{"id":12469,"date":"2018-04-15T18:58:42","date_gmt":"2018-04-15T16:58:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/?p=12469"},"modified":"2018-04-16T15:59:52","modified_gmt":"2018-04-16T13:59:52","slug":"zwei-buecherfreunde-treffen-sich-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/?p=12469","title":{"rendered":"Zwei B\u00fccherfreunde treffen sich in Berlin"},"content":{"rendered":"<p><strong>Warum habe ich mich k\u00fcrzlich mit meinem Wiener Kollegen und Freund Olaf Brockmann gerade im Dussmann-Kulturkaufhaus in der Berliner Friedrichstra\u00dfe getroffen? <\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Duss-einunddrei\u00dfig.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8557\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Duss-einunddrei\u00dfig-300x225.jpg\" alt=\"Duss einunddrei\u00dfig\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Duss-einunddrei\u00dfig-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Duss-einunddrei\u00dfig-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Es bot sich einfach an. Einerseits wollten wir Ruhe zu einem ausf\u00fchrlichen Gespr\u00e4ch haben. Andererseits bin ich seit eh und je ein B\u00fccherfreund. Schon als Jugendlicher war ich Stammkunde in der Erfurter Stadtbibliothek, und diese Leidenschaft hat sich bis heute erhalten.<\/strong><\/p>\n<p>Und Olaf sprudelt gleich los: \u201eB\u00fccher sind meine gro\u00dfe Liebe. Ich bin von Kind an ein Lesemensch gewesen. Das habe ich auch meinen beiden T\u00f6chtern mitgegeben, sie sind mit B\u00fcchern aufgewachsen. Wir haben in unserer Wohnung in Wien einen Bestand von circa 8000 B\u00fcchern.\u201c<\/p>\n<p><strong>Da haben sich also Br\u00fcder gleichen Geistes gefunden.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Einstein-eins-Duo.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11315\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Einstein-eins-Duo-300x177.jpg\" alt=\"Einstein eins Duo\" width=\"300\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Einstein-eins-Duo-300x177.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Einstein-eins-Duo.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Olaf Brockmann (rechts) und Peter Grau<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metro-neunundvierzig.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6988\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metro-neunundvierzig-300x225.jpg\" alt=\"Metro neunundvierzig\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metro-neunundvierzig-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metro-neunundvierzig-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Einstein-neu-Olaf-zwei.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11466\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Einstein-neu-Olaf-zwei-219x300.jpg\" alt=\"Einstein neu Olaf zwei\" width=\"219\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Einstein-neu-Olaf-zwei-219x300.jpg 219w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Einstein-neu-Olaf-zwei.jpg 413w\" sizes=\"(max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Einstein-sechszehn.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11329\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Einstein-sechszehn-300x225.jpg\" alt=\"Einstein sechszehn\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Einstein-sechszehn-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Einstein-sechszehn-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Olaf Brockmann 2018 im Dussmann-Kaufhaus<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein wenig Symbolik liegt \u00fcber unserem Treffen. Olaf ist in Rostock geboren, ich in Erfurt. Wir treffen uns also gewisserma\u00dfen auf halbem Wege, eben in Berlin. Unsere Wege k\u00f6nnten aber unterschiedlicher nicht ausgefallen sein. Das wird mir bewu\u00dft, als ich mir in den n\u00e4chsten zwei Stunden von Olaf einiges aus seinem Leben erz\u00e4hlen lasse. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Und weil sp\u00e4ter dem Ganzen auch noch Fotos hinzugef\u00fcgt werden, ein Tip: Wenn man die Bilder anklickt und sie dann auf dem Computer betrachtet, entfalten sie ihre ganze Pracht!<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Von Rostock nach D\u00fcsseldorf<\/strong><\/p>\n<p>\u201eGeboren bin ich am 13. M\u00e4rz 1953 in Rostock, wo meine Eltern lebten\u201c, erz\u00e4hlt mir Olaf. \u201eMeine Mutter (Jahrgang 1917) kommt urspr\u00fcnglich aus Neu Gaarz, einer Gemeinde 80 km s\u00fcdlich von Rostock. Sie stammt aus einer ber\u00fchmten j\u00fcdischen Familie, die auch auf Felix Mendelssohn Bartholdy zur\u00fcckgeht. Mit diesem Komponisten, Pianisten und Organisten bin ich damit auch entfernt verwandt. In der Weltwirtschaftskrise 1929 ging das Gut, auf dem meine Mutter lebte, verloren. Mein Vater (Jahrgang 1908) kommt urspr\u00fcnglich aus Wismar. Sp\u00e4ter sind beide dann nach Rostock gekommen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zwei.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12470\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zwei-300x190.jpg\" alt=\"Krone zwei\" width=\"300\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zwei-300x190.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zwei-1024x649.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Das Gut Neu Gaarz heute<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mein Vater war Kunstmaler<\/strong><\/p>\n<p>In Rostock lebte ich nur wenige Wochen. Schon im April 1953 sind wir in den Westen gefl\u00fcchtet. Warum? Mein Vater war Kunstmaler. Er wurde Anfang der 50er Jahre zur Auftragsmalerei gezwungen, mu\u00dfte Lokomotiven, Busse, Schiffe malen. Das behagte ihm nicht. Doch der eigentliche Grund f\u00fcr die Flucht lag tiefer. Mein Vater war gegen das herrschende System in der SBZ\/DDR eingestellt und hat diese seine Meinung auch \u00f6ffentlich kundgetan. Doch scheinbar ist er \u00fcber das Ziel hinausgeschossen, hat sich zu weit vorgewagt. Es kamen dann auch eines Tages zwei suspekte M\u00e4nner zu uns nach Hause in die Lessingstra\u00dfe.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-drei.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12471\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-drei-199x300.jpg\" alt=\"Krone drei\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-drei-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-drei-680x1024.jpg 680w\" sizes=\"(max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0Lessingstra\u00dfe (im Jahr 2018)<\/strong><\/p>\n<p>Mein Vater wurde aber rechtzeitig gewarnt, soda\u00df sie ihn nicht antrafen.<\/p>\n<p>Ein zweiter Grund war, da\u00df meine Mutter, die zun\u00e4chst Sekret\u00e4rin beim Oberb\u00fcrgermeister in Rostock und sp\u00e4ter bei einem Universit\u00e4tsprofessor war, aufgefordert wurde, Spitzeldienste zu leisten und sie das ablehnte.<\/p>\n<p>Jedenfalls ist unsere Familie zwei Tage nach dem omin\u00f6sen Besuch der beiden suspekten M\u00e4nner vom Osten in die Bundesrepublik Deutschland geflohen und kam \u00fcber Ostberlin und Westberlin nach Sonthofen in ein Fl\u00fcchtlingslager.<\/p>\n<p>Was sich so in einem Satz daher sagt, war allerdings besonders f\u00fcr meinen Vater sehr schwer, denn er mu\u00dfte alles zur\u00fccklassen, was seine berufliche T\u00e4tigkeit ausmachte: alle Mal-Utensilien und alle Gem\u00e4lde.<\/p>\n<p><strong>Mit 19 Jahren zu den Spielen nach M\u00fcnchen<\/strong><\/p>\n<p>Schlie\u00dflich sind wir also in der N\u00e4he von D\u00fcsseldorf gelandet. Ich bin in Erkrath aufgewachsen. Und dort habe ich leidenschaftlich Tischtennis gespielt. Schon recht fr\u00fch, mit 14, 15 Jahren, kam bei mir der Wunsch auf, Sportjournalist zu werden. Ich bekam dann auch einen Termin bei Alfons Gerz, der im September 1945 den Sport-Informations-Dienst (SID) gegr\u00fcndet hat und ihm danach viele Jahre als Chefredakteur ein Gesicht gab. Gerz gestattete mir, an Wochenenden beim SID zu arbeiten. Ich fing also mit Telefondienst, Ergebnisdienst der Bundesliga und kleinen Meldungen an.<\/p>\n<p>Ein einschneidendes Erlebnis f\u00fcr mich war, da\u00df ich schon mit 19 Jahren im Jahr 1972 nach M\u00fcnchen zu den Olympischen Sommerspielen fahren durfte. Dort fing ich, der ich ja eigentlich vom Tischtennis kam, f\u00fcr die Leichtathletik Feuer. Ich sagte mir: Das will ich meinen Lebtag sehen und als Journalist machen! Eben die Leichtathletik bei Olympia und alle Gro\u00dfveranstaltungen der Leichtathletik. Aber damals konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, da\u00df es nunmehr (Stand April 2018) schon 11 Olympische Sommerspiele, 16 Freiluft-Weltmeisterschaften und 17 Hallen-Weltmeisterschaften, also alle (!) Weltmeisterschaften Freiluft und Halle, werden sollten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-vier.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12472\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-vier-300x227.jpg\" alt=\"Krone vier\" width=\"300\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-vier-300x227.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-vier.jpg 863w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Am Schreibtisch beim SID 1977 (in der Redaktion in Neuss)<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Morgendliche Vorlesungen durch Heinz Vogel<\/strong><\/p>\n<p>In den Anfangsjahren beim SID hatten viele Kollegen einen positiven Einflu\u00df auf mich, aber einen m\u00f6chte ich besonders hervorheben: Heinz Vogel! Er war gewisserma\u00dfen mein Ziehvater, hat mir immer geholfen, zun\u00e4chst bis zu seinem Weggang im Jahr 1974. Es hatte sich bis dahin ein Vater-Sohn-Verh\u00e4ltnis entwickelt, ich habe ihn sehr gemocht und er mochte mich auch. Auch nach seinem Weggang vom SID durfte ich ihn vier- bis f\u00fcnfmal in der Woche morgens gegen 9 Uhr anrufen und dann hat er \u00fcber eine aktuelle Leistung, \u00fcber einen aktuellen Rekord doziert. Und er schlug oft die Br\u00fccke von 1896 bis in die 70er-Jahre. Die Gespr\u00e4che dauerten dann im Minimum immer eine halbe Stunde. Aber da habe ich unglaublich viel gelernt. Es war auch notwendig, denn beim SID mu\u00dfte ich die Zahlen wirklich parat haben, mu\u00dfte immer sofort wissen, wie die Leistungen einzusch\u00e4tzen sind.<\/p>\n<p>Auch sp\u00e4ter sa\u00df Heinz Vogel auf der Pressetrib\u00fcne neben mir, half mir, die Ergebnisse einzuordnen. Sei es nun bei den gro\u00dfen Meisterschaften, den Meetings wie in Z\u00fcrich (wo ich seit 1975 ununterbrochen alle Meetings gesehen habe) oder etwa beim Europacup 1977 in Helsinki, wo sich die bundesdeutschen M\u00e4nner als Gesamt-Team f\u00fcr den Weltcup in D\u00fcsseldorf qualifiziert hatten.<\/p>\n<p>Von 1974 bis 1983 war ich also fix beim SID angestellt, mit den Schwerpunkten Leichtathletik und Tischtennis, damals habe ich schon in diesen beiden Sportarten alle Gro\u00dfveranstaltungen in der ganzen Welt gesehen. Bald war ich auch immer h\u00e4ufiger \u201eChef vom Dienst\u201c. Vor der SID-Zeit war ich von 1972 bis 1974 bei der Bundeswehr, wo ich in einer Fernmelde-Kompanie Leutnant der Reserve wurde.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-f\u00fcnf.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12473\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-f\u00fcnf-300x209.jpg\" alt=\"Krone f\u00fcnf\" width=\"300\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-f\u00fcnf-300x209.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-f\u00fcnf-1024x713.jpg 1024w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-f\u00fcnf.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Im Pressezentrum der Tischtennis-WM in Kalkutta 1975<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auf dem Weg nach Wien<\/strong><\/p>\n<p>Und mein Weg nach Wien? Der hat eine Vorgeschichte. Es beginnt im Herbst 1975. Ich war zwar f\u00fcr die Olympischen Spiele 1976 in Montreal akkreditiert. Aber dann meinte der Chef des SID, Alfons Gerz, da\u00df diese Spiele in \u00dcbersee noch zu fr\u00fch f\u00fcr mich kommen. Da war ich nat\u00fcrlich sehr entt\u00e4uscht, aber ich sagte mir sofort, da\u00df ich nun aber unbedingt 1980 nach Moskau zu den Olympischen Spielen wolle. Unmittelbar nach dieser Sitzung im Oktober 1975 bin ich zu Herrn Gerz gegangen und habe ihm gesagt: \u201eIch m\u00f6chte gern Russisch lernen.\u201c Alfons Gerz sagte, da\u00df er mir den Privatunterricht bezahlen w\u00fcrde. Er wu\u00dfte nat\u00fcrlich, warum ich das machen wollte. Dann habe ich insgesamt sieben Jahre lang Privatunterricht in Russisch gehabt. Sp\u00e4ter sogar noch bei demselben Lehrer, dem ich mein ganzes Leben dankbar bin, Latein, als ich parallel zum Beruf studierte. Das war mein Weg zu den Olympischen Spielen in Moskau.<\/p>\n<p>Nach Moskau habe ich gesagt: Ich will das Russisch nicht aufgeben, sondern studiere nebenher noch in D\u00fcsseldorf russische Geschichte. Und dann habe ich bei Lew Kopelew in Wuppertal ein Forschungsseminar absolviert. Lew Kopelew war ein russischer Germanist, Schriftsteller und Humanist, der wegen seiner politischen Haltung als Dissident aus der Sowjetunion ausgewiesen wurde. Bei Kopelew schrieb ich eine Arbeit \u00fcber den ber\u00fchmten Reisebericht von Sigismund von Herberstein (\u201eRerum Mocsovoticarum Commentarii\u201c von 1549) mit dem Titel: Herbersteins Charakteristik des russischen Volkes nach Sitten, Gebr\u00e4uchen und geistigem Leben\u201c. Kopelew fand die Arbeit \u201esehr gut\u201c und sagte zu mir: \u201eMit diesem Thema m\u00fcssen Sie unbedingt zum Professor Leitsch nach Wien.\u201c Da habe ich Hals \u00fcber Kopf beim SID gek\u00fcndigt und ging an die Uni nach Wien zu Walter Leitsch, von 1965 bis 1996 ordentlicher Professor f\u00fcr Geschichte am Institut f\u00fcr Osteurop\u00e4ische Geschichte der Wiener Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Zu Professor Leitsch habe ich gesagt: \u201eLew Kopelew schickt mich zu Ihnen.\u201c Worauf Walter Leitsch antwortete: \u201eDann komm`s rein!\u201c Daraus wurde ein sehr gutes, freundschaftliches Verh\u00e4ltnis. Er hat mich immer gemocht und mochte vor allem meinen Flei\u00df. Bei den Seminararbeiten hat Leitsch oft zu mir gesagt: \u201eTypisch deutsch. Sie sind ein deutscher Flei\u00dfbold!\u201c<\/p>\n<p>Ich habe also osteurop\u00e4ische Geschichte mit Schwerpunkt russische Geschichte studiert und im Nebenfach deutsche Geschichte. Angefangen hatte ich damit in D\u00fcsseldorf (vier Semester) und abgeschlossen 1988 als Magister in Wien.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich wollte ich zu Prof. Leitsch, um weiter \u00fcber Herberstein zu forschen. Schlie\u00dflich habe ich meine Magisterarbeit aber \u00fcber einen Gesandten namens Johann Georg Korb geschrieben, der 1698\/1699 am Hof von Peter dem Gro\u00dfen lebte. Korb hat einen ber\u00fchmten Reisebericht \u00fcber Moskau (\u201eDiarium Itineris in Moscoviam\u201c) geschrieben. Diesen Bericht habe ich im Vergleich mit anderen ungedruckten, zeitgen\u00f6ssischen Quellen auf den Wahrheitsgehalt gepr\u00fcft. Einer der interessanten Aspekte der Arbeit ist der Bericht von Korb, nach dem Peter der Gro\u00dfe Strelizen eigenh\u00e4ndig hingerichtet haben soll. Korb ist daf\u00fcr die einzige Quelle. Mir erscheinen seine Informationen glaubw\u00fcrdig. Meine Magisterarbeit wurde mit gro\u00dfer Hilfe von Leitsch auch in den Jahrb\u00fcchern f\u00fcr Geschichte Osteuropas ver\u00f6ffentlicht:<\/p>\n<p>Olaf Brockmann: Der Bruch Peters des Gro\u00dfen mit Alt-Moskau: Korbs Diarium und Diplomatenberichte aus Moskau zu den Ereignissen der Jahre 1698 und 1699, In: Jahrb\u00fccher f\u00fcr Geschichte Osteuropas, Neue Folge, Bd. 38. H. 4 (1990), Seiten 481 bis 503, Franz Steiner Verlag.<\/p>\n<p>Leitsch fragte mich, ob ich noch promovieren wolle. Doch dies war mit meiner Familie und meiner T\u00e4tigkeit bei der \u201eKronen Zeitung\u201c zeitlich nicht mehr vereinbar.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-sechs.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12474\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-sechs-300x206.jpg\" alt=\"Krone sechs\" width=\"300\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-sechs-300x206.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-sechs-1024x702.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0Verleihung des akademischen Grades des Magisters der Philosophie im Jahr 1988 an der \u00a0Uni Wien<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein paar Sekunden bis zum Ja-Wort<\/strong><\/p>\n<p>Sp\u00e4testens jetzt ist es auch Zeit, etwas \u00fcber meine Familie zu sagen.<\/p>\n<p>Meine Frau Zita habe ich im Mai 1985 kennengelernt. Sie war damals als Stewarde\u00df auf dem ungarischen Schiff \u201eR\u00e1k\u00f3czi\u201c t\u00e4tig, das eine Dreil\u00e4nderfahrt durch \u00d6sterreich, die Slowakei und Ungarn machte. Wie es der Zufall wollte, war ich als Passagier auf diesem Schiff, lernte dort f\u00fcr eine Philosophiepr\u00fcfung \u00fcber die deutsch-amerikanische politische Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt und eines ihrer philosophischen Hauptwerke, die \u201eVita activa oder Vom t\u00e4tigen Leben\u201c.<\/p>\n<p>Weil mir die Musik beim Lesen zu laut war, bat ich die Stewarde\u00df, die Musik leiser zu stellen. So kamen wir ins Gespr\u00e4ch. Einen Tag sp\u00e4ter lud ich sie zum Essen ein, eine Woche sp\u00e4ter zu \u201eFidelio\u201c in die Wiener Staatsoper. Danach fragte ich sie, ob wir nicht heiraten wollten. Zita hat nur ein paar Sekunden \u00fcberlegt, ehe sie \u201eJa\u201c sagte. Nur neun Wochen sp\u00e4ter haben wir in Ungarn geheiratet, in Bugyi in der N\u00e4he von Budapest:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-Hochzeit.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12502\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-Hochzeit-300x194.jpg\" alt=\"Krone Hochzeit\" width=\"300\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-Hochzeit-300x194.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-Hochzeit-1024x662.jpg 1024w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-Hochzeit.jpg 1560w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Meine Frau hat in Budapest noch den Uni-Abschlu\u00df gemacht (Russisch und Deutsch) und ist dann endg\u00fcltig nach Wien gekommen. Jetzt haben wir zwei gro\u00dfe T\u00f6chter, Sophie ist 31 Jahre und Evelyn 28 Jahre alt. Sie haben beide in England studiert. Sophie hat in Cambridge in History of Science (Wissenschaftsgeschichte) \u00fcber Guatemala promoviert. Sie unterrichtet in Leicester, lebt in London. Evelyn hat Kunstgeschichte studiert und war lange Zeit als Museumsp\u00e4dagogin im gr\u00f6\u00dften Museum Budapests angestellt. Jetzt arbeitet sie mit gro\u00dfer Leidenschaft bei der UNO-Fl\u00fcchtlingshilfe in deren Dependance in Budapest. Doch auch die Kunstgeschichte betreibt sie weiter.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-sieben.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12475\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-sieben-300x237.jpg\" alt=\"Krone sieben\" width=\"300\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-sieben-300x237.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-sieben-1024x807.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Die MS R\u00e1k\u00f3czi, auf der ich Zita kennenlernte<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein Leben als Sportjournalist<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mir ist Olaf Brockmann allein als Sportjournalist bekannt geworden. Da verbl\u00fcfft es mich, als er erz\u00e4hlt<\/strong>: \u201eEinmal w\u00e4re ich fast ganz in die Au\u00dfenpolitik gegangen. Das passierte bei der Zeitung \u201eDie Presse\u201c. Dort war ich, als ich nach Wien gezogen war und nebenher studiert hatte, als Pauschalist in der Sportredaktion t\u00e4tig. Ich schrieb aber schon gelegentlich auch \u00fcber historische und aktuell politische Themen. Nach Gespr\u00e4chen mit dem Herausgeber und dem Chefredakteur wechselte ich in die Au\u00dfenpolitik, kam aber mit dem Chef der Au\u00dfenpolitik nicht klar. Deshalb ging ich zum Sport zur\u00fcck und durfte quasi zur Belohnung gleich einen Riesenbericht \u00fcber den Dreisprung-Weltrekord von Willie Banks mit 17,97 m (16. Juni 1985) schreiben. Im Februar 1986 aber wechselte ich zur \u201eKronen Zeitung\u201c, die fortan meine berufliche Heimat wurde. Und dort war ich wieder ausschlie\u00dflich Sportjournalist. Meine drei Haupt-Sportarten als Journalist waren Leichtathletik, Schwimmen und Tischtennis, also alles Sommersportarten. Daneben berichtete ich auch etwa \u00fcber Fechten, Judo, Reiten, Rudern, Tennis oder Rhythmische Sportgymnastik.<\/p>\n<p>Vielleicht etwas ungew\u00f6hnlich in \u00d6sterreich, wo der Wintersport solch eine gro\u00dfe Rolle spielt. Aber ich war und bin Deutscher, eben kein \u00d6sterreicher, sondern ein Zugereister. Aber so habe in meiner Karriere als Sportjournalist doch von circa 270 Europa- und Weltmeisterschaften berichten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-acht.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12476\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-acht-300x213.jpg\" alt=\"Krone acht\" width=\"300\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-acht-300x213.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-acht-1024x726.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Auf der Pressetrib\u00fcne bei der Leichtathletik-WM in Athen 1997<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Abschied von der \u201eKronen Zeitung\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Warum aber hat sich Olaf Brockmann nun von der \u201eKronen Zeitung\u201c verabschiedet? <\/strong><\/p>\n<p><strong>In den letzten Jahren hatte er nicht nur als Festangestellter bei der \u201eKrone\u201c gearbeitet, sondern war auch ehrenamtlich in der Pressekommission des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF) t\u00e4tig.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDas wurde mir dann einfach zu viel, von Mai bis September war ich nur unterwegs\u201c, blickt Olaf Brockmann zur\u00fcck. \u201eDas Pensionsalter liegt in \u00d6sterreich bei 65 Jahren. Ich habe immer gesagt, da\u00df ich noch bis zu den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro bei der \u201eKrone\u201c arbeiten werde. Das habe ich dann auch wahrgemacht, bin am 1. April 2017 in die Fr\u00fchpension gegangen und wurde zuvor schon im Februar in der Redaktion mit einer tollen \u00dcberraschungsfeier sehr nett verabschiedet.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-neun.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12477\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-neun-225x300.jpg\" alt=\"Krone neun\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-neun-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-neun.jpg 720w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>\u00dcberraschungsfest zum Abschied in der \u201eKronen Zeitung\u201c (Foto: Wolfgang H\u00e4nlein)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die IAAF auf Reisen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDas bedeutet aber nun f\u00fcr mich beileibe kein ruhiges Leben. 2017 war ich beispielsweise f\u00fcr die IAAF u.a. dreimal in Kenia, einmal in Uganda, in China, in Doha und in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Meine ehrenamtlichen T\u00e4tigkeiten in der IAAF sind vor allem zwei Bereiche. Seit 2007 war ich immer Presse-Delegierter bei allen Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaften. Die Jugend-WM (jetzt U-18-WM) wurde ja leider nach der sensationellen Auflage 2017 in Nairobi eingestellt.\u00a0 Daf\u00fcr bleibt die U-20-WM (fr\u00fcher Junioren-WM) wie in diesem Sommer in Tampere. Weiter bin ich Presse-Delegierter bei den 14 Meetings der Diamond League, \u00fcberwache und helfe mit, da\u00df die Bedingungen f\u00fcr die Medien dort okay sind, sprich Pressehotel, Pressezentrum, Pressetrib\u00fcne, Pressekonferenzen oder Internet\u2026 Das macht mir mittlerweile fast mehr Spa\u00df, als selbst zu schreiben.\u201c<\/p>\n<p><strong>Impressionen aus einem Sportjournalisten-Leben<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ging es bisher in unserem Gespr\u00e4ch im Berliner Kultur-Kaufhaus Dussmann vorrangig um den Lebensweg von Olaf Brockmann, bekomme ich nun einen Einblick in das, was er bisher erlebt hat.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Buda-Olaf-und-Spitz.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8786\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Buda-Olaf-und-Spitz-300x259.jpg\" alt=\"Buda Olaf und Spitz\" width=\"300\" height=\"259\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Buda-Olaf-und-Spitz-300x259.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Buda-Olaf-und-Spitz.jpg 742w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Wiedersehen mit dem US-Schwimmer Mark Spitz<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Bolt-Ostrava-2017-siebzehn-Olaf-und-Usain.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8160\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Bolt-Ostrava-2017-siebzehn-Olaf-und-Usain-269x300.jpg\" alt=\"Bolt Ostrava 2017 siebzehn Olaf und Usain\" width=\"269\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Bolt-Ostrava-2017-siebzehn-Olaf-und-Usain-269x300.jpg 269w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Bolt-Ostrava-2017-siebzehn-Olaf-und-Usain.jpg 428w\" sizes=\"(max-width: 269px) 100vw, 269px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Treff mit Usain Bolt<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wenn man von 1972 bis jetzt alle Gro\u00dfen des Sports (zumindest in Leichtathletik. Schwimmen und Tischtennis) kennengelernt hat, von Mark Spitz bis Michael Phelps, von Carl Lewis bis Usain Bolt und gar bei Haile Gebrselassie oder Tegla Loroupe zu Hause eingeladen war, dann kann einer wie Olaf Brockmann stundenlang erz\u00e4hlen. Gut, da\u00df wir uns die Zeit f\u00fcr eine weitere Plauderstunde nehmen und noch besser, da\u00df das Ganze nicht eine vorgegebene L\u00e4nge haben mu\u00df, denn: Meine Homepage und damit auch die Rubrik von Olaf Brockmann kann sehr viel fassen!\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wo aber anfangen, wo aufh\u00f6ren? Es mu\u00df bei Episoden bleiben!<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zehn.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12478\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zehn-300x198.jpg\" alt=\"Krone zehn\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zehn-300x198.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zehn-1024x674.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Bei Haile Gebrselassie daheim in Addis Abeba in seiner Villa<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-elf.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12479\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-elf-300x202.jpg\" alt=\"Krone elf\" width=\"300\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-elf-300x202.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-elf-1024x690.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0Bei Tegla Loroupe daheim in Kapenguria zum Dinner<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Als Mao Tse Tung 1976 in China starb<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEin Jahrhunderterlebnis war f\u00fcr mich 1976 das Tischtennisturnier in Shanghai in China. Gerade zu diesem Zeitpunkt, am 9. September 1976, starb der Staatsf\u00fchrer Mao Tse Tung. Deshalb wurde das Turnier um zehn Tage verschoben. Wir waren insgesamt drei Wochen in China, auch in Peking, was so nicht geplant war. Jedenfalls habe ich all die Trauerfeierlichkeiten f\u00fcr Mao direkt mitbekommen. Und auch als junger Journalist erlebt, wie schwierig es damals war, Berichte aus dem abgeriegelten China in die Heimat zu \u00fcbermitteln. Die Telefonleitungen im Hotel waren geblockt. Aber am Ende hatte ich gro\u00dfes Gl\u00fcck, da\u00df ich \u00fcber Telex einen Reuters-Kollegen in Hongkong erreichte und dieser netterweise meine Berichte nach D\u00fcsseldorf \u00fcbermittelte.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zw\u00f6lf-d.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12496\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zw\u00f6lf-d-300x198.jpg\" alt=\"Krone zw\u00f6lf d\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zw\u00f6lf-d-300x198.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zw\u00f6lf-d-1024x677.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Trauerfeierlichkeiten f\u00fcr Mao Tse Tung in Shanghai 1976 (Brockmann Dritter von rechts)<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-dreizehn.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12482\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-dreizehn-300x200.jpg\" alt=\"Krone dreizehn\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-dreizehn-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-dreizehn-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Trauerfeierlichkeiten f\u00fcr Mao Tse Tung auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking 1976<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mit der R\u00e4uberleiter den Weltrekord gemeldet<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie wohl spannendsten Geschichten erlebte ich immer in Moskau, in Leningrad, halt in der gesamten UdSSR. Rund 35 Mal weilte ich bis heute in der UdSSR bzw. Ru\u00dfland, bin ja auch 1978 mit der Transsibirischen Eisenbahn gefahren.<\/p>\n<p>1980 war ich also f\u00fcr vier Monate Olympia-Korrespondent f\u00fcr den SID. Damals bin mit dem Auto \u00fcber Finnland, Karelien, Leningrad (heute St. Petersburg) und Kalinin (Twer) nach Moskau gefahren. Bei den sowjetischen Meisterschaften, die vor den Olympischen Spielen stattfanden, war der Presseraum f\u00fcr die westlichen Medien gesperrt. Sie hatten nicht damit gerechnet, da\u00df jemand aus dem Westen dabei ist. Ich aber kannte den Presseraum im Lenin-Stadion von der Spartakiade 1979 und wollte nat\u00fcrlich auch aktuell arbeiten, zumal Olga Kuragina einen F\u00fcnfkampf-Weltrekord mit 4856 Punkten aufstellte! Diesen Weltrekord wollte ich so schnell wie m\u00f6glich nach D\u00fcsseldorf \u201everkaufen\u201c. Aber ohne Telefon, ohne Telex? Die Rettung kam durch einen Kollegen der sowjetischen Nachrichtenagentur TASS. So wahr ich hier sitze, hat der mir mit seinen H\u00e4nden eine R\u00e4uberleiter gehalten, hat mich nach oben gehievt. Ich wu\u00dfte, da\u00df in einem oberen Stockwerk die Telex-R\u00e4ume waren. Der Raum mit dem Telex mit einer deutschen Tastatur aber war abgesperrt. Ein anderer Raum mit einem Telex mit russischer Tastatur aber nicht, den habe ich dann benutzt. Da ich Russisch konnte, wu\u00dfte ich: Das russische K ist im deutsche auch das K, das y ist u, p ist das r\u2026 dann habe ich auf dem Telex also D\u00fcsseldorf angew\u00e4hlt und kurz die wichtigsten Informationen (Name, Punktzahl) hineingeschrieben: Kuragina 4856. Dort in D\u00fcsseldorf war Peter Abrahams Chef vom Dienst und der fragte lapidar zur\u00fcck: Wer ist denn da? Was soll das denn? Ich schrieb: Olaf. Und dazu noch ein \u201eWR\u201c, also die Abk\u00fcrzung f\u00fcr einen Weltrekord. Er hat mich weiter nach Einzelheiten zum Weltrekord ausgefragt und dann einen tollen Bericht geschrieben. So konnte der SID als erste Nachrichtenagentur diesen Weltrekord in der westlichen Welt vermelden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-vierzehn-zwei.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12483\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-vierzehn-zwei-200x300.jpg\" alt=\"Krone vierzehn zwei\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-vierzehn-zwei-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-vierzehn-zwei-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-vierzehn-zwei.jpg 1800w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Mit dem Auto bis zum Roten Platz in Moskau<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Staatsbesuch von Helmut Schmidt bei Breschnjew<\/strong><\/p>\n<p>Viele, viele Erfahrungen habe ich w\u00e4hrend meiner Zeit als Olympiakorrespondent in Moskau gemacht. Ein Highlight war aber auch abseits des Sports, als ich hautnah dabei war, wie am 30. Juni der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt zum Staatsbesuch in die Sowjetunion einflog und auf dem Milit\u00e4rflughafen Scheremetjewo von Leonid Breschnjew empfangen wurde. Viele westliche L\u00e4nder, wie auch die Bundesrepublik Deutschland, hatten die Olympischen Spiele in Moskau wegen des Einmarsches der UdSSR Ende Dezember 1979 in Afghanistan boykottiert. Der Staatsbesuch von Helmut Schmidt in der UdSSR war nat\u00fcrlich eine politische Sensation. Dank der Hilfe des damaligen Korrespondenten der \u201eFrankfurter Allgemeinen Zeitung\u201c, Leo Wieland, und des deutschen Press Attach\u00e9 in Moskau wurde ich f\u00fcr Schmidts Staatsbesuch in der UdSSR akkreditiert und konnte f\u00fcr den SID vom Empfang in Scheremetjewo und von der Schmidt-Pressekonferenz am folgenden Tag im Hotel National berichten, auch wenn der Boykott der westlichen L\u00e4nder bei den Spielen angesichts der brisanten politischen Weltlage nur eine Randnotiz war.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-f\u00fcnfzehn.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12484\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-f\u00fcnfzehn-300x213.jpg\" alt=\"Krone f\u00fcnfzehn\" width=\"300\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-f\u00fcnfzehn-300x213.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-f\u00fcnfzehn-1024x727.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Hautnah beim Staatsbesuch von Bundeskanzler Helmut Schmidt bei Leonid Breschnjew dabei<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Geheimdienst h\u00f6rt mit<\/strong><\/p>\n<p>In Kiew fanden in jenem Sommer 1980, als ich Olympia-Korrespondent war, auch die sowjetischen Schwimm-Meisterschaften statt. Ich verabredete ein Telefon-Interview f\u00fcr den Abschlu\u00dftag der Meisterschaften mit dem Cheftrainer der sowjetischen Schwimmer, Sergej Waizechowski, den ich schon gut kannte. Er konnte blendend deutsch, hatte es, wenn ich mich recht erinnere, bei einem Studien-Aufenthalt in Berlin gelernt. Ich erreichte Waizechowski telefonisch in Kiew von meinem Zimmer im Moskauer Hotel Cosmos. Wir haben uns lange unterhalten. Schlie\u00dflich redete ich, als 27-j\u00e4hriger, unvern\u00fcnftiger Bub, irgendwann auch \u00fcber Afghanistan, das die Sowjets seit Dezember 1979 besetzt hatten. In dem Moment, als ich das Wort \u201eAfghanistan\u201c fallen lie\u00df, platzte eine Stimme in unser Telefongespr\u00e4ch<strong>: <\/strong>Bitte beenden sie sofort das Gespr\u00e4ch. Sogleich wurde die Leitung abgeklemmt. Der Geheimdienst h\u00f6rte immer mit.<\/p>\n<p><strong>Vier kaputte Telefonklingeln<\/strong><\/p>\n<p>1981 fand in Leningrad erstmals nach dem Olympia-Boykott von 1980 wieder ein Leichtathletik-Wettkampf UdSSR gegen die Bundesrepublik Deutschland statt und zwar im Mehrkampf Mitte Juni in Leningrad. \u00dcber den bereits erw\u00e4hnten FAZ-Kollegen Leo Wieland habe ich die Telefonnummern vom Pressezentrum aus Leningrad nach D\u00fcsseldorf in die SID-Zentrale gegeben. Denen habe ich \u00fcber Leo Wieland sagen lassen: Ruft mich 18 Uhr nach meiner Zeit an und dann gebe ich euch den Bericht durch. Ich aber wartete nach dem Wettkampf (Sabine Everts und J\u00fcrgen Hingsen waren damals die Einzelsieger) vergebens, kein Telefon klingelte. Und dann habe ich wie in einem Reflex einfach mal einen H\u00f6rer abgenommen und hatte urpl\u00f6tzlich D\u00fcsseldorf am Apparat. Und die Dame von der Telefonzentrale sagte mir: \u201eWir versuchen seit einer halben Stunde, dich zu erreichen, aber du hast ja nicht abgehoben.\u201c Kurzum, an allen vier Telefonen war die Klingel kaputt. Deshalb konnte es nicht klingeln.<\/p>\n<p><strong>Die \u201eKrone\u201c sprach mit einem Toten<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEin Exklusiv-Interview der wirklich au\u00dfergew\u00f6hnlichen Art hatte ich mit dem russischen Hochsprung-Olympiasieger Waleri Brumel. Den hatten 1990 deutschsprachige Agenturen in ihren Meldungen bereits sterben lassen. Wie sich herausstellte, war dies eine klassische Falschmeldung. Damals war ich gerade beim H\u00f6hen-Leichtathletik-Meeting in Sestri\u00e8re. Von dort rief ich aus dem Pressezentrum Brumels Frau in Moskau an. Durch mein Studium konnte ich ja Russisch. Sie hat mir nur verbl\u00fcfft gesagt, da\u00df Waleri lebt und ob ich Waleri sprechen wollte. Na klar! Dann habe ich ihn, den Totgesagten, ausf\u00fchrlich interviewt. Ein Klassiker f\u00fcr den Boulevard auf der Seite 1: Wir sprachen mit einem \u201eToten\u201c. Verstorben ist Brumel dann erst im Jahr 2003.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-sechszehn.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12485\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-sechszehn-223x300.jpg\" alt=\"Krone sechszehn\" width=\"223\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-sechszehn-223x300.jpg 223w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-sechszehn-761x1024.jpg 761w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-sechszehn.jpg 1612w\" sizes=\"(max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Seite 1 der \u201eKronen Zeitung\u201c: Wir sprachen mit einem \u201eToten\u201c<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Viele Weltrekorde von Sebastian Coe miterlebt<\/strong><\/p>\n<p>Als Sebastian Coe als Mittelstreckler aktiv war, habe ich nat\u00fcrlich seine beiden Olympiasiege (Moskau 1980 und Los Angeles 1984) und viele seiner Weltrekorde gesehen. So auch seine beiden Weltrekorde in Z\u00fcrich 1979 (1500 m) und 1981 (Meile), beide Rekorde an unverge\u00dflichen Abenden in Z\u00fcrich. Heute kann ich sagen, da\u00df ich mit Seb Coe befreundet bin, bis heute, wo er IAAF-Pr\u00e4sident ist. Er war ja sogar eine Zeitlang Vorsitzender unserer Pressekommission und unterst\u00fctzte mich bei meinen T\u00e4tigkeiten in der IAAF, auch das ist f\u00fcr mich ein Anreiz, in der Pension weiter f\u00fcr die IAAF ehrenamtlich zu arbeiten. So war ich auch stolz, da\u00df gerade Seb Coe mich im Vorjahr in London daf\u00fcr ehrte, da\u00df ich bisher von allen Leichtathletik-Weltmeisterschaften als Journalist berichtet habe.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-siebzehn.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12486\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-siebzehn-300x214.jpg\" alt=\"Krone siebzehn\" width=\"300\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-siebzehn-300x214.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-siebzehn-1024x730.jpg 1024w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-siebzehn.jpg 1750w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Akkreditierung f\u00fcr den \u201eSID\u201c in Z\u00fcrich 1981, wo Sebastian\u00a0 Coe einen Meilen-Weltrekord lief.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-achtzehn-zwei.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12489\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-achtzehn-zwei-300x211.jpg\" alt=\"Krone achtzehn zwei\" width=\"300\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-achtzehn-zwei-300x211.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-achtzehn-zwei-1024x722.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Ehrung f\u00fcr die Berichterstattung von allen Leichtathletik-Weltmeisterschaften durch Sebastian Coe in London 2017<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Im Clinch mit Alberto Juantorena<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMeine Lieblingsgeschichte aber ist meine erste Begegnung mit dem kubanischen Mittelstreckler Alberto Juantorena. Ich war 1977 beim Weltcup in D\u00fcsseldorf im Innenraum f\u00fcr die Flashinterviews eingesetzt. Juantorena hatte den Startschu\u00df zum 400-m-Lauf nicht geh\u00f6rt und ist deshalb hinterhergelaufen. Als er ins Ziel kam, war er unglaublich ver\u00e4rgert. Er hat wohl gedacht, da\u00df ich der Starter gewesen bin, und drohte mir wild mit der Faust, als wollte er mich verpr\u00fcgeln. Dieses Bild ging um die Welt, war selbst in der \u201eSports Illustrated\u201c. Es war f\u00fcr mich schon ein arges Gef\u00fchl, dem gro\u00dfen Juantorena so gegen\u00fcberzustehen. Aber ich blieb cool, ich wu\u00dfte schon, da\u00df er nicht schlagen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Juantorena, der Doppel-Olympiasieger und Weltrekordler, hatte am Vortag beim Weltcup das gro\u00dfe 800-m-Rennen gegen Mike Boit gewonnen und hatte am n\u00e4chsten Tag nat\u00fcrlich auch \u00fcber 400 m gewinnen wollen. Da das aber zun\u00e4chst nicht gelang, legte das amerikanische Team (es waren ja Erdteil-Mannschaften beim Weltcup am Start) Protest ein. Die Jury d\u2018Appell erkl\u00e4rte nach Protest und Gegenprotest, da\u00df ein Flugzeug vom nahegelegenen Flughafen D\u00fcsseldorf-Lohausen \u00fcber das Rheinstadion geflogen sei, just beim Start vom 400-m-Lauf, und so Juantorena irritiert habe. Au\u00dferdem habe zu dieser Zeit ein Kamerateam den Hammerwurf-Wettbewerb gefilmt. Beides war f\u00fcr die Jury der Grund, den Lauf wiederholen zu lassen, aber es war offensichtlich eine sportpolitische Entscheidung, ein Kniefall vor Juantorena. Zumindest gewann Juantorena am Schlusstag des Weltcups noch den Wiederholungslauf \u00fcber 400 m.<\/p>\n<p>Ich bekam noch am Schlu\u00dftag ein Foto eines befreundeten Fotografen von dieser f\u00fcr mich doch ber\u00fchmten Szene mit dem mir drohenden Juantorena und wollte mir beim Bankett ein Autogramm von ihm holen. Aber er war immer noch b\u00f6se auf mich. Prof. August Kirsch, damals Pr\u00e4sident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), ist zu Juantorena gegangen und hat ihm erkl\u00e4rt, da\u00df ich doch nur ein kleiner Journalist sei. Daraufhin kam Juantorena auf mich zu und gab mir das Autogramm. Seit D\u00fcsseldorf 1977 sind wir beste Freunde. Immer, wenn er mich sieht, kommt er auf mich zu, lachend, aber mit der Faust drohend. Das ist schon die Leichtathletik-Geschichte meines journalistischen Lebens.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-neunzehn.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12487\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-neunzehn-300x234.jpg\" alt=\"Krone neunzehn\" width=\"300\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-neunzehn-300x234.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-neunzehn-1024x797.jpg 1024w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-neunzehn.jpg 1800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Juantorena drohte beim Weltcup in D\u00fcsseldorf 1977 im Ernst und mit voller Wut mit der Faust\u2026<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zwanzig.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12488\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zwanzig-300x203.jpg\" alt=\"Krone zwanzig\" width=\"300\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zwanzig-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Krone-zwanzig-1024x691.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0\u2026 und heute beste Freunde: 40 Jahre sp\u00e4ter drohte Juantorena in Nairobi 2017 (aus Spa\u00df) mit der Faust!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Peter Grau<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum habe ich mich k\u00fcrzlich mit meinem Wiener Kollegen und Freund Olaf Brockmann gerade im Dussmann-Kulturkaufhaus in der Berliner Friedrichstra\u00dfe getroffen? 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