{"id":990,"date":"2016-02-11T18:14:51","date_gmt":"2016-02-11T17:14:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/?p=990"},"modified":"2016-02-11T18:27:40","modified_gmt":"2016-02-11T17:27:40","slug":"1987-bei-den-5-senioren-europameisterschaften-in-karlovy-vary","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/?p=990","title":{"rendered":"1987: Bei den 5. Senioren-Europameisterschaften in Karlovy Vary"},"content":{"rendered":"<p>1987 war ein recht erfolgreiches Laufjahr f\u00fcr mich. An meinem Geburtstag lief ich den <strong>Pl\u00e4nterwald-<\/strong><strong>Marathon<\/strong> in Berlin. Die \u00e4u\u00dferen Bedingungen waren bei 5 Grad recht frisch. Die Nacht zuvor hatte es geschneit. Deshalb war der Boden teilweise weich und schwammig, und das war besonders auf einem Parkst\u00fcck und dann unten am Spreeufer recht schwierig. Nur ein Teil der Runde war eben asphaltiert. Am Start bekam ich von Klaus Wanders (EBT) Blumen \u00fcberreicht, und das und die vielen Gl\u00fcckw\u00fcnsche animierten mich zu einem flotten Anfangstempo. Die ersten 5 km waren mit 21:35 schnell,  auch weil ich anfangs gegen J\u00fcrgen k\u00e4mpfte. 10 km 43:15, 20 km 1:29, 25 km 1:54 h, es pegelte sich dann ein. Allerdings wurden die letzten 10 km dann noch schwieriger. Am Ende war ich mit <strong>3:27:15 <\/strong>h unter 137 Teilnehmern mit dem 66. Platz im gesunden Mittelfeld. Nach meinen Aufzeichnungen von damals nahm ich w\u00e4hrend des Rennens f\u00fcnfmal Isostar und zweimal Tee zu mir.  <\/p>\n<p>Weitere L\u00e4ufe folgten u.a. im Berliner <strong>Birkenw\u00e4ldchen<\/strong> (20 km in 1:28:10), bei <strong>Quer <\/strong><strong>durch Wei\u00dfensee <\/strong>(25 km in 1:51 h), beim <strong>Hamburg-Marathon<\/strong> (3:21:26), beim <strong>Rennsteiglauf<\/strong> (45 km Bestzeit in 4:01:27), beim <strong>KMU-Marathon in Leipzig<\/strong> (3:33 h) und <strong>beim Schweriner F\u00fcnfseenlauf<\/strong> (15 km 1:04:25). <\/p>\n<p>Im August folgte dann die Reise in die <strong>Tschechoslowakei<\/strong> nach <strong>Karlovy Vary<\/strong>, wo die <strong>5. Europameisterschaften der Senioren<\/strong> stattfanden.<br \/>\nWie es mir auf dieser Reise erging, habe ich anschlie\u00dfend in einem Brief meiner Mutter geschildert:<\/p>\n<p><strong>Reise nach Karlovy Vary<\/strong><\/p>\n<p>Am Freitag, dem 21. August 1987, ging es 6 Uhr fr\u00fch los. Zun\u00e4chst stieg am nahen U-Bahnhof noch Klaus Goldammer in unser Auto ein. Dann zur Autobahn, an <strong>Dresden <\/strong>und <strong>Karl-Marx-Stadt<\/strong> vorbei und dann nach <strong>Schwarzenberg<\/strong>. Dort werden nicht nur K\u00fchlschr\u00e4nke produziert. Ich habe dort auch meine Fahrschule absolviert.(damals nahm ich drei Wochen Urlaub, und wir \u00fcbten tagt\u00e4glich Theorie und Praxis und alle bestanden die Pr\u00fcfung. Gefahren wurde mit einem sowjetischen Moskwitsch).<br \/>\nEin bi\u00dfchen verfuhren wir uns noch, aber gegen 11 Uhr waren wir kurz hinter <strong>Oberwiesenthal<\/strong> an der Grenze. Dort erwartete uns eine lange Auto-Schlange. Rd. 1 \u00bd Stunden dauerte es, bis wir an der eigentlichen Grenze waren. Dann reibungslose Fahrt bis <strong>Karlovy <\/strong><strong>Vary<\/strong>. Dort fanden wir auch schnell das Organisationsb\u00fcro, waren gl\u00fccklich, da\u00df unsere Anmeldung angekommen und im Rechner registriert war und bezahlten das  <strong>Startgeld von 35 Mark<\/strong>. Ich bekam eine T\u00fcte mit der Startnummer, der sehr sch\u00f6nen Medaille, der Teilnahme-Urkunde und diversen Prospekten. Wir sahen einige Bekannte im Org.b\u00fcro, so die Winklers, Steinbergs, Kahms und Folker Lorenz. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/kleinKarlovy-Vary-Medaille.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/kleinKarlovy-Vary-Medaille-218x300.jpg\" alt=\"kleinKarlovy Vary Medaille\" width=\"218\" height=\"300\" class=\"alignnone size-medium wp-image-994\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/kleinKarlovy-Vary-Medaille-218x300.jpg 218w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/kleinKarlovy-Vary-Medaille.jpg 719w\" sizes=\"(max-width: 218px) 100vw, 218px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auch unsere <strong>Quartierbestellung<\/strong> war angekommen, soda\u00df wir nicht auf unser Zelt zur\u00fcckgreifen mu\u00dften. Wir buchten f\u00fcr uns drei zuerst f\u00fcr zwei N\u00e4chte, dann verl\u00e4ngerten wir noch. Kostenpunkt pro Person und Nacht: 91 Kronen gleich 30 Mark. Daf\u00fcr war alles bestens in einem Dreibettzimmer  in einem sehr guten Studenteninternat, mit drei Schreibtischen, St\u00fchlen, Waschbecken, Spiegel, Schr\u00e4nken, alles sehr sauber, Bettw\u00e4sche, vorz\u00fcgliche Toiletten und Duschr\u00e4ume. Alles f\u00fcr uns im 9. Stock mit Aussicht auf die Stadt.<br \/>\nDas Wetter war von Freitag bis Sonntag bestens mit viel Sonne. Allerdings war es f\u00fcrs Laufen zu warm. Das Auto stellten wir vor dem Haus ab. Gegen 14 Uhr fuhren wir dann in die Stadt, ca. 7 min dauerte die Fahrt.  Einen Parkplatz fanden wir schnell, schauten dann in die Gesch\u00e4fte, kauften aber nichts besonderes. Der Ort ist sehr \u00fcberlaufen. Sch\u00f6ne Glaswaren sahen wir weniger als damals in Kosice.  Abends 22 Uhr waren wir wieder im Internat, tranken dort noch Bier. Da bekamen wir \u00fcberraschend Besuch von Horst Prill, Marlis und J\u00fcrgen Stark, alle von Motor Lichtenberg, die  auch f\u00fcr die EM angereist waren.  <\/p>\n<p>Gemeldet hatte ich f\u00fcr die <strong>25 km<\/strong> am Sonntag, am  Sonnabend standen f\u00fcr die anderen schon die <strong>10 km<\/strong> auf dem Plan. Am Sonnabend trainierte ich leicht eine halbe Stunde, Elke und Ulrike gingen allein zum Einkaufen. Wir trafen uns dann in der Stadt und begegneten dort vielen anderen L\u00e4ufern aus der DDR. Gegen 12 Uhr waren wir vor dem <strong>Grandhotel Moskau<\/strong>, wo sich Roland Winkler mit dem M\u00fcnchner Heiko treffen wollte. Und der kam auch bald mit seinem wei\u00dfen Mercedes auf den Parkplatz gefahren. Wir kannten ihn ja schon vom Rennsteig. Heiko hatte eine Sportgruppenreise gebucht.<br \/>\n15 Uhr war schon der Start \u00fcber 10 km. Den Startschu\u00df gab, wie auch bei uns am Sonntag, <strong>Emil Zatopek <\/strong>ab. Wie es sich f\u00fcr Europameisterschaften geh\u00f6rt, beteiligten sich L\u00e4ufer aus vielen L\u00e4ndern, so aus der DDR und der CSSR, aber auch aus der Bundesrepublik, der Schweiz, Belgien, Rum\u00e4nien und Frankreich. <strong>Roland<\/strong> wurde am Ende guter F\u00fcnfter, kam bei diesen sehr warmen Temperaturen wie immer gut zurecht. <strong>Karen Jahns<\/strong> aus Wernigerode, mit der wir k\u00fcrzlich in Glowe an der Ostsee gezeltet hatten, wurde in ihrer Altersklasse Erste und damit Europameisterin. Nach dem Lauf lud uns Roland f\u00fcr den Abend in die <strong>Slowakischen Weinstuben<\/strong> im Moskau-Hotel ein. Bis Mitternacht hielten wir aus. Das war wohl nicht so die richtige Vorbereitung auf meinen 25-km-Lauf.<br \/>\nSonntag fr\u00fch hatte ich wider Erwarten keine Kopfschmerzen. Nach dem Start mitten im Ort lie\u00df ich es langsam angehen, und nahm mir vor, es nicht so verbissen zu sehen. Vor allem rechnete ich auch mit gro\u00dfer Hitze, und das mag ich ja nicht. Die Hitze hielt sich aber am fr\u00fchen Morgen noch zur\u00fcck. Au\u00dferdem gab es gen\u00fcgend Wasserschw\u00e4mme. Auf dem Hinweg ging es leicht bergauf, r\u00fcckw\u00e4rts dann abw\u00e4rts. Nach <strong>1:53:01 Stunden<\/strong> war ich im Ziel, konnte in der Zielgasse noch gl\u00fccklich den Zuschauern zuwinken und war auch danach nicht sehr kaputt. Das Auto hatten wir schon am Vortag in der N\u00e4he des Zieles  abgestellt. So konnten wir nach dem Lauf schnell zum Duschen ins Internat fahren. Dann ging es zur\u00fcck zur <strong>Siegerehrung<\/strong>, die in einem sch\u00f6nen, alten Saal im <strong>Moskau-Hotel<\/strong> stattfanden. Die Sieger wurden geehrt, ich war erwartungsgem\u00e4\u00df nicht dabei. Aber Wolfgang Kahms und zwei DDR-Damen wurden mit sch\u00f6nen Gl\u00e4sern ausgezeichnet. F\u00fcr uns gab es Saft und vier Schnitten. Am Schlu\u00df besorgte mir Elke von <strong>Emil Zatopek<\/strong> noch ein <strong>Autogramm<\/strong> auf meiner Startnummer. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/kleinKarlovy-Vary-Startnummer-mit-Zatopek.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/kleinKarlovy-Vary-Startnummer-mit-Zatopek-300x293.jpg\" alt=\"kleinKarlovy Vary Startnummer mit Zatopek\" width=\"300\" height=\"293\" class=\"alignnone size-medium wp-image-995\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/kleinKarlovy-Vary-Startnummer-mit-Zatopek-300x293.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/kleinKarlovy-Vary-Startnummer-mit-Zatopek-1024x999.jpg 1024w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/kleinKarlovy-Vary-Startnummer-mit-Zatopek.jpg 1677w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend zogen rund 15 DDR-Leute in ein nahes Cafe.Dann bummelten wir durch das alte Karlovy Vary, nippten am gesunden Wasser, was aber f\u00fcrchterlich schmeckte. 19.30 Uhr gingen wir dann alle in die  Weinstube, wir hatten insgesamt 30 Pl\u00e4tze bestellt. Eine ganze Menge Westler stie\u00df hinzu, es folgte essen, trinken, reden und etwas tanzen. Das Unterhalten aber war das Wichtigste. Heiko war aber leider schon am Sonntag gleich nach dem Lauf abgefahren, mu\u00dfte am Montag arbeiten. Bis Mitternacht blieben wir drei. Am n\u00e4chsten Morgen fuhren wir dann zur\u00fcck, zun\u00e4chst nach <strong>Oberwei\u00dfbach <\/strong>(Th\u00fcringer Wald), dort, wo in der N\u00e4he in Neuhaus am Rennweg immer der Rennsteiglauf gestartet wird. Mittags kamen wir an, plauschten lange mit Onkel Karl, Manfred und Ute, und gegen 18 Uhr ging es zur\u00fcck nach Berlin. 21 Uhr fand dort unsere ereignisreiche und sch\u00f6ne Reise ein gl\u00fcckliches Ende.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/KleinKarlovy-Vary-Diplom.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/KleinKarlovy-Vary-Diplom-202x300.jpg\" alt=\"KleinKarlovy Vary Diplom\" width=\"202\" height=\"300\" class=\"alignnone size-medium wp-image-996\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/KleinKarlovy-Vary-Diplom-202x300.jpg 202w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/KleinKarlovy-Vary-Diplom.jpg 673w\" sizes=\"(max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/kleinKarlovy-Vary-Informationen.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/kleinKarlovy-Vary-Informationen-300x236.jpg\" alt=\"kleinKarlovy Vary Informationen\" width=\"300\" height=\"236\" class=\"alignnone size-medium wp-image-997\" srcset=\"https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/kleinKarlovy-Vary-Informationen-300x236.jpg 300w, https:\/\/www.petergrau-leichtathlet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/kleinKarlovy-Vary-Informationen.jpg 976w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1987 war ein recht erfolgreiches Laufjahr f\u00fcr mich. 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