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Mit dem Raddampfer „Freya“ in der Kieler Förde

Mein Schwager Achim ist immer für Überraschungen gut. Und in der Regel sind es dann positive Überraschungen. Eine solche wartet auf uns am 30. Oktober 2016. Wir wissen nur: 3 Stunden Brunch auf einem Dampfer. Abfahrt am Kieler Bahnhofskai. Viele Gedanken, was uns erwarten wird, habe ich mir nicht gemacht.

Achim kennt sich in Kiel aus, lebt schon sehr lange dort. Kein Problem, für das Auto einen Parkplatz zu finden. Der Fußweg bis zum Dampfer ist überschaubar.

Auf dem Weg sehen wir die großen Fährschiffe, die hier angelegt haben.

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Nachher kann ich noch bessere Aufnahmen von den Kolossen machen.

Der Hauptbahnhof von Kiel liegt in Blickweite:

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Bevor wir auf „unseren“ Dampfer gehen, schauen wir noch von der Brücke, die später nur für uns hochgezogen wird,  aufs Wasser und sehen Ruderer beim Abrudern:

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Und dann sind wir an unserem Dampfer angelangt:

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Ein freundliches Willkommen der Besatzung und schon sind wir an unserem Tisch angekommen.

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Die Neugier treibt mich erstmal zu einem kurzen Rundgang.

So sieht es am anderen Ende unserer Etage aus:

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Wissenswertes zum Nord-Ostsee-Kanal (den wir aber heute nur aus der Ferne sehen werden):

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Ein Blickfang:

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Hier werden die Getränke gemixt:

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Der Blick fällt auf die Musiker, die uns heute unterhalten sollen (rechts hinten):

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Und das ist die eigentliche positive Überraschung dieser 3-Stunden-Fahrt. Die Sängerin Lene Kraemer sorgt mit ihren zwei Partnern, dem Jazz- und Bluespianisten Stephan Scheja und dem Schlagzeuger Georg von Kügelgen für beste Stimmung.

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Gleich daneben ist unser Tisch, und wir sind in den nächsten Stunden die besten, aufmerksamsten und dankbaren Zuhörer. Mehr dazu später in einer Extra-Geschichte.

Noch stehen wir am Ufer und erregen die Aufmerksamkeit von Zuschauern:

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Doch dann gibt der Kapitän die Leinen frei, wir schwimmen:

Und die Fotomotive kommen so einfach auf mich hinzugeflogen:

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Und die Ruderarmada nimmt kein Ende:

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Wie versprochen,  sind die großen Fährschiffe nun besser zu sehen.

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Vom Außengang läßt sich gut schauen und fotografieren.

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Und wenn ich nicht genau weiß, was gerade zu sehen ist,  klärt mich eine der rund 40 Gäste auf. Vor mir liegt eine große Yacht eines russischen Oligarchen, die hier in Kiel gebaut wird.

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Schwer zu erkennen als Yacht. Die drei Masten, die eher wie die Stämme von Windkrafträdern aussehen, dienen dem Halt der Segel.

Nun ist es eher als Yacht zu erkennen:

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Weiter geht es hinaus, nicht ganz ins weite Meer. Aber Wasser ist immer dabei:

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Die Bilder sprechen für sich. So schön kann ein Segelboot auf der Kieler Förde aussehen:

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Herbstliche Natur:

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Ausblick von der Spitze des Raddampfers:

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Aber irgendwann ruft mich mein Schwager nach unten. Wieder eine Überraschung? Die Schiffsgäste bilden einen Kreis und staunen dann, was aus dem Untergrund emporkommt:

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Ein Büffet samt Meisterkoch und „unserer“ Sängerin schwebt nach oben:

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Lecker. Und gleich stürzt sich alles auf das Büffet:

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Ich aber gehe wieder hinaus auf meine Fotoposition und sammele weiter Sehenswertes ein:

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Es ist zwar draußen recht kalt, aber Angler sind wetterfest:

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Am Ufer halten sich die Leute mit Bewegung warm:

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Das Marinedenkmal in Laboe:

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Die Einsamkeit der roten Leuchtboje:

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Ein Frachtschiff:

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Noch ein Schiff:

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Wir aber fahren weiter Richtung Olympiazentrum:

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Blick auf die Gemeinde Strande:

 

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Linkerhand sehen wir das Wohngebiet meines Schwagers. Gestern haben wir dort einen Spaziergang unternommen:

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Wiedermal ein Leuchtturm. Die vielen Schiffe brauchen eine Orientierung:

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Die Küstenwache:

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Spektakulär: Ein Kran:

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Noch spektakulärer: Vier Kräne:

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Was ist das?

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Langsam geht es wieder zurück:

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Wieder zurück in den Innenräumen. Ich schaue mich auf der oberen Etage um. Zwar fehlen hier die Gäste, aber man kann sich vorstellen, was hier manchmal los ist:

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Und nochmals ein Steuerrad, das aber nicht mehr in Betrieb ist. Aber wieviel hat es in der Vergangenheit erlebt, als es noch aktiv war?

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Draußen aber warten weitere Motive:

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Blick Richtung Einfahrt in den Nord-Ostseekanal:

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Ein großes Containerschiff fährt gerade hinein:

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Geballte Fotografen-Power:

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Gesegelt wird immer noch:

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Souvenirs gibt es zuhauf:

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Die Geschichte des Raddampfers „Freya“  wird erzählt:

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Ein Versorgungsdampfer der Bundesmarine:

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Die olympischen Ringe erinnern an das Jahr 1972, als hier in Kiel die Segelwettbewerbe der Olympischen Sommerspiele stattfanden:

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Diese  Disziplin war damals nicht olympisch und ist es auch heute noch nicht:

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Das Maritim-Hotel:

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Und was ist das?

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Ausblicke im Außengang:

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Man begegnet sich immer zweimal im Leben (oder auch dreimal). Auf diesem norwegischen Fährschiff, das nach Oslo fährt, haben wir auch schon mal drei Tage verbracht:

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Das Ende unserer Fahrt naht:

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Es ist kurz nach 14 Uhr:

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Es gilt bald Abschied zu nehmen:

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Wir verlassen das gastliche Schiff:

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Ich lichte den Raddampfer nochmals ab:

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Spaziergang in der Nähe des Olympiazentrums von 1972 in Kiel-Schilksee

Kiel-Schilksee stand 1972 in den Schlagzeilen der Weltpresse. Damals fanden hier die Segelwettbewerbe der XX. Olympischen Sommerspiele von München statt. Finn-Dinghi, Flying Dutchman, Tempest, Drachen, Soling, so hießen damals die verschiedenen Bootsklassen. Für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Gleiches gilt für die Athleten. Nur einer blieb mir im Gedächtnis: Willi Kuhweide.

Aber Kiel war für mich zu dieser Zeit sehr weit weg. Rund 400 km trennten Berlin (wo ich wohnte) und Kiel, aber noch mehr trennte eine damals unüberwindliche Grenze.

Nun aber, 44 Jahre danach, fahren wir oft dorthin, weil mein Schwager Achim ganz in der Nähe wohnt. So auch vor einigen Tagen….

Gebucht haben wir im Olympiahotel, mitten im Olympiazentrum. Fünf Minuten entfernt wohnt Achim, und weil das Wetter auf unserer Seite ist, spazieren wir ein Stündchen umher.

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So sieht es aus, wenn wir aus dem Haus treten. Nur fehlen diesmal die Kühe, sie sind schon in ihren Ställen. Dafür haben sich viele Möwen auf der Wiese niedergelassen.

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Die Umgebung wird von Reihenhäusern und kleinen Villen dominiert, allesamt recht unterschiedlich gebaut.

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Nach fünf Minuten sind wir auf dem Uferweg, sehen die Ostsee, genauer die Kieler Förde:

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Radfahrer und Läufer passieren den Weg.  Aktiver Sport ist hier in dieser Gegend kein Fremdwort. Und wer sich nicht auf dem Land bewegt, der tut das auf dem Wasser.

Nicht zu übersehen das Marine-Ehrenmal Laboe auf der anderen Seite:

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In der Ferne der Leuchtturm von Strande, der Wohngemeinde von Marathonläufer Steffen Uliczka:

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Über die Uferschwalben steht zwar noch viel Wissenswertes auf der Tafel, aber die Schwalben haben sich schon lange aus dieser Gegend zurückgezogen.

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Auch der Blick nach oben lohnt sich:

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Eine stabile Brücke führt hinunter an den Strand:

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Von dieser Bank aus hatte man früher einen guten Ausblick auf das Meer. Heute ist alles zugewachsen:

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Von dort oben hat man den besten Ausblick:

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Und unten dominiert das saftige Grün:

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Peter Grau

Sky du Mont: Älterwerden – ein Thema für jung und alt

 

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Sky du Mont bei der Buchlesung

Literarischer Bilderbogen, das ist ein einprägsamer Name für eine Veranstaltungsreihe, die im Landkreis Ostprignitz-Ruppin (OPR) Tradition hat und bei der Bücher im Mittelpunkt stehen. In diesem Jahr ist es schon die 21. Auflage, und ein wenig bin ich auch immer aktiv dabei. Bereits vorher darf ich für den Werbe-Flyer Korrektur lesen und erfahre damit als einer der Ersten, wen die Chef-Organisatorin Karin Kloke diesmal zu Buchlesungen eingeladen hat.

Die Hauptveranstaltung in Neuruppin findet seit einigen Jahren in der örtlichen Sparkasse statt. Wir waren bereits bei Hellmuth Karasek und bei Lothar de Maiziere dabei, und auch diesmal wurde mit dem Schauspieler und Autoren Sky du Mont ein Zugpferd ausgewählt. Er würde am Sonntag, dem 23. Oktober 2016, aus seinem neuesten Buch „ Steh ich jetzt unter Denkmalschutz. Älterwerden ist nichts für Spaßbremsen“ lesen.

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Angesprochen fühle ich mich von dem Thema, und ich erwarte, daß vor allem ältere Herren und Damen kommen werden. Doch weit gefehlt. Es findet sich in der Sparkasse OPR am Fontaneplatz eine bunte Mischung an Zuhörern ein. Beileibe nicht nur solche im Rentenalter, sondern auch viele Jüngere. Die weiblichen Zuhörer sind in der Überzahl. Sky du Mont kommt eben bei den Damen an.

Und mit 220 Zuhörern ist es eine ausverkaufte Veranstaltung.

Rechtzeitiges Erscheinen sichert gute Plätze.

Eigentlich eine Binsenwahrheit, aber ich meinte, eine Viertelstunde vorher würde ausreichen. Doch das ist zu kurz gedacht. Zu diesem Zeitpunkt ist der Raum schon vollkommen besetzt. Wir müssen froh sein, noch  ganz hinten Plätze zu bekommen. Nicht schlimm, denke ich, denn es soll  ja eine Lesung sein. Leichter Zweifel aber, denn Hören funktioniert nur dann, wenn man auch hört. Spannend also, wie auch kürzlich bei einer Vernissage der Malerin Marianne Kühn-Berger in Wustrau, ob es ein Mikrofon geben wird und einen Vortragenden, der mit lauter Stimme ins Mikrofon hineinspricht. In Wustrau war das nicht der Fall, diesmal gibt es wenigstens ein Mikrofon.

Punkt 19 Uhr also kommt Sky du Mont auf das kleine Podest.

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Nach wenigen Sätzen weiß ich, daß es nicht gut werden wird. Zwar habe ich kürzlich ein neues Hörgerät bekommen, aber das reicht leider nicht aus. Ein Schauspieler spielt mit seiner Stimme, und das bedeutet: leise und laut wechseln sich ab. Zudem spricht er nicht nur ins Mikrofon, sondern wendet sich direkt dem Publikum zu.

Wenn man aber nur einen Teil versteht, schaltet man schnell ab. Zu denken gibt mir zwar, daß andere Zuhörer immer auf bestimmte Gags reagieren, also etwas gehört haben müssen. Aber ich höre jedenfalls nur Bruchstücke, so etwa, daß es keine Autobiographie sei, aber vieles auch auf ihn, Sky du Mont,  passe und wahrscheinlich auch auf viele aus dem Publikum.

Zur Pause kaufen die Zuhörer das Buch des Autors und einige von ihnen lassen sich die Bücher signieren:

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Und vor allem die Damen drängen sich vor, um mit Sky du Mont fotografiert zu werden. Freundlich kommt der Schauspieler den Wünschen nach:

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Die Leiterin der Neuruppiner Stadtbibliothek, Andrea Plagemann, mit Sky du Mont

 

Auch wir kaufen eine Ausgabe des Buches, und dadurch habe  ich einen besseren zweiten Teil der Lesung, denn ich kann das, was Sky du Mont vorn vorliest, im Buch nachlesen (wenn ich es denn schnell finde. Leider gibt es im Buch kein Inhaltsverzeichnis). So ist es ein versöhnlicher Abschluß.

Zwei Tage später nehme ich mir das Buch zur Hand, habe es ziemlich schnell durchgelesen und bekomme insgesamt einen positiven Eindruck. Es ist eben angenehm, wenn sich andere  Ältere auch Gedanken übers Älterwerden machen.

Peter Grau

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So wird im Klappentext Werbung für das Buch gemacht:

Mit 66 Jahren fängt das Leben an – und dann?

Nein, Älterwerden ist nichts für Spaßbremsen. Wer sich nicht über die eigenen Unzulänglichkeiten amüsieren kann, der ist sowieso verratzt. Was im Dschungel der gutgemeinten Ratgeber endlich braucht, ist ein Buch, das die ungeschönte Wahrheit sagt und trotzdem Spaß macht! Eine kleine Philosophie für Senioren und solche, die es werden wollen… Wenn die Ü50-Party plötzlich gar nicht mehr wie ein Witz klingt, wenn Sie wegen der kürzeren Wege vom Golfspielen zu Minigolf wechseln oder aber im Fitnessstudio mehr Zeit in der Dusche und mit Ausruhen verbringen – dann sollten Sie dieses Buch lesen.

 

 

Herbsttreff mit Mufflons, Zwergziegen und Uhus im Heimattierpark Kunsterspring

Bekomme ich aus Köln Besuch von Tochter Petra und Enkeltochter Paulie, dann steht auch immer der Heimattierpark Kunsterspring bei Neuruppin auf dem Plan.

Auch diesmal setzten wir uns ins Auto, und waren nach 20 Minuten auf dem Parkplatz am Tierpark. Wegen der Ferienzeit war es gut gefüllt, aber wir fanden noch Platz. Und bereits hier sahen wir die ersten Tiere, die Mufflonherde:

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Doch das war ja nur der Vorgeschmack.

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Ein Wolf begrüßt uns, aber nur als Zaungast:

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Lebendig sind dagegen die Hühner:

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Und als Nachbarn tummeln sich unzählige Enten im Gewässer. Einer will den anderen mit seiner Farbenpracht überbieten:

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Die Störche putzen sich:

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Das Eichhörnchen ist intensiv mit einer Nuß beschäftigt:

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Lehrreich ist dieser Tierpark auch, wie die Eiersammlung zeigt:

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So schön kann der Herbst sein:

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Dann sind wir bei Paulies Lieblingstieren. Seit Jahren freut sie sich immer wieder darauf. Vor allem auch, weil sie die kleinen Zwergziegen in den Arm nehmen kann (auch wenn später eine Tierparkangestellte uns darauf aufmerksam macht, daß sie das nicht soll):

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Recht aggressiv schaut dieser Herr in die Linse:

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Aber gefährlich wurden sie alle noch nicht:

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So dicht dürfen wir bei den Eseln nicht heran:

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Eine schöne Überschrift: Weder stur noch dumm:

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Diese Überschrift würde auch zu mir passen.

Ist das nicht ein freundliches Bild? Nur die Mütze sitzt etwas schief:

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Ein wenig Kamerun ist in dem Schaf. Es erinnert mich daran, daß ich die Erinnerungen meines Opas an seinen Aufenthalt in Kamerun noch auf diese Homepage bringen will.

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Genug der Ziegen und Schafe, zurück und vorbei wieder am Ententeich. Diesmal haben die Enten mehr Geduld und warten ab, bis das Foto im Kasten ist:

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Auch der Sittich (oder wie er auch heißt) hält still:

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Die Vielfalt des Tierparks wird auf dieser Schautafel deutlich. Schwer zu schaffen an einem Tag:

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Neugierig lugen sie aus ihrer Baumwohnung. Die Waschbären. Niedlich, aber in manchen Gegenden auch eine Plage.

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Keine Plage: die Schweine:

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Auf einem Bein steht es sich gut. Ich übe das auch manchmal.

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Meine Uhus

Für mich ist der Besuch der Uhus (oder auch Oberbegriff Eulen) jedesmal der Höhepunkt des Tierparkbesuches. Da erinnere ich mich immer an den Biologieunterricht und an meinen Vortrag über die Uhus. Bubo bubo, diese lateinische Bezeichnung habe ich mir seitdem gemerkt. Viel mehr ist leider von meinem zweijährigen Unterricht übrig geblieben. Liegt ja auch schon sechzig Jahre zurück.

Das ist er, der Uhu, der uns am Eingang begrüßt und für viele Aufnahmen stillhält:

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Eulen im Wald

Erneut Weiterbildung für uns. Es leben viele Eulen im Wald. So neben meinen Uhus auch der Sperlingskauz, der Waldkauz, die Waldohreule, und der Rauhfußkauz.

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Auch die Familie der Hirsche ist in den umliegenden Wäldern vielfältig vertreten, mit zoo-794

Heute aber lassen sie sich im Tierpark nicht blicken. Nur ein scheues Reh ist garnicht so scheu:

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Ein Tierparkbummel schafft immer:

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Und macht hungrig. Doch wir wissen, wie wir den Hunger stillen können. Der Eichkater (ein anderer Begriff für Eichhörnchen) weist uns den Weg in die Gaststätte direkt vor dem Tierpark.

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Gut gefüllt ist der Raum im Freien, ein Wintergarten, der auch im Sommer und im Herbst genutzt wird:

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Wir finden einen Vierertisch und wählen zweimal Sülze und einmal Wiener plus Pommes Frites plus Majo (das Kindergedeck).

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Allen schmeckt es, und wie immer bildet der Aufenthalt im „Eichkater“ den gelungenen Abschluß. Hier fühlen wir uns wohl, auch weil wir dort so freundlich bedient werden. Zweimal im Jahr im „Eichkater“, eine schöne Tradition.

Peter Grau

Zwei Kölnerinnen auf Urlaub in Neuruppin

Zweimal im Jahr – immer während der Schulferien-, kommen Tochter Petra und Enkeltochter Paulie aus Köln nach Neuruppin. Früher flogen sie auf dem Flughafen Berlin-Tegel ein, heutzutage benutzen sie die Bahn.

Am Sonntag, dem 16. Oktober, fahre ich vormittags aus Neuruppin los, um die beiden vom Bahnhof Berlin-Spandau abzuholen.

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Ein wenig neblig ist es, aber das stört mich wenig.

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9 Grad steht an der Hauswand in Treskow, im Auto ist es viel wärmer.

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Aus Köln habe ich die Nachricht bekommen, daß die  beiden Kölnerinnen sich Richtung Hauptbahnhof bewegen.  Paulie ruht sich auf einem Tisch aus, bis der Bus kommt:

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In Köln scheint die Sonne:

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Bei Neuruppin sucht man die Sonne dagegen weiterhin vergeblich.

Kurzer Halt an einem Windrad:

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Der Weg nach Berlin ist klar:

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Und schon bin ich auf der Autobahn:

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Rechts auf den Feldern tummeln sich die Kraniche:

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Bald wird Richtung Leipzig abgebogen:

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Bis Abzweig Spandau fahre ich, dann geht es Richtung Stadt. Zunächst vorbei an den leerstehenden Kasernen der Roten Armee. Der Standort Elstal ist seit 1994 verlassen, die Neubesiedlung mit Beamten aus Bonn während des Umzuges nach Berlin glückte nicht.

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Das Einkaufszentrum Havel Park ist an diesem Sonntag leer:

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Nun bin ich in Berlin. Rechts und links entstanden in den letzten 20 Jahren viele Neubauten:

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Einige Kilometer später biege ich nach links in Richtung Spandauer Altstadt ab. Kurze Fotopause, an der Wilhelmstraße grüßt rechts eine Kirche:

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Links steht ein kompakter Bau, es könnte ein Gefängnis sein. Ist es aber nicht:

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Eingang des großen Einkaufszentrums am Bahnhof Spandau:

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Dicht dabei der Bahnhof Spandau:

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Dazwischen laden zwei schmucke Stände ein. An einem wird Thüringer Rostbratwurst angeboten, am zweiten Stand Mandeln und anderes Zuckergebäck (später klärt die Verkäuferin auf, daß in den Mandeln nur wenig Zucker ist, also zahnfreundlich, wie sie meint).

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Nicht zu übersehen: das Spandauer Rathaus:

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Weiter weg, etwas im Nebel, ein Kirchturm:

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Doch länger kann ich nicht verweilen, die Zugankunft naht. Und schon fährt der schmucke ICC aus Köln in den Bahnhof ein:

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Wohlbehalten landen beide Kölnerinnen in meinen Armen. Und dann lassen wir uns erstmal eine Bratwurst munden.

Danach haben wir noch Zeit für einen Einkaufsbummel in den Spandauer Arkaden.  U.a. probieren wir Kopfhörer aus (das könnte allerdings auch meine Premiere als Fernsehreporter sein. Es sieht recht professionell aus. Und Paulie ist als Assistentin auch voll bei der Sache:

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Die Fernsehtätigkeit verschiebe ich auf mein nächstes Leben.

Jetzt heißt es, wieder zum Auto zurückzugehen und Platz zu nehmen. Ohne Probleme verläuft die Fahrt nach Neuruppin und kurz vor dem Ort sehen wir auf den Feldern auch Scharen von Kranichen und/oder Graureihern.

Auf Pilzsuche

Fünf vollgepackte Tage folgen, u.a. mit einer erfolgsgekrönten Pilzsuche:

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Einige Pilze sehen schön aus, machen aber einen giftigen Eindruck:

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Oder sie zieren einfach nur die Bäume:

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Petra grüßt huldvoll, fast wie Königin Elisabeth:

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Glückliche Pilzsucher:

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Standard im Ferienprogramm ist immer der Besuch im Heimattierpark Kunsterspring. Nur als Vorgeschmack das folgende Foto:

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Mehr dazu später in einer Extra-Geschichte.

 

Nicht nur am Computer läßt es sich spielen

Brett-und Quartettspiele nehmen manche Stunde in Anspruch. Dabei merken wir schnell, daß uns das Halmaspiel oder „ Sandmann, lieber Sandmann“ nicht mehr genügend fordern. Eine zehnjährige junge Dame hat auch schon einen bestimmten Anspruch. Und der wird am besten mit dem Spiel „Monopoly“ erreicht:

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Auch wenn ich anfangs immer gewann, die Hotels in der Schloßstraße, der Berliner Straße und der Wiener Straße nur so in die Höhe wuchsen, gab es dann doch einen versöhnlichen Abschluß. Das letzte Spiel gewann Enkeltochter Paulie ganz klar. Insgesamt 12 Hotel baute sie und gab mir so keine Chance. Zwar übernachtete ich luxuriös in diesen Hotels, aber ich gab auch soviel Geld aus, daß ich am Schluß nichts mehr hatte. Aber eines hatte ich: Die Freude, daß Paulie endlich auch einmal gewann.

Entenfütterung am Ruppiner See

Die Enten und Schwäne auf dem nahen Ruppiner See haben immer Hunger. Und wir füttern sie auch gern. Der Weg zum Wasser ist nicht lang.

Am Schulplatz und am Kurzbach-Platz vorbei sind wir schnell auf der Poststraße (die kannten wir ja vom Monopoly-Spiel). Hier stehen zwar keine Hotels oder Häuser, aber gebaut wird. Bald sollen hier in drei Häusern die Mieter einziehen.

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Dann wird wieder eine Häuserlücke geschlossen sein. Die Poststraße wird immer ansehnlicher:

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Und über allem thront die Klosterkirche:

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Die Sonne läßt zwar auf sich warten, aber auch ohne Sonne hat er Ruppiner See seine Reize:

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Und Paulie ist stark beschäftigt, das Brot an hungrige Mäuler zu verteilen:

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Auch auf ihrem Lieblingsspielplatz fühlt sie sich wie immer wohl:

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Der Abschied fällt immer schwer

Die fünf Tage vergehen wie im Flug. Schnell ist der Abschied herangerückt. Auf dem Bahnhof Berlin-Spandau werden die letzten Fotos „geschossen“:

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Weiß auf blau wird verkündet, daß der Zug nach Köln bald einrollt:

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Er rollt ein und die beiden Kölnerinnen steigen samt Gepäck in den Zug:

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Ein letzter Gruß und der Zug bekommt das grüne Signal zur Abfahrt.

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Der Ferienaufenthalt in Neuruppin ist damit für diesmal Geschichte.

Peter Grau

Potsdamer Impressionen: Straßen, Tore, Geschäfte

Kürzlich habe ich Potsdam auf dem Wasser erkundet (siehe  Potsdam vom Schiff aus gesehen ). Nun war ich wieder in Potsdam, aber diesmal per Auto und zu Fuß.

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Das Brandenburger Tor in Potsdam

Die Fahrt mit dem Auto von Neuruppin nach Potsdam verläuft ohne Stau. Diese Strecke würde ich auch ohne Navi finden, denn früher bin ich dort öfter gefahren, entweder zum Abstecher nach Sanssouci, in die Innenstadt, oder aber vor allem zum Stadion Luftschiffhafen zu diversen Leichtathletik-Veranstaltungen im Freien und in der Halle. Auch an einigen Läufen in Potsdam nahm ich aktiv teil, und besonders ist mir dabei in Erinnerung geblieben, daß der Halbmarathonkurs direkt an der Haupteinfallsstraße lag, wir dort auf dem Bürgersteig liefen und sich an der einen Ecke eine Tankstelle befand. Bruchstücke nur, aber sie leben bei jedem Besuch von Potsdam wieder auf.

Gewohnt also ist die Einfahrt in die Stadt. Eine kleine Fotopause lege ich ein, an einer imposanten Kirche wird gebaut:

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Den Namen dieser Kirche muß ich noch nachliefern. Wenn sie saniert ist, werde ich einen Blick hineinwerfen. Kirchen haben für mich immer etwas Anziehendes. Sie bieten etwas fürs Auge und strahlen gleichzeitig eine gewisse Ruhe aus.

Wieder hinein ins Auto und auf der Potsdamer Straße weiter:

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Vorbei an der Tankstelle – sie existiert immer noch, aber ist schmucker als früher – , fotografieren kann ich nicht, denn aus dem Auto heraus bei laufendem Verkehr ist das nicht geboten. Und die Ampel an dieser Kreuzung – rechts geht es Richtung Sanssouci und zum Stadion Luftschiffhafen – war auch nicht auf rot geschaltet.

Aber dann half die nächste rote Ampel und ich konnte zumindest den Fußweg abbilden, auf dem ich mal Halbmarathon gelaufen bin.

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Schnell ist mein erstes Ziel, die Hegelallee, erreicht:

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Mein Auto findet dort schnell einen Ruheplatz, ich den Automaten für den Parkschein. Da ich erst für 13 Uhr einen Interviewtermin mit einer Ex-Leichtathletin habe, bleibt Zeit für erste Erkundungen.

Erster Blickfang: das Jägertor:

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Friedrich Wilhelm I. schaut mich stolz an. Ich nehme mir die Zeit, einiges über die zweite Stadterweiterung zu lesen (Lesen bildet!):

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Das Jägertor aus der Nähe:

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Das Hotel am Jägertor glänzt in der Sonne:

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Das Nauener Tor:

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Solche Tore reizen zum wiederholten Abbilden:

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Hindurchschauen öffnet neue Eindrücke:

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Auch hier gibt es eine Friedrich-Ebert-Straße, wie in Neuruppin:

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Das Nauener Tor von der anderen Seite:

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Eine Prunkvilla (davon hat Potsdam einige zu bieten):

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Und Rechtsanwälte gibt es auch zur Genüge:

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Ich kann mich erinnern, daß wir vor einigen Jahren in dieser Villa waren und hoffnungsfrohe Gespräche mit einem Rechtsanwalt führten. Am Ende aber blieb uns die Enttäuschung.

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Der „Inder“ hat noch geschlossen, schade. Ich bin früher gern in indischen Restaurants essen gegangen, ob nun in Berlin oder auch in Neuruppin.

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Italienisch speisen kann man auch in Potsdam:

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Zurück wieder Richtung Auto, ein neuer Parkschein muß gelöst werden. Und wieder komme ich am Jägertor vorbei, nehme es von der anderen Straßenseite auf. Die Inschrift MDCCXXXIII   übersetze ich später.

 

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Blumen sind auch für die Hegelallee ein Schmuckelement:

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Mein Auto wartet geduldig. Grün ist die Farbe der Hoffnung, und es hofft, irgendwann wieder in Bewegung gesetzt zu werden. Doch das dauert noch.

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Zunächst spaziere ich in die Jägerstraße, um meinen Interviewtermin wahrzunehmen. Mit wem? Das Geheimnis wird bald gelöst sein, wenn ich hier das Gespräch wiedergebe. Bis dahin aber ist Neugier gefragt.

Nach zwei Stunden ist alles auf Band und im Kopf und ich kann noch einen Spaziergang durch die Potsdamer Innenstadt unternehmen.

Beeindruckend die Vielzahl der kleinen und größeren Geschäfte und Studios in den Nebenstraßen.

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Zwischendurch die Johann-Sebastian-Bach-Schule:

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Der Komponist ist mir auch deshalb nahe, weil er am gleichen Tag wie ich Geburtstag hat:

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Weiter geht es, Restaurants und Geschäfte wechseln sich ab:

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Ulrikes Sportshop hat 25-jähriges Jubiläum gefeiert.

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Inhaberin Ulrike Bruns kenne ich noch aus ihren aktiven Leichtathletikzeiten als Mittel-und Langstrecklerin.

Und auch ihren Mann Jürgen Bruns habe ich oft am Rande von Leichtathletik-Veranstaltungen getroffen.

Weiter auf der Geschäfte-Tour:

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Und dann bin ich plötzlich auf der Brandenburger Straße, die vom Brandenburger Tor bis zum Bassinplatz führt.

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Zunächst überquere ich die Brandenburger Straße nur, um weiteres zu entdecken, in der Charlottenstraße und der Friedrich-Ebert-Straße:

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Das Brandenburger Tor in Potsdam ist zwar viel kleiner als das Brandenburger Tor in Berlin, aber auch ansehenswert:

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Rund um das Brandenburger Tor:

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Eine Enttäuschung: Die Gaststätte „Gastmahl des Meeres“, an die ich mich noch von früher her gern erinnere, ist geschlossen:

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Irgendwie paßt das zum Gesamteindruck der Brandenburger Straße. Die netten kleine Geschäfte fehlen mir, sie habe ich ja vorhin in den Nebenstraßen gefunden. Menschen sehe ich genug durch die Straße spazieren, Touristen und Einheimische. Aber ich vermisse die Ausstrahlung eines Boulevards, eben etwas besonderes, was später im Gedächtnis hängenbleibt. Schade.

 

Es wird Zeit, zurück zum Auto zu gehen. Die Parkzeit ist bald abgelaufen und meine Kondition auch.

Ich komme in den Berufsverkehr, doch der Stau ist auszuhalten:

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Die Richtung ist klar: Hamburg, „ kurz“ vorher biege ich nach Neuruppin ab:

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Dichter Verkehr, viele Ampeln, das erlaubt mir noch einige Aufnahmen aus dem Auto:

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Mein Navi kennt den Weg nachhause:

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Und Hamburg lockt überall:

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17.30 Uhr bin ich wieder in Neuruppin. Potsdam ist für heute Geschichte. Aber: Geschichte wiederholt sich manchmal. Und ich werde bald wieder in Potsdam aufkreuzen. Es gibt noch viel zu entdecken.

Peter Grau

Lindow – zwischen Kloster, Eichhörnchen und Urwald

Wenn man Zeit findet, sollte man Neues entdecken und Altes wiederentdecken. Nicht weit von Neuruppin entfernt liegt Lindow, eine 3000-Seelen-Gemeinde, zwischen Gudelacksee und Wutzsee.

Früher war dieser Ort vor allem durch ein Kloster bekannt, doch das wurde im 16. Jahrhundert zerstört.

Nun sind nur noch die Reste zu sehen, doch die hat man nicht einfach abgerissen, sondern restauriert. Auch Mauern können schön aussehen:

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Auf einem Schild wird gezeigt, wie es hier vor vielen Jahrhunderten aussah:

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Ein Fußweg führt uns fast in den See hinein, doch baden wollen wir heute nicht:

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Vielmehr gehen wir den Uferwanderweg entlang, sehen linkerhand eine Kleingartenkolonie und rechts den Wutzsee.

Und dann schauen wir in ein neugieriges Gesicht. Ein Eichhörnchen posiert vor unserer Kamera, hält so lange still, bis das Bild gelingt:

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Auf dem Wutzsee ist noch ein Segelboot zu sehen:

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Im Ort Lindow gibt es zwei Segler-Vereine, die miteinander konkurrieren und sich zuletzt vor allem durch Streitigkeiten in die Schlagzeilen der lokalen Presse brachten. Einer dieser Vereine, der Verein Regattasegler, nutzte diesen Feiertags-Montag zum Absegeln. Erstmals seit etwa 70 Jahren waren damit wieder Segelboote auf dem Wutzsee unterwegs.

Aber nicht nur Segelboote waren auf dem See, auch Enten tummelten sich dort:

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Und eine Möwe hat einen guten Aussichtspunkt gefunden. Sie thront auf der „schönen Nonne“, die zwar nicht schön ist, doch sicherlich wetterfest:

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Der Wanderweg rund um den Wutzsee ist 7,4 km lang:

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Ich kann mich erinnern, daß ich vor vielen Jahren hier mal den Wutzseelauf bestritten habe. Diese Laufveranstaltung gibt es auch heute noch, nur meine Laufqualitäten haben sich zurückgebildet.

Jetzt aber bewege ich mich auf Schusters Rappen, wie man früher sagte. Und fühle mich bald wie im Urwald. Hier durfte sich die Natur ohne menschliche Eingriffe entfalten:

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Und auf dem Rückweg können wir uns noch am herbstlichen Blätterwald erfreuen:

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Mittlerweile wird es schon etwas dunkel.  Die Zeit für die  Heimfahrt ist gekommen.

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Vorbei geht es an einer Wassermühle, die noch in Betrieb ist:

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In „Betrieb“ ist auch die Lindower Kirche. Hier finden nicht nur evangelische Gottesdienste statt, sondern unter dem Namen „ Lindower Sommermusiken“ ziehen Konzerte Einheimische und Besucher von außerhalb an.

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Wir nehmen uns vor, demnächst wieder nach Lindow zu fahren. Natur und Kultur bilden dort eine anziehende Mixtur.

Peter Grau

 

 

Das River Café in Molchow – ein Trompeter gibt den Ton an

Molchow ist ein Ortsteil von Neuruppin, rund 10 km vom Stadtkern von Neuruppin entfernt und eine kleine Wohlfühloase für die rund 250 Einwohner und für Besucher aller Art.

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Blick von der Molchowbrücke

 

Seit zwei Jahren gibt es dort wieder ein Café, nachdem das alte Café  im Ortskern   2011 aufgegeben wurde. Ganz in der Nähe, am anderen Ufer des Molchowsees, hat sich Tobias Netta einen kleinen Traum erfüllt. Nachdem er viele Jahrzehnte als Jazztrompeter in der Welt herumreiste (Fotos bei google), fand er hier im Brandenburgischen einen Ruhepunkt.

Molchow kannte er seit 2010, als er hier mal ein Floß baute und mit seiner Frau Ruth Wilhelmy viereinhalb Monate auf den brandenburgischen Gewässern herumfuhr. Wie es in einem Artikel von Christian Schmettow in der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) vom 8. April 2015 nachzulesen ist, betrieben die beiden später den Floßverleih für die Molchower Firma Treibgut. Und in dieser Zeit sah er auf der anderen Seite den Hafen, wo sich wenig tat. Als sich 2015 die Gelegenheit bot, pachtete Tobias Netta den Hafen samt Hafengebäude und richtete dort ein kleines Café ein.

Sonntags-Kaffee beim Jazztrompeter

Wir wollen an diesem Sonntagnachmittag erstmals dort Kaffee trinken. Unser Auto stellen wir mitten im kleinen Dorfkern ab, dort, wo eines der sogenannten Runddörfer noch gut zu erkennen ist. Die Mitte bilden ein hölzerner Turm und davor ein Kriegerdenkmal:

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Im Umkreis liegen gut erhaltene Wohnhäuser. Auf dem Weg hinunter zur Brücke kommen wir an einem Haus vorbei, in dem Ferienwohnungen angeboten werden (www.luisenhof-molchow.de).

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Früher stand dort eine ausgebaute Scheune und Tischlermeister Manfred Neumann hatte seine Schätze aus Holz dort deponiert. Nun ist er in einen größeren Bau direkt an der Altruppiner Schleuse umgezogen.

Vor dem renovierten Gebäude gefallen uns vor allem die vielfarbigen Blumen:

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Dann aber sind wir auf der Molchowbrücke angekommen, sehen rechts auf den Tetzensee:

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und links auf den Molchowsee:

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Und mittendrin bewegen sich Ruderer, die wir später im Café wiedertreffen:

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Ein Schild weist uns den Weg:

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So sieht es außen aus, aber der Regen hat uns den Aufenthalt im Freien verdorben.

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Aber noch bekommen wir Platz im Innern des Cafés, später füllen Altruppiner Ruderer und ihre Gäste, u.a. aus Eßlingen, den Raum. Der Chef bedient uns selbst und schnell bekommen wir den bestellten Kuchen und den Kaffee. Beim Kaffee bekommen wir große Augen. Eine große Tasse Kaffee – wir haben die Zubereitung aus nächster Nähe beobachtet -, dazu ein Glas Wasser und in drei kleinen Gefäßen heiße Milch,weißer Zucker und brauner Zucker. Gefragt, ob er das Rezept aus Österreich habe (würde sich anbieten, denn seine Frau kommt ja aus Tirol) verneint er, nennt vielmehr ein Hotel mit französischem Namen, wo er mal auf seinen Konzertreisen übernachtete und diese Kaffee-Zusammenstellung kennenlernte.

Jedenfalls sind wir von allem angetan, versprechen , bald wieder zu kommen und wünschen dem Chef starke Nerven, denn bald soll die Molchowbrücke erneuert werden. Damit würde der Hauptzufluß seiner Gäste abgeschnitten werden.

Nochmals werfen wir von draußen einen Blick auf die ganze Anlage:

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Schauen auf den See:

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Und blicken auf den Hafen, wo viele Motorboote zu sehen sind, die vielleicht schon ihr Winterquartier bezogen haben:

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Zurück also zur Brücke und dort sehen wir etwas nicht gerade Alltägliches. Ein PS-kräftiges Auto versucht, ein Motorboot aus dem Wasser zu ziehen. Wir drücken die Daumen, daß das Auto nicht ganz rückwärts ins Wasser fährt und dann „schwimmen“ muß, aber alles geht gut. Auto und Boot erklimmen das rettende, trockene Ufer:

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Wir schauen nochmals von der Brücke herunter:

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Und spazieren dann zu unserem Auto.

Zurück geht es dann bei Sonnenschein, vorbei an der Badestelle in Molchow, wo ich zuletzt vor einem Jahr die Fußballer von RB Leipzig (damals noch 2. Bundesliga) fotografiert habe, als sie hier ihm Rahmen ihres Trainingslagers in Neuruppin ihre Kanu-Tour begannen und der Däne Yussuf Poulsen zunächst mit Boot und Partner ins Wasser kippte. Und eben dieser Poulsen schoß am Freitag das Siegtor im Spiel der 1. Bundesliga gegen Augsburg.

So kann man auch im beschaulichen Neuruppin und Umgebung die Brücke zur „großen“ Sportwelt finden.

Peter Grau

(mehr Informationen zum Cafe unter   www.river-cafe-molchow.de)

Sechsmal im Fitneß-Zirkel – es macht Spaß

Es läßt sich gut an, mein Fitneß-Training im Studio direkt vor der Haustür. Wie bereits unter „ Zwei Tage im Fitneßstudio“ beschrieben, bin ich eifrig dabei, das Training zu einer funktionierenden Normalität zu machen. Überraschend schnell habe ich kapiert, wie die zehn Geräte zu bedienen sind. Und wenn ich anfangs nicht klar kam, dann eilte einer der freundlichen Angestellten zur Stelle oder aber, auch normal, die Mitstreiter halfen. Beim zweiten Mal bekam ich erst mit, daß jedes Gerät mit einer Nummer versehen ist.

Und so beginne ich eben immer bei der 1:

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Dann arbeite ich mich bis zur 10 vor. Ich habe Geräte, die mehr Spaß machen, als andere.

So etwa die 9:

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Oder die 8:

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Leicht ist es insgesamt immer noch, denn ich habe mich zwar auf der Schwierigkeitsskala von 3 auf 4 gesteigert, aber da ist noch viel Raum bis zu 8 oder 10. Als angenehm empfinde ich, daß an den Geräten in einfach zu verstehenden Bildchen aufgemalt ist, wie man die Geräte bedienen muß und welche Körperpartien dadurch besonders aktiviert werden.

Habe ich anfangs nur eine Runde Zirkeltraining absolviert, bin ich nun im Zweirunden-Rhythmus. An jedem Gerät verbringe ich eine Minute. Wie kontrolliere ich das. Mitten im Zirkelkreis hängt ein runder Ballon an der Decke. Drei Lichter sind zielführend. Grün, da beginne ich. Gelb, schon sind 30 Sekunden vorbei. Rot, ich darf das Gerät verlassen.

Nunmehr habe ich sechs Trainingstage hinter mir, und es hat sich alles eingespielt. Auch auf die zehn Minuten Fahrradergometer vorher und zehn Minuten nach dem Zirkeltraining habe ich mich gut eingerichtet:

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Stufe 8 eingestellt, losfahren, auf die Herzfrequenz achten (liegt zwischen 95 und 110) und am Ende der zehn Minuten sind es im Schnitt 3 km und 72 kcal.

Zum zweiten Mal habe ich mich auch auf den Massagesessel gesetzt. Diesmal am Samstag bat ich Felix, nicht die Variante für die Wettkampfvorbereitung einzustellen sondern die zum Aufwärmen. Das waren angenehme 12 Minuten, und der „Mann“ (oder die „Frau“) im Sessel griff nicht so aggressiv in meinen Rücken. Dazu entspannende Musik, diesen „Masseur“ werde ich öfter mal besuchen.

Soweit meine Eindrücke von den ersten 6 Trainingseinheiten im Fitneßstudio „clever fit“ in der Bilderbogenpassage in Neuruppin.

Peter Grau

Allerlei rund um den Berlin-Marathon 2016

Der Berlin-Marathon 2016 rief und über 41.000 Läuferinnen und Läufer meldeten sich dafür an. Diesen Schwung wollte ich beim Zuschauen ausnutzen, um mich wieder für das eigene Laufen zu motivieren. Zwar lockt mich ein eigener Marathon nicht mehr, mein Letzter liegt nun schon 20 Jahre zurück. Aber Laufen finde ich nach wie vor die beste Möglichkeit, sich fit zu halten (auch wenn ich gerade im Fitneßstudio angefangen habe).

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Zunächst genieße ich ganz in der Frühe um 8 Uhr den Zauber der Natur nahe der Tankstelle in Neuruppin. Aber dann geht es schnurstracks per Auto Richtung Berlin. Das erste Ziel: der Kaiserdamm. Sind die Läufer heute alle Kaiser und Könige, so will ich dort mein Auto abstellen und dann bei km 2,5 km an die Strecke gehen und die Läuferschar bewundern.

Der Parkplatz dicht an der Tankstelle am Ernst-Reuter-Platz ist optimal, im Autoradio hatte ich den Start der Läufer noch mitbekommen. Ich komme so gerade zurecht, um die Spitze des Feldes, ca. 12 Läufer aus Ostafrika, vorbeihuschen zu sehen. Schnell die Kamera ausgepackt, aber das erste Foto sieht so aus:

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Die Läufer werden vom Führungs-Auto versteckt. Doch danach habe ich freies „Schußfeld“:

Zunächst kommt Steffen Uliczka vorbei, der zwischen 2:12 und 2:14 h laufen will, und hier sehr konzentriert und schnell aussieht:

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Und schnell sind auch die nachfolgenden Läufer unterwegs, noch:

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Ich aber spaziere Richtung Pressezentrum, das sich diesmal im Hotel Intercontinental in der Budapester Straße befindet.

Am Ende der Hardenbergstraße, rund um den Bahnhof Zoo, bestimmen Baukräne die Szene. Hier ist ein ganzer Häuserblock abgerissen worden, um Neuem Platz zu machen:

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Einige Schritte weiter ist Neues entstanden, das Hotel Waldorf Astoria ragt in die Höhe:

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Und in der Nachbarschaft steht ein zweiter Wolkenkratzer. Was mag das nur sein?

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Da ist mir die andere Aussicht schon bekannter. Die Gedächtniskirche:

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Ansonsten kenne ich mich ja hier noch einigermaßen aus, im Unterschied zu den vielen Touristen. Sie werden auf einer Karte informiert:

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Und sehen, daß dort der Eingang des Berliner Zoos liegt (besser kenne ich ja den Tierpark Friedrichsfelde, in dessen Nähe ich über 40 Jahre gelebt habe):

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Vorbei am Olof-Palme-Platz bin ich nun in der Budapester Straße angekommen:

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Und schon liegt das Hotel Intercontinental vor mir:

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In vergangenen Jahren haben hier oft die Pressekonferenzen für das ISTAF stattgefunden und auch die Athleten fanden dort eine komfortable Heimstatt auf Zeit.

Ich bekomme meinen Presseausweis, schaue mir im Presseraum kurz die Fernsehübertragung vom Marathon an und plaudere mit Ulrike Krieger von BZ und Bild:

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Aber dann müssen wir uns trennen. Sie fährt mit dem Fahrrad in den Zielbereich ans Brandenburger Tor, ich begebe mich Richtung Kudamm. Dort will ich bei ca. 35 km die Läufer erwarten, und sie mit der Kamera festhalten (nur bildlich festhalten, nicht wirklich).

In der Nürnberger Straße komme ich am Hotel „Crowne Plaza“ vorbei und erinnere mich daran, daß ich hier 1990 mit dem Vertreter des Kölner Sportverlages einen Arbeitsvertrag für die Zeitschrift „Leichtathletik“ unterzeichnete.

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Auf der Tauentzienstraße empfängt mich flotte Musik, viele Kapellen spornen die Läufer auf dem Kurs über 42,195 km an.

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Es ist 10.44 Uhr, in etwa zehn Minuten wird die Spitzengruppe der Männer hier vorbeihuschen:

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Die aktuelle Laufzeit: 1:35:01:

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Ich suche nach einem guten Fotografier-Platz, aber das ist garnicht so einfach. Entweder ist es zu schattig, stören die Zuschauer oder der Hintergrund paßt nicht.

Zwischendurch kommen Handbiker vorbei, da kann ich schon probieren:

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Ein Safety-Car kündet die Läufer an (zum Unterschied zur Formel 1 bedeutet hier aber das Safety-Car nicht die Neutralisierung des Rennens. Die Läufer dürfen weiter laufen, so schnell sie denn können).

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Schnell sind sie, die Läufer, aber die Spitze bekomme ich einfach nicht ins Bild, weil zu viele Autos und Fahrradfahrer die Läufer verdecken. So gelingt mir kein Bild. Erfassen kann ich aber, daß Wilson Kipsang (Kenia) führt. Bekele sehe ich zwar nicht, aber einen begleitenden Fahrradfahrer, auf dem „Bekele“ steht. Also muß er dabei gewesen sein. Aber die vormals 12 köpfige Spitzengruppe (bei km 2,5 km) ist völlig auseinandergefallen.

Einzeln kommen sie vorbei, und dann gelingen mir auch die Fotos:

Sisay Lemma (im Ziel Vierter):

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Geoffrey Ronoh (im Ziel Sechster):

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Suleiman Simotwo (im Ziel Zehnter):

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Mark Kiptoo (im Ziel Elfter):

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Mikael Ekwal (im Ziel als Vierzehnter bester Europäer)

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Dann kündigt ein Auto mit der Zeitleiste 1:51:09 h den besten Deutschen an:

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Keine Überraschung, daß es der Kieler Steffen Uliczka ist. Gemeinsam mit dem Amerikaner Malcolm Richards schaut er sehr konzentriert aus, reagiert nicht auf meine Anfeuerungsrufe. Ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?

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Ich habe ihm per Facebook gewünscht, daß er gut durchkommen möge und ich ihn hinterher auf der Pressekonferenz treffen möchte. Das würde bedeuten, daß er bester Deutscher gewesen ist. Auf dem Wege dahin ist er, nur kann ich seine Endzeit nicht einschätzen, weil ich keine Umrechnungstabelle dabei habe.

Für die beiden geht es Richtung Kaufhaus KaDeWe und U-Bahnhof Wittenbergplatz:

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Auch nach ihnen kommen schnelle Leute (zumindest sieht das so aus):

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Die Kenianerin Janet Ronoh kommt bei 2:02:14 h an den 35 km vorbei, am Ende wird sie Sechste sein.

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Wann kommt Katharina Heinig? Sie kommt für mich zu schnell, bei 2:03:34 rennt sie vorbei und ich kann sie nur so fotografieren:

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Aber sie ist es gewesen, was folgendes Foto beweist:

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Gekämpft wird von allen Teilnehmern. Stefan hat die angepeilten Zwischenzeiten auf seine Hände geschrieben, Maxim läuft mit Handschuhen:

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Ich spaziere nun den Läufern entgegen, von der Tauentzienstraße Richtung Kurfürstendamm:

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Vorn die Läufer, im Hintergrund das früher sehr berühmte und schöne Cafe Kranzler:

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Am Rande ein neues Hotel, dessen Namen ich erst noch erkunden muß:

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Und noch ein Hotel:

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Das Cafe Kranzler, etwas näher herangerückt:

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Und die Gedächtniskirche, immer ein Blickfang:

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Es macht Spaß, in Berlin zu fotografieren, auch wenn diesmal der Marathon im Vordergrund steht.

Die Kapelle hat gewechselt, Berliner Weisen erklingen:

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So schnell aber kann ich mich nicht von den Läufern lösen:

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Und spaziere weiter Richtung Kaufhaus des Westens, wo früher für uns Ostberliner immer der Duft der großen, weiten Welt wehte. KdW und Kudamm, das war für uns einfach „ der Westen“.

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Doch lange kann ich mich nicht mehr aufhalten, muß zurück ins Pressezentrum.

Auf dem Weg dahin komme ich noch an einem berühmten Mann vorbei:

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Ich kannte ihn vor allem als Mitnamensgeber für die Humboldt-Universität Berlin.

Die Läufer sind nunmehr 2:51:39 h unterwegs, so zeigt es die noch funktionierende Uhr auf dem gleichen Auto, das vorhin vor Steffen Uliczka fuhr und nun vor dem Hotel Intercontinental parkt:

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Steffen Uliczka muß aber schon längst im Ziel sein. Aber mit welcher Zeit? Ich habe ja diesmal vom aktuellen Renngeschehen wenig mitbekommen, nicht wie sonst die Fernsehübertragung im Presseezentrum verfolgt. Kein Nachteil, denn draußen war es auch schön.

Als Erster läuft mir im Hotel der Chefredakteur von Runners World, Martin Grüning, über den Weg, den ich seit langem kenne und nun dank Facebook immer öfter höre bzw. sehe.

Ich erzähle ihm von meiner letzten Begegnung mit Steffen Uliczka bei km 35 und bin gespannt, welche Endzeit er mir verrät. 2:15:02 h. Im ersten Moment bin ich enttäuscht, hatte nach dem forschen Anfangstempo, das sogar auf eine 2:12 h hindeutete, mit mehr bzw. weniger gerechnet. Martin aber ordnet die persönliche Bestzeit des Kielers als gut ein. Mal sehen, was Steffen hinterher auf der Pressekonferenz sagen wird.

Auf dem Weg zum Presseraum treffe ich Norbert Hensen (links) und Ralf Kerkeling:

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Norbert kenne ich seit uralten Zeiten, lange waren wir für die Zeitschrift „ Leichtathletik“ tätig. Heute ist er gemeinsam mit Christian Ermert Geschäftsführer der DLM RunMedia GmbH in Köln.

Ralf Kerkeling, ebenfalls Kölner, hatte ich zuvor noch nie getroffen. Um so mehr freue ich mich, mit ihm erstmals sprechen zu können. Und ihm geht es ebenso. Ralf ist seit einiger Zeit der Chef des Fachmagazins „ Leichtathletik-Magazin“ und der Laufzeitschrift „Aktiv Laufen“.  An diesem Nachmittag erfahren wir einiges voneinander. Solche ungeplanten Begegnungen mag ich, wenn sie so ergiebig sind.

Die Pressekonferenz beginnt unter der Leitung von Urs Weber, tätig für die Zeitschrift „Runners World“, zunächst mit den Siegern der Rollstuhlfahrer:

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Wichtig, daß diese Athleten genauso wie alle anderen behandelt werden. Sie verdienen es.

Anschließend wird die deutsche Karte gespielt. Die beiden besten deutschen Marathonis, Katharina Heinig und Steffen Uliczka, dürfen Urs Weber (links) Rede und Antwort stehen.

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Ich setze mich in die erste Reihe und kann von dort munter fotografieren. Kein Auto verdeckt die Sicht, kein Zuschauer rennt ins Bild. Und neben mir denkt Herbert Steffny genauso.

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Einziges Problem: es werden zu viele Fotos. Die Auswahl ist nicht einfach:

Katharina Heinig (Fünfte im Berlin-Marathon in 2.28:34):

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Steffen Uliczka (Sechzehnter in 2:15:02):

 

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Ziemlich unterschiedlich sind die Aussagen beider. Katharina schwebt auf Wolke sieben, kann nur Positives über ihren Lauf sagen (mehr dazu auf leichtathletik.de unter „Katharina Heinig: Viele Dauerläufe unter Tränen).

Steffen ist da schon kritischer mit sich und seiner Leistung, auch wenn er sich nichts vorwerfen kann. Aber er erzählt, daß irgendwann seine Beine schwer wurden und er dann einfach nicht schneller laufen konnte. „ Es ist doch ein riesengroßer Unterschied zwischen 3000-m-Hindernis und Marathon“. Aber aufgeben gilt nicht für ihn, es soll beim nächsten Mal schneller gehen sprich laufen. Ich habe mir vorgenommen, ihn zuhause in Strande, dicht bei Kiel, zu besuchen, wenn ich das nächste Mal zu Besuch bei meinem Schwager Achim bin. Der wohnt dort ganz in der Nähe und ich selbst bin auch schon einige Male in „Steffens Revier“ gelaufen.

 

Blick in den Presseraum:

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Wolfgang Weising, Chefredakteur der „Laufzeit“ schaut mich freundlich an:

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Und Marathonchef Mark Milde hat wie immer alles im Griff und zieht ein positives Fazit:

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Als Nächstes sind die Sieger bei den Frauen und bei den Männern auf dem Podium, um Auskunft zu geben:

Aberu Kebede (Äthiopien, Erste in 2:20:45 / links) und Birhane Dibaba (Äthiopien, Zweite in 2:23:58):

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So scheu wie sie schauen, geben sie sich auch in ihren Worten. Reden ist nicht ihre Spezialdisziplin, sondern das Laufen.

Da sind die Herren der Schöpfung aus anderem Holz geschnitzt.

Kenenisa Bekele (Äthiopien, Erster in 2:03:03 / rechts) und Wilson Kipsang (Kenia, Zweiter in 2:03:13):

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(alles zum Rennverlauf und zu den Aussagen der Teilnehmer an den Pressekonferenzen ist bei leichtathletik.de, bei laufen.de, bei Berlin-Marathon 2016 auf der Homepage des SCC Berlin  und in den Zeitungen all überall nachzulesen).

Für mich aber wird es Zeit, nach einem kurzen Abstecher ans leckere Büffet die Heimreise anzutreten. Auf dem Weg zum Parkplatz komme ich am Filmtheater Zoopalast vorbei:

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Und dort winkt mir Ralf Kerkeling nochmals zu. Doch ein erneutes Gespräch ist nun nicht mehr möglich, weil Ralf lange Zeit telefonierend auf und ab geht. Es müssen sehr wichtige Themen gewesen sein. Ich will ihn nicht stören, spaziere weiter. Am Bahnhof Zoo vorbei, hinein in die Hardenbergstraße, vorbei am Ludwig-Erhard Haus und am Savigny-Platz bin ich dann bald am Ernst-Reuter-Platz. Und ich sehe mein grünes Auto an der gleichen Stelle parken.

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Ein wenig Angst hatte ich ja, weil es relativ dicht an der Einfahrt zur Tankstelle stand. Aber es ist unversehrt und bringt mich danach gut wieder die 80 km nach Neuruppin zurück. Ein ereignisreicher Tag liegt hinter mir.

Peter Grau