Kunst und Kultur

Werner Eix: Ein realistisch-impressionistischer Mal-und Zeichenstil

Eix vier

Wenn man sich mit Künstlern beschäftigt, merkt man schnell, daß sie oft miteinander vernetzt sind. Vernetzt im Internet, speziell auch bei Facebook. Durch solch eine Vernetzung wurde  ich auch mit Werner Eix bekannt.

Eix Porträt eins

Als ich mit dem Ex-Sprinter, Lehrer und Maler Matthias Schlicht in Berlin sprach, kamen wir auch auf einen seiner Künstlerkollegen, den in Hamburg lebenden Werner Eix, zu sprechen. Und beinahe hätte es wenige Tages später mit einem Dreiertreffen geklappt.   Dort wollten wir uns über künstlerische Belange austauschen. Zwar kam es dann nicht zu dem Treffen, aber meine Facebook-Verbindung zu Werner Eix blieb intakt.  Und schnell kam ich auch auf die Idee, ihn mit seinen Werken hier auf meiner Homepage vorzustellen.

Ein Maler mit ostfriesischen Wurzeln

Werner Eix Porträt vier

Werner Eix stammt aus Leer in Ostfriesland und verbrachte seine Jugend überwiegend im deutschen Teil des Rheiderlandes, in Ostfriesland westlich der Ems.

Über diese Jahre schreibt Werner Eix : „ Die ostfriesische Landschaft mit ihrer herben, aber auch lichtintensiven Schönheit hat mich schon früh fasziniert und künstlerisch sehr geprägt. Später beeindruckte mich die abwechslungsreiche Landschaft und Architektur Schleswig-Holsteins.“

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Die Kunst ließ ihn bis heute nicht los.

Schon während seiner Gymnasialzeit bekam er eine erste künstlerische Ausbildung durch das Dozenten-und Künsterehepaar Kupfer, mit den Schwerpunkten Zeichnen und Aquarelltechnik.
„ Nach dem Abitur – unter anderem mit dem Hauptfach Kunst – begann ich – inzwischen wohnhaft in Hamburg – nebenberuflich in vielen Semestern eine intensive Ausbildung in der Acryl- und Ölmalerei, nahm aber auch immer wieder an speziellen Seminaren in meiner niedersächsischen Heimat teil und pflege bis heute intensiven Kontakt mit dortigen Künstlern.
Bei vielen Aufenthalten in Schweden, Dänemark, Norwegen und auch Schottland – hauptsächlich im Sommer – lernte ich die dortige, in einem intensiven Licht erscheinende Landschaft als Malmotiv kennen und lieben.
In den USA, vor allem in Maine und in Quebec (Kanada), haben mich die eher rauhe Landschaft,  aber auch die farblich intensiven Bilder dortiger Malerinnen und Maler wie z.B. Jennifer McChristian, Karen Winters, Judith Anderson und Roger Dale inspiriert.“

Doch wie könnte man seinen Mal-und Zeichenstil beschreiben? „Ich bezeichne ihn als realistisch/impressionistisch“, erklärt es Werner Eix  selbst. „ Dabei versuche ich auf einer weitgehend realistischen Stilbasis Lichteffekte und Schattenpartien vor allem in den Landschaften impressionistisch herauszuarbeiten, in der Öl-und Acrylmalerei besonders mit Hilfe der Spachteltechnik, um einen besonders plastischen, dreidimensionalen Eindruck entstehen zu lassen.“

Soweit die Originalworte des Künstlers, die ich aus  http://www.Kulturkreis-Bunde.de 

entnahm.

Eix siebenundvierzig Ausstellung Eix neun Eix acht Eix sieben Eix Porträt zwei

Und auf  http://www.Kulturkreis-Bunde.de  sind auch diverse Ausstellungen aufgelistet, die Werner Eix mit seinen Werken bestritt und  in denen er auf sich aufmerksam machte.

Einen kleinen Ausschnitt aus der Vielfalt seiner Werke kann man im folgenden bewundern:

Eix achtundzwanzig Eix siebenundzwanzig Eix sechsundzwanzig Eix neunundzwanzig Eix dreiundzwanzig Eix zwanzig Eix fünfundzwanzig Eix sechs Eix zwei Eix drei Eix zehn Eix elf Eix dreizehn Eix vierzehn Eix zwölf Eix sechszehn Eix fünfzehn Eix achtzehn Eix zweiunddreißig Eix vierzig Eix einundvierzig Eix dreiundvierzig Eix sechsundvierzig Eix fünfzig Eix neunundvierzig Eix achtundvierzig Eix neununddreißig Eix achtunddreißig Eix siebenunddreißig Eix sechsunddreißig

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Klaus Engels: Seine Spezialität sind Pop-Art Porträts

 Klaus Engels fiel mir vor allem mit seinen ausdrucksvollen Porträts auf, die er in der letzten Zeit oft auf Facebook zur Schau stellte. Sie gefielen mir so gut, daß ich den Künstler gern auf meiner Homepage vorstellen wollte. Wie immer versuchte ich mich, ihm zunächst zu nähern, indem ich etwas über sein Leben herausbekommen wollte. Doch da blieb ich zunächst fast ohne Erfolg. Allein sein Wohnort Burgdorf bei Hannover blieb mir im Gedächtnis und sein Geburtsort Mönchengladbach. Mehr nicht. Auch auf seiner Homepage  www.engels-art.de  wurde ich nicht „pfündig“.

Doch einen Hinweis bekam ich dort: 2016 war Klaus Engels (auf dem Bild rechts) als Gast in der kultigen Fernsehsendung „Was Kunst du“.  Mit den Moderatoren Sylvia Sanders und Cosmo du Mont waren dort  außerdem die Künstler Dirk Ralfs  und  Jürgen   Grafe dabei.

Engels Fernsehstudio

Jürgen Grafe (links) hatte ich hier schon unter  http://www.petergrau-leichtathlet.de/?p=10139     vorgestellt.

Es waren 58 Minuten Sendezeit, doch hauptsächlich ging es dabei um die Probleme, die Künstler im allgemeinen bei der Vermarktung ihrer Werke, bei der Zusammenarbeit mit Galeristen haben. Eine Zahl gab mir dabei zu denken:   50 Prozent aller hauptberuflichen Künstler haben weniger als 5000 Euro im Jahr.  Nicht genug, um davon  leben zu können.

Engels Porträt zwei

Persönliches erfuhr ich also dort  über Klaus Engels nicht.  Aber zumindest bekam er ein Lob vom „großen“ Grafe, der von den Engelsschen Porträts sehr angetan war und  ihnen eine gute Zukunft voraussagte.

Schauen wir uns also zunächst einige dieser Porträts an:

Engels fünf Engels drei Engels vier Engels neun Engels sieben Engels acht Engels zehn Engels elf Engels zwölf Engels dreizehn Engels vierzehn

Aber Klaus Engels malt nicht „nur“ Porträts, wie die folgende Mischung zeigt:

Engels sechsunddreißig Engels siebenunddreißig Engels achtunddreißig Engels neununddreißig Engels vierzig Engels zweiundvierzig Engels einundvierzig Engels vierundvierzig

Engels fünfundvierzig Engels sechsundvierzig

Und auch auf einige nationalen Ausstellungen zeigte Klaus Engels seine Bilder:

Engels zwanzig Engels zweiundzwanzig Engels einundzwanzig Engels dreiundzwanzig Engels vierundzwanzig Engels fünfundzwanzig

Engels dreiundvierzig

Ein weiteres Thema seines Schaffens sind die Leidenschaften:

Engels sechszehn Engels fünfzehn Engels siebzehn Engels neunzehn

Als Letztes möchte ich einen Blick auf seine digitalen Bilder ermöglichen:

Engels sechsundzwanzig Engels siebenundzwanzig Engels achtundzwanzig Engels neunundzwanzig Engels dreißig Engels einunddreißig Engels zweiunddreißig

Wer noch mehr Werke von Klaus Engels ansehen möchte, wird auf seiner Homepage http://www.engels-art.de   pfündig werden.

Peter Grau

 

Uli Hoiß: Die Aquarellmalerei erfordert das Überdenken unserer gewohnten Sicherheit

Hoiß zweiunddreißig Hoiß eins Porträt

Seine Aquarelle fielen mir schon vor einiger Zeit auf. Warum vor allem? Weil es unter den vielen Künstlern, die ich zu meinen Facebook-Freunden zähle, nur wenige gibt, die sich an diese Maltechnik heranwagen. Und Uli Hoiß gab mir eine Erklärung dafür: „Das ist wohl vielen zu schwierig, weil durch Zufall kein ansehnliches Ergebnis entsteht.“

Hoiß Porträt zwei

Für ihn aber scheint es eben nicht zu schwierig zu sein, wie er auf seiner homepage  www.uli-hoiss.de erzählt:

„Ich bin freiberuflicher Architekt, lebe in Kochel am See, im schönsten Oberbayern und habe hier auch meinen beruflichen Schwerpunkt. Seit nunmehr über 40 Jahren aquarelliere ich.
Immer wieder begeistert mich die Vielfalt dieser herrlichen ursprünglichen Landschaft und ich versuche, bei jeder sich mir bietenden Gelegenheit, die speziellen Stimmungen, die das Licht erzeugt, mit meinen Bildern auszudrücken.

Aus dem Blauen Land, der Heimat des Künstlers:

Hoiß dreiunddreißig Hoiß vierunddreißig Hoiß fünfunddreißig Hoiß sechsunddreißig Hoiß siebenunddreißig Hoiß achtunddreißig

 

Auf Reisen habe ich immer meine Aquarellausrüstung bei mir, um meine persönlichen Eindrücke zu Papier zu bringen.

Umbrien:

Hoiß zwei Hoiß drei Hoiß vier Hoiß fünf Hoiß sechs Hoiß sieben

Toskana:

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Ich weiß, wie schwer die Aquarellmalerei ist, die von uns fordert, einerseits unseren analytischen Verstand zurückzunehmen und andererseits jeden unserer Malschritte bewußt zu tun. Aus diesem Grund biete ich Aquarellkurse an, um Gleichgesinnte zusammenzubringen und bei ihrer Malerei zu unterstützen.

Hoiß Porträt drei

Aquarellmalerei ist etwas ganz anderes als brave, blasse Freizeitbeschäftigung. Ein gutes Aquarell lebt von Farbe, Ausdruck und gezielter Reduktion. Dies bedingt ein ständiges Abwägen, wie viel darzustellen ist, um das Motiv verständlich zu machen und was wegzulassen ist, um Interesse an dem Bild zu wecken und genügend Freiraum für die Interpretation des Betrachters zu erhalten. Ein gelungenes Aquarell vermag unseren Geist anzuregen und ein Motiv erkennen zu lassen, ohne daß es in allen Einzelheiten ausgearbeitet ist. Grundlage dafür ist die bewußte Auseinandersetzung mit dem Motiv und die Kenntnis von Aquarelltechniken, mit denen es gelingt, die Stimmung desselben wieder zu geben.“

„Diese Grundlage meiner Philosophie zu vermitteln, ist Ziel meines Angebotes,“ so heißt es auf seiner Homepage:

Das Angebot meiner Kurs- und Seminartätigkeit richtet sich an alle Aquarellfreunde, die ihre Malerfahrung  erweitern wollen.
In meinen Kursen besprechen wir die Möglichkeiten der Bildgestaltung durch Platzierung des Motivs und wie damit Spannung erzeugt und Interesse an unserem Bild geweckt werden kann.
Wir lernen Tonwerte zu erkennen und in Farben umzusetzen.
Welche Farben verwenden wir, um gezielt Stimmungen zu erzeugen? Was ist wichtig, um räumliche Tiefe zu erzeugen, was fördert und was stört die Aussage unseres Aquarells?
Wieviel Reduktion braucht unser Motiv, um dem Betrachter noch genügend Interpretationsraum für seine eigene Phantasie zu lassen? Die Antworten auf diese Fragen erarbeiten wir an immer neuen Motiven.

Die Aquarellmalerei eignet sich wie keine andere für das Malen im Freien. Daher biete ich einen Großteil meiner Kurse in Form kleinerer Exkursionen an, bei denen wir an ausgewählten Orten die Malerei „plein-air“ ausüben.“

Wer mehr über diese Kurse lesen möchte, findet auf der Homepage von Uli Hoiß viele weitere Informationen.

Wir aber können uns vorher schon mal eine wie immer von mir gewählte willkürliche Auswahl seiner Werke betrachten und uns an ihnen erfreuen. Es sind ja wieder mehr als vorgesehen geworden, aber ich konnte mich einfach von ihnen nicht trennen:

Hoiß achtunddreißig Hoiß achtundvierzig Hoiß zwölf Hoiß vierzehn Hoiß fünfzehn

Hoiß sieben Hoiß zwei Hoiß vierunddreißig Hoiß sechszehn Hoiß siebzehn Hoiß achtzehn Hoiß neunzehn Hoiß zwanzig Hoiß einundzwanzig Hoiß dreiundzwanzig Hoiß vierundzwanzig Hoiß fünfundzwanzig Hoiß sechsundzwanzig Hoiß achtundzwanzig Hoiß neunundzwanzig Hoiß dreißig

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Rico Weißflog: Farbenfrohe Porträts sind seine Spezialität

Rico Weißflog Porträt kleiner

Als ich den Namen Weißflog auf Facebook sah, machte es zunächst Klick bei mir: Sofort fiel mir der Name des Skispringers Jens Weißflog ein, der zu DDR-Zeiten in aller Munde war. Doch beim Vornamen Rico wurde ich stutzig, aber die Aufklärung kam sofort.  Weißflog trifft Weißflog stand dort und dazu dieses Foto:

Rico Weißflog zehn

Skispringer Jens Weißflog (rechts) besucht Rico Weißflog in dessen Galerie

Meine Neugier war erwacht. Zunächst sah ich mir einige Bilder von Rico Weißflog  an und war angenehm überrascht, daß auch einige Male der Sport ein Thema war:

Rico Weißflog neununddreißig Rico Weißflog einunsdreißig

Rico Weißflog siebzehn Rico WEißflog achtunddreißig  Rico Weißflog siebenunddreißig

Doch der Maler überzeugt nicht nur mit Sportmotiven. Die Vielfalt wird einem bewußt, wenn man auf seiner Homepage www.rico-acrylmalerei.de stöbert:

Rico Weißflog neunzehn Rico Weißflog zwan zig  Rico Weißflog achtzehn  Rico Weißflog sechsundvierzig Rico Weißflog ein undzwanzig Rico Weißflog fünfundzwanzig

Und dort erfährt man, daß der Künstler in Schwarzenberg im Erzgebirge geboren wurde und auch heute noch dort lebt. Im Mai 2017 hat er in Schwarzenberg ein eigenes Atelier aufgemacht,  wo man einige seiner Arbeiten bewundern, aber auch die leuchtenden Werke von Glasdesignerin Marlen Schmidke entdecken kann:

Rico Weißflog sechsunddreißig Eröffnung Rico Weißflog vierunddreißig Atelier

Rico Weißflog eins Rico Weißflog neun

Bevor er in diesem Atelier heimisch wurde,  waren seine Werke schon auf einigen Ausstellungen zu sehen. So etwa in einer Galerie im nahen Aue, wo er farbenfrohe Porträts, aber auch Szenen aus dem städtischen Alltag von Aue und eben aus dem sportlichen Bereich zeigte.  Promis im Porträt festzuhalten ist eine Spezialität von Rico Weißflog. Ob Luciano Pavarotti, Mick Jagger oder David Bowie, an vielen Prominenten hat er sich schon ausprobiert. „ Mir geht es darum, einen gewissen Wow-Effekt herauszuholen“, hat er  mal gesagt. „ Die Betrachter sollen die Leute, die ich male, anhand der Bilder wiedererkennen“.

Rico WEißflog vierzehn Rico Weißflog dreizehn Rico Weißflog zweiundvierzig Rico Weißflog einundvierzig Pavarotti Rico Weißflog fünfzig Rico Weißflog neunundvierzig

Rico Weißflog vierundzwanzig Rico WEißflog fünfzehn

 

Wie aber kam Rico Weißflog überhaupt zur Malerei? „ Bereits als Kind habe ich gern gemalt, und meine Eltern haben das auch unterstützt. Ein dankbares Motiv war damals mein Vater, den ich in Ruhe zeichnen konnte, während er im Fernsehen Sportsendungen sah. Schon damals bevorzugte ich kräftige Acrylfarben.“  Und dabei ist er auch geblieben, mag weiterhin ausdrucksstarke Motive und Farben.

Rico Weißflog fünf Rico Weißflog fünfundvierzig Rico Weißflog dreiunddreißig

Allerdings ist die Malerei nicht sein Beruf. „Ich habe mal Datenverarbeitungskaufmann gelernt, arbeite gegenwärtig als Manipulatorfahrer.“  Doch sein Herz hängt an der Malerei.

Peter Grau

Matthias Schlicht: Sprinter, Gymnasiallehrer, Maler

Schlicht Porträt vier

Für viele Leichtathleten sind Medaillen, Siege und Zeiten das Wichtigste, worauf sie später zurückschauen können. Für den Berliner Ex-Sprinter Matthias Schlicht sind es vor allem die Silbermedaille bei den Hallen-Europameisterschaften 1989 in Den Haag (eigentlich eine Goldmedaille, weil später Andreas Bergers Dopingvergangenheit herauskam) und der Trainingsaufenthalt in Houston /Texas.

Dort in den USA studierte Schlicht 1989/1990 nicht nur Kunst und Sport, sondern trainierte auch in einer Gruppe mit Carl Lewis, Leroy Burrell, Joe DeLoach und anderen. Matthias Schlicht war damit auch sehr dicht am Olympiasieger und Weltmeister Carl Lewis dran. Zwar trennten beide zehn Zentimeter, Schlicht maß 1,78 m, Lewis 1,88 m. Aber um so mehr versuchte der Berliner, mit dem „Großen Carl“ auf der Bahn mitzuhalten.

„ An Carl Lewis hat mir vor allem sein Durchhaltevermögen über die 100 m imponiert. Doch unschlagbar war er nicht. Im März 1990  habe ich ihn in einem Wettkampf über 50 m geschlagen, ihm einen Meter abgenommen. Danach waren alle baff und alle Schwarzen, gleich ob Leichtathleten, Footballer, Baseballer oder Basketballer, haben über mich geredet: Das ist der Weiße, der Carl Lewis geschlagen hat. Der läuft mal unter 10 Sekunden über 100 m.“  Trainer Tom Tellez stimmte in diesen Chor ein, und auch Carl Lewis hatte eine hohe Meinung von Matthias Schlicht. Und der glaubte seitdem selbst ein wenig daran.

Gleichzeitig Sprinter und Reisebürokaufmann

Doch warum war Matthias Schlicht überhaupt in dieser Trainingsgruppe gelandet?

Der gebürtige Berliner (Jg. 1967) hatte 1985 sein Abitur am Werner von Siemens-Gymnasium in Zehlendorf abgelegt. Bald faßte er in der Leichtathletik Fuß, wurde Sprinter. Sein Vater Uwe, als Journalist beim Berliner „Tagesspiegel“ tätig, lenkte seine berufliche Entwicklung. Er meinte:  Erst Ausbildung, dann Studium und auf gar keinen Fall in den Profisport, weil das zu riskant sei. So begann Schlicht zunächst eine Reisebürolehre und  funktionierte fortan zweigleisig, tagsüber im Reisebüro beim „Bayern Express“ in der Otto-Suhr-Allee, abends dann im Stadion Hakenfelde oder in der Harbig-Halle.

Und er fühlte sich nicht überfordert, auch, weil er erste Erfolge auf der Tartanbahn errang.  1986 wurde er bei der ersten Junioren-WM in Athen über 100 m Vierter und drei Tage später – Schlicht als Startläufer -, mit der 4×100-m-Staffel der Bundesrepublik Vizeweltmeister. „Das war ein totes Rennen mit den Briten“, erinnert sich Matthias Schlicht, wie überhaupt sein Gedächtnis phänomenal ist. „Es hat eine halbe Stunde gedauert, um Gold und Silber zu bestimmen. Die Amerikaner wurden übrigens disqualifiziert, weil sie alle Wechsel verpatzten“.

Drei Jahre später, im Februar 1989, folgte bei der Hallen-EM in Den Haag sein bis dahin größter sportlicher Erfolg. Über 60 m lag er lange in Führung und wurde erst kurz vor der Ziellinie vom Österreicher Andreas Berger (6.56 s) abgefangen. „Ich freute mich trotzdem über die unerwartete Silbermedaille.“ Aber drei Jahre später bekam diese Freude einen Dämpfer: „Ich erfuhr, daß Berger im Training des Dopings überführt wurde und dann zugab, auch vorher schon gedopt zu haben. Nie zuvor und auch nie danach war Berger schneller als 6,56 s gelaufen. Deshalb bin ich mir auch sicher, daß er in Den Haag gedopt war.“  Und Schlicht wünscht sich, daß der Europäische Leichtathletikverband (EAA) den Österreicher irgendwann aus den Ergebnislisten streichen möge und sein Sohn Enrique oder kommende Enkel dann stolz auf den Europameister sein können.

Auf den Gedanken, zum Training in die USA zu gehen, hatte ihn sein jüngerer Bruder Christian gebracht, der als Austauschschüler schon dort gewesen war. „Aber für mich kam ein solcher Austausch nicht mehr in Frage, weil ich dafür zu alt war.“ Doch ISTAF-Chef Rudi Thiel hatte telefonischen Kontakt zur Trainerlegende Tom Tellez und erreichte, daß Schlicht ab Januar 1989 in dessen Trainingsgruppe kommen durfte. „Ich habe an der Universität von Houston  als Hauptfach Kunst, daneben noch Leistungssport studiert und in der Trainingsgruppe von Carl Lewis trainiert.“

Matthias Schlicht Werbebroschüre Houston

Eine  Werbebroschüre von der University of Houston von 1988, wo Matthias Schlicht von 1989 bis 1990 studierte.  Unten links der 200-Meter-Olympiasieger von Seoul, Joe DeLoach (19,75 s und 10,03 s) und  Leroy Burrell (zweifacher 100-m-Weltrekordler,  1991 in 9,90 und 1994 in 9,85 s).

Nebenher frönte Matthias Schlicht seinem Hobby, der Malerei. „Damals malte ich vor allem mit Aquarellfarben Stilleben, Landschaften, Häuser“.

Schlicht dreiSchlicht Wohnung sieben

Schlicht achtSchlicht sechszehn

Schlicht vierSchlicht sechs

 

Sein Berliner Trainer Frank Hensel ließ ihn  nur ungern in die USA ziehen. „Ich stimme nur zu, wenn Du mir wöchentlich die Trainingsprotokolle zuschickst. Doch wenn Du verletzt zurückkommst, mußt Du Dir einen anderen Trainer suchen,“  hatte er gewissermaßen ein Ultimatum gesetzt.

Schlicht willigte ein, schickte per Post die handgeschriebenen Protokolle, ohne vorauszusehen, welche Bedeutung sie später mal für den deutschen Sprint erlangen würden.

Und er machte die ganz normale Erfahrung, daß sich eine Sprache  am besten vor Ort  lernen läßt. „Zudem merkte ich, daß ich nicht nur allgemein ein gutes Gedächtnis hatte (und habe), sondern speziell auch für Fremdsprachen. Ich habe dort in den USA das Schreiben von Aufsätzen gelernt“. Später kam ihm das zunutze, als er an der TU Berlin den amerikanischen Professoren im Englischstudium half, die Arbeiten von Studenten zu korrigieren. „Ich hatte das amerikanische Schema drauf, wie überhaupt das schriftliche Englisch meine absolute Stärke ist“.

Inzwischen beherrscht Matthias Schlicht aber nicht nur englisch und amerikanisch, sondern auch portugiesisch ( seit 26 Jahren ist er mit seiner brasilianischen Frau     verheiratet).

Da er also sehr schnell die englische Sprache lernte und sich auch ansonsten gut in die Trainingsgruppe einfügte, faßte man Vertrauen zu ihm. Und er bekam schnell zu hören, was seine Trainingsgefährten Carl Lewis, Leroy Burrell, Joe DeLoach, Mike Marsh, Floyd Hurt, Mark Witherspoon über Doping dachten. Sie alle haßten den Kanadier Ben Johnson (Johnson hatte 1988 in Seoul  bei Olympia das 100-m-Finale gegen Carl Lewis gewonnen, war aber drei Tage später wegen Dopings disqualifiziert worden.

Siehe dazu auch einen Bericht von Michael Reinsch aus dem Jahr 2013: http://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/doping/ben-johnson-das-dreckigste-rennen-12585412-p3.html ).

„Wenn ich seinen Namen nur erwähnte, gab es immer die Geste von der Spritze und den Tabletten. Und unser Trainer Tom Tellez holte mich eines Tages ins Büro und meinte: „Mat, wir haben Dich als ersten und einzigen Deutschen aufgenommen,  wollen mit Dir ein Vierjahresprogramm machen. Ich hoffe, Du bist clean, denn wenn Du gedopt hast, dann fliegst Du gleich raus. Wir dopen nicht, wir brauchen das Zeug nicht.“  Schlicht fand nichts besonderes dabei, denn  „ich habe nie gedopt. Mich haben immer nur die natürlichen Grenzen interessiert.“

Die Signale schienen also für ihn auf Grün zu stehen, auch wenn noch nicht alles so gelang, wie er es sich gedacht hatte.

Die Halle war seine Stärke

Zwei Wochen nach der Hallen-EM 1989 gewann Schlicht bei der  Hallen-WM in Budapest das Halbfinale über 60 m. „Es  war ein superknappes Ding, drei Leute liefen 6,58 s, zwei 6,59 s. Aber nun war ich im Finale Mitfavorit für eine Medaille. Doch leider verpatzte ich den Start  und wurde nur Sechster.“

Aber er hatte bewiesen, daß er mit der Weltelite mithalten konnte. In der Halle lief er lieber als im Freien, weil er dort seine größeren Erfolgsaussichten sah. Doch immerhin war er mit 20 Jahren 1987 über 100 m bereits eine 10,35 s gelaufen. Und auch in seiner amerikanischen Trainingsgruppe bewies er, daß er auch über 100 m schnell war. Und wieder berichtet er in unserem Gespräch so überzeugend, als wolle er von seinem Super-Gedächtnis Zeugnis ablegen:

Das mißglückte Sommermärchen

„Im Mai 1989 sollten wir 120 m laufen, dabei über 80 m von Null auf Hundert steigern und  die letzten 40 m voll durchziehen. Carl Lewis lief zu meiner Rechten. Er war die ganze Zeit einen halben Meter vor mir, auch bei 120 m. An ihm kam ich nicht vorbei, das war für mich unmöglich. Aber ich war vor allen anderen, vor Leroy Burrell, vor Joe deLoach, vor Mark Witherspoon. Ich war Zweiter. Tom Tellez, der Trainer, war sehr beeindruckt von mir.  Er hatte nicht damit gerechnet, daß ich über 120 m so gut mithalten konnte. Doch leider war fünf Minuten später, beim warming down, alles vorbei. Ich merkte, daß ich nicht mehr richtig gehen konnte, weil beide Adduktoren durchgezerrt waren. Der Sommer 1989 war damit im Eimer.“ Matthias Schlicht  mußte tatenlos erleben, wie Wolfgang Haupt in 10,45 s Deutscher Meister über 100 m wurde. „Ohne die Verletzung wäre ich ganz locker Deutscher Meister geworden, mit einer 10,20er oder 10,10er-Zeit.  Ich bin vorher in der Halle allen Deutschen ein bis zwei Meter davongelaufen. Und das hätten sie auch über 100 m nicht aufgeholt. Ich war im amerikanischen Training drin, auch dicht an Carl Lewis dran.“

Sein Körper spielt leider nicht mehr mit

Im September 1989 war er wieder fit, fuhr erneut in die USA. Zwar schlug das Training wieder gut an, aber erneut machten ihm Verletzungsprobleme einen Strich durch die Erfolgs-Rechnung: Ischiasprobleme, viele Zerrungen, auch Muskelfaserrisse. Noch gravierender waren ab 1992 sehr schwere Erkältungen, die teilweise ein halbes Jahr anhielten. „1992 / 1993 wollte ich eigentlich mein Comeback „feiern“,  habe damals bei Wolfgang Huth trainiert. Ich hatte dieselbe Form wie im Winter 1988/89, hätte also wieder unter 6,60 s laufen können. Aber  Weihnachten 1992  machte ich einen Dauerlauf, erkältete mich danach und hatte ein halbes Jahr mit Fieber zu kämpfen.  Danach war ich körperlich ein Wrack, auch wenn ich 1993  nochmals Deutscher Meister geworden bin (eine Woche, nachdem ich 40,7 Grad Fieber hatte und zudem eine Zwischenprüfung in Erdkunde mit 1,3  bestand).  Den internationalen Durchbruch schaffte er aber nun nicht mehr.  Vielmehr blieb die Verletzungs-und Krankheitshexe Dauergast bei ihm.

„Im September 1995 wollte ich mich nochmals für die Hallensaison 1995/96 aufbauen. Da fing es wieder mit einer Nebenhöhlenvereiterung an, es folgten eine Bronchitis und das inzwischen chronische Fieber.“ Weder  Medizin noch der häufige Wechsel der  Ärzte halfen. „ Am 5. November 1995 hatte ich beim Training sogar Atemnot und  Erstickungsanfälle.“ Das war das letzte Zeichen, sich vom Sport zu verabschieden.

Als Lehrer nach Kaiserslautern

Nunmehr konnte sich Matthias Schlicht voll der beruflichen Entwicklung widmen. Er schloß das Lehramt-Studium von Geographie und Englisch mit dem Staatsexamen ab und absolvierte anschließend von  2001 bis 2003 das Referendariat am Hans Gorossa-Gymnasium in Berlin-Spandau. „Und dann kam die Zeit, in der Klaus Böger Schulsenator war und alles drunter und drüber ging,“ erinnert sich Matthias Schlicht. „Es gab keine Stellen, auch nicht für uns vier Leute, die wir mit 1,1 das zweite Staatsexamen abgeschlossen hatten.  Ich las eine Anzeige des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Kaiserslautern, die dringend für die Leichtathletik einen Lehrer-Trainer brauchten, zur Hälfte für den normalen Unterricht und zur  Hälfte für die Betreuung der Leichtathleten ab der 6. Stunde sowie deren Betreuung an den Wochenenden ab Pfalzmeisterschaften aufwärts. Da habe ich mich beworben, und weil vom Direktor Dr. Becker ein Trainerschein gefordert wurde, habe ich in Berlin meinen C- und B-Trainerschein gemacht und anschließend in Mainz von 2004 bis 2006 unter Helmar Hommel die A-Trainer-Ausbildung Block-Sprint absolviert.“

Bei der A-Trainer-Ausbildung traf er auf DLV-Trainer wie Rüdiger Harksen, Heinz Hüsselmann, Winfried Vonstein oder Uli Knapp. „Und überall haben sie mich angesprochen und mir erklärt, wie wichtig  meine Trainingsprotokolle aus den USA für sie gewesen sind, ob nun für die Blöcke Sprint, Sprung oder Wurf. Uli Knapp,  der frühere Heimtrainer von Speerwerfer Boris Henry (heute Obergföll), hat mir gesagt: „Auch für die Werfer haben wir vom  Schnellkraftteil, der in Deinen Protokollen stand, enorm profitiert. Und Sprinttrainer erzählten: „ Wir haben seitdem das Training umgestellt.“  Es zog also immer weitere Kreise. „Inzwischen trainieren die deutschen Topsprinter nach dem amerikanischen Schema, was erstmals in meinen Trainingsprotokollen auftauchte“, ist sich Schlicht sicher. „Sie fahren im Februar nach Florida. Und warum: Wegen der Wärme!“

Mit den Trainerscheinen hatte Matthias Schlicht nicht nur die Anforderungen für die Anstellung in Kaiserlautern erfüllt, sondern auch wieder Kontakt zur Leichtathletik aufgenommen. Und in Kaiserlautern konnte er auch noch mal seine US-Protokolle verwenden. „In einer Arbeit mußte ich meine Trainingserfahrungen in den USA  mit dem Training verbinden, mit dem ich meine Schüler für „Jugend trainiert für Olympia“ vorbereitete.“

Eine Revolution im deutschen Sprint 

Matthias Schlicht weiß also aus berufenem Munde, wie wichtig seine Trainingsprotokolle waren. „Ich sage es mal knallhart: Es ist die Revolution im deutschen Sprint gewesen.“  An Bescheidenheit leidet er nicht, aber im Gespräch nimmt man  ihm alles ab, ohne es sofort nachprüfen zu können. Auch wenn er meint, daß „Julian Reus die 10,01 s nicht nach dem deutschen, sondern nach dem amerikanischen Sprint-Schema gelaufen ist.“

„Die Amerikaner sind nicht soviel im Kraftraum, sondern trainieren meistens auf Wettkampfebene,“  doziert er weiter.

An einem Montag in Texas

Und es wäre nicht Matthias Schlicht, wenn er nicht auch dafür ein Beispiel aus seiner amerikanischen Trainingsgruppe parat hätte:

„Der Montag war immer unser härtester Trainingstag. Der Tag hieß: Break down day.

Mitte September fingen wir mit dem Training an, zunächst zweimal 800 m,  immer mit einer halben Stunde Pause, nichts weiter. Aber Carl Lewis lief sie in 1:58,9 min mit Leroy Burell, ich in 2:10 min.

Dann ab Anfang Oktober:  600 m, 20 min Pause, 500 m, 20 min Pause, 400 m, fertig.  Carl Lewis lief wie Leroy Burrell die 600 m in 1:24,9. Joe DeLoach (Olympiasieger von 1988) und ich liefen die 600 m   in 1:31 bis 1:32, wir waren immer die Schlußlichter.

500 m lief Carl Lewis  in 66 sec, Joe und ich in 71 und 72 sec

400 m: Carl  48 sec.

Ab Mitte November: 500 m, 400 m, 300 m. Immer mit 20 min Pause, aber volles Rohr.

Und dann war Carl Lewis ab Mitte November bis Mitte Januar spurlos verschwunden: Keiner wußte, wo er war. Dann tauchte er Ende Januar wieder auf, lief in einer Extra-Gruppe die 400 m (wir waren da schon bei 400 m, 300 m, 200 m). Carl lief 54 sec über 400 m, über 300 m 37 sec, 200 m 22 sec. Alle  dachten: Warum so langsam?

Drei Wochen später, Mitte Februar, rückte Carl Lewis in die Gruppe von Burrell und Mark Witherspoon auf und die liefen die 400 m in 46,7, die 300 m in 32,8 bis 33,0  und die 200 m in 20,5. Und später, von Mitte Mai bis in den Juli hinein, folgten 300 m, 200 m, 100 m,  immer mit 20 min Pause. Dann hat Carl Lewis  beim break down day „die Sau rausgelassen“:  300 m: 31,7 , 200 m:  20,1, 100 m: 10,30.

Dann folgte der Wettkampf, bei dem ich 10,40 lief (wenige Tage nach den 50 m), genau so schnell wie Leroy Burell. Nur war ich danach verletzt.  Leroy wurde später US-Meister in 9,94 s. Da sieht man, was aus einer 10,40 s Mitte März im Juli  mit dem amerikanischen Training erreicht werden kann.“

Bekannte Schüler

Doch nun wieder zurück zum Beruf, zum Lehrer-Dasein in Kaiserslautern. Von 1994 bis 2013 war er dort angestellt, wurde immer im Leistungskurs Englisch eingesetzt. Und er hatte in diesen Jahren auch ab und an Schüler, die später zu sportlichen Ehren gelangten. So etwa die Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Bahnradsport, Miriam Welte oder den heutigen Fußball-Torwart von Paris St. Germain, Kevin Trapp, der am 14. November 2017 im Freundschaftspiel gegen Frankreich als Torwart der deutschen Nationalmannschaft so prächtig hielt.

Matthias Schlicht gefiel es in Kaiserlautern, aber familiäre Gründe führten ihn wieder zurück nach Berlin. „2008 kam mein Sohn Enrique auf die Welt. Nach drei Jahren war die Elternzeit  vorbei, und meine Frau wollte  zurück nach Berlin, um dort ihre Arbeit wieder aufzunehmen.“ Es dauerte einige Zeit, ehe Matthias Schlicht in Berlin eine neue  Schule fand und danach die Freigabe vom Land Rheinland –Pfalz erhielt. Im April 2013 konnte er in Berlin beginnen, zunächst in einer Grundschule im Märkischen Viertel. „Doch für mich als Gymnasiallehrer war das noch nicht die passende Schule. Umso glücklicher war ich dann, als ich in eine Sekundärschule, in die Julius-Leber-Schule in Reinickendorf, versetzt wurde. Dort unterrichte ich auch heute noch.“ Wie er sagt, ist er „ Lehrer aus Leidenschaft“.  „Ich mag meine Schüler, mag meine Kollegen, mag meine Schulleitung, mag meine Schule. Ich fühle mich da wohl, auch wenn es eine Brennpunkt-Schule ist, aber ich komme damit zurecht. Ich nehme die Schüler, wie sie sind, und sie mögen mich. Es ist eine gegenseitige Zuneigung“.

Erstmals unterrichtet er kein Englisch, aber mit genauso großer Lust ist er nun Kunstlehrer, gibt Erdkundestunden und andere Wahlpflichtfächer, die etwas mit Kunst zu tun haben. Und er kommt damit an bei den Schülern.

Kunst in der Schule und als Hobby

Die  Kunst ist ein weiteres Stichwort für das abwechslungsreiche Leben des Matthias Schlicht. Irgendwie hatte ich bei unserem Gespräch zuhause bei ihm in Berlin-Lichterfelde immer das Gefühl, daß er sich auf vielen Gebieten „austoben“ muß, einfach keine Grenzen kennt. So beschäftigt er sich auch seit Jahren mit moderner Astronomie, wertet Galaxien aus und ist über das Internet mit Millionen Hobby-Astronomen aus aller Welt verbunden.

Und seit 1984 ist er intensiv in die Malerei eingestiegen, zunächst mit selbstgemalten Aquarellen als auch später mit vielfältigen Ideen für den Kunstunterricht.

Über 30 Jahre  Kunst-Maler und Kunst-Lehrer

In seiner Wohnung in Berlin-Lichterfelde hängen einige seiner Werke:

Schlicht Wohnung eins

Schlicht Wohnung drei  Schlicht Wohnung vier    

schlicht zweiunddreißig

 

Ob in den USA – an einem Bild über Chicago hat er rund ein Jahr gearbeitet-, ob in Berlin, Kaiserslautern und nun wieder in Berlin: immer fand er die Zeit (oder er nahm sie sich einfach), um zu malen.

Dabei stand die Vorbereitung des Kunstunterrichts oft im Vordergrund. „So habe ich, wie ich es von meinem Kunststudium in den USA gewohnt war, über 45 Skizzen selbst gezeichnet. Dabei habe ich immer zwei verschiedene Stilrichtungen kombiniert oder eben zwei verschiedene Künstler in eine Skizze hingezeichnet.

Ich habe beispielsweise Albrecht Dürer mit Claude Monet kombiniert, das Bayerhaus von 1502 von Dürer mit den Seerosen von Monet. Oder Roy Lichtenstein mit Joan Miro, dem abstrakten Maler aus Katalonien. Später fügte ich Albrecht Dürers Drahtziehmühle mit islamischer Kunst zusammen und fand dabei bei meinen Schülern –  70 Prozent sind muslimisch-, großen Anklang. Aber auch die Verbindung  Caspar David Friedrich und Karl-Friedrich Schinkel kam an. In einer anderen Skizze brachte ich  Albrecht-Dürer-Bilder unter wie den jungen Feldhasen, den Hirschkäfer und das große Rasenstück.  Farbspezifisch ist Emil Nolde (1865-1965) einer meiner Lieblingskünstler für den Unterricht.“

Und wenn man Matthias Schlicht nach seinen Vorbildern fragt, läßt er sich nicht lange bitten: „Bei den Skizzen ist für mich Albrecht Dürer die Nr. 1.  Ich meine, daß ich seine Sprache verstehe und seinen Rhythmus, obwohl er vor 500 Jahren lebte. Wenn es um die Ölmalerei geht, habe ich als Vorbilder Albrecht Dürer, Caspar David Friedrich, Carl Blechen, Frederic Edwin Church (USA) und Claude Monet und neuerdings auch den Japaner Katsushika Hokusai  (1760 geboren, 1849 gestorben). Ich kombiniere inzwischen den Japaner mit Caspar David Friedrich.

Sergej Bubkas Lieblingsbild

Der Kunstunterricht steht zwar im Blickpunkt, aber natürlich fühlt sich Matthias Schlicht auch als Maler anerkannt, wenn er seine Werke in Ausstellungen zeigen darf oder aber einzelne Werke verkaufen kann. Gern erinnert er sich an das Jahr 1997, als er in Werder bei Potsdam im Rathaus ausstellen durfte, anschließend den Auftrag für ein Bild zum 120. Baumblütenfest erhielt.

Weitere Ausstellungen im Postgiroamt am Halleschen Tor oder in einem portugiesischen Restaurant in Charlottenburg folgten.

Besonders eindrucksvoll aber war eine Ausstellung im Radisson Plaza in Berlin, initiiert von Rudi Thiel, der damit Werbung für das ISTAF-Springermeeting machen wollte. Mit dabei war auch Sergej Bubka, der damals wie  Matthias Schlicht für den OSC Berlin startete. „Und Sergej Bubka erkor das Bild „Prozession“ zu seinem Lieblingsbild:

Schlicht Wohnung zwei

Die Prozession

Im Rahmen dieser Ausstellung versteigerte Schlicht ein anderes Bild, „Sonnenuntergang an der Ostsee“, für 2000 DM an einen Hamburger, wobei 1000 DM an die Obachlosenzeitschrift „Platte“ überwiesen wurden.

„Malen werde ich immer, solange ich gesund bin und solange ich sehen kann“, schaut Matthias Schlicht in die Zukunft.

Schlicht Porträt fünf

Und damit er fit bleibt, schwimmt er beispielsweise viel. Von Mai bis Oktober spult er Distanzen bis zu 6 km im Sacrower See oder im Schlachtensee ab. Wenn es dort aber zu kalt wird, schwimmt er bis zu 5 km in der Halle. Aber auch Dauerlauf, Radfahren, Tischtennis und Fußball spielen mit seinem Sohn steht auf seinem sportlichen Programm.

Peter Grau

Einblick in die Vielfalt der Werke, die Matthias Schlicht bisher schuf:

Schlicht Wohnung vier Schlicht Wohnung fünf   Schlicht einsSchlicht Wohnung sechs Schlicht zwei    Schlicht sieben

 Schlicht vierzehn Schlicht fünfzehn  Schlicht siebzehn Schlicht neunzehn

Schlicht dreiundzwanzig Schlicht zweiundzwanzig Schlicht einundzwanzig Schlicht sechsundzwanzig Schlicht fünfundzwanzig Schlicht siebenundzwanzig Schlicht vierundzwanzig Schlicht achtundzwanzig Schlicht neunundzwanzig Schlicht dreiunddreißig

Schlicht dreißig Schlicht einunddreißig

Schlicht fünf Schlicht zehn Schlicht neun Schlicht elf Schlicht zwölf

 

 

 

 

 

 

Renate Rüter-Nork: Farbe macht Sinn

Für mich ist es immer spannend, wenn ich zum ersten Mal die Homepages derjenigen Künstler und Künstlerinnen erblicke, die ich vorstellen möchte. So ergeht es mir auch bei Renate Rüter-Nork, der Acrylmalerin aus Bergisch-Gladbach.

rüter porträt zwei

Vorab zitiert sie einen Satz von Pablo Picasso, der auch ihre Intensionen widerspiegelt:

Das Werk, das man malt, ist eine Art, Tagebuch zu führen.“

Und dann stellt sie sich und ihr Werk auf einer klar strukturierten Homepage vor: „Herzlich willkommen in meiner virtuellen Galerie. Bitte nehmen Sie sich ein wenig Zeit und betrachten in aller Ruhe meine Bilder.“

Jeder kann also die Homepage www.rn-acrylbilder.de selbst anschauen. Doch ein wenig will ich vorgreifen, gewissermaßen ein Appetits-Häppchen liefern.

Wie kam Renate Rüter-Nork zur Malerei?

Rüter Porträt eins

Zunächst absolviert die gebürtige Züricherin, die bereits mit drei Jahren mit ihrer Familie (oder eher umgekehrt) in ihren heutigen Wohnort Bergisch-Gladbach zog, ein Studium an der Pädagogischen Hochschule in Köln. Danach ist sie dreißig Jahre lang als Grundschullehrerin in Odenthal in Nordrheinwestfalen tätig. Parallel dazu beginnt sie in den 90er Jahren mit  experimenteller Malerei in Acrylmischtechniken.

Es folgen die ersten Ausstellungen und diverse Workshops und Seminare an
der Internationalen Kunstakademie Heimbach, der Kunstakademie Bad Reichenhall, der Kunstfabrik am Bodensee und der Kunstfabrik Hannover.

Ausstellungen:

rüter ausstellung sieben rüter ausstellung neun  rüter ausstellung drei

rüter ausstellung zehnrüter ausstellung acht

rüter ausstellung elf

​Die Ausstellungen der Jahre 2001 bis 2017 sind auf ihrer Homepage fein säuberlich aufgeführt. Und in einem Ausblick wird auch schon auf die nächste Ausstellung verwiesen, die unter dem Motto „Farbe ist Farbe ist Farbe macht Sinn“ ab dem 12. Januar 2018 in der Galerie M. Beck in Homburg/Saar stattfinden wird.

Doch wie sehen die Bilder eigentlich aus?  Schauen wir gemeinsam auf eine von mir wie gewohnt willkürlich gewählte Auswahl, die sich aber an die Gliederung auf der Homepage von Renate Rüter-Nork hält:

Farbe blau:

rüter eins rüter zwei

Farbe gelb:

rüter dreirüter vier

Farbe grün:

rüter fünf rüter sechs

Farbe rot:

rüter sieben rüter acht

Format hoch:

rüter neun rüter zehn

Format quadrat:

rüter elf rüter zwölf

 

Jahr 2012:

rüter fünfzehn rüter sechszehn

Jahr 2013:

rüter siebzehn rüter achtzehn

Jahr 2014:

rüter neunzehnrüter zwanzig

 

Jahr 2015:

rüter einundzwanzig rüter zweiundzwanzig

Jahr 2016:

rüter vierundzwanzig rüter siebenundzwanzig

Jahr 2017:

rüter fünfunundzwanzig rüter sechsundzwanzig

Viele weitere Bilder von Renate Rüter-Nork sind auf ihrer Homepage www.rn-acrylbilder.de anzuschauen.

 

 

Olaf Ulbricht: Ein naiver Maler erzählt Geschichten

Vor einigen Jahren fand ich Gefallen daran, Bilder der naiven Maler zu betrachten. Doch dann, so blieb es mir in Erinnerung, war es plötzlich zuende mit dem Überangebot von solchen  Bildern, die mich vor allem wegen ihrer Farbigkeit und Schlichtheit  überzeugten.

Seit einigen Monaten habe ich nun bei Facebook viele neue Freunde aus dem Kunstbereich gewonnen.  Vor allem Maler und Malerinnen sind darunter. Wer fehlte  bisher: ein naiver Maler.

Naiv porträt eins

Um so größer war meine Freude, als ich mit Olaf Ulbricht Kontakt aufnahm. Nun hatte ich ihn, den naiven Maler.

Wie aber stellt man solch einen Maler vor? Es bietet sich an, auf seiner  Homepage nachzuschauen. Und  unter www.bilderschnitzer.de  werde ich schnell pfündig. Der Kunsthistoriker und Galerist Colmar Schulte –Goltz  schreibt dort, wie er den naiven Maler sieht. Verfolgen wir seine Worte:

Naiv Porträt zwei

  Olaf Ulbricht ist ein Erzähler. In seinen farbenfrohen Gemälden nimmt er den Betrachter mit in eine Welt voller Wunder.

Schauplatz der stillen, wie turbulenten Abenteuer ist eine friedlich – ländliche Umgebung. Wie aus dem Märchen erscheinen auch die rundlich – freundlichen Figuren.

Die wunderbaren Arbeiten wirken verträumt, sie scheinen unserer Realität fern zu sein. Der Künstler gibt jedoch Hinweise auf Zeit und Ort der Handlung: unsere Lebensgegenwart. Kleine Details, wie etwa die Fahrbahnmarkierungen auf dem Asphalt, zeigen dies deutlich.

Die Realität ist eine Bühne, ihre Qualität belebt Ulbricht in der Tradition Marc Chagalls durch unwirkliche Einfälle und Freiheiten. Bewußt verändert er das Prinzip der Proportion und hebt so einzelne Figuren oder die Schönheit eines Karottenbundes hervor, um damit auf Besonderheiten der Schöpfung hinzuweisen.

Entgegen den früheren Gemälden Ulbrichts, die oft an Ivan Generalic, den Großmeister der naiven Kunst, erinnerten, hat Olaf Ulbricht mit der kleinteiligen Miniaturmanier gebrochen. Auch in den neuen Arbeiten ist der Reichtum an Details geblieben, doch die Handschrift ist größer geworden. In der thematischen Vielschichtigkeit hat Ulbricht nun deutlich die Grenze zur naiven Kunst hinter sich gelassen und ist ein großer „Erzähler“ geworden.
Mit seinen neuen, im besten Wortsinn „fabelhaften“ Arbeiten hat Ulbricht dichte, lyrische Kompositionen geschaffen. Mit kräftigem, großzügigen Strich hat Ulbricht die Zeitkunst der Musik mit großer Dynamik in die Raumkunst der Malerei umgesetzt.

Die Schwerkraft scheint aufgehoben. Wenn die Trompete erklingt, tanzen die Häuser und Fenster, die Bäume wiegen sich im Strudel der Musik. Auf anderen Arbeiten hat Ulbricht die Elemente in Bewegung gebracht.

Karussellartig drehen sich Land und Wasser umeinander. Von der Luft getrieben, von Licht durchglüht, erscheinen Natur und Personal auf den unterschiedlichsten Fortbewegungsmitteln, vom Reittier über Baum und Boot zum Automobil.

Colmar Schulte-Goltz, Bochum

Doch wie mir Olaf Ulbricht schrieb, ist dieser Text „vor vielen Jahren anläßlich einer Ausstellung in einer städtischen Galerie“ entstanden und damit leicht überholt.

Und Olaf Ulbricht schildert den Wandel in seiner Malkunst. „Damals waren meine Bilder noch dynamisch, d.h. ich habe die Größenverhältnisse der Bildelemente variiert und sie auch in die Luft fliegen lassen… Aber irgendwann war es genug, und meine Bilder wurden statischer. Jetzt haben meine Gemälde mehr den Charakter der klassischen Landschaftsmalerei. Momentan interessieren mich besonders Himmel. Ein schöner Abendhimmel, den ich von meinem Haus aus sehe, inspiriert mich sofort, und schließlich setze ich dann meine naiven Figuren in diese Szenerie …
Eine große Rolle spielt dabei meine Kindheit in Sachsen. Manchmal denke ich: Das sind doch eigentlich Spielzeugfiguren aus Seiffen…
So lebte ich auch einige Jahre im Erzgebirge, – meine Frau ist Schwarzenbergerin-, und begann zu schnitzen. Irgendwann bemalte ich die Figuren. Holzreliefs mit geschnitzten und gemalten Elementen führten zur Bezeichnung  „Bilderschnitzer“.

Naiv fünfundzwanzig Naiv sechsundzwanzig naiv siebenundzwanzig naiv achtundzwanzig

Weil aber immer wieder die Frage auftauchte, was malst du, was schnitzt du, habe ich irgendwann die Klarheit der Malerei bevorzugt.
Momentan würde ich mich als naiven Romantiker bezeichnen. Ich denke, dass ich das noch lange sein werde,  denn mit Licht und Schatten kann man sein Leben verbringen.“

Soweit der Originalton Olaf Ulbricht.

Nun aber genug der Worte, laßt uns gemeinsam Bilder sehen. Wie immer in einer von mir willkürlich gewählten Auswahl:

Winterbilder:

Naiv zwei Naiv vier Naiv sechs Naiv acht

Herbstbilder:

naiv elf naiv zwölf naiv vierzehn Naiv dreizehn

Sommerbilder:

naiv fünfzehn naiv sechszehn naiv achtzehn

Frühlingsbilder:

naiv neunzehn naiv zwanzig naiv einundzwanzig naiv zweiundzwanzig

 

All das, was Olaf Ulbricht schafft, stellt er auch bei Ausstellungen im In-und Ausland vor:

Naiv neun naiv zehn

Naiv Porträt drei naiv dreiundzwanzig:

 

Gabriele Templin-Kirz: Die Malerei ist für mich eine zusätzliche Sprache, mit der ich die Menschen erreichen und berühren kann

 TEmplin fünfundzwanzig 

 Die Künstlerin Gabriele Templin-Kirz liebt Sprachen und nutzt ihre Kenntnisse und Fähigkeiten, um sich Menschen anderer Länder verständlich zu machen.

Aber das allein genügt ihr nicht.

Templin eins eins Porträt

„Die Malerei ist für mich eine weitere Sprache. Der Wechsel zwischen verschiedenen Maltechniken sowie unterschiedlicher Umsetzungsformen vom Realismus bis zur Abstraktion sind mir ein Grundbedürfnis“, erzählt sie auf ihrer Homepage. „ Meine Werke sind mein ganz persönlicher Blick auf die Natur des Menschen und seine Umgebung, auf seine Geheimnisse und Emotionen sowie seine spannungsreiche Verbindung zu Form und Farbe. Die subtile Gestaltung der menschlichen Figur – klar definiert oder nur schemenhaft wahrnehmbar im farblichen Umfeld – ist ein immer wiederkehrendes Thema.“

Templin fünf Templin zwölf

 

Und weiter führt sie aus: „Vielseitige, erzählerische, mystisch surreale Darstellungen oder freie Gestaltungen, die den Betrachter zu persönlichen Interpretationen anregen, sind charakteristisch für mein künstlerisches Schaffen. Aber meine Liebe zur Malerei führt  auch immer wieder zu neuen Themen und Darstellungsmöglichkeiten.“

Doch wie kam Gabriele Templin-Kirz überhaupt zur Malerei?

Templin vierzehn

Templin vier TEmplin fünfzehn

Zunächst studierte sie an der Fachhochschule Düsseldorf Innenarchitektur und schloß das Studium als examinierte Diplomingenieurin ab.  Danach arbeitete sie freischaffend sowohl als Innenarchitektin als auch bereits als Künstlerin. Mit der Eröffnung eines eigenen Ateliers in Südlohn (im Münsterland, direkt an der niederländischen Grenze) verlagerte sich ihr Arbeitsschwerpunkt ab 1995 zur Malerei. Vor allem Aquarelle und Acrylgemälde als auch Wandbemalungen in modernen Techniken gehörten fortan zu ihrem Repertoire.

Templin sechs Templin einundzwanzig

Aber wie viele andere Künstler blieb sie damit nicht in ihren vier Wänden, in ihrem Atelier.

Sie ließ die Öffentlichkeit in diversen Ausstellungen im In-und Ausland  an ihrem Schaffen teilhaben. Und bereits seit 1995 leitet sie Seminare, Workshops und Malstudienreisen und  gibt exklusiv in kleinen Gruppen Kurse im eigenen Atelier.

Templin zweiundzwanzig

Wie gewohnt möchte ich im folgenden einen kleinen Querschnitt als „Appetitshäppchen“ anbieten:

Templin zwei Templin drei Templin sechs Templin acht TEmplin neun Templin elf Templin dreizehn Templin sechszehn Templin neunzehn Templin achtzehn Templin zwanzig Templin einundzwanzig Templin dreiundzwanzig

Templin sechsundzwnzig

Diese Auswahl habe ich, wie erwähnt, willkürlich getroffen, indem ich die Werke einfach von ihren Veröffentlichungen auf ihrer Facebook-Seite genommen habe. Aber es wirkt alles recht zusammengestückelt. Da kam mir der Gedanke, es ein wenig geordnet vorzustellen, und das an Hand ihrer Homepage  http://www.templin-kirz.de.

Dort lädt die Künstlerin selbst ein, ihre virtuelle Galerie zu besuchen. Nehmen wir das Angebot an!  Dabei wähle ich jeweils zwei Werke aus und der geneigte Betrachter kann sich dann auf der Homepage weitere Werke anschauen, wenn er denn mag und Zeit findet.

Galerie-Impressionen:

Templin dreißig Templin zweiunddreißig

GEMÄLDE

Architektur

Templin dreiunddreißigTEmplin vierunddreißig

Interieur:

Templin vierunddreißig zwei Templin fünfunddreißig

Formales:

Templin sechsunddreißig Templin siebenunddreißig

Porträt und Figur:

TEmplin siebenunddreißig drei Templin siebenunddreißig zwei

Köpfe:

Templin neununddreißig TEmplin achtunddreißig

Children of the world:

Templin vierzig Templin einundvierzig

Florales und Stilleben:

Templin vierundvierzig TEmplin fünfundvierzig

Landschaften:

TEmplin sechsundvierzig Templin siebenundvierzig

Wandtechniken:

Templin fünfzigTemplin einundfünfzig

Wohnbereiche:

TEmplin zweiundfünfzigTemplin dreiundfünfzig

Bäder:

TEmplin fünfundfünfzigTemplin vierundfünfzig

Templin sechsundfünfzig

Hier soll der Rundgang durch die virtuelle Galerie zunächst ein Ende finden. Mehr ist direkt auf der Homepage von Gabriele Templin-Kirz zu betrachten.  Gleiches gilt auch für die Workshops, die Malvorführungen und die Malreisen für das Jahr 2018. Empfehlenswert ist auch ein Blick in die Presseveröffentlichungen, insbesondere auch in das Interview „Malen ohne Grenzen“, das in der Ausgabe 8/2016 im Freshcode Media Magazin veröffentlicht wurde.

Peter Grau

Renée Politzer: Malerin und Fotografin – Farben und Kamera sind ihre Werkzeuge

Das Schöne an Facebook ist, daß sich die Wege immer mal wieder  kreuzen, auch wenn man eine Zeit lang nichts von Freunden gehört hat. So geschah es mir mit meiner  Facebook-Freundin Renée Politzer.

Politzer mit Hut

Kürzlich erfuhr ich von der Ausstellung „Kunst-Botschaften“ im Schloß Eulenbroich in Rösrath bei Köln, die sie initiiert  und organisiert hat (http://www.schloss-eulenbroich.de/ausstellungen-in-der-bildungswerkstatt.aspx)

Politzer eins

Malerei und die Fotografie gehören zu Renée Politzer’s  Ausdrucksmitteln. In ihren gestalterischen Experimenten verbindet sie diese Medien miteinander, um ein neues Werk entstehen zu lassen. Thyra Holst  wiederum experimentiert momentan mit ihren Collagen und mit textiler Kunst. Gemeinsam  vertreten sie vier Medien,  durch deren Vielfalt eine abwechslungsreiche Ausstellung voller Kunst – Botschaften bis Ende Januar 2018 noch in der Bildungswerkstatt vom Schloß Eulenbroich in Rösrath zu sehen ist.

Ab 1. Dezember 2017 sind fünf Ölgemälde von Renée Politzer in der Weihnachtsausstellung „Visionen in Farbe“ in der Galerie  „Art Center Berlin“ zu sehen. Und diese Auftritte in der Öffentlichkeit fügen sich nahtlos an Ausstellungen im  In – und Ausland an, auf denen sie zuvor schon ihre Werke vorstellte.

Auf der London Art Biennale:

Politzer zweiunddreißig

Politzer dreiunddreißig Politzer vierunddreißg

Doch wie kam Renée Politzer zur Kunst?

Bereits in ihrer Jugend im rumänischen Timisiora hat sie ihre künstlerischen Neigungen gezeigt. Sie besucht das dortige Gymnasium für Kunst und Gestaltung. 1966 emigriert ihre Familie in die Bundesrepublik.  Renée absolviert in Aachen das Abitur und studiert anschließend zwei Jahr lang Graphik-Design bei Prof. Treunissen van Manen an der staatlichen Kunstakademie Düsseldorf.  1981 schließt sie  das Architekturstudium bei Prof. Fritz Eller (mit Dipl. Ing.) an der RWTH in Aachen ab. Damit ist ihr späterer Lebensweg vorgezeichnet.  Sie arbeitet  in verschiedenen Architekturbüros in Köln und lebt sich ab 1998  künstlerisch als Malerin und Fotografin aus. Es folgen jurierte Solo- und  Gruppenausstellungen

Wie die Ergebnisse aussehen, kann man auf ihrer Homepage  www.rpolitzer-art.jimdo.com  nachvollziehen.

Politzer fünfunddreißig

Politzer sechsunddreißig

Zwei interessante Leitideen hat sie dort vorgestellt:

„Heute wird morgen bereits gestern sein, weil Zeit ein Strom ist, indem Alles seinen vergänglichen Platz einnimmt.“

„Dem Menschen gehört die Kunst, der Kunst die Vielfalt der Freiheit!“

Und weiter führt sie  aus:

„ Als Architektin habe ich gelernt, im Rahmen eines Entstehungsprozesses Technik und Kreativität miteinander zu verknüpfen, um Raum und Ambiente für den Menschen zu gestalten. Die Vielfalt der visuellen Ausdrucksweisen greifen stets ineinander über.  Malerei und Fotografie gehören zu meinen interaktiven gestalterischen Ausdrucksweisen. Farben und Kamera sind meine Werkzeuge. Der Zufall gestaltet immer spannend mit.“

Ihre verschiedenen künstlerischen Vorlieben beschreibt sie so:

In der Fotografie

versuche ich den zufällig gebotenen Augenklick fest zu halten, den ich am Computer digital bearbeite. Das Vergängliche und  der Wandel faszinieren mich. Sie widerspiegeln sich zum Beispiel in den Serien „Zeichnen mit Licht“, „Unterwegs“, „Realität, Illusion“ und „Landscapes“.

Politzer siebenunddreißig

Politzer achtunddreißig

 

Das Reisen in ferne Landschaften und die digitalen Verarbeitungsmöglichkeiten haben den Horizont meiner kreativen Betrachtungsweisen erweitert. Momente aus der Natur liefern Quellen für meine Inspirationen. Des weiteren beschäftigt mich die Relation des Menschen zur Dimension Natur. Diese Serie nenne ich „Tiny People“.

Politzer neununddreißig

 

In der Malerei

gebe ich das wieder, was mich emotional bewegt. Ich lasse mich   von meiner spontanen, inneren Stimmung leiten, inspiriert von den erlebten Eindrücken.

Ob abstrakt, oder figurativ,  die Harmonie der Komposition bearbeite ich mittels Linien und Formen, im Gleichgewicht der ineinandergreifenden Farben; lasiert, verwischt, grob strukturiert.

Politzer vierzig London

Politzer einundvierzig

Politzer zweiundvierzig

Politzer dreiundvierzig

 

 

Thyra Holst: Kunst-Botschaften im Schloß Eulenbroich

Vor einiger Zeit habe ich Thyra Holst vorgestellt, eine Künstlerin, die sich vor allem mit dem Medium Filz befaßt.  Unter  http://www.petergrau-leichtathlet.de/?p=9330 habe ich eine Geschichte über sie zusammengestellt und dabei auch einige Werke von ihr vorgestellt:

Thyra acht Thyra zehn Thyra zweiundzwanzig Thyra neu eins

Nun hat mir Thyra Holst unter  https://vimeo.com/243739431  ein Video überspielt, das über die Vernissage  für  eine Ausstellung „ Kunst Botschaften“  im Schloß Eulenbroich berichtet.  Dieses Schloß steht in Rösrath, einer Stadt südöstlich von Köln.

Thyra Plakat drei

Thyra Ausstellung zwei Thyra Ausstellung eins

Thyra Holst ist aber nicht nur auf dieser Ausstellung, die von Renee Politzer organisiert wurde,  vertreten, sondern auch mit vielen Projekten unterwegs. Als Nächstes fliegt sie zu einem interkulturellen Projekt nach Marokko.

Peter Grau