{"id":15010,"date":"2019-10-12T18:50:33","date_gmt":"2019-10-12T16:50:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/?p=15010"},"modified":"2019-10-12T23:25:42","modified_gmt":"2019-10-12T21:25:42","slug":"der-kenianer-eliud-kipchoge-erster-mensch-unter-zwei-stunden-im-marathon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/?p=15010","title":{"rendered":"Der Kenianer Eliud Kipchoge  erster Mensch unter zwei Stunden im Marathon"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"588\" src=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-drei-1-1024x588.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15011\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-drei-1-1024x588.jpg 1024w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-drei-1-300x172.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-drei-1-768x441.jpg 768w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-drei-1.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><strong>Eliud Kipchoge nach seinem Superlauf<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php?id=1660025091&amp;fref=nf&amp;__tn__=%2Cdm%2AF-R&amp;eid=ARDAFTGrxhjBp7q4SCaAwMNZurd8zUI84zckPVty2EMytYo_-brn4LCS9JF2sv1ZsnV7VnP_WUlkjqev\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olaf Brockmann<\/strong>, gerade zur\u00fcck von der Leichtathletik-WM aus Doha, st\u00fcrzte sich wenige Tage sp\u00e4ter in seiner Heimatstadt Wien auf den n\u00e4chsten H\u00f6hepunkt. Marathonl\u00e4ufer Eliud Kipchoge wollte zum zweiten Mal versuchen, die Schallgrenze von 2 Stunden zu unterbieten.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php?id=1660025091&amp;fref=nf&amp;__tn__=%2Cdm%2AF-R&amp;eid=ARDAFTGrxhjBp7q4SCaAwMNZurd8zUI84zckPVty2EMytYo_-brn4LCS9JF2sv1ZsnV7VnP_WUlkjqev\">&nbsp;<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"628\" src=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-zw\u00f6lf-1024x628.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15022\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-zw\u00f6lf-1024x628.jpg 1024w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-zw\u00f6lf-300x184.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-zw\u00f6lf-768x471.jpg 768w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-zw\u00f6lf.jpg 1919w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><strong>Olaf Brockmann (links) mit Eliud Kipchoge drei Tage vor dem Marathon <\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Schon <strong>vor dem Lauf<\/strong> sprach Olaf Brockmann mit Eliud Kipchoge und verfa\u00dfte den folgenden Text:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php?id=1660025091&amp;fref=nf&amp;__tn__=%2Cdm%2AF-R&amp;eid=ARDAFTGrxhjBp7q4SCaAwMNZurd8zUI84zckPVty2EMytYo_-brn4LCS9JF2sv1ZsnV7VnP_WUlkjqev\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php?id=1660025091&amp;fref=nf&amp;__tn__=%2Cdm%2AF-R&amp;eid=ARDAFTGrxhjBp7q4SCaAwMNZurd8zUI84zckPVty2EMytYo_-brn4LCS9JF2sv1ZsnV7VnP_WUlkjqev\">&nbsp;<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eliud Kipchoge: Ich will Geschichte schreiben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer Kurs\nist ausgezeichnet, einfach perfekt, flach und schnell. Alles ist hervorragend\nvorbereitet\u201c, bedankte sich Weltrekordler <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/EliudKipchogeOfficial\/?__tn__=%2CdK%2AF-R&amp;eid=ARDlKdMnIk-sqeYHNNOijqp1UX-FV146PvMtxSCZIYT3b37VuH4tC1ffIMrZNUXOD9sPO3aHWvSklz_K\">Eliud Kipchoge<\/a>, der am Samstag fr\u00fch im Prater als\nerster Mensch einen Marathon unter zwei Stunden laufen will. Erstmals \u00fcberhaupt\nhat er seine Frau Grace und seine drei Kinder Lynne, Griffin und Gordon zu\neinem gro\u00dfen Bewerb einfliegen lassen: \u201eSie sollen erleben, wenn ich Geschichte\nschreibe.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wien als Nabel der Sportwelt.<br> <\/strong><br> Der Kenianer, schon jetzt der gr\u00f6\u00dfte Marathonl\u00e4ufer aller Zeiten, verspr\u00fchte bei der Pressekonferenz am Rande der Prater Hauptallee, wo er am Samstag auf einem Rundkurs laufen wird, unendlichen Optimismus. \u201eDer Druck ist enorm, aber ich versuche, ruhig zu bleiben. Ich kann nicht sagen, dass ich zu 100 Prozent unter zwei Stunden laufe. Das kann man niemals sagen. Aber ich bin voller Zuversicht.\u201c In Monza vor zwei Jahren hatte er bei seinem ersten Versuch, diese magische Grenze zu unterbieten, mit Hilfe von Tempomachern das Ziel in 2:00:25 hauchd\u00fcnn verfehlt. Danach verbesserte er den offiziellen Weltrekord in Berlin auf grandiose 2:01:39. Jetzt folgt Wien. \u201eBerlin und Wien sind verschiedene Sachen \u2013 in Berlin ging`s um den Weltrekord, in Wien geht es darum, dass ich Geschichte schreibe.\u201c<br> <br> Wien sei f\u00fcr Eliud Kipchoge der ideale Ort f\u00fcr die Challenge: \u201eDie Menschen hier lieben den Sport. Wien ist eine Sportstadt. Das Wetter ist jetzt sehr gut. Und die Strecke im Prater ist windgesch\u00fctzt.\u201c Alles passt. Und auch auf den Wendepunkten am Lusthaus (wo die Kurve mit einer g\u00fcnstigen \u00dcberh\u00f6hung neu geteert wurde) und am Praterstern werde er \u201ekeine Zeit verlieren\u201c. Kipchoge: \u201eIm Rennen gibt es keinen einzelnen speziellen kritischen Punkt. Jeder Kilometer ist kritisch.\u201c Er m\u00fcsse immer aufpassen. Schritt f\u00fcr Schritt. \u201eDu kannst nicht physisch fit sein, ohne auch mental fit zu sein. Wenn dein Geist stark ist, dann wirst du gut sein.&#8220;<br> <br> Insgesamt 41 Tempomacher, alles Weltklassel\u00e4ufer, sind engagiert, die sich w\u00e4hrend der 42,195 km abwechseln, um Kipchoge zu der Traumzeit zu verhelfen. Kollegen aus seinem Trainingscamp in Kaptagat berichten, dass er in einer \u201eunglaublich guten Form\u201c sei. Die Rede ist davon, dass er derzeit das Potenzial im Marathonlauf von 1:58 Stunden habe.<br> <br> Immer wieder betont Kipchoge, dass er bei der INEOS 1:59 Challenge der Welt zeigen will, \u201edass Menschen keine Grenzen haben\u201c. Der Kenianer: \u201eWer setzt die Grenzen? Alle Grenzen sind im Kopf. Ich m\u00f6chte die Grenzen im Kopf verschieben.&#8220; Alles sei m\u00f6glich. Er glaubt, dass bis zu drei Milliarden Leute sein Rennen am Samstag sehen werden, 30 TV-Stationen \u00fcbertragen live in 200 L\u00e4nder. Der genaue Zeitpunkt des Starts auf der Reichsbr\u00fccke wird noch bekannt gegeben. Er will durch seinen Lauf vor allem weltweit Menschen motivieren.<br> <br> Wurde vor zwei Jahren eine Million Dollar als Pr\u00e4mie f\u00fcr eine Zeit unter zwei Stunden ausgelobt, so war diesmal nie die Rede von einem Bonus. Kipchoge: \u201eGeld spielt keine Rolle.\u201c Es gelte nur, in die Geschichtsb\u00fccher zu laufen. Er verschwende keine Gedanken daran, was passiert, wenn er sein Ziel verpasst. \u201eIch bin nur auf Samstag fixiert.\u201c Selbst Kenias stellvertretender Staatspr\u00e4sident William Ruto fliegt nach Wien ein, um Kipchoges historischen Rekordversuch im Prater zu erleben.<br> <br> Das weltweite Medieninteresse war schon bei der Pressekonferenz, von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/michelle.sammet?__tn__=%2CdK%2AF-R&amp;eid=ARDdZA1xjtneE17nFgoWgFszqBTbXG_woySjDuDMEtKP3AjJPCyjvTCFvu556F_jdl_TNSdvR4rxFSxs\">Michelle Sammet<\/a> souver\u00e4n geleitet, gewaltig. Kollegen von China bis S\u00fcdafrika, von Kenia bis in die USA und allen gro\u00dfen Leichtathletik-Nationen Europas waren anwesend. Wien als Nabel der Sportwelt. F\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/wolfgang.konrad.940?__tn__=%2CdK%2AF-R&amp;eid=ARBMzkCQsMkCspRJXQrHIDKzZRWymRjKJ3GKKWu4wysMQCmT6Y1sjZe_n7IEdvSLZvfwXbyyqukpUnWR\">Wolfgang Konrad<\/a>, Renndirektor des Vienna City Marathons und mit seinem Team als lokaler Veranstalter in diese Challenge eng in die Organisation eingebunden, hat es eine derart weltumspannende Sportveranstaltung in Wien noch nie gegeben. \u201eEs ist wie das Neujahrskonzert im Sport.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olaf Brockmann<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"655\" src=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-elf-2-1024x655.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15023\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-elf-2-1024x655.jpg 1024w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-elf-2-300x192.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-elf-2-768x491.jpg 768w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-elf-2.jpg 1924w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><strong>Eliud Kipchoge im Ziel<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Olaf Brockmann sa\u00df ganz in der N\u00e4he der Ziellinie auf seinem Presseplatz und konnte von dort aus die Entwicklung des Rennens bestens beobachten.  Dann durfte er jubeln. Aber andererseits war er wieder sehr schnell mit dem Abfassen seines ersten Artikels, der dann auf Facebook und bei krone.net  erschien:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sportgeschichte im Prater<\/strong>! <\/p>\n\n\n\n<p>Eliud Kipchoge unterbot als erster Mensch in 1:59:41 die legend\u00e4re Zwei-Stunden-Grenze im Marathonlauf. Vor zwei Jahren hatte der jetzt 34 Jahre alte Kenianer diese Marke in Monza noch um 26 Sekunden verpasst. Jetzt ist er am Ziel aller seiner Tr\u00e4ume angelangt. Und das bei uns in \u00d6sterreich. Eine der gr\u00f6\u00dften Momente in der Geschichte der Leichtathletik. <strong>Eine Sternstunde des Sports<\/strong>!<br> <br> &#8222;Ich bin \u00fcbergl\u00fccklich. Ich habe gezeigt, dass man Grenzen brechen kann. Die Tempomacher waren gro\u00dfartig, die Unterst\u00fctzung von den Fan einmalig&#8220;, schw\u00e4rmte Kipchoge. &#8222;Wir haben gezeigt, dass wir die Welt sch\u00f6ner machen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br> <br> Noch vor Jahren war es unvorstellbar, dass ein L\u00e4ufer \u00fcber die 42,195 km eine solche Zeit laufen k\u00f6nnte. Aber Eliud Kipchoge, der gr\u00f6\u00dfte Marathonl\u00e4ufer aller Zeiten, revolutionierte die Leistungen im Langlauf. Nach seinem ersten, knapp gescheiterten Versuch vor zwei Jahren, die Zwei-Stunden-Grenze zu durchsto\u00dfen, stellte er im Vorjahr in Berlin einen neuen Weltrekord in 2:01:39 Stunden auf. Ein n\u00e4chster Meilenstein seiner gro\u00dfen Karriere. \u201eSp\u00e4testens danach war ich \u00fcberzeugt, dass ich auch unter zwei Stunden laufen kann!\u201c, meinte der Kenianer, der in Wien in die Geschichtsb\u00fccher lief. Offizielle Zeit auf die Hundertstel: 1:59:40.20!<br> <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"635\" src=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-sieben-2-1024x635.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15018\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-sieben-2-1024x635.jpg 1024w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-sieben-2-300x186.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-sieben-2-768x476.jpg 768w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-sieben-2.jpg 1900w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"680\" src=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/eli-acht-2-1024x680.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15019\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/eli-acht-2-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/eli-acht-2-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/eli-acht-2-768x510.jpg 768w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/eli-acht-2.jpg 1708w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><strong>Eliud Kipchoge (in wei\u00df) inmitten der Tempomacher<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><br> Mit Hilfe von insgesamt <strong>41 Tempomachern<\/strong>, durch die Bank alles Weltklassel\u00e4ufer, realisierte Kipchoge diese Traumzeit in der bis ins kleinste Detail vorbereitete INEOS 1:59 Challenge. Da das Ein- und Aussteigen der Pacemaker den Regeln des Leichtathletik-Weltverbandes widerspricht, kann die Zeit nicht als neuer Weltrekord anerkannt werden. Aber mit seiner Berliner Zeit von 2:01:39 ist er nicht nur offizieller Weltrekordler, sondern jetzt auch jener Mann, der die Zwei-Stunden-Grenze im Marathonlauf durchstie\u00df. Der Gr\u00f6\u00dfte aller Zeiten. Und es war gewaltig, wie Wien, wie \u00d6sterreich diese Laufsensation angenommen hat. Zig Tausende Fans s\u00e4umten die Strecke im Prater, beim Wendepunkt am Praterstern war die H\u00f6lle los. Die Zuschauer trugen ihn f\u00f6rmlich zur Traumzeit!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"960\" src=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-vier-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15014\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-vier-1.jpg 960w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-vier-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-vier-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Eli-vier-1-768x768.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><figcaption><strong>Ein gl\u00fccklicher Eliud Kipchoge nach dem Lauf<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><br> <br> Diese Traumgrenze wurde schon im Vorfeld dieser mit einem Millionen-Aufwand vorbereiteten Veranstaltung immer wieder mit dem legend\u00e4ren Meilen-Weltrekord von Roger Bannister verglichen worden war. Der Brite war am 6. Mai 1954 in Oxford 3:59,4 als Erster \u00fcber die Meile unter vier Minuten gelaufen.<br> <br> \u00d6sterreich war damit an diesem 12. Oktober 2019 zum zweiten Mal in der Leichtathletik-Geschichte Schauplatz eines legend\u00e4ren Weltrekordes. Am 26. und 27. Mai 2001 hatte Roman Sebrle beim Mehrkampf-Meeting in G\u00f6tzis als erster Zehnk\u00e4mpfer die 9000-Punkte-Grenze \u00fcbertroffen. Der Tscheche stellte damals mit 9026 Punkten einen Fabelrekord auf.<br> <br> Jetzt also schrieb Eliud Kipchoge ein weiteres St\u00fcck Leichtathletik-Historie in \u00d6sterreich. Die Prater Hauptallee wird f\u00fcr immer mit seinem Namen verbunden bleiben. Start des Marathons war auf der Reichsbr\u00fccke, dann f\u00fchrte das Rennen \u00fcber den Praterstern auf die Hauptallee, wo auf einem Wendekurs (mit den Punkten Lusthaus und Praterstern) auf der geraden, flachen und windgesch\u00fctzten Strecke der Marathon bew\u00e4ltigt wurde. Ziel war auf der Prater Hauptallee in H\u00f6he des Stadionpark-Platzes, wo sich um Kipchoge schlie\u00dflich unfassbare Freudenszenen abspielten.<br> <br> Kipchoge war schon 2003 Weltmeister in Paris \u00fcber 5000 m, dreimal war er Crosslauf-Weltmeister, dann folgten bei Olympia im Marathonlauf Bronze, Silber und Gold. Viermal gewann er den Marathon-Klassiker in London, dreimal in Berlin. Und mit seiner Zeit unter zwei Stunden ist er jetzt f\u00fcr ewig in die Geschichtsb\u00fccher gelaufen. Der Gr\u00f6\u00dfte aller Zeiten. <strong>Man sollte ihm auf der Hauptallee ein Denkmal setzen. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olaf Brockmann<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olaf Brockmanns Nachbetrachtungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<strong>Die letzten 100 Meter waren die sch\u00f6nsten Momente in meinem Leben<\/strong>. Dieses Gef\u00fchl zu wissen, dass ich die Grenze durchbreche, war einfach unbeschreiblich\u201c, ging Eliud Kipchoge die letzten Augenblicke seines historischen Marathons noch einmal durch. Mit einem gl\u00fccklichen L\u00e4cheln, schon jubelnd, lief er nach 42,195 km in 1:59:41 Stunden auf der Prater Hauptallee ins Ziel. Als erster Mensch bew\u00e4ltigte er einen Marathon unter zwei Stunden.<br> <br> Was sich danach um den Wunderl\u00e4ufer im Prater abspielte, war sagenhaft. Die Fans, \u00fcbrigens viel, viel mehr als erwartet, lagen Kipchoge zu F\u00fc\u00dfen, feierten ihn mit Sprechch\u00f6ren. Deshalb bedankte sich der 34-j\u00e4hrige Kenianer zun\u00e4chst immer wieder bei den Zuschauern: \u201eSie haben mich entlang der Strecke wunderbar unterst\u00fctzt. Ich bin ihnen sehr dankbar.\u201c Wie seinem Management, seinem Sponsor, seinem Trainer, seiner Familie (Frau und seine drei Kinder waren anwesend) und nat\u00fcrlich den 41 Tempomachern, die beim Rennen ein- und ausgestiegen sind und ihn zu dieser unfassbaren Traumzeit gezogen haben.<br> <br> \u201eEs ist eine goldene \u00c4ra\u201c, schw\u00e4rmte Eliud Kipchoge, \u201eich habe heute Sportgeschichte geschrieben. Ich habe gezeigt, dass der Mensch keine Grenzen kennt. Die Grenzen gibt es nur im Kopf. Man kann Mauern einrei\u00dfen.\u201c Seit Monaten habe er auf dieses Event hintrainiert. \u201eDaher ist dies der gl\u00fccklichste Tag in meinem Leben.\u201c Er ist der Gr\u00f6\u00dfte aller Zeiten. Im Marathon Olympiasieger und offizieller Weltrekordler (2:01:39), Sieger bei den gr\u00f6\u00dften Rennen in Berlin (3x) und London (4x). Wichtiger als die Weltrekordzeit ist Kipchoge das Durchsto\u00dfen der Zwei-Stunden-Grenze &#8211; mit Hilfe der Tempomacher, was gegen die Regeln des Weltverbandes verst\u00f6\u00dft.<br> <br> Aber erstmals unter zwei Stunden! Sagenhaft. Die Zeit wurde sogar auf die Zehntel gemessen. Exakt 1:59:40.2 \u2013 nach den Regeln im Marathonlauf wird diese Zeit aber aufgerundet auf 1:59:41. Man darf sie nicht, wie es viele Berichterstatter gemacht haben, auf 1:59:40 abrunden. Aber ganz egal! Die Traumzeit ist Tatsache. Unter zwei Stunden. \u201eEs war heute wie eine Reise zum Mond. Jetzt sind wir aber wieder auf der Erde gelandet.\u201c Mit beiden Beinen. \u201eDer Druck war gro\u00df. Ganz Kenia hat von mir eine Zeit unter zwei Stunden erwartet.\u201c Selbst Kenias Staatspr\u00e4sident Jomo Kenyatta hatte Kipchoge tags vor dem Rennen noch angerufen und motiviert. Circa drei Milliarden Menschen, hei\u00dft es, haben das Rennen live am TV in 200 L\u00e4ndern verfolgt.<br> <br> Nat\u00fcrlich sei er vor dem Rennen aufgeregt, sehr nerv\u00f6s gewesen, bekannte Kipchoge. \u201eVon 9 Uhr abends hatte ich bis 3 Uhr nachts geschlafen. Dann aber lag ich lange wach.\u201c Um f\u00fcnf Uhr sei er aufgestanden, habe Haferflocken gefr\u00fchst\u00fcckt. \u201eDie Zeit von 5 Uhr bis zum Start um 8:15 Uhr war die schlimmste Zeit meines Lebens!\u201c Mit dem Startschuss aber sei er ruhig gewesen. Im Rennen selbst lief er den Kilometer meist wie ein Uhrwerk in 2:50 Minuten. Den letzten Kilometer lief Kipchoge in 2:41. Er sagte: \u201cIch habe im Rennen nie Zweifel gehabt, es nicht zu schaffen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Texte und Fotos: Olaf Brockmann<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Olaf Brockmann, gerade zur\u00fcck von der Leichtathletik-WM aus Doha, st\u00fcrzte sich wenige Tage sp\u00e4ter in seiner Heimatstadt Wien auf den n\u00e4chsten H\u00f6hepunkt. 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