Und wenn ich dann noch an den Reaktionen der Künstler merke, wie dankbar sie für diese meine kleine „Geste“ sind, dann fühle ich mich bestätigt.

Es bleibt dabei nicht aus, daß ich mich nicht nur im Internet mit der Kunst beschäftige, sondern auch im normalen Leben, in der Öffentlichkeit, die  Augen aufhalte.

So geschehen am 25. April 2017, als ich zu einem Wirtschaftsvortrag im Maritim proArte Hotel (dem früheren Metropol-Hotel) in der Berliner Friedrichstraße  weilte.   Hinterher spazierte ich noch ein wenig im Hotel umher und sah mir die großflächigen Gemälde in den Fluren an.  Sie stammten von verschiedenen Künstlern, und ob sie nun vom Hotel gekauft waren oder nur Leihgaben, konnte ich nicht feststellen. Ich verglich aber so auf die Schnelle mal mit den zahlreichen Gemälden, die ich zuletzt auf meiner Homepage in der Rubrik Kunst und Kultur vorgestellt habe.  Ich konnte keinen wesentlichen Unterschied feststellen. Viele der Gemälde „meiner “ Künstler“ hätte ich mir gut dort im Hotel vorstellen können. Das Fazit: Als Künstler muß man einfach manchmal Glück haben, um an einem solchen repräsentativen Platz ausgestellt zu werden.

Schauen wir nun gemeinsam auf einige der Gemälde aus dem  Maritim proArte Hotel:

Metro Kunst zwölf

Metro Kunst eins

Metro Kunst drei

Metro Kunst vier

Metro Kunst sechs

Metro Kunst fünf

Metro Kunst sieben

Metro Kunst acht

Metro Kunst zehn

Metro Kunst elf

Metro Kunst zwei

 

Scotch und Soda – eine Mischung von Jazz und Artistik im Berliner Chamäleon-Theater

Klein, aber fein, altmodisch im Mobilar, aber neumodisch in der Theateraufführung:  das ist das Chamäleon –Theater in den Hackeschen Höfen am Hackeschen Markt in Berlin.

Premierenbesuche haben immer etwas Spannendes an sich. Man weiß nicht, was auf einen zukommt. Und ist voller Erwartung.

So geschah es uns am 23. April 2017, als wir von unseren Berliner Verwandten Gerhard und Alexandra zu einem Theaterbesuch eingeladen wurden. Wir wußten nur, daß uns im Programm „ Scotch und Soda“ Jazzmusik und Artistik erwarten würde.

Treffpunkt war ganz in der Nähe, in einem Cafe.  Und das war für mich genauso spannend wie die Theateraufführung später.

Es ging um Kali und Pfeffi –  damals

Warum? Ich habe rund 200 m Luftlinie entfernt vor vielen, vielen Jahren an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität vier Jahre lange studiert. Aber nicht nur studiert. Recht oft vertauschten wir die Hörsäle mit einem nahen Restaurant, um dort Karten zu spielen und zu würfeln. Worum ging es damals? Um Kali (Kaffeelikör) und Pfeffi (Pfefferminzlikör).

Und heute, 50 Jahre später, saßen wir wieder dort. Zwar existiert das frühere Restaurant (ich glaube, es hieß Berliner Stadtkontor) nicht mehr, weil die ganze Gegend umgebaut wurde, aber im Kaffee hingen eine Menge Bilder, auf denen man die früheren Gebäude nachvollziehen konnte. Ob es nun direkt hier war oder im Nebenhaus, das ist erstmal unerheblich.

Jedenfalls schweiften meine Gedanken zurück, in die glückliche Studentenzeit.

Doch ich war ja nicht hierhergekommen, um mich auf historische Spuren zu begeben. Ich bzw. wir wollten etwas Neues erleben.

 Die australische Company 2  lädt ein

Chamäleon drei

Neu war es für uns auf alle Fälle. Schon der Theaterraum gefiel uns. Überschaubar in den Ausmaßen, gedämpftes Licht, kleine Vierertische mit Stühlen, die jeweils Richtung Bühne ausgerichtet werden konnten.  Wir fühlten uns gleich heimlich, bestellten die Getränke und Chips und harrten der Dinge, die da kommen mußten.

Und ich kann vorweggreifen: Es gefiel uns alles ausnehmend gut. Anfangen von der Musik, die von einer Gruppe von Musikern aus Sydney dargeboten wurde, und mit brillantem Jazz überzeugte. Die Uncanny Carnival Band unterhielt uns 2 ½ Stunden lang mit schnellen und langsamen Weisen, einfach gut.

Chamäleon zwei

Foto: Sean Young

 

Zweites Standbein dieses Programms, das unter dem Motto „Scotch und Soda“ stand, waren die anderen Künstler, ebenfalls aus Australien, die mit ihrem großen akrobatischen  Können und mit Tanzeinlagen glänzten.

Es wurde eine rauschende, temporeiche Party und wir fühlten uns wunderbar unterhalten.

Im Programmheft steht: Die australische Company 2 ist international erfahren und auf den Bühnen der Welt zuhause. Wir waren glücklich, zu dieser Welt zu gehören.

Chamäleon fünf

Da wir vor der Vorstellung gebeten wurden, keine Fotos zu machen, bin ich leider nur auf das Programmheft bzw. die Facebookseiten (Camäleon-Theater) angewiesen und veröffentliche nur wenige Fotos. Mehr zum Theater auch unter:

https://chamaeleonberlin.com/de