{"id":15220,"date":"2025-08-03T19:41:26","date_gmt":"2025-08-03T17:41:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/?p=15220"},"modified":"2025-08-04T11:09:34","modified_gmt":"2025-08-04T09:09:34","slug":"die-suche-nach-dem-briefmarkenladen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/?p=15220","title":{"rendered":"Die Suche nach dem Briefmarkenladen"},"content":{"rendered":"\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Anfang 1961 war ich das letzte Mal in Berlin-Gesundbrunnen. Damals gab es die Mauer noch nicht . Ich fuhr einige Male mit der S-Bahn vom Bahnhof Sch\u00f6nhauser Allee und war eine Station sp\u00e4ter in Westberlin, in Gesundbrunnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute, am 13. Januar 2025, also rund&nbsp; 63 Jahre danach, wiederhole ich diese Reise und bin sehr angespannt. Der Grund: Ich will Tochter Ulrike vom Bahnhof Gesundbrunnen abholen. Sie ist dienstlich in Eberswalde, um einen Kooperationsvertrag zwischen der dortigen Hochschule f\u00fcr nachhaltige Entwicklung und der Landwirtschaftlichen Uni&nbsp; in &nbsp;Chapingo bei Mexiko-Stadt (dort , wo Ulrike als Deutschlehrerin arbeitet)&nbsp; abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich wollte ich mir in der Umgebung vom Bahnhof Gesundbrunnen einen Parkplatz suchen, aber nachts hatte ich die Idee, lieber in der N\u00e4he vom S-Bahnhof Prenzlauer Allee zu parken. Dort kenne ich mich eher aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Abfahrt 13.10, Ankunft in der N\u00e4he vom S-Bahnhof Prenzlauer Berg 13.58 Uhr. In der Zelter Stra\u00dfe finde ich ohne M\u00fche einen Parkplatz, spaziere die Wichert Stra\u00dfe entlang, ein kurzes St\u00fcck Prenzlauer Allee und schon bin ich an der S-Bahn. Gef\u00fchlt 50 Treppen geht es hinunter und dann kommt die erste Bew\u00e4hrungsprobe: Der Fahrkartenautomat. Aber ich bin gut vorbereitet, klicke eine Viererfahrkarte f\u00fcr den Kurzbereich an, bekomme 7,10 Euro angezeigt, stecke einen 10-Euro-Schein in irgendeinen Schlitz und hoffe, dass es der Richtige ist. Irritiert bin ich, weil am Automaten &nbsp;steht, dass kein Wechselgeld herausgegeben wird. Wird es aber doch, gl\u00fccklich nehme ich die Fahrkarten in Empfang und entwerte eine davon am Stehknipser. Leichter ist es, die richtige S-Bahn auszuw\u00e4hlen. Die Ringbahnen &nbsp;41 und 42 fahren &nbsp;nach Gesundbrunnen, und alle 6 Minuten kommt eine Bahn. Eingestiegen, nach einer Station auf dem S-Bahnhof Sch\u00f6nhauser Allee ausgestiegen. Nach einigen Umwegen finde ich die Sch\u00f6nhauser Arcaden, eine Einkaufsmeile, so wie ich sie beispielsweise von Spandau kenne. Aber hier gef\u00e4llt es mir besser, weil es kleiner und feiner wirkt.&nbsp; Es ist schon erstaunlich, was hier aus dem Nichts hingezaubert wurde. In einer Fotoausstellung kann ich den Bau nachvollziehen. Nehme mir vor, bald mal wieder hierher zu fahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt aber habe ich wenig Zeit, denn 15.22 Uhr soll&nbsp; Ulrikes Regionalbahn in Gesundbrunnen ankommen. Also wieder hinein in die Ringbahn und ich simuliere das Gef\u00fchl, was ich vor 63 Jahre hatte: Die Fahrt vom Osten in den Westen. Wo die Grenze war, bekomme ich zwar nicht mit, aber das habe ich damals auch nicht so bemerkt. 3 Minuten Fahrzeit bis Gesundbrunnen, Ausstieg und die Suche nach der Vergangenheit. Aber mir ist klar, dass mein Briefmarkenladen, in dem ich Briefmarken f\u00fcr Westgeld verkaufte, nicht mehr da ist. Dazu hat sich hier zu viel ver\u00e4ndert, ist ein riesiges Einkaufszentrum, das Gesundbrunnencenter, entstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Badstra\u00dfe aber finde ich schnell, doch auch da ist das Kleidungsgesch\u00e4ft von damals, an dem ein Petticoat vor dem Eingang hing, nicht mehr da. Aber wie damals ist die Stra\u00dfe stark befahren und belaufen. Laut wird gesprochen, manches verstehe ich nicht. Auff\u00e4llig ein riesiger Ost-und Gem\u00fcseladen, fest in t\u00fcrkischer Hand. Ich werde als Einheimischer erkannt und mu\u00df einem \u00e4lteren Herrn den Weg zur S-Bahn weisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeit rast, und schnell mache ich noch einen Abstecher ins Einkaufszentrum. Hier ist alles gr\u00f6\u00dfer als an der Sch\u00f6nhauser Allee, aber die Gesch\u00e4fte&nbsp; \u00e4hneln sich. Es ist so gro\u00df, dass ich M\u00fche habe, wieder&nbsp; den Ausgang zu finden. 15.15 Uhr bin ich endlich an der frischen Luft, finde Gleis 6 der Deutschen Bahn und kaum bin ich auf dem Bahnsteig , kommt der Zug aus Eberswalde (genauer aus Stralsund) und Ulrike steigt aus dem Zug. Ihr mexikanischer Kollege Luis Carlos &nbsp;f\u00e4hrt weiter bis zum Hauptbahnhof.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Ulrike gehe ich noch in ein kleines Gesch\u00e4ft, um eine Currywurst mit Pommes und Mayo zu essen. Dann aber flugs in die S-Bahn, bis Prenzlauer Berg gefahren, bis zum Auto gelaufen. Es ist noch da, das Navi weist den Weg. Abfahrt 16.19 Uhr, Ankunft in Neuruppin 17.20 Uhr.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ereignisreicher Tag ist vorbei, die Erinnerungen von 1961 sind wieder aufgefrischt worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Anfang 1961 war ich das letzte Mal in Berlin-Gesundbrunnen. Damals gab es die Mauer noch nicht . Ich fuhr einige Male mit der S-Bahn vom Bahnhof Sch\u00f6nhauser Allee und war eine Station sp\u00e4ter in Westberlin, in Gesundbrunnen. Heute, am 13. 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