{"id":936,"date":"2016-02-04T13:02:37","date_gmt":"2016-02-04T12:02:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/?p=936"},"modified":"2016-02-04T13:08:25","modified_gmt":"2016-02-04T12:08:25","slug":"volker-wagner-das-auf-und-ab-eines-laufmanagers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/?p=936","title":{"rendered":"Volker Wagner: Das Auf und Ab eines Laufmanagers"},"content":{"rendered":"<p>Beim Zappen am Fernsehapparat hatte ich vor einigen Tagen einen Volltreffer. Eine halbe Stunde vor Mitternacht landete ich bei ZDF Kultur und erblickte einen alten Bekannten: <strong>Volker Wagner<\/strong>, den Laufmanager. Vor vielen Jahren war ich oft als Berichterstatter bei Stra\u00dfenl\u00e4ufen dabei. Dort traf ich auch Volker Wagner, entweder am Stra\u00dfenrand oder auch im Begleitfahrzeug mitten im L\u00e4uferfeld. Immer war er auskunftsbereit, obwohl er eigentlich mit seinen Sch\u00fctzlingen besch\u00e4ftigt war. Sachkundig erz\u00e4hlte er mir vieles \u00fcber die afrikanischen L\u00e4ufer, so auch \u00fcber <strong>Tegla Loroupe<\/strong> oder <strong>Joice Chepchumba<\/strong>.<br \/>\nEr schien ganz oben, doch dieser Film zeigte eher einen nachdenklichen, manchmal zweifelnden Manager. Und auch seine russische Ehefrau schien nicht die w\u00fcnschenswerte St\u00fctze, sondern wurde als zwar sachkundige, aber eher kritisierende Gef\u00e4hrtin vorgestellt. Manchmal kamen mir da Zweifel, ob das \u00fcberhaupt ein Dokumentarfilm sei. Aber er war es.  <strong>Regisseur Daniel <strong>Andreas<\/strong> <\/strong>Sager  war mit seinem Team dicht am Geschehen, dicht an den Wagners und auch an den L\u00e4ufern. Und er brachte die Zuschauer mit diesem Film garantiert zum Nachdenken.<\/p>\n<p>Lesen Sie den Text, mit dem dieser Dokumentarfilm unter dem Titel \u201e <strong>The Long Distance<\/strong>\u201c vorgestellt wurde: <\/p>\n<p>Um der Armut zu entfliehen, trainieren<strong> Felix <\/strong>und <strong>Eunice<\/strong> in den Bergen Kenias Marathonl\u00e4ufe. Sportmanager <strong>Volker Wagner<\/strong> holt sie f\u00fcr die Jagd nach Siegen und Geld eine Saison lang nach Europa. Die Reise ins vermeintliche Gl\u00fcck f\u00fchrt die beiden an die Grenzen ihrer menschlichen Leistungsf\u00e4higkeit. Wie lange bleibt ihre Hoffnung st\u00e4rker als die Schmerzen im Kampf gegen den eigenen K\u00f6rper? Wann wird die Distanz &#8211; auch zu ihrem Manager &#8211; doch zu gro\u00df f\u00fcr sie? Langstreckenl\u00e4ufe geh\u00f6ren zu den h\u00e4rtesten Disziplinen der Welt. Bei professionellen Marathonl\u00e4ufen geht es nach \u00fcber 40 Kilometern Distanz um Sekunden. Sekunden, die \u00fcber viel Geld entscheiden. Der Laufsport ist ein Gesch\u00e4ft geworden, dem lotterie\u00e4hnliche Z\u00fcge anhaften. Die Preisgelder der gro\u00dfen L\u00e4ufe liegen im f\u00fcnfstelligen Bereich. Um an diese Betr\u00e4ge zu gelangen, muss man Weltklasse sein. Oder erfolgreicher Athletenmanager. Der 63-j\u00e4hrige Volker Wagner ist Athletenmanager. Er bringt Menschen aus Afrika nach Deutschland und l\u00e4sst sie auf L\u00e4ufen antreten. Wenn sie gewinnen, bekommt er seinen Teil ab. Wagner hat den Handel mit afrikanischen Athleten im deutschen Laufsport erfunden. Er hat kenianische und \u00e4thiopische L\u00e4ufer von der Stra\u00dfe nach ganz oben gebracht. Mit ihnen hat er alle gro\u00dfen Marathonl\u00e4ufe gewonnen: New York, Tokio, London, Berlin. Seine Athleten waren auf den Olympischen Spielen vertreten und haben 13 Weltrekorde aufgestellt. L\u00e4uferinnen wie Tegla Loroupe oder Joyce Chepchumba hat er zu Weltstars und Million\u00e4ren gemacht. Volker Wagner war selbst ganz oben, bis konkurrierende Manager sein System erkannten und es perfektionierten. Sie betraten die Welt des Laufsports mit mehr Geld, gr\u00f6\u00dferen Sponsoren und Skrupellosigkeit. Seit zehn Jahren sind gro\u00dfe Erfolge f\u00fcr Wagner ausgeblieben. Immer wieder werden seine besten L\u00e4ufer von anderen Managern abgeworben. Aber aufh\u00f6ren will er nicht. Sein neues kenianisches Laufteam soll wieder einen Weltstar hervorbringen. Zum Team geh\u00f6ren auch die 28-j\u00e4hrige <strong>Eunice Chelagat Lelay<\/strong> und der 25-j\u00e4hrige <strong>Felix <\/strong><strong>Kiprotich<\/strong>. Sie leben im <strong>kenianischen Rift Valley<\/strong> in kleinen Lehmh\u00fctten. In einer H\u00f6he von \u00fcber 3000 Metern f\u00fchren sie mit ihren Familien ein Leben in Armut. Mit Wagner verbindet sie nicht nur ein Athletenvertrag, sondern auch das Ziel viel Geld zu verdienen und damit ihr Leben v\u00f6llig zu ver\u00e4ndern. Eunice und Felix laufen um ein lebenswertes Leben. Mit dieser Saison &#8211; so hoffen sie alle &#8211; wird es gelingen.<br \/>\n(Quelle: The Long Distance ZDF Kultur)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Volker-Wagner-Film.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Volker-Wagner-Film-300x169.jpg\" alt=\"Volker Wagner  Film\" width=\"300\" height=\"169\" class=\"alignnone size-medium wp-image-942\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Volker-Wagner-Film-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Volker-Wagner-Film.jpg 603w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nVolker Wagner bei einem Sichtungstraining in Kenia (Fotoquelle: ZDF\/Julia H\u00f6hnemann; mehr Fotos unter The Long Distance-TV.de)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Zappen am Fernsehapparat hatte ich vor einigen Tagen einen Volltreffer. Eine halbe Stunde vor Mitternacht landete ich bei ZDF Kultur und erblickte einen alten Bekannten: Volker Wagner, den Laufmanager. Vor vielen Jahren war ich oft als Berichterstatter bei Stra\u00dfenl\u00e4ufen dabei. 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