Notizen aus Berlin und anderswo

Ein Marathonspektakel mit Weltrekord in Berlin

Eliud sieben

Dem  Marathon in Berlin stand ich schon immer recht nahe. Spätestens seit 1990, als wir DDR-Läufer erstmals gemeinsam mit 25.000 Gleichgesinnten von West nach Ost und durch das Brandenburger Tor laufen durften. Damals gewann Uta Pippig den Frauenmarathon und noch heute schwärmt sie, die wie ich aus Ostberlin kam,  von diesem Erlebnis. Jedes Jahr ist sie dabei, nunmehr zwar nicht mehr aktiv, aber doch mit dem Herzen.

Eliud acht

 

Leider klang nach 1990 meine aktive Marathonzeit langsam aus (meinen letzten Marathon lief ich 1996 in London), aber als Journalist war ich viele Male Zeuge des Berlin-Marathons.  In den Anfangsjahren durften wir sogar immer in PKWs oder Kleinbussen auf die Strecke und konnten die Läufer und Läuferinnen hautnah verfolgen. So war ich auch bei den Weltrekorden von  Ronaldo da Costa (Portugal / 1998), Paul Tergat (Kenia / 2003), Haile Gebrselassie (Äthiopien / 2007 und 2008), Patrick Makau (Kenia / 2011), Wilson Kipsang (Kenia / 2013) und Dennis Kimetto (Kenia / 2014; 2:02:57) dabei.

Später sahen wir uns den Marathon immer im jeweiligen Pressehotel am Fernseher an und das war dann weniger aufregend.

2018 ersparte ich mir die wegen vieler Baustellen und starkem Autoverkehr schwerer gewordene Anreise von Neuruppin nach Berlin, setzte mich an den heimischen Fernseher und wurde damit  blendend unterhalten und informiert.

Und in Berlin hatte ich ja meinen guten Freund, den Wiener Journalisten Olaf Brockmann, der es sich kurzfristig überlegt hatte, von Wien nach Berlin zu fliegen. Damit waren aktuelle Fotos für meine Homepage garantiert.

Warum aber wollte Olaf Brockmann live dabei sein?  Ihn zog vor allem der Name Eliud Kipchoge, den er im Frühjahr 2017 Jahr in Kenia getroffen und interviewt hatte ( siehe auch   http://www.petergrau-leichtathlet.de/?p=7215     ).

Viel war im Vorfeld über einen eventuellen  Weltrekord des Kenianers geschrieben worden. Alles schien möglich.

Olaf Brockmann war in Berlin also hautnah dabei. Am Vortag fuhr er zunächst mit Uta Pippig  zum Bambini-Lauf in Berlin-Tempelhof, um den Nachwuchs zu beobachten:

Eliud drei

Und er hatte Spaß am munteren Treiben:

Eliud neun Eliud zehn Eliud elf Eliud zwölf

Am Rande der Läufer in Tempelhof traf er auch Wayne Carpendale:

Eliud dreizehn

Später ließ es sich Olaf Brockmann nicht nehmen, auf der Sport-und Gesundheitsmesse vorbeizuschauen.  Dort wurde u.a. auch für den Wien-Marathon 2019 geworben:

Eliud sechszehn

 

Ein Tag auf den Spuren eines Weltrekordläufers

Am  Morgen des 16. Septembers  war er rechtzeitig im Startbereich auf der Straße des 17. Junis, unweit des Reichstages und zwischen Brandenburger Tor und „Goldelse“. Dort lichtete er den voll konzentrierten Eliud Kipchoge ab:

 

Eliud achtzehn Eliud siebzehn Eliud neunzehn

Alle waren froh, als endlich der Startschuß für den Marathon fiel:Eliud neunundzwanzig Eliud achtundzwanzig Eliud siebenundzwanzig

 

Rechtzeitig bahnte sich Olaf Brockmann den Weg in den Zielbereich kurz hinter dem Brandenburger Tor.

Eliud dreiundzwanzig

Durch die Lautsprecherdurchsagen wurde er wie die vielen Zuschauer darauf vorbereitet, daß Eliud Kipchoge auf dem Weg zum Weltrekord sei. Und dann hatte er Glück und Geschick, als er den neuen Weltrekordler drei Meter vor der Ziellinie fotografieren konnte:

Eliud sieben

Nach 1:01:39 Stunden katapultierte sich Eliud Kipchoge auf den Weltrekord –Thron. Olaf Brockmann hielt den Strahlemann im Bild fest:

Eliud sechsundzwanzig Eliud fünfundzwanzig

Und auch ein Selfie sprang heraus:

Eliud sechs

 

Viele Texte und Videos zum Berlin-Marathon 2018

Am Wettkampftag und danach sprudelten die Geschichten zu diesem Weltrekordlauf nur so durch die Medien. Untermalt wurden sie von zahlreichen aktuellen Videoaufnahmen und später Kurzfilmen.

Einige davon seien hier aufgeführt:

Pressemitteilung des Veranstalters SCC Events:

http://mailings.scc-events.com/m/12797721/

laufen.de:

https://www.laufen.de/d/Jetzt-live-Weltrekordjagd-beim-BMW-Berlin-Marathon

Videos:

https://www.facebook.com/rene.hiepen/videos/10217697114523600/

https://www.facebook.com/berlinmarathon/videos

https://www.facebook.com/rene.hiepen/videos/10217823966534821/

Text: Peter Grau; Fotos: Olaf Brockmann

Die Leichtathletik-Europameisterschaften im August 2018 in Berlin: Foto-Nachlese

EM 2018 zwei Thomas Röhler

Erinnerungen verblassen in unserer so schnellebigen Zeit sehr schnell. Da ist es hilfreich, wenn man sich in Nachbetrachtungen an große Ereignisse erinnern kann.

Speer zwölfs

Olaf Brockmann (rechts) war wie viele andere von den August-Tagen der Leichtathletik im Berliner Olympiastadion und am Breitscheid –Platz begeistert.

Begegnungen mit Sportlern und Funktionären, mit Journalisten und Freunden, hielt er mit seiner Kamera fest.

Berlin vier

Gemeinsames Lächeln mit dem Chef des Internationalen Leichtathletik-Verbandes Sebastian Coe (rechts)

 

 

Wie schon seit vielen Jahrzehnten beeindruckte ihn das Olympiastadion:

Berlin eins Berlin zwei Berlin zehn Berlin elf Berlin zwölf Berlin zwanzig Berlin einundzwanzig Berlin zweiundzwanzig Berlin dreiundzwanzig Berlin vierundzwanzig Berlin fünfundzwanzig Berlin sechsundzwanzig Berlin achtundzwanzig Berlin siebenundzwanzig

 

Die Atmosphäre am Breitscheidplatz gefiel ihm ebenfalls:

Berlin drei

 

Doch über allem standen  die Wettkämpfe und die Sportler (die Namen der einzelnen Sportler sind auf der Facebook-Seite von Olaf Brockmann nachzuschauen) :

Berlin zweiundvierzig Berlin vierundvierzig Berlin siebenundvierzig Berlin sechsundvierzig Berlin fünfundvierzig Berlin siebenunddreißig Berlin sechsunddreißig Berlin einunddreißig Berlin dreißig Berlin neunundzwanzig Berlin zweiunddreißig Berlin dreiunddreißig Berlin vierunddreißig Berlin fünfunddreißig Berlin neunzehn Berlin achtzehn Berlin siebzehn Berlin sechszehn Berlin fünfzehn Berlin vierzehn Berlin dreizehn Berlin neun Berlin acht Berlin sieben Berlin sechs Berlin fünf Berlin achtundvierzig Berlin neunundvierzig Berlin fünfzig Berlin einundvierzig Berlin vierzig Berlin neununddreißig Berlin achtundddreißig

(alle Fotos:  Olaf Brockmann)

 

Wie werden meine Fotos besser? Ratschläge, gesammelt auf der IFA in Berlin

Foto sechsundzwanzig

Immer, wenn eine Pressekonferenz im Marshall-Haus auf der Berliner Elektronik-Messe  Ifa stattfindet, besuche ich hinterher einige Hallen dieser Messe. Diesmal  führt mich mein Spaziergang zunächst zur Präsentation der Fotoapparate  von Panasonic:

Foto drei

Die Mitarbeiter am Stand von Panasonic bemühen sich sehr um mich: Besonders einer von ihnen nimmt sich meiner an:

Foto zwei

Mich interessiert, ob ich meine Lumix-Digital-Kamera   DMC-FZ72  verbessern kann, wenn ich ein Teleobjektiv kaufe. Das geht zwar, aber man ist der Meinung, daß meine Kamera auch ohne Teleobjektiv gute Bilder machen kann und der Zoom ausreicht. Zoom, das ist meine Hauptfrage gewesen. Die Fotos, die ich von der sehr weit oben gelegenen Pressetribüne des Berliner Olympiastadions machte, bildeten die Sportler einfach zu klein ab.

Gesa zweiunddreißig

Bald sind wir an der Lösung des Problems. Der Mitarbeiter gibt mir gewissermaßen Unterricht, wie man fotografiert. Bisher habe ich nur „geknipst“, das weiß ich.  Ich soll, so der erste Ratschlag, bei jedem Foto zunächst leicht auf den Auslöseknopf drücken, damit das Motiv festzurren, justieren.  Wir versuchen das gemeinsam bei einem weit entfernten Hinweisschild und es wird scharf:

Foto eins

Und dann kommt der einfache Tip: Ich möge doch die Bedienungsanleitung studieren und dann würde ich noch viel Freude haben mit meinen Aufnahmen.   Dann würde beispielsweise die folgende Aufnahme von Robert Harting auch besser aussehen, d.h. das Gesicht würde scharf werden und der Hintergrund unscharf.

Robert sieben

Mit Dank verabschiede ich mich vom Stand von Panasonic:

Foto vier

Ich wandere nun eher ziellos durch die Hallen, nehme die Vielfalt auf und fühle mich doch fast überfordert. Nach zwei Stunden bin ich „ausgereizt“.

Es folgt  ein wahlloser Zusammenschnitt von dem, was an mir vorbeirauschte:

Foto fünf Foto sechs Foto sieben Foto acht Foto neun Foto zehn Foto elf Foto zwölf Foto dreizehn Foto vierzehn Foto fünfzehn Foto sechszehn Foto siebzehn Foto achtzehn Foto neun zehn Foto zwanzig Foto einundzwanzig Foto zweiundzwanzig Foto dreiundzwanzig

Ein letzter Blick zurück:

Foto fünfundzwanzig Foto siebenundzwanzig

Text und Fotos:  Peter Grau

Robert Harting: Seine letzte Pressekonferenz als aktiver Sportler

Robert sieben

Diskuswerfer  Robert Harting war nicht nur als Olympiasieger, Welt-und Europameister  sportlich herausragend, sondern auch für die Medien viele Jahre ein willkommener und gern befragter Sportler.  An diesem Freitag vor dem sonntäglichen ISTAF (Internationales Stadionfest) war deshalb auch ein wenig  Wehmut und Bedauern spürbar, weil jeder wußte: Eine Ära geht zu Ende, eine Vorzeigefigur der deutschen Leichtathletik tritt ab.

Robert zwei

Als Berichterstatter für Zeitungen und Agenturen habe ich den sportlichen Weg des Robert Harting seit seinen Jugendjahren aufmerksam und mit Wohlwollen verfolgt.

Erstmals sprach ich mit ihm länger bei Berliner Meisterschaften im Stadion Lichterfelde. Oft kreuzten sich seitdem unsere Wege.

 

Nun also die letzte Pressekonferenz mit ihm und den anderen Athleten.

Ort der Handlung: das Marshall-Haus auf dem Berliner Messegelände.

Auf dem Weg sehe ich vor mir zwei bekannte Journalisten, Ulrike Krieger und Philip Häfner:

Robert acht

Aber beide legen solch ein Tempo vor, daß ich ihnen nicht folgen kann.

Viel Trubel ist jenseits der Messehallen, die Messeleute nehmen ihre Mittagsmahlzeit ein:

Robert neun

Ich brauche das nicht mehr, denn ich habe in der Bäckerei Wiedemann am Theodor-Heuß-Platz schon ein wohlschmeckendes belegtes Brötchen zu mir genommen.

Vor dem Eingang des Marshall-Hauses  sehe ich die ARD-Kollegen Ralf Scholt (rechts) und Tim Tonder vor mir:

Robert zehn

 

Noch vor der Pressekonferenz  werden Gespräche geführt:

Robert elf Robert zwölf Robert fünfzehn Robert dreizehn Robert vierzehn Robert sechszehn

 

Dann aber beginnt die Pressekonferenz, geleitet von Ex-ZDF-Mann Wolf-Dieter Poschmann (rechts):

Robert siebzehn

Ausgefragt werden wollen vier Athleten und der Meetingdirektor Martin Seeber.

Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong:

Robert zwanzig

Speerwurf-Europameister Thomas Röhler:

Robert dreiundzwanzig

Sprinter Kim Collins (St. Kitts and Nevis) vor seinem letzten Lauf:

Robert vierundzwanzig

Robert Harting:

Robert vier

Meetingdirektor Martin Seeber:

Robert achtzehn

 

Am Ende werden die Tische weggeräumt, alles auf das anschließende Foto-Shooting vorbereitet. Die Unruhe ist groß, die Journalisten warten:

Robert dreißig

Zu früh das Ganze, denn ein Programmpunkt steht noch aus. Frank Lebert    will für das Spektakel „Berlin fliegt“ am Samstag werben. Er gibt sich zwar alle Mühe, aber die Aufmerksamkeit tendiert gegen Null.

Robert siebenundzwanzig Robert sechsundzwanzig Robert fünfundzwanzig

Schade, aber das Spektakel zwischen Berliner Fernsehturm und Neptunbrunnen wird trotzdem ein Erfolg.

Die vier Athleten stellen sich den Fotografen:

Robert neunundzwanzig

Robert einunddreißig

Und danach folgen die Einzelgespräche. Vor allem mit Robert Harting:

Robert zweiunddreißig Robert dreiunddreißig Robert fünfunddreißig Robert vierunddreißig Robert sechsunddreißig

Text und Fotos:   Peter Grau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin: ein Rückblick

EM 2018 zwei Thomas Röhler

Kaum zu glauben, die Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin liegen bereits wieder eine Woche zurück. Im Nachhinein bedauere ich ein wenig, daß ich diese EM nicht voll ausgekostet habe, nicht jeden Tag im Olympiastadion und jeden Tag am Breitscheidplatz war.  Gerade die Stimmung mitten in der City West  habe ich am Fernseher nicht so richtig mitbekommen. Ich konnte mir erst am letzten Tag der EM ausmalen, was dort abgegangen sein muß.

Doch Gründe für meine Zurückhaltung habe ich auch. Vor allem setzte mir anfangs die Hitze zu und deshalb zog ich es auch vor, im kühlen Zimmer vor dem Fernseher zu sitzen.

Jetzt aber  möchte ich versuchen, mich anhand von Zeitungsartikeln zu erinnern, manches dadurch im Gedächtnis festzuhalten.

Eine erste gelungene Zusammenfassung fand ich in der Fachzeitschrift „Leichtathletik“.

Leichtathletik Titel

Sie ließ in bewährter Form alle Wettbewerbe Revue passieren und gab zudem die Super-Stimmung während der gesamten Europameisterschaft treffend in Kommentaren wieder.

Leichtathletik EM-Ausgabe 2018

ERIMA präsentiert: Die neue Ausgabe der „Leichtathletik“
Titelthema: Die große Analyse der Leichtathletik-EM in Berlin, natürlich mit allen deutschen Medaillengewinnern: Arthur Abele, Mateusz Przybylko, Malaika Mihambo, Thomas Röhler, Andreas Hofmann, Gesa Felicitas Krause, Gina Lückenkemper, Tatjana Pinto, Rebekka Haase, Lisa Marie Kwayie, Christin Hussong, Kristin Gierisch, Carolin Schäfer Official, Pamela Dutkiewicz, Cindy Roleder, Fabian Heinle, Marie-Laurence Jungfleisch, David Storl, Christina Schwanitz, Nadine Müller, Shanice Craft.

Ähnliches werde ich im Buch„LEICHTATHLETIK 2018 – Die großen Momente“  erleben, das ich noch während der EM-Tage bestellte und das Ende August fertiggestellt werden wird.

 

Christian Ermert hatte bei leichathletik.de  am 6. August 2018 dafür geworben:

Jetzt vorbestellen und kurz nach dem letzten Finale im Briefkasten haben: Das Buch zur EM. Das ist Berlin 2018 fürs heimische Bücherregal. Ein 144 Seiten starker Bildband. Mit den besten Fotos und allen Triumphen und Dramen.

Damit Ihre Freude an den spannenden EM-Tagen in Berlin noch länger anhält, wird kurz nach der letzten Entscheidung im Olympiastadion das große Buch zur EM erscheinen. In „LEICHTATHLETIK 2018 – Die großen Momente“ werden die Erfolge und Dramen der Athletinnen und Athleten für die Ewigkeit festgehalten.

Herausgegeben wird das 144 Seiten starke Buch mit fast 200 Fotos vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) zusammen mit dem Kölner Verlag DLM RunMedia.

 

Rund um die Europameisterschaften

Viel ist während der EM-Tage in den einzelnen Pressemedien geschrieben worden.  Es ist nicht leicht, einzelne Geschichten hervorzuheben. So werde ich im folgenden links angeben, ungeordnet, einfach willkürlich herausgegriffen.  Das ist dann auch für mich eine Gedächtnisstütze.

 

Bertholt Mertes erzählte mir am Rande der EM im Berliner Olympiastadion, daß er für den Bonner Generalanzeiger mit Heike Drechsler vorher ein Interview geführt habe.  Nachzulesen ist dieses Interview unter http://www.general-anzeiger-bonn.de/sport/Heike-Drechsler-benennt-ihre-EM-Favoriten-article3909418.html

 

Achim Dreis, Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ):

http://www.faz.net/aktuell/sport/leichtathletik-em/leichtathletik-em-kommt-zu-fans-in-die-stadt-kommentar-15727185.html

 

Wenig wurde während der EM-Tage erwähnt, daß viele russische Athleten nicht dabei sein durfte. Vor allem wurde nicht erwähnt, daß damit naturgemäß die Chancen aller anderen Nationen stiegen.

Michael Reinsch, FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/sport/leichtathletik-em/wie-die-russen-bei-leichtathletik-em-mit-dem-status-umgehen-15730683.html

 

Hannah Bethke, FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/die-leichtathletik-em-es-lebe-der-sport-15734793.html

 

Michael Reinsch, FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/sport/leichtathletik-em/leichathletik-em-auch-diesmal-wieder-doping-verdacht-15721735.html

 

Saskia Aleythe, Süddeutsche Zeitung:

https://www.sueddeutsche.de/sport/leichtathletik-em-meter-zum-perfekten-zeitpunkt-1.4089786

 

Joachim Mölter, Süddeutsche Zeitung:

https://www.sueddeutsche.de/sport/em-in-berlin-die-alte-tante-leichtathletik-kommt-in-der-neuen-welt-an-1.4092072

 

Saskia Aleythe, Süddeutsche Zeitung:

https://www.sueddeutsche.de/sport/leichtathletik-em-armand-duplantis-1.4091182

 

Martin Einsiedler, Tagesspiegel:

https://www.tagesspiegel.de/sport/leichtathletik-em-in-berlin-sport-statt-spektakel/22904082.html

(wird fortgesetzt)

Bild-Sportchef Walter M. Straten hat seine Liebe zur Leichtathletik wiederentdeckt

EM 2018 zwei Thomas Röhler

 

Walter M. Straten kenne ich schon sehr lange.

Walter M. Straten Foto

Zu meiner Berliner Zeit war er oft zur gleichen Zeit wie ich bei Pressekonferenzen und Veranstaltungen rund um die Leichtathletik. Schon damals in den 90er Jahren als BILD-Reporter.  Bei vier Olympischen Sommerspielen berichtete er über die Leichtathletik.

Später trennten sich unsere beruflichen Wege. Ich blieb bei der Leichtathletik, er wandte sich mehr und mehr dem Fußball zu, wurde Sportchef der BILD.

Nach Abschluß der Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin hat er nun einen bemerkenswerten Kommentar geschrieben.

Nachzulesen unter   https://www.bild.de/sport/mehr-sport/leichtathletik-em-2018/so-lieben-wir-den-sport-56643750.bild.html

 

Peter Grau

Letzter Tag der Europameisterschaften der Leichtathleten in Berlin: Gesa holt Hindernis-Gold, die deutschen Staffel -Sprinterinnen Bronze

EM 2018 zwei Thomas Röhler

Zurück vom Breitscheidplatz begebe ich mich wieder ins Olympiastadion, um den letzten Tag der Europameisterschaften zu erleben. Da ich keine Texte zu schreiben habe,  benutze ich wieder meine Kamera, um Wichtiges festzuhalten. Rund 80 Fotos werden es. Einziges Manko: Mein Sitzplatz ist zu weit entfernt vom Geschehen. Weil ich noch kein Teleobjektiv habe, sind die Sportler entsprechend klein geraten.

Aber als Erinnerung dieses Tages reicht es mir. Und wenn man die einzelnen Fotos anklickt, dann werden sie viiiiel größer.

Nachfolgend das Bildmaterial (die kleinen Texte werden später eingefügt):

Gesa zwei Gesa drei Gesa vier Gesa fünf Gesa sechs Gesa sieben Gesa acht Gesa neun Gesa zehn Gesa elf Gesa zwölf Gesa dreizehn Gesa vierzehn Gesa sechszehn Gesa fünfzehn Gesa siebzehn Gesa achtzehn Gesa neunzehn Gesa zwanzig Gesa einundzwanzig

Gesa zweiundzwanzig Gesa dreiundzwanzig Gesa vierundzwanzig Gesa fünfundzwanzig Gesa sechsundzwanzig Gesa siebenundzwanzig Gesa achtundzwanzig Gesa neunundzwanzig Gesa dreißig Gesa einunddreißig Gesa zweiunddreißig Gesa dreiunddreißig Gesa vierunddreißig Gesa fünfunddreißig Gesa sechsunddreißig Gesa siebenunddreißig Gesa achtunddreißig Gesa neununddreißig Gesa vierzig Gesa einundvierzig

Gesa zweiundvierzig Gesa dreiundvierzig Gesa vierundvierzig Gesa fünfundvierzig Gesa sechsundvierzig Gesa siebenundvierzig Gesa achtundvierzig Gesa neunundvierzig Gesa fünfzig Gesa einundfünfzig Gesa zweiundfünfzig Gesa dreiundfünfzig Gesa vierundfünfzig Gesa fünfundfünfzig Gesa siebenundfünfzig Gesa neunundfünfzig Gesa achtundfünfzig Gesa sechszig Gesa einundsechzig Gesa zweiundsechzig Gesa dreiundsechzig

Gesa vierundsechzig Gesa fünfundsechzig Gesa sechundsechzig Gesa neunundsechzig Gesa siebenundsechzig Gesa achtundsechzig Gesa siebzig Gesa einundsiebzig Gesa zweiundsiebzigGesa dreiundsiebzig Gesa fünfundsiebzig Gesa sechsundsiebzig  Gesa siebenundsiebzig Gesa achtundsiebzig

 

Leichtathletik-Europameisterschaften: Sport und Unterhaltung am Berliner Breitscheidplatz

EM 2018 zwei Thomas Röhler

 

Es war ein Versuch der Veranstalter, den Sport mehr zur Bevölkerung, mehr in die Innenstadt zu bringen. Vor Jahren geplant, schien dann 2016 der Anschlag am Weihnachtsmarkt einen Strich durch die Rechnung zu machen. Doch man sagte sich: Gerade jetzt ist es notwendig, daß wir ein Zeichen setzen.

Und das Zeichen gelang. Unter dem Motto „Die Europäische Meile“ wurde der Platz dicht an der Gedächtniskirche vollkommen verändert. Zwei große Tribünen für rund 3000 Zuschauer wurden hingestellt, dazu eine Riesenleinwand, auf  der das Geschehen aus dem Olympiastadion und aus Glasgow (dort fanden die Europameisterschaften in den Sportarten Schwimmen, Turnen, Radsport, Triathlon, Rudern und Golf statt) übertragen wurde. Zudem ein Podest, auf dem die Siegerehrungen der Leichtathletik durchgeführt wurden.

Außerdem fanden hier auch die Wettkämpfe der Geher auf einer 1-km-Schleife statt, und die Marathonläufer liefen jeweils viermal an den Tribünen vorbei, ehe sie dann dort auch das Ziel erreichten.

All das hatte ich aus dem Fernsehen, aus der Presse und von Kollegen erfahren. Aber  live hatte ich es nicht erlebt. Nun wollte ich es am letzten Tag der Europameisterschaften zumindest mal mit eigenen Augen sehen.

Ausgangspunkt ist die S-Bahnstation Olympiastadion:

Breit zwei

Es folgt die Bildauswahl, der Text wird später hinzugefügt:

Breit vier Breit fünf Breit sechs Breit sieben Breit acht Breit neun Breit zehn Breit elf Breit zwölf Breit dreizehn Breit vierzehn Breit fünfzehn Breit sechszehn Breit siebzehn Breit achtzehn Breit neunzehn Breit zwanzig Breit einundzwanzig

Genug gesehen. Zurück Richtrung S.Bahnhof Zoologischer Garten. Doch auf dem Weg erwartet mich noch eine Überraschung.  Im Innern des sogenannten Bikini-Gebäudes ist eine ganz spezielle kleine Einkaufsmeile entstanden. Früher gab es dort nur recht unansehnliche Läden für Touristen, normal von außen zu betreten. Nun aber sind die Läden im Innern:

Breit dreiundzwanzig Breit vierundzwanzig

Ein Höhepunkt: Von innen kann man hinaus auf den Zoologischen Garten, den Tierpark, schauen. Dort tummeln sich gerade Affen:

Breit fünfundzwanzig

Breit sechsundzwanzig Breit siebenundzwanzig Breit achtundzwanzig

Berlin bietet immer wieder neue Seiten. Wenn man einige Zeit nicht da war, kann sich die Gegend völlig verändert haben.

Breit neunundzwanzig

Relativ neu auch diese Hochhäuser, u.a. mit dem Hotel Waldorf Astoria (rechts):

Breit dreißig

Geblieben ist das Kino „Zoo Palast“. Dort war ich zwischen 1960 und 1961  einige Male, ehe dann der Mauerbau meinen Besuchen ein vorläufiges Ende setzte:

Breit einunddreißig

Zum Abschluß meines Besuches am Breitscheidplatz  gönne ich mir noch eine Currywurst direkt am S-Bahnhof Zoologischer Garten:

Breit zweiunddreißig

Text und Fotos:  Peter Grau

Leichtathletik-EM in Berlin: Malaika Gold im Weitsprung, Mateusz Gold im Hochsprung

EM 2018 zwei Thomas Röhler

Nachdem ich am Freitag (11.8.) die Wettbewerbe  am Fernseher verfolgte und dabei  den Goldwurf von Speerwerferin Christin Hussong den silbernen Dreisprung von Kristin Gierisch und die Bronzemedaillen von Siebenkämpferin Carolin Schäfer  und Hochspringerin  Marie-Laurence Jungfleisch erlebte, fuhr ich am Samstag (12.8.) wieder gen Berlin.

Eigentlich wollte ich schon morgens in der Frühe die Geherinnen und Geher über 20 km auf dem Kurs am Breitscheidplatz beobachten, aber gerade als ich 9 Uhr ins Auto stieg, bekam ich mit, daß die Wettbewerbe wegen eines Gasalarms verschoben werden mußten. So blieb ich zunächst in Neuruppin. Und verfolgte fortan alles am Fernseher, auch den gemeinsamen Start der Geherinnen und Geher um 10.55 Uhr.  Leider wurde es dann nichts mit der von Christopher Linke anvisierten Medaille.

Gegen 17 Uhr aber setzte ich mich dann ins Auto und fuhr die nun schon gewohnte Strecke nach Berlin und zum Parkplatz in der Heerstraße /Ecke Flatowstraße. Drei Stunden blieb mir Zeit, mich im Stadion umzusehen:

Hoch eins Hoch zwei Hoch drei

Im Medienzelt ist bereits Betrieb:

Hoch vier

Auch der Cheforganisator der EM, Frank Kowalski, ist dort:

Hoch fünfHoch sechs

Und auch Siggi Heinrich, Urgestein der Leichtathletik-Berichterstattung von Eurosport, bereitet sich auf seinen nächsten Auftritt vor:

Hoch sieben

Ein Blick vom Marathontor ins Stadion:

Hoch acht

Das Verpflegungszelt für Volunteers, Mitarbeiter der Organisation und Journalisten:

Hoch neun

Hoch zehn

Ein Blick ins Schwimmbad. Dort fanden 1936 die olympischen Wettbewerbe statt:

Hoch elf

An diese Olympischen Spiele erinnert vieles hier. Und auf diesen Säulen sind die Sieger anderer Olympischen Spiele verewigt. Leider teilweise nicht mehr zu lesen…  Der Zahn der Zeit hat daran genagt.

Hoch zwölf Hoch dreizehn Hoch vierzehn Hoch fünfzehn Hoch sechszehn

Nun aber hinein ins Stadion, was sich langsam füllt:

Hoch siebzehn Hoch achtzehn

Nochmals ein Abstecher ins Medienzentrum. Mark Milde, Chef des Berliner Marathons, führt dort Gespräche mit Journalisten:

Hoch zwanzig Hoch neunzehn

Und mein Wiener Freund und Kollege Olaf Brockmann ist wie immer aktiv und lächelt auf meine Bitte hin:

Hoch einundzwanzig

Das Stadion hat sich inzwischen gefüllt:

Hoch fünfundzwanzig Hoch sechsundzwanzig Hoch siebenundzwanzig

Für jeden Wettbewerb werden die Athleten und Athleten einzeln vorgestellt.  Auch Hochspringer Mateusz Przybylko und Weitspringerin Malaika Mihambo dürfen erstmals jubeln. Ob sie ahnen können, was später mit ihnen geschieht?

Hoch dreiundzwanzig Hoch vierundzwanzig

Die Frauen haben ihr Finale über 400 m:

Hoch achtundzwanzig Hoch neunundzwanzig Hoch dreißig Hoch einunddreißig Hoch zweiunddreißig

Ihnen folgen die Männer, die ihr Finale über 800 m bestreiten:

Hoch siebenunddreißig Hoch achtunddreißig Hoch neununddreißig Hoch vierzig

Die Diskuswerferinnen bekommen vor ihrem Finale den ersten Beifall:

Hoch vierunddreißig Hoch fünfunddreißig Hoch sechsunddreißig

Zwischendurch ein Blick auf die untergehende Sonne:

Hoch dreiunddreißig

Im Weitsprung heimst Maleika Mihambo den ersten Beifall ein:

Hoch einundvierzig Hoch zweiundvierzig

Die Frauen kämpfen um die Medaillen über 200 m:

Hoch dreiundvierzig Hoch vierundvierzig

Weitspringer Przybylko begeistert mit seiner fehlerlosen Serie

und holt sich am Ende überraschend Gold:

Hoch fünfundvierzig Hoch sechsundvierzig Hoch siebenundvierzig Hoch einundfünfzig Hoch neunundvierzig Hoch fünfzig

Hoch vierundfünfzig

Hoch zweiundfünfzig

Da will Weitspringerin Malaika Mihambo nicht hintenanstehen. Ihre 6,75 m bedeuten ebenfalls Gold:

Hoch achtundfünfzig Hoch siebenundfünfzig Hoch sechsundfünzig Hoch fünfundfünfzig

Die Staffelläufe der Männer und Frauen über 4×400 m begeistern:

Hoch neunundfünfzig Hoch sechszig Hoch einundsechszig

Viel Arbeit weiterhin für die Journalisten:

Hoch zweiundsechszuig Hoch dreiundsechzig

Silke Bernart und  Peter Schmitt von der Medienabteilung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes schauen zu und übermitteln dann den deutschen Medaillengewinnern, wo und wann sie von Journalisten erwartet werden:

Hoch vierundsechszig

Die ersten Drei bei den Diskuswerferinnen werden gefeiert:

Hoch fünfundsechszig Hoch sechsundsechszig

 

Hoch siebenundsechszig Hoch neunundsechzig Hoch siebzig

Hoch achtzehn

Text und Fotos:  Peter Grau

 

Der 13. August 1961 – der Mauerbau durchkreuzt manche meiner privaten Pläne

Es ist heute Montag, der 13. August.

Diesen Tag werde ich nie vergessen, denn am 13. August 1961  brachte der Bau der Mauer eine Zäsur in mein Leben und in das Leben von 17 Millionen DDR-Bürgern.

Als ich die Nachricht im Stadtfunk hörte, nur wenige Schritte von meiner Wohnung in Erfurt entfernt, konnte ich es anfangs nicht glauben. Aber es war wahr.

Zu dieser Zeit lebte ich schon in Berlin, weilte nur gerade zu Besuch bei meiner Mutter in Erfurt.

In Berlin begann ich 1961 mit dem Wirtschaftswissenschaft-Studium an der Humboldt –Universität und hatte mir für die folgenden vier Jahre viel vorgenommen. Nicht nur studieren wollte ich, sondern vor allem auch die offene Grenze zwischen Ostberlin (wo ich wohnte) und Westberlin nutzen.  Ich war zwar schon vorher ein Jahr in Berlin, aber  ich verschob vieles auf die kommenden vier Jahre.  Westberlin bot so viel und ich wollte so viel erkunden.

Doch  die Mauer verhinderte das. Fortan stand eine immer undurchdringlichere Hürde zwischen mir und meinen privaten Sehnsüchten.  Ich zerbrach zwar daran nicht, denn auch das Leben in Ostberlin bot viele reizvolle Seiten. Man gewöhnte sich langsam daran, daß eben eine Mauer mitten in der Stadt stand. Man mußte sich daran gewöhnen, wollte man nicht bei einem Fluchtversuch sein Leben riskieren.

Aber die Mauer war eben nicht unsichtbar, sondern man stieß oft auf sie. So an der Bernauer Straße, unweit des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks und auch unweit meiner damaligen Wohnung in der Lychener Straße.  Oft war ich bei Leichtathletik-Sportfesten, bei Fußballspielen in diesem Stadion und selbst als Läufer dort auf der Bahn unterwegs. Und man konnte von dort den nahen „Westen“ sehen, riechen, fühlen. Doch man sah auch die Grenzsoldaten, die die Grenze dort sicherten, gegen ihre eigenen Bürger.

Ganz dicht an die Mauer heran kam ich beispielsweise auch, als ich im Rahmen meiner Arbeit bei der Staatsbank der DDR zu Besprechungen im Gebäude der Staatlichen Plankommission (dem früheren Luftfahrtministerium) weilte und dort von der Toilette aus die nahe Mauer in ca. 8 Meter Entfernung sah.  Der Westen war so nah und doch so fern.

Doch nicht nur die nahe Mauer in Berlin war für mich allgegenwärtig. Auch die Reisen in ferne Länder waren nach dem Bau der Mauer nur in Richtung Osten möglich, in die sozialistischen Länder. In Polen, in der CSSR, in Ungarn und Bulgarien war ich damals, mehr nicht. Reisen in die Sowjetunion und nach Rumänien ergaben sich nicht. Reisen nach Jugoslawien wurden nicht genehmigt,  weil von dort aus erhöhte Fluchtgefahr bestand.

So blieb mir für Reisen in die westlichen Länder nur das Fernsehen. Und die Hoffnung auf das Rentenalter, denn dann durften die meisten DDR-Bürger  gen Westen reisen.

Ganz so lange mußte ich dann doch nicht warten. Am 9. November 1989 fiel die Mauer und anschließend war für mich die Welt offen. Doch im Nachhinein betrachtet, war es für mich und meine Altersgenossen (wir waren nun bereits 50 Jahre) doch viel zu spät. Zwar konnten wir uns nun überall umsehen, ich konnte als Leichtathletik-Journalist an vielen internationalen Höhepunkten teilnehmen. Aber 28 Jahre Freiheit war uns genommen worden.

Nunmehr sind seit dem Fall der Mauer schon wieder fast 29 Jahre vergangen.  Die Erinnerungen an die Zeit mit der Mauer verblassen immer mehr. Doch sie dürfen nicht ganz verblassen. Deshalb habe ich diesen Artikel geschrieben.

Peter Grau