Tagebuch

Ein Familientreffen in der Lutherstadt Wittenberg

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Die Schloßkirche in Wittenberg

Alle zwei Jahre führen die Familien Täuber, Gutschmidt, Ocken u.a. ein großes Familientreffen durch. Diesmal im Jahr 2019 ist die Lutherstadt Wittenberg das Ziel.

Da ich in die Familie Gutschmidt/Scheerer eingeheiratet habe, bin ich also auch eingeladen.

Am Samstag (5. Oktober) 9.15 Uhr geht es für die beiden Scheerers, Ruth und Peter, in Neuruppin los, per Auto sind nur 151 km zu bewältigen. Wir haben Glück, denn eine Woche später wäre dieser Weg wegen eines Brückenabrisses gesperrt gewesen. So müssen wir nur mit einigen Einschränkungen kämpfen; die zwei Fahrbahnen sind einige Male wegen des Baugeschehens auf der Autobahn sehr schmal, und das Tempo 80 bringt oft kleine Staus mit sich. Aber die Staus bleiben aus, weil der Autoverkehr nur mäßig ist. Die Strecke kenne ich recht gut, weil ich sie früher oft auf meinen Fahrten nach Erfurt und auf den Fahrten zu den Leichtathletik-Veranstaltungen in Dessau (Anhalt-Meeting) und Halle/Saale (Werfertage) genutzt habe. Kurz vor Dessau bittet uns das Navi, die Autobahn zu verlassen und die letzten 30 km auf einer ruhigen Landstraße zu fahren.

Hinein ins Zentrum von Wittenberg, das Auto dicht an der Stadtkirche geparkt und dann die wenigen Meter bis zum Hotel und Familientreffpunkt, dem Brauhaus Wittenberg, gegangen.

Der Marktplatz von Wittenberg

Auf dem Marktplatz direkt vor dem Hotel treffen wir zunächst Gerhard und Amon, die gerade mit dem ICE aus Berlin angekommen sind. Weil unser Zimmer 31 noch nicht fertig ist, spazieren wir zunächst in den Gastraum. Allerdings ist Spazieren schöngeredet: Wir passieren sehr viele Treppen und sind glücklich, heil durchzukommen. Und diese Treppen begegnen uns bis zum Abreisetag am Sonntag noch allzuoft. Einziger Trost: In diesem Hotel brauchen wir nie wieder übernachten.

Innenhof des Brauhauses Wittenberg

Im Gastraum folgen erste informative Gespräche mit einigen der schon Angereisten.

Nach dem Mittagessen spazieren wir die Hauptstraße entlang zur Schloßkirche, dem Prunkstück Wittenbergs und dem Ort, an dem Martin Luther 1517 die 95 Thesen an die Kirchentür schlug.

Auf eine Führung in der Kirche verzichten wir, lassen aber die Pracht der Kirche auf uns wirken:

Anschließend geht es zurück auf den Marktplatz, wo uns Rüdiger einiges über Wittenberg und seine Geschichte erzählt.

Und dann spazieren wir weiter zur nächsten Kirche, der Stadtkirche, die wir ja schon beim ersten Parken unseres Autos bei unserer Ankunft von außen bestaunt haben.

Anschließend erzählt uns  Pfarrer i.R. Christian Kohn Wissenswertes über Melanchthon und Luther.

In Wittenberg „luthert“ es allüberall.

Auf dem Marktplatz steht Martin Luther leibhaftig:

Eine Lutherstraße darf natürlich nicht fehlen, und auch ein Lutherhaus existiert. Und in diesem Lutherhaus nehmen wir dann den Nachmittagskaffee ein.

Auf dem Hof vor dem Cafe

Zwischendurch, das hätte ich in der Nachbetrachtung fast vergessen, haben wir auch unser Zimmer bezogen. Es gefällt uns, nur die vielen Treppen in diesem Haus stören.

Das abendliche Zusammensein findet wieder im Gastraum des Brauhauses statt.  Zwar müssen Ruth und ich lange auf unsere Hähnchenkost warten, aber irgendwann gegen 20 Uhr kommt sie dann doch.  Der kellnernde Herr Eggert, der ansonsten die Bedienung unserer 30-Leute-Gesellschaft gut im Griff hat, entschuldigt sich für die lange Wartezeit und spendiert uns einen Espresso und einen Obstler.

Geschafft vom Tage und voller neuer Eindrücke verlassen wir schon vorzeitig 20.25 Uhr die gastliche Tafel, aber der Grund ist ein anderer:  Wir wollen unbedingt den 5000-m-Lauf von Konstanze Klosterhalfen bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Doha (Katar) sehen. Und wir schaffen es gerade bis zum Start, fiebern mit und freuen uns über die Bronzemedaille.

Konstanze Klosterhalfen auf der Ehrenrunde (Foto: Olaf Brockmann)

Am Sonntag dann das Abschiednehmen zunächst beim Frühstück und dann von Andreas und Kirsten auf dem Parkplatz hinter dem Hotel. Die beiden Täubers fahren direkt nach Pretzsch, wo sich am Mittag nochmals ein Teil der Großfamilie trifft.

Schloß Pretzsch (Foto: Gerhard Marcus)

Wir aber bringen zunächst Schwager Achim zum Hauptbahnhof. Seine lange Zugheimreise plus Taxifahrt in Kiel dauert dann rund 8 Stunden.

Ein Teil der Großfamilie trifft sich 10.15 Uhr zu einer Führung vor einem Riesenrundbild des Künstlers Yadegar Asisis, einer neuen Sehenswürdigkeit Wittenbergs. „Das Bild zeigt auf einer Fläche von 15×75 Metern geschichtliche Schlüsselelemente und das Alltagsleben der Jahre 1517 bis 1540. Im Panorama werden detailreich der Zeitgeist an der Grenze des Mittelalters zur Neuzeit, der Alltag aus feudalem Prunk und gelehrter Askese abgebildet,“ wie es in dem Werbeprospekt der Ausstellung heißt. Allerdings wird der gesamte Bau nur bis 2021 existieren, und dann sollen hier Wohnungen gebaut werden.

Gegen 11 Uhr verlassen wir das Panorama, suchen und finden unser Auto und zurück geht es Richtung Heimat.  Wie so oft ist die Rückfahrt streßfrei, denn es drohen ja keine Termine, keine Suche nach Hotel und Parkplatz.  Der Autoverkehr ist an diesem Sonntag mäßig, ein kleiner Stau bei der Überfahrt von der Autobahn A 10 auf die Autobahn A 24 bringt uns nicht mehr aus der Fassung. 13 Uhr treffen wir in Neuruppin ein. Das Familientreffen 2019 ist für uns damit Geschichte.

Peter Scheerer

Maleika Mihambo im Weitsprung und Niklas Kaul im Zehnkampf holen für Deutschland Gold bei den Leichtathletik-Weltmeister-schaften in Doha

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Die zehn Tage Leichtathletik im heißen Doha (Katar) sind Geschichte, die Zeit der Bilanzen ist gekommen. Jeder kann sich sein eigenes Bild machen, ob er nun direkt am Ort des Geschehens weilte und unter der Hitze und hohen Luftfeuchtigkeit zeitweise litt, oder ob er sich die meist spektakulären Leistungen der Athleten in einem nicht minder beeindruckenden Stadion am Fernseher ansah.

Mein Fazit fällt insgesamt positiv aus. Zwar war auch ich während der ersten beiden Tage durch die durchweg negative Berichterstattung über die äußeren Bedingungen dieser WM, über mangelnde Zuschauer u.s.w. irritiert, aber dann siegte mein normales Interesse an der Leichtathletik, und ich habe jeden Tag alle Wettkämpfe gesehen. Sogar nachts habe ich dann auch die 20 km der Geher verfolgt und mich über den vierten Platz von Christopher Linke gefreut. Auch früher, als ich seit 1993 über die internationalen Höhepunkte berichtete, durfte ich oft über die Geher schreiben.

Anfangs war ich doch einige Male von den Leistungen der Deutschen enttäuscht, doch wenn ich ehrlich bin, hatte ich auch nicht mehr erwartet. Zu sehr hinkt man in vielen Disziplinen der Weltspitze hinterher und zudem schwächten einige Ausfälle schon im Vorfeld.

Um so mehr war ich dann vom Lauf von Gesa-Felicitas Krause über 3000 m Hindernis hingerissen. Zwischendurch bekam ich zwar leichte Zweifel, aber am Ende durfte ich mit über Bronze jubeln.

Und weil ich von der Natur her und auch von meiner sportlichen Amateur-Vergangenheit immer Läufer war und geblieben bin, fieberte ich genauso dem Finale von Konstanze Klosterhalfen im 5000-m-Lauf entgegen. Konstanze, von vielen Koko genannt, war schon in Jugendzeiten viel besser als viele andere. Von Verletzungen verschont steigerte sie sich kontinuierlich. Keine Überraschung, daß sie nun im Jahr 2019 einige Rekorde brach, u.a. den deutschen Rekord über 5000 m beim ISTAF in Berlin. Schon da wurden von Journalisten Zweifel gesät, daß es vielleicht nicht mit rechten Dingen gehen könne. Noch mehr Nahrung kam dann, als das Nike Oregon-Projekt, bei dem Klosterhalfen seit dem September 2019 trainiert, in Verruf kam, als mitten in der WM der Chef dieses Projektes, der Amerikaner Alberto Salazar, vom US-Leichtathletikverband wegen massiven Dopingvorwürfen für 4 Jahre gesperrt wurde. Zwar trainiert Konstanze Klosterhalfen nicht bei Salazar, sondern bei  Pete Julian, aber von nun an mußte sie sich noch mehr als vorher verteidigen, weil sie in diesem Projekt trainiert. Viele würden vielleicht daran zerbrechen, doch Koko ist trotz ihrer sehr jungen Jahre (sie ist erst 22) anscheinend so gefestigt, daß sie sich nicht aus Ruhe bringen ließ, den Vorlauf souverän überstand und auch im Finale mit einem couragierten Lauf Bronze erkämpfte.

Konstanze Klosterhalfen während des Laufes und auf der Ehrenrunde (Fotos: Olaf Brockmann)

Der Lauf von Konstanze Klosterhalfen im Video:

Soviel zum Sportlichen. Klar ist, daß nun im Nachgang viel über Alberto Salazar, über dessen mutmaßliche Verfehlungen und über das Nike Oregon Projekt geschrieben wird und die negativen Kommentare überwiegen werden. Und eine Zielscheibe ist nun Konstanze Klosterhalfen, die weiter in den USA trainieren will. Und mag sie auch noch so sympathisch herüberkommen und keine positiven Dopingproben abgeben: Gegen die Allmacht der investigativen Journalisten, zu denen ich mich nie gezählt habe, und gegen die Tatsachen (inzwischen wurde, Stand 11.10., das Oregon-Projekt geschlossen) hat sie wenig Chancen. Bedauerlich, aber wahr.

Gold im Zehnkampf

Der Zehnkampf der Männer begann am zweiten Tag für die Deutschen unglücklich, als Kai Kaczmirek im 100-m-Hürdenlauf eine Hürde touchierte und ausschied. Zwar absolvierte er noch die folgenden 4 Disziplinen, aber der Traum von einer Medaille war ausgeträumt. Dagegen wurde ein anderer Traum wahr, der vielleicht garnicht geträumt wurde. Der junge Niklas Kaul  steigerte sich am zweiten Tag, sammelte besonders  im Stabhochsprung und mit dem Speer so viele Punkte, um dann als guter Läufer im 1500-m-Lauf alles klar zu machen. Mit dieser Goldmedaille hatte er und viele andere nicht gerechnet.  

Christina Schwanitz Bronze mit der Kugel

Auf eine Medaille hatte Kugelstoßerin Christina Schwanitz gehofft. Zwar war die Vorbereitung nicht reibungslos und auch die Belastungen als junge Mutter von Zwillingen und als Studentin mußten weggesteckt werden. Doch mit ihrer Routine gelang es, die Bronzemedaille zu erkämpfen. Und ich freute mich darüber besonders, denn ich durfte sie über viele Jahre hinweg auf ihrem erfolgreichen Weg begleiten. Sie war immer ein angenehmer Gesprächspartner.

Johannes Vetter Bronze mit dem Speer

Die vier deutschen Speerwerfer waren mit großen Vorschlußlorbeeren angereist, weil sie im Vorfeld mit guten Leistungen glänzten. Doch sie konnten am Ende den hohen Erwartungen nicht gerecht werden. Thomas Röhler und  Andreas Hoffmann schieden bereits im Vorkampf aus. Im Finale konnte sich Johannes Vetter den  Goldtraum nicht erfüllen, ergatterte sich aber wenigstens noch Bronze. Julian Weber, der erst durch den Verzicht von Bernhard Seifert ins WM-Team hineingerutscht war, konnte dagegen mit dem sechsten Platz zufrieden sein.

Die Krönung durch Malaika Mihambo

Malaika Mihambo auf der Ehrenrunde (Foto: Olaf Brockmann)

Weitspringerin Malaika Mihambo war hoch favorisiert, weil sie alle Wettkämpfe der bisherigen Saison mit gehörigem Vorsprung gewonnen hatte. Aber Doha zeigte, daß auch eine Favoritin ins Wackeln kommen kann. Beim ersten Sprung paßte nicht viel, nur 6,52 m wurden vermessen. Im zweiten Versuch segelte sie zwar weit hinaus, aber die rote Fahne wurde gezogen: ungültig. Nun mußte der dritte Versuch alles retten. Und die Rettung gelang mit einem phantastischen Versuch von 7,30 m. „ Da wußte ich, daß die anderen Konkurrentinnen in diesen Bereich nicht hineinspringen können“, erzählte sie hinterher. Und lag damit richtig. Der Jubel über Gold und die Ehrenrunde mit der deutschen Fahne auf den Schultern zeigten eine glückliche Athletin.

Die Siegerehrung der Weitspringerinnen:

https://www.facebook.com/sportschau/videos/393592221549635/

Insgesamt sprangen also sechs Medaillen für den deutschen Leichtathletikverband heraus: 2 x Gold und 4 x Bronze. Nicht übermäßig viel, aber auch kein Desaster. Die nächste Hoffnung liegt nun in Japan, wo 2020 die Olympischen Sommerspiele in der Hauptstadt Tokio stattfinden. Die klimatischen Bedingungen werden dort ähnlich schwierig werden wie diesmal in Doha, aber man hat ja nun schon einmal geübt.

Peter Scheerer

Für leichtathletik.de  zog Silke Bernhart, die live in Doha dabei war, einen Tag vor dem Abschluß der WM  von Doha eine Bilanz, angereichert mit Material der Presseagentur dpa (es fehlt also aus deutscher Sicht die Goldmedaille von Malaika Mihambo und die Bronzemedaille von Johannes  Vetter):

https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/72367-Zwischen-Lob-und-Kritik-Der-Weg-nach-Tokio-fuehrt-ueber-eine-WM-der-Extreme

Kenenisa Bekele (Äthiopien) gewinnt den Berlin-Marathon 2019

Kenenisa Bekele (photo credit: SCC Events/ Norbert Wilhelmi)
Geplant hatte ich, live beim Berlin-Marathon am Straßenrand zu stehen, Fotos zu „schießen“ und die Stimmung des Marathons aufzusaugen. Doch ließen mich die Wettervorhersagen mit Dauerregen von der Reise nach Berlin Abstand nehmen. Der „Ersatz“ war dann die exzellente Fernsehüber- tragung in der ARD und die sachkundige Kommentierung durch Tim
Tonder.
Für die Nachbetrachtung eignet sich die folgende Pressemitteilung des veranstaltenden SCC Berlin bestens:
Kenenisa Bekele verpasst Weltrekord um zwei Sekunden
Kenenisa Bekele ist beim BMW BERLIN-MARATHON ein sensationellen Comeback gelaufen und hat mit 2:01:41 Stunden den Weltrekord um lediglich zwei Sekunden verpasst. Der 37-jährige Äthiopier stellte neben einer Jahresweltbestzeit auch einen Landesrekord auf und wurde hinter dem Kenianer Eliud Kipchoge, der in Berlin vor einem Jahr 2:01:39 Stunden lief, zum zweitschnellsten Läufer der Marathon-Geschichte. Dabei hatte Kenenisa Bekele zum zweiten Mal auch Pech bei seinem zweiten Berliner Triumph: 2016 hatte er in 2:03:03 Stunden gewonnen und den damaligen Weltrekord um sechs Sekunden verpasst, dieses Mal fehlten ärgerliche zwei Sekunden.

Er ist aber nicht der erste Läufer, der derart knapp an einem Weltrekord vorbei schrammte: 1985 verpasste der Waliser Steve Jones in Chicago die Bestzeit sogar um nur eine Sekunde. Hinter Kenenisa Bekele wurde sein Landsmann Birhanu Legese als Zweiter mit 2:02:48 Stunden zum drittschnellsten Läufer aller Zeiten. Rang drei belegte Sisay Lemma, der mit 2:03:36 Stunden ebenfalls eine Weltklassezeit erzielte. Bester deutscher Läufer war Jens Nerkamp (Laufteam Kassel) mit einer persönlichen Bestzeit von 2:14:54 Stunden auf Platz 37. Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) gab nach Kilometer 30 auf. 

Bei guten Wetterbedingungen gewann Ashete Bekere (Äthiopien) das Rennen der Frauen in 2:20:14 Stunden – das ist die fünftschnellste Zeit des Jahres. Während Titelverteidigerin Gladys Cherono (Kenia) nach rund 30 km aufgab, wurde Mare Dibaba (Äthiopien) in 2:20:21 Zweite. Rang drei belegte die Kenianerin Sally Chepyego, die nach 2:21:06 Stunden im Ziel war. Die aus Äthiopien stammende Melat Kejeta (Laufteam Kassel), die seit März die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, lief ein glänzendes Marathondebüt: Die 27-Jährige war als Sechste nach 2:23:57 Stunden im Ziel und wurde damit zur zweitschnellsten deutschen Marathonläufern aller Zeiten.

 Der BMW BERLIN-MARATHON war erstmalig die finale Station der Abbott World Marathon Majors (AWMM)-Serie. Diese gewannen die Kenianer Eliud Kipchoge, der in Berlin 2018 sowie in London im Frühjahr gewonnen hatte, und Brigid Kosgei. Sie hatte bei den Rennen in Chicago und London triumphiert.

Das Rennen der Männer
Ein weiteres Mal produzierte der BMW BERLIN-MARATHON ein spektakuläres Männerrennen höchster Güte. Niemand hätte vorher gedacht, dass der Fabel-Weltrekord von Eliud Kipchoge in Gefahr geraten könnte. Doch genau das passierte beim schnellsten Marathon der Welt. Nach einer Halbmarathon-Zwischenzeit von 61:05 Minuten entwickelte sich in der zweiten Hälfte des Rennens ein spannender Kampf dreier äthiopischer Läufer: Kenenisa Bekele, Birhanu Legese und Sisay Lemma.  Kurz nach der 30-km-Marke fiel zunächst Bekele zurück und wenige Kilometer später konnte sich Legese auch von Lemma lösen. Doch Bekele kam zurück, obwohl er schon rund 100 Meter Rückstand hatte: Erst überholte er Lemma, dann zog er zwischen Kilometer 37 und 38 auch am bis dahin führenden Legese vorbei.

So schnell lief Kenenisa Bekele in dieser Phase, dass der Weltrekord in Reichweite kam. Am Ende verpasste er jedoch zum zweiten Mal in seiner Karriere die globale Bestmarke um Sekunden.  „Ich wusste, dass ich in Topform war, obwohl meine Vorbereitungszeit kürzer als erhofft war. Ich weiß, dass ich noch schneller laufen kann“, sagte Kenenisa Bekele, der dreifache Langstrecken-Olympiasieger und Weltrekordler über 5.000 und 10.000 m, und fügte hinzu: „Ich habe gezeigt, dass meine Karriere noch nicht vorbei ist.“ Der zweitplatzierte Birhanu Legese war nicht enttäuscht über den verpassten Sieg: „Ich freue mich sehr über meine Leistung und freue mich auch für Kenenisa – er ist ein großer Läufer.“ Als bester Europäer platzierte sich der Österreicher Peter Herzog auf Rang zwölf mit einer Steigerung auf 2:10:57 Stunden. Damit unterbot er auch die internationale Olympia-Norm von 2:11:30 Stunden.

Das Rennen der Frauen
Es war nicht der Tag der Topfavoritin: Gladys Cherono, die im vergangenen Jahr den Streckenrekord auf 2:18:11 Stunden verbessert hatte, verlor schon vor der 20-km-Marke den Anschluss an die Spitzengruppe und stieg dann nach rund 30 km aus.  Während das Rennen nicht ganz so schnell war wie erwartet, rannten an der Spitze lange Zeit die Äthiopierinnen Mare Dibaba, Ashete Bekere und Helen Tola sowie die Kenianerin Sally Chepyego zusammen. Auf den letzten fünf Kilometern entwickelte sich dann daraus ein Duell zwischen Ashete Bekere und der Olympia-Dritten Mare Dibaba. Am Ende hatte die 31-jährige Bekere die besseren Reserven und gewann mit einer persönlichen Bestzeit von 2:20:14. „Ich glaube, dass ich auf dieser Strecke auch unter 2:20 Stunden laufen kann“, sagte Bekere, die in Berlin nach Siegen in Valencia 2018 und Rotterdam im April den dritten Marathon in Folge gewann. 

Für das mit Abstand beste deutsche Resultat sorgte Melat Kejeta: Sie war anfangs mutig in der Spitzengruppe mitgelaufen und konnte lange Zeit ein Tempo halten, das auf 2:22 Stunden hinauslief. Erst auf den letzten sieben Kilometern wurde sie deutlich langsamer. Dennoch erzielte sie das schnellste Debüt einer deutschen Marathonläuferin aller Zeiten. In der Liste der schnellsten deutschen Läuferinnen aller Zeiten schob sie sich auf Anhieb auf Platz zwei hinter Irina Mikitenko (2:19:19). Uta Pippig war 1994 in Boston 2:21:45 gelaufen, jedoch ist diese Zeit nicht Bestenlisten-tauglich, da die Strecke in Boston nicht die entsprechenden Kriterien erfüllt. Der Olympia-Start 2020 in Tokio dürfte Melat Kejeta sicher sein. Anna Hahner, die für das SCC EVENTS PRO TEAM startet kam nach 2:36:34 Stunden auf Platz 23 ins Ziel am Brandenburger Tor.

Eine Rekordzahl von 46.983 Läufern aus 150 Nationen hatten für die 46. Auflage des BMW BERLIN-MARATHON gemeldet. 

Ergebnisse Männer:

1. Kenensia Bekele ETH 2:01:41 Stunden
2. Birhanu Legese ETH 2:02:48 Stunden
3. Sisay Lemma ETH 2:03:36 Stunden
4. Jonathan Korir KEN 2:06:45 Stunden
5. Felix Kandie KEN 2:08:07 Stunden
6. Yohanes Gebregergisch ERI 2:08:26 Stunden
7. Guojian Dong CHN 2:08:28 Stunden
8. Bethwel Yegon KEN 2:08:35 Stunden
9. Kenta Murayama JPN 2:08:56 Stunden
10. Abel Kipchumba KEN 2:09:39 Stunden


Ergebnisse Frauen:

1. Ashete Bekere  ETH 2:20:14 Stunden
2. Mare Dibaba  ETH 2:20:21 Stunden
3. Sally Chepyego KEN 2:21:06 Stunden
4. Helen Tola ETH 2:21:36 Stunden
5. Sara Hall USA 2:22:16 Stunden
6. Melat Kejeta  GER 2:23:57 Stunden
7. Sally Kipyego USA 2:25:10 Stunden
8. Haftamnesh Tesfay ETH 2:26:50 Stunden
9. Martina Strähl  SUI 2:31:24 Stunden
10. Nina Lauwaert BEL 2:31:25 Stunden

Download: Die News Clips nach dem Rennen
Professionell geschnittene News Clips vom BMW BERLIN-MARATHON stehen allen Medien zum Download zu Verfügung. Die Verwendung der Bewegtbilder ist rechte- und lizenzfrei. Der News Clip steht in zwei Versionen zur Verfügung:1. News-Flash-Video
 
Foto-Download
Foto in hochauflösender Qualität kann unter Angabe der Fotoquelle honorarfrei für redaktionelle Zwecke genutzt werden.

1. Kenenisa Bekele, der Gewinner des 46. BMW BERLIN-MARATHON
photo credit: SCC EVENTS/Norbert Wilhelmi2. Ashete Bekere, die Siegerin des 46. BMW BERLIN-MARATHON
photo credit: SCC EVENTS/Norbert Wilhelmi

3. Ali Crandall ist der einmillionste Finisher beim 46. BERLIN-MARATHON
photo credit: SCC EVENTS

Kurz vor dem Berlin-Marathon 2019

Während im heißen Doha/Katar die Weltmeisterschaften der Leichtathleten begonnen haben, verbringen 47.000 Marathonläufer eine sicher unruhige  letzte Nacht vor dem Start zum Berlin –Marathon 2019.

Sicher werden einige von ihnen das folgende Video als Motivationshilfe angeschaut haben:

Official trailer – BMW BERLIN-MARATHON 2019

46.983 runners. 150 nations. 1 world record. 💙..#berlin42 #bmwberlinmarathon #berlinlegend

Gepostet von BERLIN-MARATHON am Freitag, 27. September 2019

Und in der Berliner Morgenpost wurde alles rund um den Marathon veröffentlicht:

https://www.morgenpost.de/sport/berlinmarathon/article227123961/Berlin-Marathon-2019-Strecke-Sperrungen-Wetter-alle-Infos.html

Der Wunsch aller Beteiligten aber wird sein: Mögen die schlechten Wettervorhersagen nicht wahr werden.

t.

Vor der Herbstsaison der Marathonläufe


Start des Berlin-Marathons im Jahr 2018 (Foto: Olaf Brockmann)

Herbstzeit ist Marathonzeit. Allüberall werden sich die Marathonläufer wieder auf die Strecke begeben.

Beginnen wird der Marathonreigen in Berlin.

Am 29. September ruft der Berlin-Marathon rund 47.000 Läufer und Läuferinnen in die Hauptstadt. Alle werden die Sehenswürdigkeiten der Stadt erleben, und „nebenher“ ihr Lauferlebnis genießen können.

In einem kurzen Film stellten die Organisatoren des SCC Berlin einige Sehenswürdigkeiten vor:

#berlin42 #bmwberlinmarathon #berlinlegend #

Laufexperte Jörg Wenig hat die wichtigsten Marathons, angefangen mit dem Berlin-Marathon, in einem Beitrag vorgestellt:

https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/72040-Die-fuenf-Herbst-Marathon-Klassiker-Von-Berlin-bis-New-York

Am 29. September werde ich den Berlin-Marathon als Zuschauer erleben und dabei an meinen Berlin-Marathon zurückdenken, den ich 1990, als die Strecke erstmals durch West-und Ostberlin führte, aktiv erlebte.

Peter Scheerer

Aller Wiederanfang ist schwer – ob im Fitneßstudio oder auf der Laufstrecke

Längere Pausen sind im aktiven Sport nicht leistungsfördernd. Das merke ich gerade, denn in den Sommermonaten habe ich um mein Fitneßstudio einen Bogen gemacht. Auch die Laufschuhe lagen achtlos in der Ecke.

Doch irgendwann fängt man sich wieder. Dabei ist es förderlich, wenn man sich kleine Ziele setzt. In vier Woche findet hier in Neuruppin der Hubertuslauf statt, ein Lauf, denn ich praktisch von Anfang an gemocht habe und bei dem ich sehr oft gestartet bin. Doch jetzt, ohne vorheriges Training, ist es recht knapp geworden. Zwar werden nicht nur die 27 km und die 16 km angeboten, sondern auch ein 8-km-Lauf.  Eigentlich machbar, aber ich will nur starten, wenn ich es auch ohne große Gehpausen bewältigen kann.

Ein Anfang, der hoffen läßt.

Heute am 24. September habe ich erstmals wieder die Laufschuhe angezogen und mich wenigstens 20 Minuten bewegt. Bewegt bedeutet, im Wechsel zwischen Laufen und Gehen. Mal sehen, wie die nächsten Wochen aussehen.

Aber nicht nur das Laufen habe ich mir vorgenommen. Auch ins Fitneßstudio werde ich in den nächsten Tagen wieder gehen. Auf unserer Wohnung kann ich das Studio jeden Tag sehen, es ruft förmlich nach mir. Ich muß nur diesen Rufen folgen.

Wie wichtig das Krafttraining ist, habe ich heute in einem Artikel in der Berliner Morgenpost gelesen:https://www.morgenpost.de/ratgeber/article227155307/Muskel-Training-Warum-wir-alle-Krafttraining-beim-Sport-machen-sollten.html?utm_source=Facebook&&fbclid=IwAR1J0nsWR_gsO1eqwH2ATWZJcwpRN95BtWL5Fd6_GYqUQHqoD_wU0IskdvA

Solche Antriebe brauche ich einfach. Dann werde ich auch wieder meine Muskeln „reizen“.

Peter Scheerer

Neue Besen kehren nicht immer gut

Eine schöpferische Pause hatte ich ja auf meiner Homepage angekündigt, doch nun wollte ich mich langsam dort wieder zu Wort melden. Ein wenig Neues soll auf der Titelseite kommen: neue Titelfotos, die das bisherige Foto mit den Rückenansichten der sprintenden jungen Frauen ersetzen. Als mein Webdesigner aus Berlin bei mir zu Besuch weilte, besprachen wir das. Dabei rief ich auch meine Homepage auf und erlebte eine Überraschung: Word Press hat eine neue Fassung aufgespielt. Eigentlich nicht schlimm, wenn das nicht für mich eine ziemliche neue Handhabung zur Folge haben würde. Seit 2015 habe ich diese Homepage, und es fiel mir immer leicht, neue Beiträge auf die Seite zu bringen und auch die Fotos dazu. Nun aber muß ich wieder lernen, ganz nach dem Motto aus DDR-Zeiten: Lernen, lernen und nochmals lernen. Mal sehen, wie lange ich dazu brauche!

Wir haben uns getraut – 30 Jahre Anlauf bis zum Standesamt

Hochzeit Anfang eins

„Drum prüfe, wer sich ewig bindet“, heißt es so schön in einem Sprichwort. Doch läßt das offen, wie lange man sich prüfen sollte.  Wir, Ruth und ich, haben uns 30 Jahre geprüft und für gut befunden. In unserem Zusammenleben hat es wenige Komplikationen gegeben. Unsere „wilde“ Ehe brachte uns fast nur Freude und Sonnenschein. So war es denn nun, kurz vor der 80, ein folgerichtiger Schritt, aus der „wilden“ Ehe eine richtige Ehe zu schmieden.

Hochzeit einhundert dreizehn

Die Trauungszeremonie am 1. Februar 2019

Am 14. Dezember 2018 frage ich beim Neuruppiner Standesamt nach, wann eine Trauung möglich sei und welche Papiere dazu vorzulegen sind. „Anfang des Jahres ist der Andrang der heiratswilligen Paare nur gering. Sie könnten den 1. oder den 15. Februar haben“, meint die Standesbeamtin. 1. Februar , 11.30 Uhr, so steht es seitdem im Kalender des Standesamtes.

Alle bürokratischen „Hürden“ werden überwunden, und als meine Geburtsurkunde aus Erfurt eintrifft, steht der Trauung nichts mehr im Wege.

Die Achter-Taxe steht pünktlich 11.11 Uhr vor der Haustür:

Hochzeit vier Hochzeit fünf

Der Kilometer bis zum Standesamt ist schnell geschafft. Zwischendurch gibt auch Dichterfürst Theodor Fontane seinen „Segen“:

Hochzeit sechs

Vor dem Haupteingang des Rathauses werden die ersten Bilder „geschossen“, noch sehr viele sollen folgen:

Hochzeit einhundert zehn

Anspannung vor dem Trauraum:

Hochzeit acht Hochzeit neun

 

Die Gäste nehmen Platz.  Die Standesbeamtin übernimmt die Regie:

Hochzeit elf Hochzeit vierzehn Hochzeit dreizehn

 

Dann dürfen wir „einmarschieren“. Es ist feierlich, und die Rührung übermannt uns fast. Aber wir schaffen es auf unsere Plätze:

Hochzeit sechszehn Hochzeit siebzehn

 

Links und rechts haben unsere beiden Trauzeugen, Tochter Petra und Schwager Achim, Platz genommen:

Hochzeit zwanzig

 

Die Standesbeamtin nimmt uns ein wenig die Nervosität. Sie spricht darüber, was sich in unserem früheren Leben abgespielt hat. Dafür habe ich ihr den folgenden Text vorher gegeben:

„Ruth Scheerer und Peter Grau kennen sich schon sehr lange. 1969 trafen sie sich erstmals in Neuruppin.  Peter hatte dort gerade Elke geheiratet und deren beste Freundin war eben diese Ruth Scheerer. Beide waren aktive Ruderinnen und dank des Sports oft gemeinsam auf Tour.

Peter lebte mit Elke in Berlin.  Ruth hatte 1959 in Neuruppin geheiratet.

Die Jahre gingen ins Land und Schicksalsschläge blieben nicht aus.  Ruth´s Ehe lief lange gut, aber dann schlug der Teufel Alkohol zu, fand in ihrem Mann Klaus eine willkommene Beute. Die Ehe wurde 1983 geschieden.

Peter´s Frau Elke wurde schwer krank, starb  1988.

Ruth stand weiterhin als selbständige Glasermeisterin ihre „Frau“.  Peter, gebürtiger Erfurter, hatte  seit 1960 in Berlin gelebt, war aber wegen seiner Frau Elke auch oft in Neuruppin.

Peter und Ruth verloren sich jedenfalls nie aus den Augen, trafen sich auf manchen Festivitäten in Neuruppin oder manchmal auch in Berlin.

1989 kam dann nicht nur die große politische Wende und die deutsche Einheit, sondern auch im Leben von Ruth und Peter gab es eine Wende. Sie lernten sich  näher kennen, entdeckten Sympathie und mehr füreinander und fanden zueinander. Seitdem sind sie ein Paar.“

Soweit mein Text, den die Standesbeamtin in ihre Rede einfügt.

Dann aber wird es ernst! Wir werden gefragt, ob wir die Ehe eingehen wollen. Das „ Ja ich will!“  bringen wir beide hörbar über die Lippen:

Hochzeit zweiundzwanzig

Hochzeit fünfundzwanzig

„Damit erkläre ich Sie zu Mann und Frau“ – oder so ähnlich, spricht die Standesbeamtin:

Hochzeit vierundzwanzig

 

„Sie dürfen jetzt die Ringe austauschen“. Es klappt. Für mich ist es einfach, den richtigen Ring für Ruth auszuwählen, denn beide Ringe haben die gleiche Größe.

Hochzeit achtundzwanzig

 

Jetzt setzen wir unsere Unterschriften unter die Eheurkunde.  Ein wenig hatten wir Angst davor, denn Ruth Ilse Scheerer, geb. Gutschmidt, das hat Ruth so noch nie geschrieben. Und bei mir war es noch ungewohnter:  Peter Adolf Scheerer, geb. Grau. Aber wir unterschreiben fehlerfrei:

Hochzeit fünfunddreißig Hochzeit siebenunddreißig   Hochzeit vierzig   Hochzeit dreiundvierzig

 

Auch die Trauzeugen dürfen ihre Autogramme geben:

Hochzeit fünfundvierzig  Hochzeit vierundvierzig

 

Damit ist der offizielle Teil der Trauung beendet. Wir haben es geschafft und sind auch ein wenig geschafft.

Hochzeit einhundert sechs

 

Aber die Glückwünsche der anwesenden Verwandten und Freunde bauen uns wieder auf.

Hochzeit siebenundfünfzig Hochzeit zweiundfünfzig Hochzeit einundfünfzig Hochzeit vierundfünfzig Hochzeit fünfundfünfzig Hochzeit sechsundfünfzig  Hochzeit neunundfünfzig

Hochzeit sechzig Hochzeit einundsechszig Hochzeit dreiundsechzig  Hochzeit sechsundsechzig

Wir nehmen nicht, wie das vor uns getraute Paar, den Hinterausgang, sondern schreiten stolz die Haupttreppe des Rathauses hinab. Das Wetter spielt mit, Herr Kretschmer vom Taxiunternehmen Laderick hat sich pünktlich positioniert.

Hochzeit einhundert neun

Nur drei Kilometer sind es bis zur Gaststätte „Seeperle“.

Das Hochzeitsmahl in der „Seeperle“

Die Anspannung fällt spürbar von uns ab.  Der Raum für die Hochzeitsfeier ist perfekt vorbereitet, die Sektgläser werden gereicht:

Hochzeit siebenundsechzig

Hochzeit achtundsechzig Hochzeit neunundsechzig

Die Zeit bis zum Hochzeitsmahl überbrücke ich mit einer freien Rede.

Hochzeit einundachtzig

Ich knüpfe an das an, was die Standesbeamtin dank meiner gütigen Zuarbeit schon erzählt hat und schmücke es mit einigem aus, was ich in meinen Berliner Jahren von 1960 bis 2006 erlebt habe. Das lockert die Stimmung, wie man mir später erzählt und wie man auch auf den Bildern sieht:

Hochzeit neundundsiebzig Hochzeit siebenundachtzig

Locker ist auch die Stimmung, als die Gäste ihre Hochzeitsgeschenke übergeben:

Hochzeit einundsiebzig Hochzeit zweiundsiebzig Hochzeit dreiundsiebzig Hochzeit vierundsiebzig

Hochzeit einhundert elf Hochzeit einhundert sieben

 

Doch irgendwann wird dann  gegessen und getrunken:

Hochzeit zweiundachtzig

Hochzeit einhundert eins

Hochzeit achtzig       Hochzeit einhundert fünf Hochzeit siebenundsiebzig Hochzeit sechsundsiebzig

Hochzeit vierundachtzig Hochzeit sechsundachtzig

Ein ereignisreicher Tag, der uns viel Freude bereitet hat, geht zu Ende. Wir sind geschafft, aber glücklich:

Hochzeit achtundachtzig

Peter Scheerer

Fotos: Ulrike Grau, Petra Grau, Paulie Steinhausen, Gerhard Marcus

(P.S.:  Die Fotos kommen erst so richtig zur Geltung,  wenn man sie einzeln anklickt! )

 

Die Wandlungen des Dieter Gummelt (Paul)

Am 16. Oktober 2018 besuchte mich mein Lauffreund Dieter Gummelt  zuhause in Neuruppin.  Mit Sissi im Arm stellte er sich dem Fotografen.

Und zwei Monate später, am 28. Dezember 2018, war er erneut in Neuruppin, erzählte mir im Interview viel Interessantes über sein Leben.  Viel hat sich in den bisherigen 67 Jahren seines Lebens getan (mehr dazu demnächst auf meiner Homepage).

Eine große Veränderung ist in diesen zwei Monaten auch mit ihm persönlich geschehen. Kaum zu glauben, daß die folgenden beiden Fotos ein und dieselbe Person abbilden. Aber es ist so!

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rptoz

Ein Treff mit Affen, Elefanten und Steinböcken im Berliner Zoo

Riu neunundzwanzig

Oft war ich noch nicht im Berliner Zoo, dicht am S-Bahnhof Zoologischer Garten gelegen. Warum nicht? Weil mich  von 1961 bis 1990 eine Mauer daran hinderte,  als Ostberliner den Westberliner Zoo zu besichtigen.  Es blieb uns in diesen Jahren „nur“ der Tierpark in Berlin-Friedrichsfelde, ganz in der Nähe unserer Wohnung im Hans-Loch-Viertel.  Das „nur“ ist nicht ohne Grund in Gänsefüßchen gesetzt, denn wir haben uns dort immer wohl gefühlt.

Nun also ein Sonntagsspaziergang mit Schwager Achim, der eigens aus Kiel angereist war. Für ihn folgte gleich zu Beginn ein Schlüsselerlebnis. Er konnte sich daran erinnern, vor 80 Jahren erstmals durch das Elefantentor in den Zoo gegangen zu sein.

In Erinnerungen schwelgend posierte er deshalb vor dem Tor:

Riu zehn Achim

Dann aber hinein ins Vergnügen! Und immer die Bilder anklicken!

Zunächst zu den Affen. Sie sind ja dem Menschen recht ähnlich, und entsprechen groß ist der Andrang der Besucher. Weil es zu kalt ist, drängeln sich die Massen im Affenhaus.

Die Schimpansen:

Riu vierundzwanzig  Riu fünfundzwanzig Riu dreißig

 

Gorilla:

Riu achtundzwanzig

 

Der Orang-Utan kommt ganz nah ans Gitter:

Riu siebenundzwanzig

Riu sechsundzwanzig

Antilope im Sonnenlicht:

Riu einunddreißig

Grazile Schönheiten: die Giraffen:

Riu zweiunddreißig Riu dreiunddreißig Riu einundvierzig

Ruhepause. Blick auf die Gedächtniskirche:

Riu vierunddreißig

Die Elefanten erwarten uns:

Riu fünfunddreißig Riu siebenunddreißig Riu neununddreißig Riu achtunddreißig

Wieder Ruhepause auf einer der vielen Bänke. Blick hinaus auf Hochhäuser der Umgebung:

Riu vierzig

Grüne Oase für  Vögel aller Art:

Riu zweiundzwanzig Riu dreiundzwanzig

Weiter spaziert. Die Nashörner warten:

Riu zweiundfünfzig Riu fünfzig Riu einundfünfzig

Vor dem Aquarium tummeln sich prächtige Fische im Wasser:

Riu vierundfünfzig

Ein Höhepunkt. Die Steinböcke!  Ich kenne sie ja von vielen Veröffentlichungen meines Facebook-Freundes Andreas Wiesinger. Doch nun sehe ich sie leibhaftig. Zwar nicht in den Alpen, aber auch an diesem kleinen, künstlichen Berg dürfen die Tiere zeigen, was sie können:

Riu dreiundvierzig Riu zweiundvierzig Riu sechsundvierzig Riu vierundvierzig Riu siebenundvierzig Riu achtundvierzig Riu neunundvierzig Riu dreiundfünfzig

Es gäbe noch viel mehr zu sehen. Immerhin sind über 20.000 Tiere  in der 33 Hektar großen grünen Oase mitten in der City West von Berlin konzentriert.  Anreiz, um hier bald mal wieder vorbeizuschauen.

Peter Grau

(Fotos anklicken, um sie zur Entfaltung zu bringen)