Notizen aus Berlin und anderswo

Berlin: Vom Alex bis zur Friedrichstraße und zurück

Mir macht es immer Spaß, in Berlin herumzuspazieren. An diesem Montag, dem 17. Juli 2017, sollte es sowohl eine Einkaufstour zwischen dem Kulturkaufhaus Dussmann und den Elektronik-Geschäften Saturn und Media-Markt sein, als auch ein Spaziergang mit dem Fotoapparat.

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Ausgangspunkt ist die Karl-Marx-Allee. Auf dem Mittelstreifen, ganz in der Nähe des Restaurants  Moskau und des Kinos International, fand ich für den Tag einen günstigen Parkplatz. Und dann ging es im wahrsten Sinne des Wortes los.

Erster Blickfang ist das Haus des Lehrers – zumindest hieß es früher so. Und früher, das waren die Jahre zwischen 1960 und 1989, in denen ich in Ostberlin lebte.

Duss siebzehn Duss zehn

Der bunte Wandfries ist noch immer erhalten geblieben. Ganz im Unterschied zu manchem aus den sozialistischen Zeiten, was die politische Wende nicht überdauert hat. Ich bedauere das teilweise, denn Gebäude, Kunst, Denkmale sind ja auch Zeitzeugen.

Die Schatten der Vergangenheit sind jedenfalls manchmal nur noch zu erahnen. Traurig wirkt es dann, wenn ich das folgende Gebäude ablichte:

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Dort befand sich früher die Zentralverwaltung für Statistik, in der alles in Zahlen gegossen wurde, was sich im Lande DDR tat. Und Zahlen sind ja geduldig…

Weiter geht es einige Schritte, und schon bin ich im Umfeld des Alexanderplatzes. Und mein Blick fällt auf  Hochhäuser und den Fernsehturm:

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Zunächst ein Haus, in dem früher das Reisebüro arbeitete:

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Dann das Hotel, das es dort schon lange gibt. Nur der Name hat einige Male gewechselt. Heute heißt es Park Inn bei Radison:

Duss einundzwanzig

Vorbei geht es an der Kongreßhalle:

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Diese Straße führt nach Norden:

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Saturn (links) und Mediamarkt (im Kauftempel Alexa):

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Treffpunkt seit ewigen Zeiten:  Die Weltzeituhr:

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Dann aber wird es Zeit, in die S-Bahn einzusteigen. Richtung Westen geht es. Erster Halt: Hackescher Markt (früher Marx-Engels-Platz). Dort bin ich in den Jahren 1961 bis 1965 immer ausgestiegen, um in die nahe Uni, konkreter in die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät  zu gehen und dort die Vorlesungen und Seminare zu besuchen.  Philosophische Themen und  „Das Kapital“ von Karl Marx  wurden u.a. dort behandelt. Daran werde ich später denken, wenn ich im Hauptgebäude der Humboldt-Universität an der Straße „ Unter den Linden“  den Spruch von Karl Marx fotografiere:

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Doch zunächst steige ich am Bahnhof Friedrichstraße aus und fotografiere vom Bahnsteig aus:

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Bald sehe ich das Kulturkaufhaus „Dussmann“:

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Auffällig dort die große, grüne Wand und die Tafel, auf der der Schöpfer dieser Wand vorgestellt wird:

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Weil ich  lange nicht im Dussmann-Kulturhaus war, werde ich von der Vielfalt des Angebotes förmlich überrannt. Aber ohne Buch will ich nicht aus dem Haus gehen. So kaufe ich eine Broschüre, in der alles über Windows 7 stehen soll.

Dann aber hinaus ins Freie und Richtung „Unter den Linden“.  Und da kann ich gleich vornweg sagen: Für Touristen ist das gegenwärtig keine Freude, weil vor allem die Bauzäune für die lange in Bau befindliche  U-Bahnlinie vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor die Sicht versperren und dem Ganzen eher das Gesicht einer Baustelle geben.

Nicht zugebaut  ist das Reiterstandbild Friedrichs des Großen:

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Ebenfalls frei zugängig das Gebäude der Humboldt-Universität zu Berlin:

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Vor dem Gebäude thronen die Gebrüder Humboldt (links  Wilhelm von Humboldt , rechts  Alexander von Humboldt):

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Nochmals der Blick auf das Uni-Gebäude:

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Und davor das Denkmal des Physiologen und Physikers Hermann von Helmholtz:

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Innen aber die schon gezeigte prunkvolle Marmortreppe, dominiert vom Spruch von Karl Marx:

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Wieder im Freien grüßt  eine weitere Dauerbaustelle: die Staatsoper:

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Weiter auf der Straße „Unter den Linden“:

An der Gedenkstätte „Neue Wache“ wird ebenfalls gebaut:

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Es folgt das „Deutsche Historische Museum“:

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Gegenüber das Prinzessinnen-Palais:

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Aber es ist noch nicht genug des Baugeschehens.  Das „Berliner Stadtschloß“ nimmt langsam Konturen an, soll 2019 fertiggestellt sein. Die Kuppel ist schon sichtbar:

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Damit sind dann die Spuren des „Palastes der Republik“ getilgt (leider), der an gleicher Stelle stand.

Nicht getilgt ist der Blick auf das Alte  Museum am Lustgarten (links) und auf den Berliner Dom:

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Der Berliner Dom:

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Auf der anderen Seite der Spree entdecke ich ein Hotel. 1979 wurde an dieser Stelle das Palasthotel eröffnet und bis 1992 von der Interhotel-Kette betrieben. Nach der Schließung folgte 2001 der Abriß.  Heute steht dort ein Hotel der Radisson-Kette:

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An der  Kreuzung Spandauer Straße / Karl-Liebknecht-Straße  angekommen erblicke ich links hinten ein rotes Backsteingebäude:  mein Unigebäude, in dem auch heute noch Wirtschaftswissenschaftler ausgebildet werden:

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Präsent sind auch die Marienkirche und  der Neptun-Brunnen sowie das Rote Rathaus (rechts):

Duss sechzig Duss einundsechszig

Dann aber habe ich es gleich geschafft. Ein neues Gebäude erscheint nach den Rathauspassagen (die ebenfalls von Bauzäunen verstellt sind):

Duss zweiundsechzig

Gleich bin ich am Alexanderplatz, wo ich bereits heute Vormittag war,  und auch die Märkte Saturn und Mediamarkt lichtete ich da schon ab.  Nun aber heißt es:  Einkauf.  Vergleichen, Gespräche mit Verkäufern führen und dann entscheiden. Ein nerviger Prozeß. Aber am Ende erstehe ich ein neues Smartphone,   Galaxy J 5. Und bin sehr zufrieden damit, denn es ist doch um einiges größer und besser als das Galaxy S 4 mini, welches ich vorher  2 Jahre benutzte.

Genug gekauft. Nun geht es zurück zum Parkplatz. Mit dem Fotoapparat wird das letzte Foto geschossen:

Duss neun

Der Spaziergang durch einen Teil Berlins hat bei mir viele Erinnerungen geweckt.

Peter Grau

 

Angelika Hinkelmann: Gefühle mit Farben umsetzen

Angelika acht Titelbild

Vor einer Woche hat Angelika Hinkelmann ihre Bilder am Pfingstsonntag in Berlin auf der Oberbaumbrücke ausgestellt. Dort findet jedes Jahr die “ Open Air Gallery“ statt. Als ich das erste Foto ihres Standes sah, konnte ich mir zunächst nicht vorstellen, wo sie und die 100 weiteren Aussteller gestanden haben.

Hinkelmann achtzehn Stand

Dann aber las ich, daß die gesamte Straße neben der schönen Brücke für den Verkehr gesperrt war.  Kunst vor Autoverkehr, das ist auch ein Motto. Nur selten durchsetzbar, aber anregend. Und gerade in Berlin, denn dort ruht ja auch teilweise der Autoverkehr, wenn beispielsweise die Marathonläufer ihre Spur ziehen.

Überlebenstraining für die Kunst

Hinkelmann zwanzig Regen

Jedenfalls fuhr  Angelika Hinkelmann   voller Vorfreude nach Berlin, aber dann ließ Petrus es regnen und stürmen.  Die Künstlerin beschrieb es mir so: „ Man könnte das Ganze so überschreiben: „Überlebenstraining für die Kunst“ , oder aber „Kunst im Regen“. Aber trotz widriger Umstände war es ein erfolgreicher Tag in jeder Hinsicht. Bekannte zu treffen, ein bißchen plaudern, sich austauschen, Menschen kennenlernen, wie auch immer, und natürlich auch Anerkennung seiner Kunstwerke genießen zu dürfen, in Worten, Gesprächen und Kauf.“

Hinkelmann neun Porträt eins    Hinkelmann zehn Porträt zwei

(beide Porträtfotos:  Beate Knappe / Homepage: http://www.beateknappe.de )

 

Sie kann so locker darüber plaudern… Auf  ihren Fotos lacht sie  fröhlich in die Welt, daß man ihr abnimmt, daß solch ein bißchen Regen die Laune nicht verderben kann.

Aber wie malt sie überhaupt?

Am besten lassen wir sie selbst sprechen:

“ Entstehung im Ungewissen, im Unwillkürlichen – als Selbstverständnis – das Leben ist bunt.

Meine Einflüsse zum Malen sind in erster Linie alles, was ich fühle, was ich sehe und meine Erfahrungen, meine eigene Geschichte. Aber, ich habe es immer schon geliebt, Gedanken, Gefühle in Worte zu fassen oder mit Farben umzusetzen. Malen ist für mich der Schlüssel zum geheimen Garten, mein Weg in das Innere, mein Spiegel. Malen bringt für mich ein Gefühl der Erfüllung. Das Arbeiten, das Experimentieren mit Farbe befreit meine Fantasie und bietet viele Möglichkeiten, das fertige Produkt zu beeinflussen. Das Malen mit Acrylfarben fasziniert mich. Nicht nur Pinsel auch Spachtel, Rollen, verschiedene Materialien wie Sand, Kohle, Pigmente auftragen, abkratzen, verdichten oder sogar abwaschen, und diverse andere Utensilien und nicht zuletzt die bloßen Finger als „pinselfreie“ Werkzeuge nutze ich. Nie ist das fertige Bild von Beginn an Absicht, sondern es entwickelt sich immer im Prozess. Ich mag es nicht, meine Bilder zu erklären, sondern hoffe, daß die Bilder für sich selbst sprechen. Was auch immer es dem Betrachter sagt, wird es die richtige Botschaft sein. Jeder Mensch sieht etwas anderes in einem Bild mit seiner eigenen Geschichte. Das macht mich zufrieden.“

Lassen Sie uns nun eine Auswahl ihrer Bilder betrachten und unsere eigenen Gedanken dazu machen:

Hinkelmann dreizehn        Hinkelmann zwölf

Hinkelmann zwei

Hinkelmann elf            Hinkelmann eins

Hinkelmann vierzehn

Hinkelmann sechszehn         Hinkelmann siebzehn

Hinkelmann fünfzehn       Angelika vier

Angelika fünf                Angelika sieben

(alle Bilder von Angelika Hinkelmann)

 

Berliner Olympiastadion: Die Leichtathleten wehren sich gegen den Raub ihrer blauen Laufbahn

Glock neunzig

Wie lange noch gibt es das ISTAF im Olympiastadion?

 

Die Wellen schlagen hoch! Die Aufregung ist riesengroß. Warum? Weil ganz plötzlich eine Studie eines Architekturbüros von der Führung des Fußballclubs Hertha BSC Berlin und des Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, der Öffentlichkeit vorgestellt wurde (nicht der Inhalt, sondern das Fazit), in der es heißt: Es ist möglich, aus dem Berliner Olympiastadion ein reines Fußballstadion zu machen.

Schon einmal war die Leichtathletik im Olympiastadion in Gefahr. Vor der Fußball-WM 2006 wurde das Stadion ebenfalls umgebaut und auch damals spielte man mit dem Gedanken, die Laufbahn herauszureißen. Damals ging der Kelch vorbei.

Diesmal scheint die Gefahr plötzlich größer zu sein, nimmt man das Echo als Maßstab. Doch woher kommt das Echo? Zuallerst von aktiven Leichtathleten, Leichtathletik-Funktionären, Sympathisanten, Kämpfern für den Denkmalschutz. Kein Wunder. Auch ich als Leichtathlet und Leichtathletik-Journalist bin natürlich dafür, die Laufbahn zu erhalten. Auch ich möchte weiter Leichtathletik im Olympiastadion sehen.

Glock achtzezhn

Doch die bisher schweigende Mehrheit, die sich wenig für Leichtathletik interessiert,  wird das wohl nicht so sehr beeindrucken. Fußball ist nun mal die Sportart, für die sich die meisten interessieren. Die Fußballanhänger wollen, daß die Laufbahn weggerissen wird, sie wollen näher an die Spieler heran, es soll lauter werden im Stadion. Rund 50.000 Zuschauer kommen zu den Heimspielen der Hertha, viel, aber eben auch eine Minderheit, wenn man die 3 Millionen Berliner, die Millionen aus dem Umland und die Abermillionen aus Deutschland und dem Ausland zählt. Die Lobby für die Leichtathleten wird klein sein, zumal die Resonanz für die Leichtathletik in den letzten Jahren leider abgenommen hat.

Und das Geld? Da wird der Berliner Senat wohl nicht knausrig sein. Mehr als für den Flughafen wird es wohl nicht werden, könnte man sarkastisch sagen. Und für einen solchen Umbau Geld zu „spenden“, ist aus Sicht des Senates sicher finanziell lukrativer, als wenn sich Hertha BSC  aus dem Olympiastadion verabschiedet und ein eigenes Stadion baut.

Ende 2015, als im Berliner  Olympiastadion die konstituierende Sitzung des Organisationskomitees für die Leichtathletik-EM 2018 (7.-12. August) an gleicher Stelle stattfand, schien der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, noch ein richtiger Freund der Leichtathletik zu sein:

Kick OFF PK nr 11

Frank Kowalski (Geschäftsführer der BEM), Dr. Clemens Prokop (DLV-Präsident), Michael Müller (Regierender Bürgermeister von Berlin), Diskuswerfer Robert Harting (v. links nach rechts).

Doch nun hat es Michael Müller schwer, dieser Liebe nachzugeben.  Zu sehr ist er in eine Zwickmühle geraten. Und wenn er verlauten läßt, daß es auch möglich sei, eine versenkbare Laufbahn zu installieren, so glaubt er vielleicht selbst nicht daran. Oder doch?

Ich habe schon betont, daß ich natürlich für das Erhalten der Leichtathletik im Olympiastadion bin, für weitere Stadionfeste (ISTAFs), für internationale Meisterschaften, vielleicht sogar 2036 für die Olympischen Spiele.

Glock siebzehn

Doch was ist, wenn sich die Macher durchsetzen, die die Laufbahn herausreißen wollen? Zu den Fußballspielen gehe ich jetzt schon nur ganz selten, zu sehr habe ich mich bisher dort gelangweilt. Und wie verkrafte ich den eventuellen Wegfall der Leichtathletik? 2018 werde ich noch die EM schauen können, denn ein eventueller Umbau soll ja erst 2025 anfangen. Eine WM wird bis dahin wohl noch nicht in Sicht sein. Und Olympia? Da wird wohl erst die Berliner Bevölkerung überzeugt werden müssen. Und falls sie überzeugt wird und 2036 wirklich Olympische Spiele in Berlin stattfinden würden, wäre ich mir nicht sicher, ob ich dann im vorgerückten Alter von 96 Jahren überhaupt noch fähig sein würde, hinzugehen. So hat jeder wohl seine eigene Sicht…

Spannend wird es in der nächsten Zeit werden, wie die Offiziellen der Stadt und des Fußballclubs der Kritik der Leichtathletik-Freunde begegnen werde. Es gibt wohl vier Möglichkeiten:

Erstens: einfach weg mit der blauen Bahn und die Kritik aussitzen. Zweitens: Die Tartanbahn irgendwie im Untergrund verschwinden lassen und bei Bedarf an die Oberfläche hiefen. Drittens: Den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark so ausbauen und verschönern zu lassen, um dort 40.000 bis 50.000 Zuschauer unterzubringen. Die Stimmung für die Leichtathletik würde dort mindestens so gut wie im Olympiastadion sein. Ich habe es oft erlebt, wie dort zu DDR-Zeiten bei den Olympischen Tagen (den Treffs der leichtathletischen Weltelite) sich die Zuschauer begeisterten. Viertens: Es bleibt im Olympiastadion alles wie jetzt und der Fußballclub baut nebenan ein reines Fußballstadion.

Das sind meine ersten Gedankenspiele, ohne Kenntnis, wie die Machbarkeitsstudie aussieht und welche Seite sich durchsetzen wird.

Dabei habe ich noch nicht mal erwähnt, daß auch der Denkmalschutz eine Rolle spielen könnte. Doch den könnte man wohl am ehesten aushebeln. Schließlich wird das Olympiastadion auch oft als Machwerk des Hitler-Regimes hingestellt. Andere Denkmale wurden geschleift. Was hindert die Politik, hier die Axt anzusetzen?

Peter Grau

Ruth und Peter Olympiastadion

Der Autor 1990 nach dem 25-km-Lauf von Berlin und dem Einlauf ins Olympiastadion

 

Sofort nach dem Bekanntwerden der Machbarkeitsstudie häuften sich die kommentierenden Artikel in den Medien.

So äußerte der DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop vehemente Kritik. Lesen Sie unter: https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/deutliche-kritik-des-dlv-praesidenten-an-umbau-plaenen-fuer-berliner-olympiastadion/

Auch „German Road Races“ meldete sich zu Wort. Unter der Überschrift „ Rettet das Olympiastadion“ protestierte man gegen den Umbau. Nachzulesen unter:
http://www.germanroadraces.de/24-0-49751-rettet-das-berliner-olympiastadion.html

Spiegel online brachte folgenden Kommentar:

http://www.spiegel.de/sport/fussball/olympiastadion-berlin-unbeliebt-und-unverzichtbar-a-1149334.html

In der Berliner Zeitung wurde das Ganze so kommentiert: http://www.berliner-zeitung.de/sport/hertha-bsc/umbau-des-olympiastadions-die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-herthas-plaenen-26946966

Und auch Sprintstar Usain Bolt meldete sich zu Wort und bezeichnete es als eine „Schande“, wenn man „seine “ blaue Laufbahn entfernen würde.

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Usain Bolt (Foto:  Olaf Brockmann)

Zwischen Berliner Reichstag, Brandenburger Tor und Friedrichstadtpalast

Wenn ich mich an früher erinnere, fällt es mir oft schwer, für Bilder die richtige Sprache zu finden. Warum? Weil es die Bilder nicht gibt. Früher haben wir viel weniger fotografiert, vor allem auch deswegen, weil jeder Film eben nur eine beschränkte Anzahl von Bildern zuließ, ob nun in Schwarz-Weiß oder in Farbe. Heute ist das viel einfacher, denn man nimmt die Kamera in die Hand, drückt ab, so oft man will und später kann man aussuchen.

So ein „Luxus“ verführt auch dazu, viel zu fotografieren. Immer, wenn ich wieder mal in „meinem“ Berlin bin, registriere ich das. So auch am 25. April 2017, als ich einen abendlichen Termin im Hotel „ Maritim proArte“ an der Friedrichstraße wahrnehmen will. Dort soll meine Facebookfreund Orkan Kuyas erzählen, wie die Lage der Wirtschaft ist und wie man an der Börse daraus das Beste machen kann. Wie immer wird es interessant und lehrreich sein.

Der zweite Programmpunkt aber ist für mich der Spaziergang vorher und nachher.

Zwischen Gegenwart und Vergangenheit

Ausgangspunkt ist die Luisenstraße, dort, wo die „Charite“ ihren Hauptsitz hat, das älteste Berliner Krankenhaus und eine der größten Universitätskliniken Europas.

Glücklich bin ich zunächst, einen Parkplatz zu finden:

Metro eins

Und dann geht es los, Richtung Reichstag und Brandenburger Tor. Zunächst grüßt mich Rudolf Virchow vom hohen Podest, seines Zeichens Pathologe, Anthropologe, Prähistoriker und Politiker.

Metro zwei

Dann gehe ich an der ersten Baugrube vorbei, nichts Besonderes in Berlin:

Metro drei

Vor mir rauscht die S-Bahn in der Höhe. Dort, ganz in der Nähe vom S-Bahnhof Friedrichstraße, war bis 1989 für manche DDR-Bürger die Gelegenheit, unter Einsatz ihres Lebens auf die Züge in den Westen zu springen.

Metro vier

Rundumblick:

Metro fünf

Metro sechs

Dann aber fällt mir ein Gebäude auf:

Metro sieben

Ich kann mich erinnern, daß dort vor 1989 der Künstlertreff (Die Möwe) war und ich auch einige Male dort Vorträge hörte.  Über diese „Möwe“ habe ich kürzlich auch in dem sehr lesenswerten Buch von Jutta Voigt   „Stierblutjahre- Die Boheme des Ostens“ einiges gelesen.

 

Rechterhand taucht das erste Gebäude für Bedienstete des Deutschen Bundestages auf:

Metro acht

Auf der anderen Seite, also links auf meinem Weg, fällt mir der Stuck an einer alten Villa auf. Auch dort residiert die Regierung.

Metro neun

Der Fernsehturm grüßt aus der Ferne:

Metro zehn

Das Hauptstadtbüro der ARD hat einen herausragenden Platz gefunden:

Metro elf

Metro einundzwanzig

Nun stehe ich auf der Marschall- Brücke:

Metro zwölf

Viel gibt es von dort aus zu sehen:

Metro vierzehn

Metro dreizehn

Metro fünfzehn

Ich wechsele die Straßenseite und gehe einige Schritte Richtung Westen. Von dort aus sehe ich, und das fällt inmitten der Neubauten auf, ein Konstrukt von alten, prächtigen Häusern.  In einem Teil davon saß früher der DDR-Musikverlag „Amiga“:

Metro sechszehn

Gebaut wird in diesem Viertel immer weiter, der Bedarf der Bundesregierung scheint unersättlich:

Metro siebzehn

Metro achtzehn

Und auch von hier aus sieht man das ARD-Gebäude:

Metro neunzehn

Und natürlich die Spree, auf der gerade ein Ausflugsdampfer fährt:

Metro zwanzig

Weiter spaziere ich und mein Blick fällt auf viel Glas. Dunkel kann ich mich an das Gebäude, was früher hier stand, erinnern. Ausländische Handelsvertretungen hatten dort ihre Büros:

Metro dreiundzwanzig

Die Clara-Zetkin-Straße (so hieß sie von 1951 bis 1995, heute heißt sie Dorotheenstraße) mit Blick in Richtung Friedrichstraße. Von dort führte mich früher mein Weg in mein Büro im Unternehmen „ Institut für Internationale Politik und Wirtschaft (IPW)“:

Metro vierundzwanzig

Die Clara-Zetkin-Straße führte damals in Richtung Sektorengrenze, d.h. in Richtung Mauer:

Metro fünfundzwanzig

Auf der rechten Seite lag mein Büro, aber das Haus ist nach der Wende abgerissen worden. Deshalb kann ich nur ahnen, wo es lag. Und auf der Straße fehlt auch hier eine Markierung für die frühere Grenze.

Die Mauer ist seit langem weg und heutzutage ist der Weg und der Blick frei zum Reichstag:

Metro sechsundzwanzig

Metro neunundzwanzig

Weiter hinten ist das Bundeskanzleramt zu sehen:

Metro siebenundzwanzig

Nur wenige Schritte weiter bin ich am Brandenburger Tor und auf dem Platz des 18. März:

Metro achtundzwanzig

Metro zweiunddreißig

Metro dreißig244

Metro vierunddreißig

Metro fünfdreißig

Metro siebenunddreißig

Auf der  anderen Seite des Berliner Wahrzeichens steht der Prunkbau des Adlon-Hotels:

Metro dreiunddreißig

Rechts die britische Botschaft:

Metro neununddreißig

Metro achtunddreißig

Mein Weg führt mich nun die Straße „Unter den Linden“ entlang:

Metro sechsunddreißig

Auf der anderen Seite sehe ich die russische Botschaft, früher die sowjetische Botschaft:

Metro vierzig

Links führt die Schadowstraße zu einer weiteren Abteilung des Deutschen Bundestages:

Metro zweiundvierzig

Metro einundvierzig

Dort war ich früher auch öfter, denn dort wurden für unser Institut der Internationalen Politik und Wirtschaft die westlichen Zeitungen und Zeitschriften gelesen, ausgewertet und kurzgefaßte Mitteilungen erarbeitet sowie Bildmaterial angefertigt.

 

Dann sehe ich das S-Bahn-Schild „Brandenburger Tor“.  Was aber war früher hier?  Da muß ich erst nachschauen. Auf keinen Fall eine S-Bahn für uns Ostberliner.

Metro dreiundvierzig

 

Blick in Richtung S-Bahnhof Friedrichsstraße und  auch auf die US-Botschaft:

Metro sechsundvierzig

Vorbei geht es am bekannten Cafe Einstein, das es auch zu DDR-Zeiten schon gab:

Metro siebenundvierzig

Bald bin ich an der Kreuzung „Unter den Linden“ /Friedrichstraße und wende mich Richtung S-Bahnhof Friedrichstraße:

Metro fünfzig

Metro neunundvierzig

Metro einundfünfzig

Dann aber gegen 18 Uhr bin ich am Hotel Maritim proArte angekommen, dem früheren Metropolhotel:

Metro zweiundfünfzig

Im ersten Stock sind die Vorbereitungen für den Vortrag von Orkan Kuyas (jeweils links im Bild) schon im Gange:

Orkan Kuyas vier Metropol

Orkan Kuyas zwei Metropol

Orkan Kuyas fünf Metropol

Orkan Kuyas drei Metropol

Brillant wie immer agiert Orkan Kuyas, begeistert die über 100 Zuhörer:

Orkan Kuyas eins Metropol

Nach dem Vortrag spreche ich noch kurz mit Orkan Kuyas und dann streife ich  ein wenig durch die Flure. Ich schaue mir vor allem die Gemälde an und daraus ist die folgende Geschichte geworden: http://www.petergrau-leichtathlet.de/?p=7012

Danach soll es noch den Berliner Stammtisch mit Orkan Kuyas nebenan im Gaffel-Haus geben, dort, wo Kölsch ausgeschenkt wird.  Aber ich verzichte darauf, weil mir ja noch die lange Heimfahrt bevorsteht und ich mir zudem von einem Nachgespräch im großen  Kreis inmitten eines vollbesetzten Restaurants nicht allzuviel verspreche.

Metro neu sechsundfünfzig

Metro achtundfünfzig

 

Dafür nutze ich lieber die Gunst der Stunde und fotografiere weiter:

Metro dreiundfünfzig

Metro fünfundfünfzig

Metro sechsundfünfzig

Im Nachhinein bin ich erstaunt, wie gut die Nachtaufnahmen werden:

Metro siebenundfünfzig

Metro neunundfünfzig

Metro sechzig

Metro einundsechszig

Metro zweiundsechzig

Metro vierundsechzig

Metro neu dreiundsechszig

 

Bald bin ich am Friedrichstadtpalast:

Metro fünfundsechzig

Metro neu fünfundsechzig

Und dann geht es hinein in die Reinhardt-Straße, vorbei am Deutschen Theater und den Kammerspielen, in denen ich früher oft war.

Mein Auto steht noch am gleichen Ort, und es bringt mich auch wohlbehalten nach Neuruppin zurück.

Peter Grau

 

Gemälden auf der Spur im Maritim proArte Hotel in Berlin

Es ist ja kein Geheimnis, daß ich mich gegenwärtig für meine Homepage viel mit Kunst, mit Künstlern befasse. Es macht mir einfach Spaß, Neues zu entdecken, und ich fühle mich oft wie auf Ausstellungen, wenn ich die Facebook-Seiten oder die Websiten der Künstler durchstöbere.  Selbst dazulernen und außerdem meine Homepage „schmücken“, das paßt zusammen. Und wenn ich dann noch an den Reaktionen der Künstler merke, wie dankbar sie für diese meine kleine „Geste“ sind, dann fühle ich mich bestätigt.

Es bleibt dabei nicht aus, daß ich mich nicht nur im Internet mit der Kunst beschäftige, sondern auch im normalen Leben, in der Öffentlichkeit, die  Augen aufhalte.

So geschehen am 25. April 2017, als ich zu einem Wirtschaftsvortrag im Maritim proArte Hotel (dem früheren Metropol-Hotel) in der Berliner Friedrichstraße  weilte.   Hinterher spazierte ich noch ein wenig im Hotel umher und sah mir die großflächigen Gemälde in den Fluren an.  Sie stammten von verschiedenen Künstlern, und ob sie nun vom Hotel gekauft waren oder nur Leihgaben, konnte ich nicht feststellen. Ich verglich aber so auf die Schnelle mal mit den zahlreichen Gemälden, die ich zuletzt auf meiner Homepage in der Rubrik Kunst und Kultur vorgestellt habe.  Ich konnte keinen wesentlichen Unterschied feststellen. Viele der Gemälde „meiner “ Künstler“ hätte ich mir gut dort im Hotel vorstellen können. Das Fazit: Als Künstler muß man einfach manchmal Glück haben, um an einem solchen repräsentativen Platz ausgestellt zu werden.

Schauen wir nun gemeinsam auf einige der Gemälde aus dem  Maritim proArte Hotel:

Metro Kunst zwölf

Metro Kunst eins

Metro Kunst drei

Metro Kunst vier

Metro Kunst sechs

Metro Kunst fünf

Metro Kunst sieben

Metro Kunst acht

Metro Kunst zehn

Metro Kunst elf

Metro Kunst zwei

 

Scotch und Soda – eine Mischung von Jazz und Artistik im Berliner Chamäleon-Theater

Klein, aber fein, altmodisch im Mobilar, aber neumodisch in der Theateraufführung:  das ist das Chamäleon –Theater in den Hackeschen Höfen am Hackeschen Markt in Berlin.

Premierenbesuche haben immer etwas Spannendes an sich. Man weiß nicht, was auf einen zukommt. Und ist voller Erwartung.

So geschah es uns am 23. April 2017, als wir von unseren Berliner Verwandten Gerhard und Alexandra zu einem Theaterbesuch eingeladen wurden. Wir wußten nur, daß uns im Programm „ Scotch und Soda“ Jazzmusik und Artistik erwarten würde.

Treffpunkt war ganz in der Nähe, in einem Cafe.  Und das war für mich genauso spannend wie die Theateraufführung später.

Es ging um Kali und Pfeffi –  damals

Warum? Ich habe rund 200 m Luftlinie entfernt vor vielen, vielen Jahren an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität vier Jahre lange studiert. Aber nicht nur studiert. Recht oft vertauschten wir die Hörsäle mit einem nahen Restaurant, um dort Karten zu spielen und zu würfeln. Worum ging es damals? Um Kali (Kaffeelikör) und Pfeffi (Pfefferminzlikör).

Und heute, 50 Jahre später, saßen wir wieder dort. Zwar existiert das frühere Restaurant (ich glaube, es hieß Berliner Stadtkontor) nicht mehr, weil die ganze Gegend umgebaut wurde, aber im Kaffee hingen eine Menge Bilder, auf denen man die früheren Gebäude nachvollziehen konnte. Ob es nun direkt hier war oder im Nebenhaus, das ist erstmal unerheblich.

Jedenfalls schweiften meine Gedanken zurück, in die glückliche Studentenzeit.

Doch ich war ja nicht hierhergekommen, um mich auf historische Spuren zu begeben. Ich bzw. wir wollten etwas Neues erleben.

 Die australische Company 2  lädt ein

Chamäleon drei

Neu war es für uns auf alle Fälle. Schon der Theaterraum gefiel uns. Überschaubar in den Ausmaßen, gedämpftes Licht, kleine Vierertische mit Stühlen, die jeweils Richtung Bühne ausgerichtet werden konnten.  Wir fühlten uns gleich heimlich, bestellten die Getränke und Chips und harrten der Dinge, die da kommen mußten.

Und ich kann vorweggreifen: Es gefiel uns alles ausnehmend gut. Anfangen von der Musik, die von einer Gruppe von Musikern aus Sydney dargeboten wurde, und mit brillantem Jazz überzeugte. Die Uncanny Carnival Band unterhielt uns 2 ½ Stunden lang mit schnellen und langsamen Weisen, einfach gut.

Chamäleon zwei

Foto: Sean Young

 

Zweites Standbein dieses Programms, das unter dem Motto „Scotch und Soda“ stand, waren die anderen Künstler, ebenfalls aus Australien, die mit ihrem großen akrobatischen  Können und mit Tanzeinlagen glänzten.

Es wurde eine rauschende, temporeiche Party und wir fühlten uns wunderbar unterhalten.

Im Programmheft steht: Die australische Company 2 ist international erfahren und auf den Bühnen der Welt zuhause. Wir waren glücklich, zu dieser Welt zu gehören.

Chamäleon fünf

Da wir vor der Vorstellung gebeten wurden, keine Fotos zu machen, bin ich leider nur auf das Programmheft bzw. die Facebookseiten (Camäleon-Theater) angewiesen und veröffentliche nur wenige Fotos. Mehr zum Theater auch unter:

https://chamaeleonberlin.com/de

Beim Berliner Halbmarathon 2017 dank René Hiepen live dabei

 Berliner Halbmarathon 2017 Titelfoto

Es war für mich wie eine  Rückkehr in alte Zeiten. Bei der  37. Auflage des Berliner Halbmarathons 2017 war ich live dabei. Aber nicht als Läufer, nicht als zuschauender Journalist, sondern zuhause am Computer-Bildschirm.

Leichtathletik Berlin 07.04.2013 scc events 33 Berliner Halbmarathon Start LAEUFER Alexanderstrasse Ecke Karl Liebknecht Hotel Park Inn Fernsehturm Foto Camera 4
2013 am Alexanderplatz ( Foto: SCC Events/ Camera 4)

René Hiepen nahm mich und viele andere Zuschauer mit auf die 21,0975   km lange Strecke durch Berlin.  Am Start in der Karl-Marx-Allee begrüßte er alle, rückwärts auf einem Motorradsitz plaziert und freundlich in seine eigene Kamera lächelnd. Und dann ging für ihn die wilde Jagd los. Sein einfühlsamer Fahrer Frank reagierte auf alle Kommandos von René (fahr mal vor, bleib etwas länger bei….) und René konnte informieren, schwärmen, den Läufern noch Mut zusprechen. Zwischendurch brachte er sich und seine Zuseher durch Fragen an Veranstaltungschef Mark Milde oder an den mitfahrenden Manager Christoph Kopp auf den aktuellen Zeitstand. René Hiepen, eben ein Mann für alle Fälle.

Berliner Halbmarathon Berlin 30.03.2014 Foto Camera 4

2014 am Berliner Dom (Foto: SCC Events /Camera 4)

 

Es war ein rauschendes Fest. Rauschend deshalb, weil das Mikrofon die Fahr-und Windgeräusche und die laute Musik am Straßenrand nicht völlig ausblenden konnte. Aber man sollte ja vor allem sehen, nicht hören. So sah man die Strecke durch die Berliner City, aber vor allem die Läufer. Und nicht nur die Spitze, sondern vor allem auch die besten deutschen Läufer Homiyu Tesfaye und Philipp Pflieger und die besten deutschen Frauen Sabrina Mockenhaupt und Katharina Heinig.

Wie René Hiepen das Ganze im Griff hatte, wie er das Motorrad nach vorn und dann wieder nach hinten dirigierte, war perfekt. Ich fühlte mich so, als ob ich direkt dabei war.  Und besser, als bei TV-Übertragungen. Dazu trug René auch mit seiner Nähe zu den Athleten bei.

René Hiepen selbst hat das hinterher bei Facebook so beschrieben:

„ Ich habe mehr als 20 Jahre im TV gearbeitet, bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften moderiert und  kommentiert. Heute aber hatte ich einfach nur Spaß auf der Strecke des Berliner Halbmarathons, weil  es nicht um die perfekte, glatte Übertragung ging, sondern um das Live- Feeling mit den sportbegeisterten Usern und  die Interaktivität. Ein IPhone 7 und ein Akku, sonst nix. Social Media Live ist die Zukunft und generiert schon bald mehr Reichweite als klassisches TV. Danke an Frank, meinen Motorradfahrer – großartig warst Du. Und vielen Dank an unsere Top-Athleten Philipp Pflieger, Sabrina Mockenhaupt, Homiyu Tesfaye und Katharina Heinig.“

Dem ist  nichts hinzuzufügen.

Peter Grau

Berliner Halbmarathon Berlin 30.03.2014 Foto Camera 4

 2014 an der Goldelse (Foto: SCC Events /Camera 4)

 

Videos und Fotos zum Halbmarathon 2017 sind u.a. zu sehen unter:

http://bit.ly/2n19zTz

https://www.facebook.com/sccevents/videos/1252514091470532/

www.berliner-halbmarathon.de

https://interaktiv.morgenpost.de/berliner-halbmarathon-2017/

Wie man Kröten über eine belebte Straße führt

Mein Schulfreund Bernd wohnt in Grünheide bei Berlin direkt am Waldrand. Bewußt haben er und seine Frau Elfriede diese Lage gewählt. Nach vielen Jahrzehnten im belebten Berlin lockte die Natur. Die täglichen  Spaziergänge im Wald bringen ihnen viel Lebenskraft. Und welches Naturbewußtsein sie haben, erfuhr ich kürzlich, als mir Bernd folgendes schrieb:

„ Tagsüber haben wir uns im Moment einer zusätzliche Beschäftigung.  Wir helfen Kröten über unsere fast rund um die Uhr befahrene Straße, die durch den Wald am Ortsrand führt. Die Straße durchschneidet die traditionellen Wege der Kröten aus dem Wald in Richtung zum nahe gelegenen Möllensee.
An der Straße werden bei uns in der Nähe auf etwa 1 km Länge im Frühjahr
Krötenzäune aufgestellt, wo die Kröten in dort aufgestellte Eimer fallen. Wir holen sie dort heraus und bringen sie über die Straße in Richtung See.

Glücklicherweise tun wir das nicht allein, sondern teilen uns diese Tätigkeit mit
zwei anderen Sammlern.  Bei dem feuchtwarmen Wetter der
letzten Tage machen sich die Kröten in großer Zahl auf den Weg zum Laichen
im Möllensee. Da sind dann in den 55 Eimern, die wir abzusammeln haben,
morgens mehrere hundert Tiere zu finden.

Gestern waren wir wie jeden Montag beim Seniorentanz, sodaß ein anderer Sammler allein auf sich gestellt war. Er sammelte über 1700 Kröten ein.

Wir hatten es heute „nur“ mit etwa 650 Tieren zu tun, was uns aber auch gereicht hat.
Bei den kalten Nächten und dem fehlenden Regen der nächsten Tage wird der
Andrang erst mal wieder deutlich nachlassen.
Die Krötenwanderung wird aber wohl noch mindestens bis Ostern andauern, d. h.
wir werden noch einige Morgen- oder Abendwanderungen für ihre Rettung
unternehmen dürfen.
Wir tun diese Arbeit gern, aber wir freuen uns auch auf die Zeit danach, wenn wir wieder ohne vorhersehbares Ziel und nur zur eigenen Erbauung durch unseren Wald streifen werden und das möglichst fern der Straße.“
Soweit die Nachricht meines Schulfreundes.  Irgendwie aber kam das Ganze mir bekannt vor. Vor rund 30 Jahren hatte ich einen Lauffreund, der zufälligerweise auch Bernd hieß, und ebenfalls eine naturfreundliche Ader hatte. Er wohnte in Berlin-Marzahn und kümmerte sich dort um Kröten, sicherte ihnen den Weg über belebte Straßen.

Schön, daß es solche Naturfreunde gibt.

Später schickte mir Bernd noch einige Fotos von der Krötenaktion aus dem vorigen Jahr:

Kröte eins

Kröte zwei

Kröte drei

Kröte vier

Robert Harting über Fitneß, Freizeit und Makel

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Robert Harting

 

Um Diskuswerfer Robert Harting ist es seit einiger Zeit ruhiger geworden. Tauchte er früher oft mit Wortmeldungen zu vielen Problemen in der Öffentlichkeit auf,  hört man jetzt weniger von ihm.

Dagegen  hat sein Bruder, Olympiasieger Christoph Harting, eine komplette Kehrtwendung vollzogen. Verscherzte er sich durch sein Verhalten nach seinem Olympiasieg in Rio de Janeiro viele Sympathien, versucht er jetzt, verlorene Zuneigung zurückzugewinnen.

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Christoph Harting

 

Und das mit Erfolg. Im Fernsehen ist Christoph Harting ein willkommener Gast, ob bei Talk-Shows oder bei der ARD-Sendung „Klein gegen groß“.  Er beweist, daß er es ganz anders kann, daß er eine besondere Seite hat, die ankommt.

Warum nicht gleich so, möchte man ihm zurufen. Doch das weiß er sicher selbst. Und handelt danach.

Robert Harting aber arbeitet intensiv im Training mit seinem neuen Trainer Marko Badura, um dann in der Sommersaison wieder mit dem Diskus brillieren zu können.

Aber wenn er gefragt wird, dann gibt er natürlich noch immer gern Antworten.

So kürzlich  Franziska Manske von der Redaktion Mediaplanet.   Mediaplanet ist ein internationales Unternehmen, das nach eigener Erklärung  „crossmediale Kampagnen zu aktuellen und spannenden Themen in Gesundheit, Business, Technologie, Lifestyle, Bildung und CSR ( Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung)“  verbreitet.

Mehr zur Arbeitsweise von Mediaplanet unter   www.mediaplanet.com

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Robert Harting

 

Robert Harting äußerte sich im Gespräch mit Franziska Manske vor allem über Fitness und Freizeit.

Zum Anfang wurde er gefragt,  wie er fit und gesund bleibe und in Form.

Lesen Sie seine Antwort dazu und das gesamte Interview mit Robert Harting unter

http://www.fuer-ihn.info/…/fit-bleiben-den-kopf-aufraeumen-

Der Watzmann – der König der Berchtesgadener Alpen

Kaum habe ich Berg- Fotos von Jakob Werlberger  veröffentlicht, drängt sich der Österreicher Andreas Wiesinger wieder auf. Andreas, der kürzlich erst als aktiver Treppenläufer für Schlagzeilen sorgte, ist rast –und ruhelos in seiner Freizeit immer unterwegs. Dabei gelang ihm vom Watzmann, diesem König der Berchtesgadener Alpen (2713 m), dieser Schnappschuß:

Watzmann Wiesinger

Und wer sich bisher noch nicht an Schnee satt gesehen hat, der kann das bei den folgenden Bildern, die Andreas Wiesinger einige Tage zuvor in der Nähe des Carl-von-Stahl-Hauses geschossen hat.  Das Carl-von-Stahl-Haus ist eine  ganzjährig betriebene Berghütte  in 1.736 m Seehöhe am Torrener Joch zwischen Hagengebirge und Göllstock, direkt an der Grenze zwischen Bayern und Salzburg am Rande des Nationalpark Berchtesgaden gelegen.

Stahlhaus zwei Stahlhaus drei Stahlhaus vier Stahlhaus fünf Stahlhaus sechs Stahlhaus sieben Stahlhaus neunStahlhaus eins Stahlhaus elf