Tagebuch

Berlin: Vom Alex bis zur Friedrichstraße und zurück

Mir macht es immer Spaß, in Berlin herumzuspazieren. An diesem Montag, dem 17. Juli 2017, sollte es sowohl eine Einkaufstour zwischen dem Kulturkaufhaus Dussmann und den Elektronik-Geschäften Saturn und Media-Markt sein, als auch ein Spaziergang mit dem Fotoapparat.

duss vierundfünfzig

Ausgangspunkt ist die Karl-Marx-Allee. Auf dem Mittelstreifen, ganz in der Nähe des Restaurants  Moskau und des Kinos International, fand ich für den Tag einen günstigen Parkplatz. Und dann ging es im wahrsten Sinne des Wortes los.

Erster Blickfang ist das Haus des Lehrers – zumindest hieß es früher so. Und früher, das waren die Jahre zwischen 1960 und 1989, in denen ich in Ostberlin lebte.

Duss siebzehn Duss zehn

Der bunte Wandfries ist noch immer erhalten geblieben. Ganz im Unterschied zu manchem aus den sozialistischen Zeiten, was die politische Wende nicht überdauert hat. Ich bedauere das teilweise, denn Gebäude, Kunst, Denkmale sind ja auch Zeitzeugen.

Die Schatten der Vergangenheit sind jedenfalls manchmal nur noch zu erahnen. Traurig wirkt es dann, wenn ich das folgende Gebäude ablichte:

Duss zweiundzwanzig

Dort befand sich früher die Zentralverwaltung für Statistik, in der alles in Zahlen gegossen wurde, was sich im Lande DDR tat. Und Zahlen sind ja geduldig…

Weiter geht es einige Schritte, und schon bin ich im Umfeld des Alexanderplatzes. Und mein Blick fällt auf  Hochhäuser und den Fernsehturm:

Duss vierundzwanzig Duss fünfundzwanzig

Zunächst ein Haus, in dem früher das Reisebüro arbeitete:

Duss zwanzig

Dann das Hotel, das es dort schon lange gibt. Nur der Name hat einige Male gewechselt. Heute heißt es Park Inn bei Radison:

Duss einundzwanzig

Vorbei geht es an der Kongreßhalle:

Duss fünfzehn Duss zwölf

Diese Straße führt nach Norden:

Duss dreizehn

Saturn (links) und Mediamarkt (im Kauftempel Alexa):

Duss vierzehn Duss sechszehn

 

Treffpunkt seit ewigen Zeiten:  Die Weltzeituhr:

Duss drei

Dann aber wird es Zeit, in die S-Bahn einzusteigen. Richtung Westen geht es. Erster Halt: Hackescher Markt (früher Marx-Engels-Platz). Dort bin ich in den Jahren 1961 bis 1965 immer ausgestiegen, um in die nahe Uni, konkreter in die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät  zu gehen und dort die Vorlesungen und Seminare zu besuchen.  Philosophische Themen und  „Das Kapital“ von Karl Marx  wurden u.a. dort behandelt. Daran werde ich später denken, wenn ich im Hauptgebäude der Humboldt-Universität an der Straße „ Unter den Linden“  den Spruch von Karl Marx fotografiere:

Duss acht

Doch zunächst steige ich am Bahnhof Friedrichstraße aus und fotografiere vom Bahnsteig aus:

Duss sechsundzwanzig Duss achtundzwanzig

Duss siebenundzwanzig Duss neunundzwanzig

Bald sehe ich das Kulturkaufhaus „Dussmann“:

Duss dreißig Duss einunddreißig

Auffällig dort die große, grüne Wand und die Tafel, auf der der Schöpfer dieser Wand vorgestellt wird:

Duss dreiunddreißig Duss zweiunddreißig

Weil ich  lange nicht im Dussmann-Kulturhaus war, werde ich von der Vielfalt des Angebotes förmlich überrannt. Aber ohne Buch will ich nicht aus dem Haus gehen. So kaufe ich eine Broschüre, in der alles über Windows 7 stehen soll.

Dann aber hinaus ins Freie und Richtung „Unter den Linden“.  Und da kann ich gleich vornweg sagen: Für Touristen ist das gegenwärtig keine Freude, weil vor allem die Bauzäune für die lange in Bau befindliche  U-Bahnlinie vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor die Sicht versperren und dem Ganzen eher das Gesicht einer Baustelle geben.

Nicht zugebaut  ist das Reiterstandbild Friedrichs des Großen:

Duss vierunddreißig

Ebenfalls frei zugängig das Gebäude der Humboldt-Universität zu Berlin:

Duss siebenunddreißig

Vor dem Gebäude thronen die Gebrüder Humboldt (links  Wilhelm von Humboldt , rechts  Alexander von Humboldt):

Duss fünfunddreißig Duss achtunddreißig

 

Nochmals der Blick auf das Uni-Gebäude:

Duss vierzig

 

Und davor das Denkmal des Physiologen und Physikers Hermann von Helmholtz:

Duss neununddreißig

 

Innen aber die schon gezeigte prunkvolle Marmortreppe, dominiert vom Spruch von Karl Marx:

Duss einundvierzig

Wieder im Freien grüßt  eine weitere Dauerbaustelle: die Staatsoper:

Duss vierundvierzig

Weiter auf der Straße „Unter den Linden“:

An der Gedenkstätte „Neue Wache“ wird ebenfalls gebaut:

Duss fünfundvierzig

Es folgt das „Deutsche Historische Museum“:

Duss sechsundvierzig Duss einundfünfzig

 

Gegenüber das Prinzessinnen-Palais:

Duss achtundvierzig

Aber es ist noch nicht genug des Baugeschehens.  Das „Berliner Stadtschloß“ nimmt langsam Konturen an, soll 2019 fertiggestellt sein. Die Kuppel ist schon sichtbar:

Duss siebenundvierzig Duss dreiundfünfzig

Damit sind dann die Spuren des „Palastes der Republik“ getilgt (leider), der an gleicher Stelle stand.

Nicht getilgt ist der Blick auf das Alte  Museum am Lustgarten (links) und auf den Berliner Dom:

Duss fünfundfünfzig Duss zweiundfünfzig

Der Berliner Dom:

duss vierundfünfzig Duss achtundfünfzig

Auf der anderen Seite der Spree entdecke ich ein Hotel. 1979 wurde an dieser Stelle das Palasthotel eröffnet und bis 1992 von der Interhotel-Kette betrieben. Nach der Schließung folgte 2001 der Abriß.  Heute steht dort ein Hotel der Radisson-Kette:

Duss sechsundfünfzig

An der  Kreuzung Spandauer Straße / Karl-Liebknecht-Straße  angekommen erblicke ich links hinten ein rotes Backsteingebäude:  mein Unigebäude, in dem auch heute noch Wirtschaftswissenschaftler ausgebildet werden:

Duss neunundfünfzig

Präsent sind auch die Marienkirche und  der Neptun-Brunnen sowie das Rote Rathaus (rechts):

Duss sechzig Duss einundsechszig

Dann aber habe ich es gleich geschafft. Ein neues Gebäude erscheint nach den Rathauspassagen (die ebenfalls von Bauzäunen verstellt sind):

Duss zweiundsechzig

Gleich bin ich am Alexanderplatz, wo ich bereits heute Vormittag war,  und auch die Märkte Saturn und Mediamarkt lichtete ich da schon ab.  Nun aber heißt es:  Einkauf.  Vergleichen, Gespräche mit Verkäufern führen und dann entscheiden. Ein nerviger Prozeß. Aber am Ende erstehe ich ein neues Smartphone,   Galaxy J 5. Und bin sehr zufrieden damit, denn es ist doch um einiges größer und besser als das Galaxy S 4 mini, welches ich vorher  2 Jahre benutzte.

Genug gekauft. Nun geht es zurück zum Parkplatz. Mit dem Fotoapparat wird das letzte Foto geschossen:

Duss neun

Der Spaziergang durch einen Teil Berlins hat bei mir viele Erinnerungen geweckt.

Peter Grau

 

Die Feuerwehr in Neuruppin feiert ein Jubiläum

Feuer eins

Die Freiwillige Feuerwehr in Neuruppin besteht in diesem Jahr 2017  immerhin 150 Jahre. Grund genug, das mit vielen Veranstaltungen zu feiern.

Am vorigen Samstag (15. Juli) wurde im Zentrum der Stadt auf dem Schulplatz viel Material aufgefahren, sprich Fahrzeuge und Zubehör ausgestellt. Vor allem aber hatten sich viele Angehörige der Feuerwehr zusammengefunden, um den Reden zu lauschen.

Zunächst erinnerte Stadtbrandmeister Reinhard Jachnick  an die Geschichte der Feuerwehr und dankte allen für ihren Einsatz in den vergangenen Jahren. Leider waren nicht alle seiner Worte zu verstehen, weil die Lautsprecher zwischenzeitlich ausfielen.

Feuer sieben

Ich verkürzte mir diese Zeit, um die ausgestellten Objekte zu fotografieren.

Feuer neun

Feuer zwei Feuer vier

Feuer drei Feuer sechs

Feuer zwölf Feuer zehn

 

Bürgermeister Jens-Peter Golde hatte dann mehr Glück mit der Technik und konnte den Anwesenden Hoffnung machen, daß es in Neuruppin bald einen Neubau der Wache geben könnte.

Feuer sechszehn

Wenn man die großen Feuerwehrfahrzeuge auf dem Schulplatz sah, konnte man sich vorstellen, daß es in der alten Wache in der Schinkelstraße räumlich sehr knapp zugeht.

Beeindruckend jedenfalls all das, was zu sehen war:

Feuer acht Feuer vierzehn

Feuer dreizehn Feuer siebzehn

Feuer achtzehn

 

Buchtip: Hajo Achim – (M)eine naturgemäße Lebensführung

 

Hajo Achim

Achim Titelfoto

(M)eine naturgemäße Lebensführung
ISBN-13: 978-3-96008-929-2
1. Auflage 2017-07
Engelsdorfer Verlag
Sprache: Deutsch
Taschenbuch, Format: 19×12
61 Seiten

Preis: 7,00 EUR

Beschreibung:
Welchen Sinn hat Dein Leben? Von Natur aus hat mein Leben überhaupt keinen „Sinn“. Mein Leben hat ausschließlich den „Sinn“, den ich ihm selbst gebe.

Wie lautet der oberste Grundsatz Deiner Lebensführung?

Ausgehend von dem mir innewohnenden Selbsterhaltungstrieb ist mir mein Leben mein allerhöchstes Gut. Ich stelle mir vor, dass das im Grunde bei allen anderen Menschen auch so ist. Wenn ich mein Leben geschützt wissen will wie jeder andere Mensch auch, dann muss ich auch das Leben jedes anderen Menschen schützen wie mein eigenes. So schützen, achten und bewahren wir uns gegenseitig unser höchstes Gut – unser Leben.

 

Gibt es ein Leben nach dem Tode?

Nach meinem Leben zerfalle ich normalerweise in meine kleinsten Bausteine und Knochen. Tot ist tot, das Gegenteil von lebend. Körperlich lebe ich nur in meinen Kindern, Kindeskindern usw. fort und geistig in der Erinnerung anderer Menschen und in dem, was ich geschaffen und wie ich gelebt habe.

Was geschieht, wenn Du gestorben bist, mit Deiner „Seele“?

Zunächst eine Gegenfrage: Was verstehst Du unter „Seele“? Früher glaubten die Menschen, die „Seele“ sei etwas Eigenartiges, ja sogar etwas Körperliches, etwas, was den Körper beim Übergang vom lebenden in den toten Zustand verlässt. Ich verstehe unter „Seele“ den Funktionszustand des größten Teiles des Gehirns und des übrigen Nervensystems samt aller dazu gehörenden Botenstoffe und Hormone, also unseres gesamten „Neuro-humoralen Systems“. Mit dem Ende meines lebenden Zustandes erlischt auch die gesamte Funktion meine Neuro-humoralen Systems und damit auch zwangsläufig meine „Seele“.

Was ist „Glück“?

Ich empfinde „Glück“, wenn sich meine Seele, also mein Neuro-humorales System, in einem Zustand vollkommener Ausgeglichenheit befindet, ich diesen Zustand bewusst wahrnehme und gleichzeitig als wohltuend empfinde.

Und was ist „Liebe“?

Unter „Liebe“ verstehe ich das Zusammenwirken von Sexualtrieb plus Sozialtrieb plus „Werttrieb“ (gegenseitige Achtung der Würde und des „Wertes“ des anderen).

Gibt es Götter?

Bis zum heutigen Tage gibt es Götter ausschließlich, einzig und allein nur in der Fantasie der Menschen.

Ausführliche Antworten auf die hier gestellten und einige weitere Fragen finden sich in dem Buch von Hajo Achim.

 

Philosophie an der Litfaßsäule

Manchmal fliegen einem die Fotomotive zu. Wie kürzlich bei einer Fahrt nach Fehrbellin, einer kleinen Gemeinde nahe Neuruppins.

Fehr eins

Schon vom Parkplatz fiel mir eine Litfaßsäule auf:

Fehr zwei

Und als ich näher kam, sah ich nicht die normalen Plakate, sondern  viele Schriftzüge.

Fehr drei

Aus der Nähe wurde mir klar, daß es sich um Äußerungen von Kindern bzw. Jugendlichen handelte.  AG Philosophie steht unter einem Spruch.

Fehr sieben

Vielfältig die einzelnen Wortmeldungen:

Fehr vier Fehr fünf Fehr sechs Fehr acht Fehr neun Fehr elf Fehr zehn

 

 

100 mal im Fitneßstudio

Seit dem 19. September 2015  gehe ich regelmäßig ins Fitneßstudio Clever fit in der Neuruppiner Bilderbogenpassage.  An diesem Donnerstag im Juli 2017  darf ich dort meine 100. Sitzung feiern.  Ein wenig stolz bin ich darauf,  so lange durchgehalten zu haben. Und natürlich freue ich mich auch darüber, daß ich durch das Training fast keine Rückenschmerzen mehr habe und außerdem einen deutlichen Kraftzuwachs spüre, den ich im Alltag gut umsetzen kann.

Grund genug, dieses kleine Jubiläum mit einer Foto-Session zu feiern.  Mein Trainingspartner Manfred greift zur Kamera, und ich positioniere mich auf den verschiedenen Geräten.

Zunächst geht es auf das  Fahrradergometer:

Studio 100 drei

Gut erwärmt folgt das Zirkeltraining.  Zehn Geräte warten dort normalerweise, für die Fotos reichen heute  fünf Geräte:

Studio 100 vier Studio 100 fünf Studio 100 sechs Studio 100 sieben

Am nächsten Gerät bekomme ich zunächst nicht mit, daß sich Studioleiter Alexander Redepenning mit ins Bild drängt.  Ernst sehe ich aus, und im Vergleich zu Alex fehlt mir leider auch die sommerliche Bräune:

Studio 100 eins

Doch mein Lächeln kommt zurück:

Studio 100 zwei

Dann aber wende ich mich den großen Geräten zu.   Zunächst wird das Gewicht eingestellt, dann darf geübt werden:

Studio 100 zwölf Studio 100 dreizehn

Studio 100 vierzehn

Viel Spaß macht es uns beiden, – Manfred im gelben Trikot und mir im blauen Trikot -, uns vor den großen Spiegeln zu positionieren.  Ein wenig Eitelkeit darf sein.

Studio 100 sechszehn Studio 100 siebzehn Studio 100 achtzehn Studio 100 neunzehn

Genug des Fotografierens. Nun betätige ich mich wie gewohnt nochmals an den Geräten, schnell vergeht eine Stunde.  100  Sitzungen sind geschafft. Das nächste Ziel:  200!

Peter Grau

(Fotos:  Manfred Knospe)

Impressionen aus Erfurt 2017

Zwei Tage Deutsche Leichtathletikmeisterschaften haben zwei Seiten. Einmal steht natürlich der Sport im Vordergrund, der Kampf um Titel und Plätze. Doch vor allem die vielen Zuschauer wollen auch abends etwas unternehmen. Und da bietet sich die malerische Altstadt von Erfurt förmlich an.

Ich kenne diese Altstadt aus meiner Jugendzeit, doch damals hatten wir keine Augen dafür, wie Häuser oder Straßen aussahen. Später gingen wir  mit offenen Augen durch die Stadt, sahen sowohl die Schönheiten, als auch den langsamen Verfall der Häuser. Dann kam die 1989 die Wende, und es dauerte nicht lange, und die Stadt begann zu erblühen.  Heute ist sie für Besucher und Einheimische ein Magnet.

Das kann ich an diesem Samstag im Juli  2017 erneut bewundern.

Zunächst aber gilt es, in meinem Hotel, genauer in der Pension, mein Zimmer zu belegen. Zimmer Nr. 13 gibt mir die Hausherrin Frau Kirschner, aber das stört mich nicht. Dicht an der urigen Straße „Lange Brücke“ und dicht am Domplatz gelegen, gefällt mir vor allem die Lage:

Dom eins Dom zwei

Dom vier Dom drei Dom fünf

 

Am Abend, nach Abschluß des ersten Wettkampftages, begebe ich mich 21 Uhr auf einen kleinen Stadtrundgang. Domplatz, Fischmarkt, Krämerbrücke, Wenige Markt, Anger, Schlösserstraße, Domplatz – so einfach ist die Route:

Dom neun

Dom sechs Dom sieben Dom acht Dom zehn Dom elf

 

Dom zwölf Dom dreizehn

Das Rathaus am Fischmarkt /  Restaurant Gildehaus:

Dom vierzehn Dom fünfzehn Dom sechszehn Dom siebzehn

Die Krämerbrücke:

Dom achtzehn Dom neunzehn

Der Wenige Markt:

Dom zwanzig Dom einundzwanzig

Am Kaisersaal:

Dom dreiundzwanzig Dom zweiundzwanzig

Das Kaufhaus am Anger:

Dom vierundzwanzig

Rund um den Anger:

Dom fünfujndzwanzig Dom sechsundzwanzig

Dom achtundzwanzig Dom siebenundzwanzig

Die Schlösserstraße:

Dom neunundzwanzig Dom achtundzwanzig Dom einunddreißig Dom dreißig

Dom zweiunddreißig Dom dreiunddreißig

Zurück am Domplatz:

Dom fünfunddreißig Dom sechsundreißig

Am Sonntagmorgen:  Dom und St. Severi thronen immer noch über dem Domplatz:

Dom siebenunddreißig Dom achtunddreißig

Fazit:  Erfurt ist immer eine Reise wert!

(Fotos:   Peter Grau)

Randnotizen von den Deutschen Meisterschaften der Leichtathleten 2017 in Erfurt – Teil 2

Von meinem ersten positiven Eindruck vom neuen Steigerwaldstadion habe ich schon in Teil 1 geschrieben (http://www.petergrau-leichtathlet.de/?p=8274) . Nun aber will ich erkunden, wo die Journalisten sitzen, wie deren Arbeitsbedingungen sind. Nicht ganz einfach, aus dem Presseraum auf die Pressetribüne zu finden, aber letztendlich packe ich es. Und es geht hinauf, gefühlte 50 Stufen, etwa ähnlich wie im Berliner Olympiastadion. So sieht die Sicht von oben aus:

Erfurt DM dreiundzwanzig

In der obersten Reihe sitzen die Kollegen von leichtathletik.de:

Erfurt DM fünfundzwanzig Erfurt DM einundfzwanzig

Die Chefin von leichtathletik.de, Silke Bernhart, unterhält sich  mit Michael Reinsch von der FAZ:

Erfurt DM zweiundzwanzig

Die Treppe hinauf kommt mir MDR-Mitarbeiter  Jürgen  Kolarzik, hier in Erfurt zuhause, entgegen:

Erfurt DM siebenundzwanzig

Fotografieren kann man von hier oben auch, beispielsweise David Storl beim Kugelstoßen:

Erfurt DM neunundzwanzig

Oder aber die Siegerin im Hammerwurf, Carolin Paesler , auf der Videowand:

Erfurt DM dreißig

Auch die Hürdenkurzsprinter beobachte ich von oben.  Gregor Traber gewinnt seinen Vorlauf klar:

Erfurt DM achtundzwanzig

Doch näher dran bin ich unten an der Laufbahn. Deshalb nehme ich den wiederum recht komplizierten Weg in die Mixed-Zone:

Erfurt DM zweiunddreißig Erfurt DM vierundsechszig

Und dort tobt dann der Kampf um die Worte und Bilder:

David Storl berichtet vom Wettkampf:

Erfurt DM sechsundfünfzig

Noch größer wird dann das Gedränge, als die beiden Hartings kommen. Es ist sichtbar beschwerlich für die Journalisten, an die beiden heranzukommen und deren Worte zu erhaschen. Spaß macht das sicher nicht allzu sehr,  aber man will eben etwas für die Zeitung, fürs Internet oder fürs Fernsehen bekommen. Und einige Zeit später sind die Athleten weg bzw. im weiträumigen Stadion zu treffen. Zudem gehen ja die Wettbewerbe weiter.

Robert Harting:

Erfurt DM dreiunddreißig Erfurt DM vierunddreißig

Erfurt DM achtunddreißig Erfurt DM siebenunddreißig

Christoph Harting:

Erfurt DM fünfzig Erfurt DM einundfünfzig

Sandra Arm hat diese Szene von oben beobachtet: Christoph Harting in Erfurt

 

Leichter hat man es in Zweiergesprächen:

Mit Stabhochspringerin Nastja Ryshich:

Erfurt DM dreiundvierzig

Mit Sprinter Lukas Jakubczyk:

Erfurt DM vierzig

Mit Hürdensprinter  Erik Balnuweit:

Erfurt DM zweiundvierzig

Mit Diskuswerfer Martin Wierig:

Erfurt DM einundvierzig

Zwischendurch schaue ich auch auf die laufenden Wettbewerbe, doch ist es für mich schwierig, mich in die richtige Position zu bringen, denn mein Bewegungsraum ist begrenzt. Da hat es Fotograf Dirk Gantenberg mit dem richtigen „Leibchen“ einfacher:

Erfurt DM dreiundsechzig Erfurt DM zweiundsechzig

So konzentriere ich mich weiter darauf, die fragenden und filmenden Kollegen zu fotografieren. Großes Medienadresse richtet sich auf Gesa Felicitas Krause, nachdem sie ihren 3000-m-Hindernis-Titel geholt hat:

Erfurt DM siebenundfünfzig Erfurt DM achtundfünfzig

Zunächst darf Eike Schulz sie für das ZDF befragen:

Erfurt DM zweiundsiebzig Erfurt DM siebzig Erfurt DM einundsechszig

Artig im Hintergrund wartet Tim Tonder (ARD). Ernst und konzentriert seine Miene:

Erfurt DM einundsechzig

Und freudig lächelnd, als er endlich seine Fragen los werden kann:

Erfurt DM dreiundsiebzig Tim lächelnd

Michael Reinsch und Manfred Steffny sind als nächste Frager an der Reihe:

Erfurt DM vierundsiebzig

Ich aber freue mich, als Matthias Bühler seinen Halbfinallauf über 110-m-Hürden gewinnt und danach entspannt  berichtet:

Erfurt DM neunundsechszig Erfurt DM achtundsechzig

Er betont, daß er verletzungsfrei über den Winter gekommen ist und daß insgesamt alle wichtigen Werte stimmen. Laßt Euch vom Finale überraschen, ruft er uns noch zu.

Und es ist keine Überraschung, daß er sich dann seinen siebenten Deutschen Meistertitel holt.  Über die Gründe dafür berichtet er  Harald Koken, der für leichtathletik.de  die Interviews führt.  Das Interview mit Matthias Bühler ist nachzuschauen unter:   http://www.leichtathletik.de/tv/video-detail/video-detail/detail/matthias-buehler-das-hat-mir-jetzt-im-finale-geholfen/

Über Matthias Bühler habe ich auf dieser Homepage im vorigen Jahr eine lange Geschichte geschrieben (   http://www.petergrau-leichtathlet.de/?p=3189 ).

Auch  Lokalmatador Julian Reus kann später über seinen 100-m-Sieg in 10,10 s jubeln:

Erfurt DM siebenundsiebzig Erfurt DM sechsundsiebzig Erfurt DM achtundsiebzig

Sandra Arm hat von der Pressetribüne aus beobachtet, wie  die Journalisten Julian Reus umringen:

Reus in Erfurt

 

Aber ansonsten sind für alle Einzelheiten, für Zeiten und Weiten,  andere zuständig, ist beispielsweise viel bei leichtathletik.de  nachzulesen.

Ich bin froh, daß ich die Hitze des Tages gut überstanden habe und mich auf den Weg ins Hotel begeben kann.  Die letzten Fotos geknipst, vom Stadion, vom Südpark, von der Thüringenhalle:

Erfurt DM neunundsiebzig Erfurt DM achtzig Erfurt DM zweiundachtzig Erfurt DM dreiundachtzig Erfurt DM einundacdhtzig

Dann aber zurück in die Pension am Dom. Und es bleibt an diesem Samstag-Abend noch genug Zeit für einen Stadtbummel.

Darüber berichte ich im dritten Teil der Randnotizen aus Erfurt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Randnotizen von den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 2017 in Erfurt – Teil 1

Vor einigen Tagen habe ich auf meiner Homepage meine Gedanken vor den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Erfurt geäußert und dabei vor allem in Erinnerungen geschwelgt.

Das Stadion im Jahr 1965 kurz vor dem Umbau von der 500-m-Bahn  auf die 400-m-Bahn:

Steigerwald eins

Ich wußte, daß mich ein verändertes Stadion erwarten würde. Aber die Fotos und Kurzvideos darüber  hatte ich mir vorher nicht angeschaut, wollte mich überraschen lassen.

Anreise mit kleinen Hindernissen

Am Samstag, dem 8. Juli 2017, setzte ich mich ins Auto, stellte auf dem Navi   die Adresse des Steigerwaldstadions ein und überließ mich dem Fahrt-Rausch. Diese Strecke von Berlin bzw. Neuruppin nach Erfurt hatte ich seit etwa 1970  gefühlte tausend Mal absolviert. Auch diesmal schien mir vieles bekannt. Nur die drei langen Baustellen auf der A 9 zwischen Beelitz und Hermsdorfer Kreuz waren eben neu. Aber in den letzten Jahrzehnten hatte ich mich an diese Baustellen gewöhnt. Wo viel gefahren wird, wird auch viel gebaut…  Nur eine kleine Pause legte ich an der Raststätte Rippachtal ein. Dann hörte ich von einem kleinen Stau vor dem Hermsdorfer Kreuz, aber ich wählte nicht bei Eisenberg den Weg über die Dörfer. Der Stau war auch nicht so stark, aber dann kam die Überraschung. Erstmals in meinem Leben durfte ich am Hermsdorfer Kreuz nicht rechts Richtung Erfurt abbiegen. Es wurde auch da gebaut, und wir wurden weitergeleitet. Doch die Umleitung war nicht allzu lang, vorbei an Stadtroda fanden wir bald wieder den Weg zurück auf die Autobahn A 4.   Rund 20 km Umweg, das war zu verkraften. Bald tauchte Jena am Horizont auf, der Ortsteil Lobeda mit seinen Neubauten. Kurz dachte ich daran, daß ich früher hier oft abgefahren war, um die Leichtathletik-Sportfeste im Jenaer Ernst-Abbe-Stadion zu verfolgen. U.a. ist mir da in Erinnerung, daß ich  am 25. Mai 1996  den Speerwurfrekordwurf von Jan Zelezny live miterlebte. Damals warf er in Jena  den noch heute gültigen Weltrekord von 98,48   m.

Und vor wenigen Tagen schickte mir mein Wiener Kollege Olaf Brockmann aus Ostrava ein Foto, das Zelezny und den Jenaer Speerwerfer Thomas Röhler (links)  zeigt. Röhler ist mit dem Speer inzwischen bei 93,90 m angekommen.

Ostrava neun Röhler-Zelezny

Nur kurz der Gedanke an die Speerwerfer, denn ein Tunnel erforderte meine ganze Aufmerksamkeit. Diesen Tunnel kannte ich schon, hatte seinen Bau miterlebt. Doch, was kam dann?  Ein zweiter Tunnel schloß sich bald an, und der war recht lang, gefühlte zehn Kilometer.  Drei Jahr war ich hier nicht vorbeigekommen, und schon hatte man einen neuen Tunnel gebaut. Wie schnellebig ist doch unsere heutige Zeit.

Ohne weitere Tunnel ging es nun weiter (d.h. fuhr mein Auto), ehe ich bei Erfurt-Ost die Autobahn verließ. Von dort war es nicht mehr allzuweit bis zum Stadion. Eine kleine Pause legte ich aber noch ein, als ich an meinem Geburtshaus in der Buddestraße 1 vorbeikam. Das Haus hatte sich wenig verändert, nur die Birke vor dem Haus war fast in den Himmel gewachsen.  Da mußte ich einfach aussteigen und einige Fotos machen:

Erfurt DM eins Erfurt DM zwei Erfurt DM vier

Doch dann schnell weiter, an der „Jägerei“, -so die alte Bezeichnung für die Straßenbahn-Haltestelle-, links herum und vorbei am Südpark, dem ehemaligen Südfriedhof. Südlich des Stadions, unterhalb der Thüringenhalle, sind zwei Parkplätze eingerichtet. Auf Nr. 2 darf ich parken. Und erinnere mich, daß fast an gleicher Stelle in meiner Jugend immer der Rummelplatz war. Dort konnten wir die Musik hören, die wir mochten, und das war bei mir schon damals die Musik von Elvis Presley und Bill Haley.

Erstmals im neuen Steigerwaldstadion

Doch heute spielt die Musik im Stadion, sprich, die Leichtathleten kämpfen um die Titel bei den Deutschen Meisterschaften. Nach einer gründlichen Taschenkontrolle am Eingang brauche ich etwas, um mich zurechtzufinden. Die freie Sicht ins Stadion, die ich vom Parkplatz fast 60 Jahre gewohnt war, gibt es nicht mehr.  Beton versperrt die Sicht. Ich frage nach dem Pressezentrum, und man weist mir den Weg. Aber nicht links um den Betonkoloß herum, wie ich gedacht hatte, sondern recht herum, in die Richtung des ehemaligen Marathontors, in östliche Richtung muß ich gehen. Und finde bald den Weg zum Presseezentrum. Pünktlich gegen 12.30 Uhr treffe ich dort ein. Die Journalistenschar füllt den Raum, der nicht eben groß ist, aber fast allen einen Sitzplatz bietet:

Erfurt DM fünf

Viele mir seit langem bekannte Leichtathletik-Journalisten kann ich kurz ablichten:

Erfurt DM zwanzig

Erfurt DM siebzehn Middel Erfurt DM zwölf

Erfurt DM sechs Erfurt DM acht

Erfurt DM sieben Erfurt DM zehn

 

Die Organisation fest in der Hand hat wie seit Jahrzehnten das Ehepaar Vollmer.  Eberhard Vollmer war wie immer emsig mit Papier und Computer beschäftigt:

Erfurt DM achtzehn

 

Dann beginnt die Auftaktpressekonferenz, mit DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop (Mitte), dem Leitenden Direktor Sport  Idriss Gonschinska (links)  und Medienchef Peter Schmitt.

Erfurt DM elf

Und der DLV-Präsident schwärmt vom Stadion, dankt besonders dem Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausenwein für dessen Einsatz, beim Umbau des Stadions unbedingt die Laufbahn zu erhalten. Als Dank wurde Bausenwein  mit der goldenen Verdienstmedaille des DLV ausgezeichnet.

Das Stadion

Ich aber bin nun gespannt, wie das Stadion von innen aussehen würde. Und der erste Eindruck ist dann sehr positiv. Zwar erkenne ich es  kaum wieder, aber es beeindruckt mich:

Erfurt DM sechszehn Erfurt DM vierzehn

Weitere Eindrücke am Rande der Deutschen Meisterschaften folgen in den nächsten Tagen.

Vor den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 2017 in Erfurt

 

Am kommenden Wochenende, am 8. und 9. Juli 2017, finden in Erfurt zum vierten Mal die Deutschen Meisterschaften der Leichtathleten statt. Ich werde dabei sein, wie vorher in den Jahren 1994, 1999 und 2007. Auch die U23- Leichtathletik-Europameisterschaft 2005 habe ich in Erfurt als Journalist für das Fachblatt „ Leichtathletik“ verfolgt.

Doch das ist nur eine Seite der Medaille.  Die andere liegt in den Erinnerungen.  Nur rund 500 m vom Stadion entfernt verbrachte ich meine Kindheit und meine Jugendjahre.

In den Jahren nach 1950 war ich oft im nahen, großen Stadion zuhause, das früher Georgij-Dimitroff-Stadion hieß, und heute Steigerwaldstadion. Anfangs war ich vor allem bei den Fußballspielen von Turbine Erfurt, die 1954 und 1955 DDR-Meister wurden, im Stadion. Erinnerlich ist mir, und das war wohl meine erste Begegnung mit Pferden, daß es schon damals manchmal recht ruppig auf den Rängen zuging und dann die Polizei auf Pferden für Ordnung sorgen mußte.

Ich habe aber auch miterlebt, als Radfahrer in dieses Stadion einfuhren, z.B. beim Radrennen Halle-Erfurt –Halle. Hier fährt der Sieger Gustav-Adolf-Schur über den Zielstrich und später mit Emil Reinicke auf der Ehrenrunde:

Steigerwald zwei

Ich war damals, zu DDR-Zeiten, dabei, als die Leichtathleten glänzten und fotografierte sie damals auch:

4×100-m-Staffelauf mit Gisela Birkemeyer und 3000-m-Hindernislauf:

Scan_Pic0053

Und ich selbst „glänzte“ auch einige Male als Läufer, u.a. bei einem Stundenlauf.

 

Anfangs gab es eine 500-Meter-Aschenbahn in diesem Stadion.

Steigerwald eins

Stadion im Jahre 1965 (Foto:  Rittweger / „Der Leichtathlet“)

Dann wurde diese Aschenbahn von einer 400-Meter-Tartanbahn ersetzt.
Seit meinen Jugendjahren ist jedenfalls im Stadion viel geschehen. Die damalige Holztribüne ist schon lange Geschichte.

Und jetzt hat das Steigerwaldstadion erneut seine äußere Form verändert. Ich bin gespannt, wie es nun auf mich wirkt.

Auffällig aber ist, daß die Leichtathletik weiterhin eine Heimstatt in Erfurt hat. Woran das im Endeffekt liegen mag, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Aber ich brauche nicht zu betonen, wie froh ich darüber bin. Und ich hoffe, daß das noch lange so bleiben möge.

Peter Grau

Werner Sonntag: Die Lauflegende, der Laufjournalist und Kultbuchautor wurde gerade 91 Jahre

Werner Sonntag Porträt

Meine erste Begegnung mit Werner Sonntag liegt sehr lange zurück. Es war  im Mai 1987, als ich auf meiner ersten Westreise nach dem Mauerbau 1961  in der Heimat von Werner Sonntag, im Stuttgarter Raum, konkret in Ostfildern, weilte und mit  Werner in den Schwarzwald fuhr, um dort am 3. Internationalen Schluchseelauf über 18 km teilzunehmen. Vor allem ist mir davon in Erinnerung, daß wir am 3.Mai in der Nähe des Feldbergs noch Schnee vorfanden.

Meine Medaille vom Schluchseelauf:

Werner Sonntag Schluchseelauf

Ein Jahr später nutzte ich erneut die Gunst der Stunde, eher die Gunst des Verwandtseins. Mein Onkel Karl, der in Eßlingen bei Stuttgart wohnte, hatte im Mai Geburtstag (er wurde 89 Jahre),  und das war eine dringende Familienangelegenheit, lt. DDR-Terminus. So durfte ich wieder  zwei Wochen in den Westen reisen. Am 28. April kam ich in Stuttgart an, nach einem Stadtbummel bin ich am Nachmittag nach Ostfildern gefahren, wo Werner Sonntag schon damals wohnte. Ab 17 Uhr, so meine Aufzeichnungen, lief ich mit Werner 11 km auf seiner Hausstrecke. Anschließend folgte ein leckeres Abendessen bei ihm und seiner Frau. Danach fuhr ich wieder zu meinem Onkel, feierte am 2. Mai dessen Geburtstag. Am 6. Mai hatte ich mich dann mit Werner Sonntag am Stuttgarter Hauptbahnhof verabredet, um mit ihm nach München zu fahren, wo wir dann beide am 8. Mai den München-Marathon liefen. Ich war mit meinen 3:32:19 h glücklich, Werner mit seinen 3:45 h. Am Nachmittag ging es dann per Auto mit Werner Sonntag zurück nach Stuttgart.

Meine Medaille vom München-Marathon:

Werner Sonntag München-München-Marathon

Das nächste Treffen mit Werner Sonntag folgte ein Jahr später, 1989. Wieder liefen wir gemeinsam auf seiner Hausstrecke, trafen uns beim Abendessen. Gemeinsam mit ihm fuhr ich dann nach Zürich, ich lief den Halbmarathon und er den Marathon.

Dann fiel die Mauer, ich konnte nun ohne besondere Gründe in den Westen fahren. Und weil ich dann als Anlaufpunkt meine Tante Gerda in Stuttgart-Feuerbach hatte, traf ich mich noch einige Male mit Werner Sonntag.

In Berlin begegneten wir uns am Rande eines Berlin-Marathons. Werner lief damals mit, ich verletzungsbedingt nicht:

Werner Sonntag Begegnung beim Berlin-Marathon

Ansonsten blieb uns der briefliche Kontakt. Er verfolgte meine Aktivitäten in der Zeitschrift „Leichtathletik“, ich seine in diversen Zeitschriften und seit langem auch im Internetdienst „LaufReport“, wo Werner Sonntag eine wöchentliche Kolumne hat.

Und in diesem „LaufReport“ las ich auch eine lange, sehr inhaltsreiche Geschichte, die Wolfgang W. Schüler über Werner Sonntag aus Anlaß dessen 90.  Geburtstags geschrieben hat.

Lesen Sie diese Geschichte  unter:  http://www.laufreport.de/impressum/team/sonntag/sonntag.htm

Am 22. Juni 2017 wurde Werner Sonntag 91 Jahre. Ich wünsche ihm vor allem viel Gesundheit und weiter eine flotte Feder. Es sind nur noch 9 Jahre bis zur 100!

Peter Grau