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Kurz

Mitten im Krieg erblickte ich am 21. März 1940 im thüringischen Erfurt das Licht der Welt. Luftschutzbunker, Bombenangriffe,  Gottseidank wenig Zerstörungen in der Stadt, das sind meine Erinnerungen an diese Zeit. Wohlbehütet von meiner Mutter- mein Vater war im Krieg geblieben- erlebte ich die Kindheit ohne große Entbehrungen.  Grundschule, Oberschule und Abitur,  alle Hürden wurden überwunden. Meistens überwog die Freude am Lernen.  Nach einem zweijährigen Zwischenspiel bei der Nationalen Volksarmee sammelte ich in  Berlin als Geschäftsbearbeiter beim Außenhandelsunternehmen „WMW-Export“  erste Berufserfahrungen.

Die folgenden vier Jahre studierte ich an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Berliner Humboldt-Universität in der Fachrichtung Finanzökonomie, Spezialzweig Geld und Kredit, und schloß als Diplomwirtschaftler ab.

Anschließend arbeitete ich ab 1966 als Hauptreferent bei der Deutschen Investitionsbank in Berlin und nach der Umbildung des Bankensystems in der Zentrale der Staatsbank, mit der speziellen Aufgabe, die Bezirks-und Kreisfilialen anzuleiten sowie aus der Analyse der Geldeinnahmen und Geldausgaben der Bevölkerung Schlußfolgerungen für die Entwicklung der Geldmenge zu ziehen.

1973 mußte ich mir eine neue Arbeit suchen, weil ich nicht bereit war, die Kontakte zu meinen Verwandten in Westdeutschland abzubrechen. Allerdings brachte das den Vorzug, daß ich in meiner neuen Arbeitsstelle, dem Berliner Institut für Internationale Politik und Wirtschaft (IPW), westliche Tageszeitungen, Zeitschriften und Büchern  auswerten durfte. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter analysierte ich die Wirtschaftspolitik und die Wirtschaftsentwicklung in den westlichen Ländern.

1978 rückte ich beruflich näher an den Sport heran, arbeitete für ein halbes Jahr im Bundesvorstand des Deutschen Turn-und Sportbundes in der Abteilung Breitensport und war dort für die Pressearbeit und die Zusammenarbeit mit Verlagen und wissenschaftlichen Einrichtungen verantwortlich.

Ab 1979 arbeitete ich als Redakteur der Zeitschrift  „ Prisma“, die von der Auslandpresseagentur Panorama DDR in Berlin herausgegeben wurde. Vierteljährlich wurden in Deutsch,  Englisch und Französisch die „Schokoladenseiten“ der DDR nacherzählt, um sie dann im Ausland zu verbreiten.

Kleine, aber nicht unwesentliche Notiz am Rande: Obwohl ich seit 1966 stets in staats-bzw. parteinahen Betrieben arbeitete,  war ich niemals Mitglied der Staatspartei SED oder anderer Parteien, nicht bei den Betriebs-Kampfgruppen und auch nicht bei der Stasi.

Seit 1974, als ich aktiv mit Laufen anfing, baute ich mir gewissermaßen eine Nische im Sport auf.  Ausdruck dessen war auch, daß ich auf Honorarbasis bei der Wochenzeitung „ Der Leichtathlet“ arbeitete, als Verfasser von Beiträgen, als Gestalter und Korrektor.  Und damit zeichnete sich schon mein späterer Berufsweg ab.

Um diese Arbeit hauptberuflich ausüben zu können, wechselte ich am 1. August 1988 in die Redaktion „ Der Leichtathlet“, war dort der einzige fest angestellte Redakteur. Im August 1989 wurde ich Redaktionsleiter und übte diese Tätigkeit bis zur Vereinigung von „ Der Leichtathlet“ mit der Kölner „ Leichtathletik“ aus.  Ab Oktober 1990 war ich Redakteur der Zeitschrift „ Leichtathletik“, anfangs für drei Jahre als Festangestellter und später als freier Mitarbeiter. In den folgenden Jahren durfte ich über die Leichtathletik aus aller Welt berichten. Höhepunkte waren dabei  neben den Deutschen Meisterschaften die Welt- und Europameisterschaften, so u.a. die WM 1993  in Stuttgart, die Hallen-EM 1994 in Paris, die EM 1994 in Helsinki, die Hallen-WM 1995 in Barcelona, die WM 1995 in Göteborg, die Hallen-EM 1996 in Stockholm, die Hallen-WM 1997 in Paris, die WM 1997 in Athen, die EM 1998 in Budapest, die EM 2002 in München und die  WM 2009 in Berlin.