{"id":15288,"date":"2025-12-15T19:09:57","date_gmt":"2025-12-15T18:09:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/?p=15288"},"modified":"2025-12-15T19:09:57","modified_gmt":"2025-12-15T18:09:57","slug":"beim-50-hubertuslauf-in-neuruppin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/?p=15288","title":{"rendered":"Beim 50. Hubertuslauf in                     Neuruppin"},"content":{"rendered":"\n<p>An diesem Sonntag (19.10.25) findet der Hubertuslauf in Neuruppin zum 50. Mal statt.&nbsp; Ich war bereits 1978 dabei, damals noch mit dem Start auf dem Sportplatz in Alt Ruppin. Zun\u00e4chst lief ich nur die 13 km, aber bereits 1980 wagte ich mich an die lange Strecke von rund 27 km. 1981 wurde die Strecke mit 25 km vermessen, bei 12 Grad brauchte ich 1:54:53 h. Der Kurs f\u00fchrte bis zum Wendepunkt nach Boltenm\u00fchle und zur\u00fcck,&nbsp; und diesen Kurs habe ich in den Jahren danach oft absolviert, im Training und im Wettkampf. Mittlerweile ist der Start auf das Gel\u00e4nde des Oberstufenzentrums verlegt worden, weil dort bessere Bedingungen f\u00fcr die Organisatoren und Teilnehmer angeboten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Lang, lang ist es her, aber die Erinnerung bleibt. Und an diesem Sonntag will ich wenigstens als Zuschauer dabei sein.<\/p>\n\n\n\n<p>10.15 Uhr&nbsp; ist der erste Start f\u00fcr die 3-km-L\u00e4ufer und die 8-km-Wanderer angesetzt. Ich fahre 9.45 Uhr mit dem Auto in die N\u00e4he der Wettkampfst\u00e4tte, parke aber einiges fr\u00fcher vor dem Haus einer&nbsp; KfZ-Werkstatt. Das Fenster \u00f6ffnet sich, aber ich bin nur zuf\u00e4llig hier gelandet. Der KfZ-Meister fragt nach meinen W\u00fcnschen und staunt, da\u00df ich von hier aus bis zum Startgel\u00e4nde gehen, wandern will. \u201e Das sind aber 1,5 km\u201c, meint er. \u201eIch schaffe das locker\u201c, entgegne ich. Nicht wissend, welche Strecke ich heute noch bew\u00e4ltigen werde. Spontan wird es sein, und das ist manchmal das Beste. Jedenfalls schaffe ich es locker bis zum Start, kann noch fotografieren und dann spaziere ich einfach den L\u00e4ufern und&nbsp; Wandersleuten nach. Zuerst \u00fcber einen gro\u00dfen Parkplatz, dann einen schmalen Wald-und Wiesenweg&nbsp; entlang, hinein in das Waldgebiet. Je l\u00e4nger ich gehe, desto mehr \u00fcberrede ich mich, weiter zu gehen. Die Neugier siegt, denn schon l\u00e4nger habe ich diese Gegend nicht gesehen, weder mit dem Fahrrad noch zu Fu\u00df. Bald bin ich auf dem Radweg. Rechts f\u00fchrt er hinunter zur Schleuse Altruppin, nach links aber laufen und gehen die Teilnehmer des Hubertuslaufes. Ich versuche mich zu erinnern, w\u00e4hle dann einen anderen Weg, nicht weit von der Strecke, aber in der gleichen Richtung. Bald komme ich an vielen Bungalows (so hie\u00df es fr\u00fcher) und auch an vielen neuen H\u00e4usern vorbei. Keine Menschenseele ist zu sehen, zu h\u00f6ren. Ich bin froh, als mir endlich drei Wandersleut entgegen kommen. Erfreut gr\u00fc\u00dfe ich sie, verwickele eine freundliche Dame in ein kurzes Gespr\u00e4ch. Weil ich verwundert dar\u00fcber bin, da\u00df der fr\u00fcher sehr holprige Weg nun glatt und autofreundlich hergerichtet ist, meint sie: \u201e Ja, hier ist viel gebaut worden, und weil nun viel Prominenz hier lebt, hat sich auch die Stra\u00dfe verbessert\u201c.&nbsp; Aber, so meinte sie zum Abschied, \u201ewir haben es doch sch\u00f6n hier.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ich komme bald an eine Schneise, die ich noch gut von Trainingsl\u00e4ufen her kenne. Dort haben wir oft Zwischenspurts eingelegt, denn jeder wollte oben der Erste sein. Jetzt aber geht es f\u00fcr mich herunter, vorbei am River Cafe Molchow, dort, wo ich&nbsp; vor vielen Jahren mal die Berliner&nbsp; Gerhard und Alexandra getroffen habe, die von dort aus in ihr Paddelboot stiegen. Jetzt aber wird nicht gepaddelt. Vielmehr stehen viele kleinere und gr\u00f6\u00dfere Boote am Ufer, aber wohl schon im Herbstschlaf.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht mehr weit ist es bis zur Molchow-Br\u00fccke. \u00dcber sie wurde vor Jahren viel gestritten. Zwar war die alte Br\u00fccke morsch und mu\u00dfte abgerissen werden, aber die neue, moderne Br\u00fccke fand nicht \u00fcberall Zustimmung. Nun steht sie aber und sie gef\u00e4llt mir. Kurz vor der Br\u00fccke ist der Punkt, wo sich die Geister scheiden. Ich bin, das habe ich gar nicht erw\u00e4hnt, wieder auf der richtigen Wettkampfstrecke und durch einen freundlichen Helfer werden die ankommenden 8-und 15-kmL\u00e4ufer und L\u00e4uferinnen (die um 11 Uhr gestartet sind) in die richtige Richtung gewiesen. F\u00fcr die 15er geht es nach rechts \u00fcber die Br\u00fccke und dann bis Stendenitz, f\u00fcr die 8er nach links. Und dorthin wende ich mich auch und sehe einen m\u00e4chtigen Anstieg vor mir. Ich schaffe es wandernd, neben mir schnauft und keucht es, kein Zuckerschlecken f\u00fcr die L\u00e4ufer.&nbsp; Sp\u00e4testens jetzt bin ich froh, nicht mitlaufen zu m\u00fcssen. Eigentlich hatte ich mir vor einiger Zeit vorgenommen, wieder mit dem Laufen anzufangen und die 8 km zu bestreiten. Doch ich schaffte es nicht und ich wei\u00df auch: Diesen \u201eBerg\u201c h\u00e4tte ich nur gehend \u00fcberwinden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis jetzt bin ich 4 km gewandert, nun liegen wieder 4 km&nbsp; vor mir. Diesmal w\u00e4hle ich den Kurs der L\u00e4ufer, darf hautnah beobachten, wie leicht oder schwer es ihnen f\u00e4llt. Und ich merke auch, da\u00df wandern ohne Training auch nicht so einfach ist. Die Strecke zieht sich. Aber irgendwann h\u00f6re ich wieder die Lautsprecheransagen aus dem Start-und Zielbereich, sehe die Zielgerade. Ich bekomme zwar keine Medaille, weil ich mich ja nicht als Teilnehmer angemeldet habe und keine Startnummer besitze, aber ich kann mit den Gl\u00fccklichen mitf\u00fchlen, die das Ziel erreichen. Ich \u201eschie\u00dfe\u201c schnell noch ein Foto vom Mitorganisator Bernd Gummelt, der fr\u00fcher mal DDR-Spitzengeher war und heute die Siegerehrungen vornimmt, die Urkunden und Pokale ausgibt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1,5 km liegen nun nur noch vor mir, ich bin praktisch im Endspurt. Es ist zwar ein langsamer Spurt, aber mein \u201eBenzin\u201c reicht noch bis zum Parkplatz. Mein Auto erwartet mich schon sehns\u00fcchtig und begr\u00fc\u00dft mich: \u201eHerzlichen Gl\u00fcckwunsch, 12 km Gehen ohne richtiges Training ist eine gute Leistung\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An diesem Sonntag (19.10.25) findet der Hubertuslauf in Neuruppin zum 50. Mal statt.&nbsp; Ich war bereits 1978 dabei, damals noch mit dem Start auf dem Sportplatz in Alt Ruppin. 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