{"id":1346,"date":"2016-03-22T19:03:36","date_gmt":"2016-03-22T18:03:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/?p=1346"},"modified":"2016-03-22T19:08:15","modified_gmt":"2016-03-22T18:08:15","slug":"alexandra-wester-vom-laufsteg-in-die-weitsprunggrube","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/?p=1346","title":{"rendered":"Alexandra Wester: Vom Laufsteg in die Weitsprunggrube"},"content":{"rendered":"<p>Weitspringerin Alexandra Wester hatte sich mit ihrem 6,95 \u2013m-Satz  beim 3. ISTAF-INDOOR in Berlin direkt in die Weltspitze katapultiert. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Nachklang-164.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Nachklang-164-300x225.jpg\" alt=\"Nachklang 164\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1065\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Nachklang-164-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Nachklang-164-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Nachklang-164.jpg 1792w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Danach mit Wolf-Dieter Poschmann im Interview<\/p>\n<p>Naturgem\u00e4\u00df stiegen damit auch die Erwartungen der \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr ihren ersten Auftritt in der deutschen Nationalmannschaft bei der Hallen-WM in Portland (USA) sp\u00fcrbar an.  <\/p>\n<p>Zwei Tage vor ihrem dortigen Finalauftritt hatte mein Kollege <strong>Michael Reinsch <\/strong>in der <strong>Frankfurter Allgemeinen<\/strong><strong> Zeitung<\/strong>  eine Geschichte \u00fcber einen k\u00fcrzlichen Besuch an der <strong>K\u00f6lner Trainingsst\u00e4tte<\/strong> der 21-J\u00e4hrigen ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Auch wenn Alexandra Wester dann bei der <strong>Hallen-WM<\/strong> nicht alle Erwartungen erf\u00fcllen konnte, nach einem ersten ung\u00fcltigen Versuch nur schwer in die G\u00e4nge kam und  am Ende mit <strong>6,67 m <\/strong>in einem sehr starken Wettbewerb \u201enur\u201c <strong>Sechste<\/strong> wurde, lohnt es sich nochmals, Ausz\u00fcge aus dem <strong>FAZ-Artikel <\/strong>vom <strong>18. M\u00e4rz 2016<\/strong> zu lesen:<\/p>\n<p><strong>Grau<\/strong> lastet der Himmel auf der Stadt. In K\u00e4lte und Nieselregen trainieren Leichtathleten. An den Maschinen im Vereinsgeb\u00e4ude schuften Freizeitsportler. Andere w\u00e4rmen sich an Tee- und Kaffeetassen die H\u00e4nde. Willkommen beim<strong> ASV im Westen von <\/strong><strong>K\u00f6ln.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Southbeach Miami<\/strong>: Sonne, Sand, Meer. Eine Yacht bringt Alexandra Wester an den Strand, damit sie mit uns unter Palmen Liegest\u00fctz und Kniebeugen \u00fcbt oder den Reifen eines Trucks stemmt. <strong>\u201eAl-X-Fitness\u201c<\/strong> hei\u00dft das Programm. Das Video ist noch zu sehen im Internet. Doch es ist Vergangenheit.<\/p>\n<p><strong>Warum nur hat Alexandra Wester, wie sie 1,80 Meter gro\u00df, athletisch und strahlend vor uns steht im Klubhaus, Florida aufgegeben f\u00fcr das Rheinland? <\/strong><br \/>\n\u201eIch habe Miami total genossen\u201c, antwortet die 21-J\u00e4hrige. \u201eAber ich habe mich f\u00fcr den Hochleistungssport entschieden.\u201c Dieser hat, das ist gewiss, nur auf sie gewartet. Beim Hallen-Istaf in Berlin machte die Weitspringerin einen Satz, der erst f\u00fcnf vor sieben endete. Die 6,95 Meter bewiesen: Sie ist auf dem Sprung in die Weltklasse. Seit Heike Drechsler, Olympiasiegerin von Barcelona 1992 und Sydney 2000, ist keine deutsche Athletin mehr so weit gekommen\u2026<br \/>\nSo weit war in diesem Winter weltweit noch keine Frau gesprungen. Von Druck will sie dennoch nichts wissen. \u201eDas ist allgemein bekannt, dass auf einem Athleten mehr Druck lastet, sobald er so eine Hammerweite raushaut\u201c, sagt sie. \u201eF\u00fcr mich ist das eine Befreiung. Der Sprung hat mir Druck genommen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Weitsprunggrube im Garten<\/strong><\/p>\n<p>Vor Miami war <strong>Saulheim in Rheinhessen<\/strong>. Dort wuchs das M\u00e4dchen auf. Tochter eines Deutschen und einer Mutter aus Ghana, geboren in Gambia, tr\u00e4gt sie an einem Lederband eine <strong>Kauri<\/strong><strong>-Muschel<\/strong> am Hals. \u201eSie erinnert mich daran, woher ich komme\u201c, sagt sie. \u201eSie ist mein Gl\u00fccksbringer.\u201c<br \/>\nDoch mit dem Schicksal ist das so eine Sache. Damit die kleine Alexandra ihre unb\u00e4ndige Energie kanalisieren konnte, setzte ihr Gro\u00dfvater einen speziellen Sandkasten in seinen Garten: <strong>eine <\/strong<strong>>Weitsprunggrube<\/strong>. Das M\u00e4dchen nutzte sie begeistert. Aus dem Kind wurde eine Leichtathletin, so vielseitig wie vielversprechend. <\/p>\n<p><strong>Totalschaden am Knie<\/strong><\/p>\n<p>2011 sollte sie als Mehrk\u00e4mpferin an der U-18-Weltmeisterschaft in Lille teilnehmen; ihr erster internationaler Einsatz. Zwei Wochen vor der Qualifikation st\u00fcrzte sie schwer beim H\u00fcrdenlauf. Die Diagnose war niederschmetternd. \u201eTotalschaden im Knie\u201c, fasst sie die B\u00e4nder- und Meniskusrisse heute zusammen.<\/p>\n<p>Da h\u00e4tte ihre sportliche Laufbahn schon zu Ende sein k\u00f6nnen. Doch sie bewies, wie gro\u00df ihr Talent und ihr Ehrgeiz sind. Weil das Knie, das linke, das ihres Sprungbeins, wohl nie mehr so belastbar sein w\u00fcrde wie zuvor, lernte sie um. Nun springt sie mit rechts ab, wie manchmal als Kind. Und sie nahm das Angebot an, mit ihrer gro\u00dfen, schlanken Figur Kleidung zu pr\u00e4sentieren.<br \/>\nBevor sie in diesem Winter beim Istaf in Berlin die mehr als 12.000 hingerissenen Zuschauern mitnahm in den Anlauf zum Weitsprung, war sie schon zweimal bei der Fashion Week in der Stadt gewesen. Nicht, dass sie den Anlauf in einen Catwalk verwandelt.<br \/>\nAber neben der Leistung, \u00fcber die nackten Zahlen hinaus, aus denen die Resultate der Leichtathletik bestehen, hat sie etwas zu bieten, das rar ist im Sport: die Interaktion mit dem Publikum, die Freude, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, und die F\u00e4higkeit, ihre Freude am Erfolg mit den Zuschauern zu teilen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Alexandra-Wester-klein-Leipzig-sitzend.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Alexandra-Wester-klein-Leipzig-sitzend-300x206.jpg\" alt=\"Alexandra Wester klein Leipzig sitzend\" width=\"300\" height=\"206\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1347\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Alexandra-Wester-klein-Leipzig-sitzend-300x206.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Alexandra-Wester-klein-Leipzig-sitzend.jpg 961w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Entspannt bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig<br \/>\nFoto: Dirk Gantenberg<\/p>\n<p>Was vor f\u00fcnf Jahren wom\u00f6glich ein Ausweg war, sich \u00fcber Schmerz und Zweifel hinwegzutr\u00f6sten, das Modeln, gibt ihr heute die Sicherheit, im Scheinwerferlicht zu bestehen. Wer sie bei ihren Fernsehauftritten gesehen hat seit Berlin, wei\u00df, dass sie das Potential zum Star hat.<br \/>\nAuch deshalb nennt sie, wenn sie von gro\u00dfen Leichtathleten spricht, die L\u00e4uferin <strong>Alyson Felix<\/strong>, die immer wieder Verletzungen \u00fcberwand, <strong>Usain Bolt<\/strong>, der eine ganz eigene Lockerheit ausstrahlt, vor allem Zehnk\u00e4mpfer <strong>Ashton Eaton <\/strong>und <strong>Heike Drechsler<\/strong>, weil sie im gr\u00f6\u00dften Erfolg bodenst\u00e4ndig geblieben seien. Es klingt wie eine Mahnung an sich selbst, wenn die Weitspringerin verspricht: <strong>\u201eAbheben ist nicht.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Alexandra-Wester-klein-Leipzig-springend.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Alexandra-Wester-klein-Leipzig-springend-300x206.jpg\" alt=\"Alexandra Wester klein Leipzig springend\" width=\"300\" height=\"206\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1348\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Alexandra-Wester-klein-Leipzig-springend-300x206.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Alexandra-Wester-klein-Leipzig-springend.jpg 958w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Alexandra Wester wird in Leipzig 2016 deutsche Meisterin<br \/>\n(Foto: Dirk Gantenberg)<\/p>\n<p>Im Sport allerdings doch. Seit ihrer Verletzung konzentriert sich Alexandra Wester mehr und mehr auf ihre st\u00e4rkste und liebste Disziplin, den Weitsprung. \u201eF\u00fcr mich war das viel mehr Druck als heute\u201c, sagt sie, \u201eals ich zur\u00fcckkam und niemand an mich glaubte.\u201c Bundestrainer Uli Knapp allerdings hatte immer ein Auge auf die lange, schlanke Athletin. \u201eSie hat gute Hebel\u201c, sagt er. \u201eIch habe sie immer als Weitspringerin gesehen. Im Gegensatz zu vielen anderen gro\u00dfen, schlanken Frauen ist sie schnell und explosiv.\u201c<\/p>\n<p><strong>Personaltrainer in den USA<\/strong><\/p>\n<p>Die Welt des Sports erschien ihr reizvoller als die der Mode. Ein Stipendium der University of Miami er\u00f6ffnete ihr den Weg nach Amerika. Alexandra Wester lie\u00df sich zum <strong>Personal Trainer<\/strong> ausbilden und wurde <strong>Fitness-Coach<\/strong> mit eigenem Youtube-Kanal. Aus Alexandra wurde Al-X.<br \/>\nDann ein Muskelfaserriss. Es scheint, dass unter den vielen Verletzungen ihres Lebens diese ein Gl\u00fcck war. Denn die Sportlerin war damit raus aus der Knochenm\u00fchle der College-Wettk\u00e4mpfe, in denen sie mehrmals t\u00e4glich hart trainieren und w\u00f6chentlich in verschiedenen Disziplinen h\u00e4tte antreten m\u00fcssen. \u00dcbers Internet stimmte sie mit Bundestrainer Knapp ihr Reha- und Fitnesstraining ab und profilierte ihre Athletik von Masse auf Schnellkraft um. Autoreifen stemmt sie seit gut einem Jahr nicht mehr. Von elf Einheiten pro Woche fuhr sie ihr Training runter (in K\u00f6ln sind es f\u00fcnf). Fu\u00dfgelenke, Achillessehne, Knie und H\u00fcftbeuger erholten sich. Alexandra Wester baute Muskeln ab. In Miami wog sie zeitweilig 72 Kilo. Nun, in K\u00f6ln, bringt sie nicht mehr als 64 Kilo auf die Waage.<\/p>\n<p>Erst im Sommer 2015 war Alexandra Wester wieder bereit f\u00fcr Wettk\u00e4mpfe. Aber sie wusste, sie w\u00fcrde ihr Stipendium, das einen Wert von reichlich 60.000 Dollar hat, nicht verl\u00e4ngern. Auf eigene Faust flog sie nach Los Angeles, um ihr Comeback im Weitsprung zu geben. Die 6,29 Meter, die ihr gelangen, hatten einen hohen Preis. \u201eBeim letzten Sprung zieht es extrem in meinen Fu\u00df rein\u201c, erinnert sie sich. \u201eMir wurde schwindelig, der Fu\u00df schwoll an.\u201c Um nicht das Comeback zu gef\u00e4hrden, das sie sich selbst erarbeitet hatte und mit dem sie die gro\u00dfe Hoffnung verband, redete sie sich ein, dass dies eine Stauchung sei \u2013 bis im Oktober, lange nach der deutschen Meisterschaft und ihrem Entschluss, nach K\u00f6ln zu gehen, ein Sportarzt feststellte: \u201eDie B\u00e4nder sind weg.\u201c Nun macht sie, zus\u00e4tzlich zu den Stabilit\u00e4ts\u00fcbungen f\u00fcr ihr linkes Knie, auch noch \u00dcbungen f\u00fcr den rechten Fu\u00df.<\/p>\n<p><strong>Zur\u00fcck nach Deutschland<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Entscheidung, zur\u00fcck nach Deutschland zu gehen, war schwer\u201c, sagt sie. \u201eAber ich habe das Gef\u00fchl: F\u00fcr den Leistungssport, wenn ich wirklich ganz oben ankommen m\u00f6chte, ist das richtig.\u201c Schon vor sieben Jahren, als <strong>Rio de Janeiro <\/strong>den Zuschlag erhielt, in diesem Sommer die <strong>Olympischen Spiele <\/strong>auszurichten, hatte sie sich vorgenommen: Da will ich hin.<br \/>\nKann es ein besseres Omen geben als die schnurgerade Verbindung zwischen ihrem Studienort, der Sporthochschule und ihrer Trainingsanlage beim ASV? Sie hei\u00dft <strong>Olympiaweg<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Was hat K\u00f6ln, was Miami nicht hat?<\/strong><\/p>\n<p> \u201e<strong>Zwei Daumen und eine M\u00fctze<\/strong>\u201c, ruft <strong>Charles <\/strong><strong>Friedek<\/strong>. Und hebt zwei Daumen. 44 Jahre alt ist der Mann inzwischen, der 1999 erst in der Halle von Maebashi und dann im Stadion von Sevilla <strong>Weltmeister im <\/strong><strong>Dreisprung<\/strong> wurde. Der Deutsche Leichtathletik-Verband besch\u00e4ftigt ihn als <strong>Bundestrainer f\u00fcr den Dreisprung<\/strong>.<br \/>\nAlexandra Wester trainierte gerade zwei Wochen bei ihm, da sprang sie 6,59 Meter, 13 Zentimeter weiter als je zuvor. Jeden Trainingstag hatte er sie einen Zentimeter besser gemacht. \u201eDa wusste ich\u201c, sagt sie, \u201eer ist ein sehr besonderer Trainer.\u201c Er gibt das Kompliment zur\u00fcck: \u201eAlexandra ist ein sehr fokussierter Typ mit hohen Zielen. Sie hat das Potential, sie zu erreichen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Alexandra-Wester-klein-zwei-Fotos-nebeneinadner.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Alexandra-Wester-klein-zwei-Fotos-nebeneinadner-300x225.jpg\" alt=\"Alexandra Wester klein zwei Fotos nebeneinadner\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1349\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Alexandra-Wester-klein-zwei-Fotos-nebeneinadner-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Alexandra-Wester-klein-zwei-Fotos-nebeneinadner.jpg 977w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine tolle Entwicklung hat Alexandra Wester von 2009 bis 2016 genommen.<br \/>\nFotos: Dirk Gantenberg    (website:  www.diga-media.com)<\/p>\n<p>Ihr Krafttraining bestimmt die Fitness-Expertin selbst. Friedek ist f\u00fcr die Trainingsplanung zust\u00e4ndig. Im selbstbewussten Austausch begegnen sich die Athletin, die am 21. M\u00e4rz 22 Jahre alt wird, und ihr doppelt so alter Trainer auf Augenh\u00f6he. F\u00fcr ihn ist die Herausforderung, ihr Talent in Erfolg umzum\u00fcnzen, mindestens ebenso gro\u00df wie f\u00fcr sie. F\u00fcr den Sport verzichtet sie derzeit auf die Welt der Mode. \u201eVielleicht sp\u00e4ter einmal wieder\u201c, sagt sie. Wieder gilt es f\u00fcr sie, sich zu konzentrieren. Dennoch will sie, im Gegensatz zu vielen anderen Leichtathleten, auf die Hallen-Weltmeisterschaft in Portland nicht verzichten. \u201eNach so vielen Anl\u00e4ufen werde ich endlich das Nationaltrikot tragen\u201c, sagt sie. \u201eWegen zwei Wochen Aufbautrainings sollte man so eine Gelegenheit nicht sausen lassen.\u201c Sie freut sich darauf, zu lernen, mit der Stimmung, mit den Abl\u00e4ufen und mit der Konkurrenz bei einem Gro\u00dfereignis umzugehen.<\/p>\n<p><strong>Knackt sie auch die Sieben-Meter-Marke?<\/strong><\/p>\n<p>Wird Alexandra bei der WM sieben Meter springen? \u201eDamit legen Sie die Latte ganz sch\u00f6n hoch\u201c, sagt der Bundestrainer. \u201eManchmal hat es jahrelang keinen Sieben-Meter-Sprung gegeben.\u201c Wer allerdings in der Halle so weit springe, k\u00f6nne in der Freiluft-Saison, sobald er den richtigen Windsto\u00df von hinten erwische, auch mal 7,10 Meter weit fliegen, prognostiziert er. Die Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen von London 2012 und bei der WM von Peking 2015 gingen f\u00fcr nur ein kleines bisschen mehr weg: 7,12 und 7,14 Meter.<\/p>\n<p>Was hat K\u00f6ln, was Miami nicht hat? Eine Perspektive, die selbst \u00fcber Rio hinausreicht.<\/p>\n<p><strong>Michael Reinsch, FAZ-Korrespondent f\u00fcr Sport in Berlin<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Michael-Reinsch.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Michael-Reinsch.jpg\" alt=\"Michael Reinsch\" width=\"90\" height=\"90\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weitspringerin Alexandra Wester hatte sich mit ihrem 6,95 \u2013m-Satz beim 3. ISTAF-INDOOR in Berlin direkt in die Weltspitze katapultiert. 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