Tagebuch

Über das Abenteuer, eine zusätzliche Seite bei Facebook einzurichten

Manchmal muß man schnell seine Grenzen erkennen. Mein Vorhaben war relativ einfach gestrickt: Ich wollte neben meiner „normalen“ Facebook-Seite, auf der Sport, Kunst und Privates munter nebeneinander existieren  eine Extra-Seite schaffen, die sich nur um Kunst und Kultur drehen sollte.

Einige Zeit suchte ich und dann hatte ich es gefunden. Es nannte sich, so erinnere ich mich, Fanseite, und schien das Richtige zu sein. Aber schon bei der Namensgebung gab es Probleme. Als es endlich klappte, schien mir aber bald der Titel  „Peter Grau, Journalist, Kunst-und Kulturseite“ etwas zu hoch gegriffen. Ich bin ja kein Kulturwissenschaftler, sondern Wirtschaftswissenschaftler und die neue Faszination der Kunst hat mich eher per Zufall dank Facebook und der vielen virtuellen Freunde gepackt. Aber übertreiben möchte ich auch nicht. Meine Homepage soll nach wie vor mein „Fixpunkt“ sein.

So kamen bald Zweifel, denn ich merkte,  daß diese neue Seite eher auf Unternehmenswerbung, Erstellung von Veranstaltungen oder Abgabe von Angeboten ausgerichtet ist.   Es wurde für mich schnell ein Abenteuer.

Meine Facebook-Freundin Angelika Hinkelmann schrieb mir dazu: „Das Leben als solches, wenn es denn gelebt wird, ist ein einziges Abenteuer. Und Abenteuer bergen wiederum Abenteuer in sich. Spannend!!! Aufregend!!! Anregend!!! Und man sammelt immer wieder neue Erfahrungen.“

Angelika Hinkelmann:

Angelika acht Titelbild

Angelika hat es auf den Punkt gebracht. Und wie es manchmal bei mir ist: Zunächst treibt mich die Euphorie voran, dann kommt das Nachdenken, das Zweifeln.

So werde ich wohl in den nächsten Tagen das Abenteuer „Extra-Kunstseite“ zunächst beenden und meine Geschichten über Künstler weiter wie bisher auf meiner Homepage  in der Rubrik Kunst und Kultur veröffentlichen und anschließend auf meiner Facebook-Seite einen Verweis anbringen.

Aber in das nächste Abenteuer werde ich mich später wieder stürzen.

Peter Grau

Markus Lüpertz: Eröffnet zunächst Ausstellung in New York, danach in Neuruppin

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Dieser erste Sonntag im Juni 2017 war heiß, die Straßen Neuruppins gegen 16 Uhr leer. Leichte Zweifel kamen mir, ob viele den Weg in die Pfarrkirche finden würden. Warum aber sollten sie? Weil Markus Lüpertz dort seine Ausstellung eröffnen würde.

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Markus Lüpertz gehört zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart. Der Maler, Grafiker, Bildhauer, Dichter und Musiker hat gerade in New York zwei Ausstellungen mit seinen Werken eröffnet, und nun Neuruppin. Später wird der Bürgermeister der Stadt, Jens-Peter Golde, voller Stolz darauf hinweisen und auch den lockeren Hinweis geben, daß schon Fontane Neuruppin für größenwahnsinnig gehalten habe. Doch lieber „größenwahnsinnig“ und solch einen Künstler im besten Sinne des Wortes hofieren, als „graue Maus“ sein und die Künstler nur im Fernsehen bestaunen.

Lüpertz sieben

Aber, haben das auch die Neuruppiner erkannt? Sie haben es. Bereits 20 Minuten vor Beginn der Veranstaltung sind alle Plätze besetzt, 500 oder 600 Kulturliebhaber harren der Dinge, die da kommen werden.

Lüpertz dreizehn  P1030472

 

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Die zu eröffnende Ausstellung steht unter dem Motto: Hommage à Schinkel. Extra für Neuruppin hat Markus Lüpertz 20 Bilder geschaffen, die von einigen Skizzen des in Neuruppin geborenen Karl-Friedrich Schinkel inspiriert worden waren. Vor allem aber hat er eine Konzertgrafik geschaffen, die auf 40 Exemplare limitiert dann für jeweils 250 Euro schnell dankbare Abnehmer findet:

Lüpertz zwei

Im Schnellgang schaue ich mir die vielen Bilder an, fotografiere sie. Später aber kommen mir Bedenken, ob ich sie so einfach auf meiner Homepage ablichten kann, vor allem darf.  Ich mache mich bei Google sachkundig und lese u.a., daß zwar bei solchen  Ausstellungen fotografiert werden darf, vor der Veröffentlichung allerdings der Künstler bzw. der Veranstalter gefragt werden muß. Sicher sind die Grenzen dann fließend. Den Künstler kann ich mit dieser banalen Frage hinterher nicht „belästigen“. Veranstaltungschef Andreas Vockrodt werde ich eine mail schicken und um Aufklärung bitten. Fotografiert habe ich also fast alles, was dort an den Wänden zu sehen war und bis September 2017 noch ist. Aber es bleibt noch geheim, geborgen in meinem Computer. ( einige Tage danach bekomme ich dann von Andreas Vockrodt die Erlaubnis, die Bilder von Markus Lüpertz auf dieser Homepage zu veröffentlichen. Siehe am Schluß dieses Beitrages).

Nicht geheim aber bleibt der Künstler.  Zunächst wird er von Bürgermeister Jens-Peter Golde herzlich begrüßt:

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Danach wird das Publikum von einem Kunstsachverständigen in das Werk des Künstlers eingeführt. Dann aber:  Bühne frei für Markus Lüpertz!

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Der 77-Jährige kommt mit seiner Band TTT auf die Bühne, setzt sich ans Piano, und dann gibt es kein Halten mehr für ihn. Zwar ist die Musik – Free Jazz – für die Ohren der meisten Besucher noch ungewohnt, jenseits von klassischer Musik oder Dixieland-Jazz, aber einem genialen Künstler nimmt man es trotzdem dankbar ab. Zumal jeder in der Kirche sofort erkennen kann, welch meisterliche Performance er auch am Piano hinlegt.

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Lüpertz dreiundzwanzig

Nach gefühlten 30 Minuten ist das erste Stück vorbei, der Beifall schwillt an,  und der Meister begibt sich ans Rednerpult. Was folgt, ist keine der üblichen Reden, sondern der Vortrag eines eigenen Gedichtes. Vortrag, das ist stark untertrieben. Markus Lüpertz schießt die Worte in einem wahren Stakkato in den Kirchensaal, hoffend, daß man dort den Sinn erfassen möge.

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Mir gelang das zwar nur bruchstückhaft, von Drachen war die Rede und viel Blut floß, bildlich gesprochen. Aber trotzdem war es faszinierend, wie der Meister mit einer sonoren, wohlklingenden Stimme die Worte fand.

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Nachfolgend gab es eine musikalische Zugabe für die Zuhörer, die nun allerdings teilweise das Weite suchten, sprich, die Bilder des Künstlers betrachteten.  Aber allesamt zollten der Band nochmals Beifall.   Markus Lüpertz aber – man sah ihm die Freude über die gelungene Ausstellungseröffnung an – trug sich ins Ehrenbuch der Stadt Neuruppin ein.

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Lobende Worte fand er für die Pfarrkirche, die ja nicht mehr Kirche im eigentlichen Sinne ist, sondern unter dem Namen „Kulturkirche“ die Künstler „dieser Welt“ anzieht, gleich welchen Genres, gleich ob Musiker, Maler, Dichter…

Peter Grau

Nun also der Nachgang, die willkürliche Auswahl einiger Werke von Markus Lüpertz, die noch bis September 2017 in der Neuruppiner Pfarrkirche hängen:

Lüpertz drei Lüpertz neu acht Lüpertz neu zehn Lüpertz neu neun

Lüpertz neu siebzehn Lüpertz neu vierzehn

Lüpertz elf Lüpertz neu drei Lüpertz neu fünfzehn Lüpertz neu elf

Lüpertz neu sechs Lüpertz neu sechszehn Lüpertz neu eins P1030451 Lüpertz neu achtzehn

(bei manchen Aufnahmen scheint leider das Tageslicht durch die Kirchenfenster hinein und auf die Bilder).

Ob Regenbogen, Turmalin oder Spinell – ein jeder Stein weckt andere Gedanken

Meine Facebook-Freundin Claudia  Endres ist in der letzten Zeit wie gewohnt fleißig gewesen und hat aus ihrem großen Fundus  Steine ihrer Wahl vorgestellt.  Interessant, welche Eigenschaften den einzelnen Steinen zugesprochen werden. Jeder kann sich dann das für ihn Zutreffende herausnehmen.

Ich habe willkürlich sechs Steine herausgenommen. Andere werden in unregelmäßigen Abständen hier folgen.

 

REGENBOGEN-FLUORIT – löst Blockaden!

Regenbogen eins

Dieser Stein unterstützt nicht nur unsere Konzentrationsfähigkeit, fördert die Gedächtnisleistung, hilft bei Vergeßlichkeit und stärkt das Erinnerungsvermögen. Nein, er hilft auch bei Lernschwierigkeiten und Prüfungsangst.

Regenbogen zwei

Jeden Tag aufs Neue macht er uns bewußt, daß wir „täglich ein neues Leben“ beginnen können. Er vermittelt uns das Verständnis zu uns selbst, zu unseren Handlungen und verschafft uns einen ganz eigenen Überblick über das, was gut  oder weniger gut verlaufen ist. Somit haben wir immer wieder die Chance, Fehler oder Handlungen zu revidieren und zu verbessern.

Wer mehr über diesen Stein aus China oder Argentinien nachlesen möchte, kann gern hier klicken:

https://www.facebook.com/Heilsteinengel/photos/a.628008403948092.1073741828.627998630615736/1363831077032484/?type=3&theater

Regenbogen drei

Eine Auswahl an Regenbogen-Fluorit- Steinen findet man hier:

http://www.moldavit-engel.de/…/r_4_78_nurxxRegenbogen-Fluor…

 

SILBERAUGE – der Stein der Heilkräuter

Silberauge eins

Dieser faszinierende Stein lehrt uns, wie wir Pflanzen, speziell Kräuter und Heilkräuter, anwenden können, wie wir sie vorbereiten, verarbeiten und verwenden können.

Er lehrt uns die Pflanzenkommunikation und zeigt uns das Schöne und Geheimnisvolle um eine Pflanze.

Silberauge zwei

In unserem Alltag motiviert er uns zu Neuem, verfeinert unsere Wahrnehmung, fördert erholsamen Schlaf und macht uns allseits kompromißbereiter und offener für andere Menschen oder Situationen.

Wer mehr über diesen faszinierend schillernden Stein nachlesen möchte, kann gern hier klicken:

https://www.facebook.com/Heilsteinengel/photos/a.628008403948092.1073741828.627998630615736/1359567284125530/?type=3&theater

Silberauge drei

Eine Auswahl an Silberaugen-Steinen findet man hier:

http://www.moldavit-engel.de/st…/s_4_79_nurxxSilberauge.html

 

Der gelbe Turmalin

Turmalin gelb eins

Dieser Stein lehrt uns die bedingungslose und wahre göttliche Liebe. Es ist kein Stein für jeden, sondern nur für den, der in das vollkommene Bewußtsein kommen möchte.

Er fördert eine positive Weltsicht, ermutigt uns zu Neuem und hilft uns, unsere Angst vor unserer eigenen Liebe aufzuheben.

Turmalin gelb zwei

Wer mehr über diesen sehr seltenen Stein nachlesen möchte, kann gern hier klicken:

https://www.facebook.com/Heilsteinengel/photos/a.628008403948092.1073741828.627998630615736/1351025808313011/?type=3&theater

Turmalin gelb drei

Eine Auswahl an gelben Turmalin-Steinen findet man hier:

http://www.moldavit-engel.de/…/t_4_80_nurxxTurmalin%3Egelb.…

 

Rutilquarz rot

Rutilquarz rot eins

 

Dieser Stein zeigt uns neue Wege, neue Möglichkeiten auf, die wir selbst nicht sehen oder nicht sehen wollen. Er motiviert uns und bestärkt uns in unserem Mut, Neues zu wagen und größer zu denken.

Rutilquarz rot zwei

Dieser Stein hat zudem die Gabe, Beziehungen zu stabilisieren. Ehen zu retten und/oder neue Beziehungen eingehen zu können. Er regt in dieser Phase der Zusammenarbeit das Umdenken an.

Wer mehr über den heutigen Stein des Tages etwas lesen möchte, kann gern hier klicken:

https://www.facebook.com/Heilsteinengel/photos/a.628008403948092.1073741828.627998630615736/1351938244888434/?type=3&theater

Rutilquarz rot drei

Eine Auswahl an roten Rutilquarz findet man hier:

http://www.moldavit-engel.de/…/r_4_78_nurxxRutilquarz%3Erot…

 

 

SPINELL SCHWARZ

Spinell schwarz eins

Dieser unscheinbare Stein hat es in sich. E r kräftigt und vitalisiert uns, fördert Mut, Stärke, Macht und das Sehen von Dingen, die im Verborgenen liegen.

Er beseitigt Erschöpfungszustände, fördert eine ganz spezielle Klarheit und den Willen „Ja, ich schaffe alles!“ Man kann fast sagen: Er ist ein Stein für Lebenskrisen.

Spinell schwarz zwei

Wer mehr über diesen faszinierenden Stein nachlesen möchte, kann gern hier klicken:

https://www.facebook.com/Heilsteinengel/photos/a.628008403948092.1073741828.627998630615736/1352900654792193/?type=3&theater

Spinell schwarz drei

Eine Auswahl an schwarzen Spinell Steinen findet man hier:

http://www.moldavit-engel.de/…/s_4_79_nurxxSpinell%3Eschwar…

 

 

STILBIT –  der Stein für Fülle und Stabilität

Stilbit eins

 

Wenn wir im Alltag in so manchen  Situationen gewissermaßen „neben uns stehen“, wenn wir uns energielos oder allein gelassen fühlen, dann hilft er:  Der STILBIT aus Indien.

Er verstärkt unsere innere Führung, Stabilität, fördert Heiterkeit und Gelassenheit. Er eröffnet uns einen neuen Zugang zur Gesellschaft oder zu Menschen, an die wir buchstäblich nicht herankommen.

Stilbit drei

Wer mehr über diesen wunderschönen, zarten Stein nachlesen möchte, kann gern hier klicken:

https://www.facebook.com/Heilsteinengel/photos/a.628008403948092.1073741828.627998630615736/1353955428020049/?type=3&theater

Stilbit zwei

Eine Auswahl an Stilbit-Steinen findet man hier:

http://www.moldavit-engel.de/stein…/s_4_79_nurxxStilbit.html

 

 

Immer mehr Facebook-Freunde – aber der Tag hat leider nur 24 Stunden

Es werden immer mehr, meine virtuellen Facebookfreunde. Einesteils ist das sehr schön, denn ich lerne damit viele neue Leute kennen und jeder für sich hat eine eigene, ganz persönliche Geschichte.

Andererseits möchte ich vielen meiner neuen Freunde einen Platz auf meiner Homepage bieten. Doch das kostet Zeit und wird sicher noch lange dauern.

Was mir aber noch mehr wehtut ist, daß ich bei der Vielzahl der neuen Freunde ein Gebot der Höflichkeit nicht vollziehen kann.  Ich schaffe es im Moment nicht, jedem Einzelnen Dank zu sagen für die Freundschaftsannahme.

Deshalb hier mal ein pauschales Dankeschön an alle meine neuen Facebookfreunde (es sind jetzt, am 26. Mai 2017,  insgesamt 1444 Freunde).

Peter Grau

Berliner Olympiastadion: Die Leichtathleten wehren sich gegen den Raub ihrer blauen Laufbahn

Glock neunzig

Wie lange noch gibt es das ISTAF im Olympiastadion?

 

Die Wellen schlagen hoch! Die Aufregung ist riesengroß. Warum? Weil ganz plötzlich eine Studie eines Architekturbüros von der Führung des Fußballclubs Hertha BSC Berlin und des Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, der Öffentlichkeit vorgestellt wurde (nicht der Inhalt, sondern das Fazit), in der es heißt: Es ist möglich, aus dem Berliner Olympiastadion ein reines Fußballstadion zu machen.

Schon einmal war die Leichtathletik im Olympiastadion in Gefahr. Vor der Fußball-WM 2006 wurde das Stadion ebenfalls umgebaut und auch damals spielte man mit dem Gedanken, die Laufbahn herauszureißen. Damals ging der Kelch vorbei.

Diesmal scheint die Gefahr plötzlich größer zu sein, nimmt man das Echo als Maßstab. Doch woher kommt das Echo? Zuallerst von aktiven Leichtathleten, Leichtathletik-Funktionären, Sympathisanten, Kämpfern für den Denkmalschutz. Kein Wunder. Auch ich als Leichtathlet und Leichtathletik-Journalist bin natürlich dafür, die Laufbahn zu erhalten. Auch ich möchte weiter Leichtathletik im Olympiastadion sehen.

Glock achtzezhn

Doch die bisher schweigende Mehrheit, die sich wenig für Leichtathletik interessiert,  wird das wohl nicht so sehr beeindrucken. Fußball ist nun mal die Sportart, für die sich die meisten interessieren. Die Fußballanhänger wollen, daß die Laufbahn weggerissen wird, sie wollen näher an die Spieler heran, es soll lauter werden im Stadion. Rund 50.000 Zuschauer kommen zu den Heimspielen der Hertha, viel, aber eben auch eine Minderheit, wenn man die 3 Millionen Berliner, die Millionen aus dem Umland und die Abermillionen aus Deutschland und dem Ausland zählt. Die Lobby für die Leichtathleten wird klein sein, zumal die Resonanz für die Leichtathletik in den letzten Jahren leider abgenommen hat.

Und das Geld? Da wird der Berliner Senat wohl nicht knausrig sein. Mehr als für den Flughafen wird es wohl nicht werden, könnte man sarkastisch sagen. Und für einen solchen Umbau Geld zu „spenden“, ist aus Sicht des Senates sicher finanziell lukrativer, als wenn sich Hertha BSC  aus dem Olympiastadion verabschiedet und ein eigenes Stadion baut.

Ende 2015, als im Berliner  Olympiastadion die konstituierende Sitzung des Organisationskomitees für die Leichtathletik-EM 2018 (7.-12. August) an gleicher Stelle stattfand, schien der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, noch ein richtiger Freund der Leichtathletik zu sein:

Kick OFF PK nr 11

Frank Kowalski (Geschäftsführer der BEM), Dr. Clemens Prokop (DLV-Präsident), Michael Müller (Regierender Bürgermeister von Berlin), Diskuswerfer Robert Harting (v. links nach rechts).

Doch nun hat es Michael Müller schwer, dieser Liebe nachzugeben.  Zu sehr ist er in eine Zwickmühle geraten. Und wenn er verlauten läßt, daß es auch möglich sei, eine versenkbare Laufbahn zu installieren, so glaubt er vielleicht selbst nicht daran. Oder doch?

Ich habe schon betont, daß ich natürlich für das Erhalten der Leichtathletik im Olympiastadion bin, für weitere Stadionfeste (ISTAFs), für internationale Meisterschaften, vielleicht sogar 2036 für die Olympischen Spiele.

Glock siebzehn

Doch was ist, wenn sich die Macher durchsetzen, die die Laufbahn herausreißen wollen? Zu den Fußballspielen gehe ich jetzt schon nur ganz selten, zu sehr habe ich mich bisher dort gelangweilt. Und wie verkrafte ich den eventuellen Wegfall der Leichtathletik? 2018 werde ich noch die EM schauen können, denn ein eventueller Umbau soll ja erst 2025 anfangen. Eine WM wird bis dahin wohl noch nicht in Sicht sein. Und Olympia? Da wird wohl erst die Berliner Bevölkerung überzeugt werden müssen. Und falls sie überzeugt wird und 2036 wirklich Olympische Spiele in Berlin stattfinden würden, wäre ich mir nicht sicher, ob ich dann im vorgerückten Alter von 96 Jahren überhaupt noch fähig sein würde, hinzugehen. So hat jeder wohl seine eigene Sicht…

Spannend wird es in der nächsten Zeit werden, wie die Offiziellen der Stadt und des Fußballclubs der Kritik der Leichtathletik-Freunde begegnen werde. Es gibt wohl vier Möglichkeiten:

Erstens: einfach weg mit der blauen Bahn und die Kritik aussitzen. Zweitens: Die Tartanbahn irgendwie im Untergrund verschwinden lassen und bei Bedarf an die Oberfläche hiefen. Drittens: Den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark so ausbauen und verschönern zu lassen, um dort 40.000 bis 50.000 Zuschauer unterzubringen. Die Stimmung für die Leichtathletik würde dort mindestens so gut wie im Olympiastadion sein. Ich habe es oft erlebt, wie dort zu DDR-Zeiten bei den Olympischen Tagen (den Treffs der leichtathletischen Weltelite) sich die Zuschauer begeisterten. Viertens: Es bleibt im Olympiastadion alles wie jetzt und der Fußballclub baut nebenan ein reines Fußballstadion.

Das sind meine ersten Gedankenspiele, ohne Kenntnis, wie die Machbarkeitsstudie aussieht und welche Seite sich durchsetzen wird.

Dabei habe ich noch nicht mal erwähnt, daß auch der Denkmalschutz eine Rolle spielen könnte. Doch den könnte man wohl am ehesten aushebeln. Schließlich wird das Olympiastadion auch oft als Machwerk des Hitler-Regimes hingestellt. Andere Denkmale wurden geschleift. Was hindert die Politik, hier die Axt anzusetzen?

Peter Grau

Ruth und Peter Olympiastadion

Der Autor 1990 nach dem 25-km-Lauf von Berlin und dem Einlauf ins Olympiastadion

 

Sofort nach dem Bekanntwerden der Machbarkeitsstudie häuften sich die kommentierenden Artikel in den Medien.

So äußerte der DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop vehemente Kritik. Lesen Sie unter: https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/deutliche-kritik-des-dlv-praesidenten-an-umbau-plaenen-fuer-berliner-olympiastadion/

Auch „German Road Races“ meldete sich zu Wort. Unter der Überschrift „ Rettet das Olympiastadion“ protestierte man gegen den Umbau. Nachzulesen unter:
http://www.germanroadraces.de/24-0-49751-rettet-das-berliner-olympiastadion.html

Spiegel online brachte folgenden Kommentar:

http://www.spiegel.de/sport/fussball/olympiastadion-berlin-unbeliebt-und-unverzichtbar-a-1149334.html

In der Berliner Zeitung wurde das Ganze so kommentiert: http://www.berliner-zeitung.de/sport/hertha-bsc/umbau-des-olympiastadions-die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-herthas-plaenen-26946966

Und auch Sprintstar Usain Bolt meldete sich zu Wort und bezeichnete es als eine „Schande“, wenn man „seine “ blaue Laufbahn entfernen würde.

Bolt wieder Mixedzoneexezone

Usain Bolt (Foto:  Olaf Brockmann)

Wer seine Ruhe will, schweigt

Mein Facebook-Freund Manfred Dechert meldet sich fast jeden Tag mit wortgewaltigen Beiträgen. Am 17. Mai 2017 schrieb er etwas zu einem Thema, das ich sehr gut nachfühlen konnte. Zu DDR-Zeiten praktizierte ich es ähnlich wie er:  Nur nicht auffallen, mit dem Strom mitschwimmen. Ich gehörte nicht zu den Widerstandskämpfern,  äußerte meine Bedenken zu den gesellschaftlichen Zuständen  nur moderat in Diskussionen  am Arbeitsplatz .  Die meisten Wort-Freiheiten nahm ich mir im privaten Kreis. Dort wurde ich dann auch – nie rechnete ich damit – von der Stasi überwacht, aber ich wurde nicht von meiner Arbeitsstelle entlassen, weil ich sie rechtzeitig wechselte und den Weg zum Sportjournalismus einschlug (mehr dazu in der Rubrik „Über mich“).

Im Nachhinein meine ich zwar, daß ich mir mehr hätte zutrauen können, aber hinterher ist man manchmal klüger.

Manfred Dechert Porträt zwei

Welche Gedanken hat nun Manfred Dechert zum Thema:

Wer seine Ruhe will, schweigt

Als sie in der Grundschule einen Mitschüler gequält haben, habe ich geschwiegen – ich war froh, daß ein Anderer der Sündenbock war. Ich habe sogar mitgelacht,  auch, als ein zweiter dran war. Dadurch, daß ich so gut dabei war, ist mir nichts passiert. In der Lehre habe ich mitgelacht, als Kollegen über einen Mit-Lehrling herzogen – es tat mir im Inneren weh, doch, wer sich gegen die Mehrheit stellt, hat immer verloren.

So sagte schon mein Vater, so sagte der Pfarrer, in der Konfirmandenstunde, ein aufrechter Christ betet, und riskiert nicht sein Leben, auch wenn Unrecht um ihn rum passiert. Er muß an sich und seine Familie denken. Bei der Bundeswehr schlugen sie einen Kriegsdienstverweigerer zusammen, weil der Vorgesetzte das so angeordnet hatte. Ich machte mit, auch, wenn ich es nicht gut fand.
Sollte ich zum Märtyrer werden – ich wollte aufsteigen, also machte ich mit.
Immer in der Mitte, unauffällig, nicht nach Außen, da drängen sie Dich ab.

Wer nach oben will, lernt, funktioniert, strengt sich an. Ich war gut, im Sportverein, ich leitete ihn mit, spürte rechtzeitig, woher der Wind kam, und wenn es an der Zeit war, einen neuen Trainer zu fordern. Schwache Spieler waren abzudrängen, auch unbequeme Mitarbeiter in der Firma – als Abteilungsleiter lernte ich in der Schulung, wie man solche Problem-Fälle wegkriegt.

Ich bin kein gleichgültiger Mensch, ich bete ab und zu, in der Kirche mache ich mit, habe sogar für das Presbyterium kandidiert. Ich bin in der Mitte, ich protestiere, aber kaum vernehmlich, kaum hörbar, weiß, wann ich zu schweigen habe. Wenn wir in der Kirche beten, laut und im Chor, fühle ich mich immer mal als Guter. Neulich war ich sogar mal bei einer Veranstaltung gegen Ausländerfeindlichkeit, ich kam mehr zufällig dazu, für eine bunte Stadt, ja, dafür bin ich, aber nicht zu bunt, ich habe mitgeklatscht.

Wer seine Ruhe will, schweigt. Mein Sohn denkt schon fast so wie ich. Kommt er manchmal mit komischen Ideen heim, die er im Internet oder bei einzelnen Klassenkameraden gehört hat, von wegen neuer Gesellschaft oder so, sage ich: Junge, wir haben eine neue Gesellschaft. Sorge dafür, daß die bleibt, und mache Dich nicht unbeliebt, orientiere Dich an den Leistungsträgern, den Starken, nicht an irgendwelchen Wirrköpfen, oder Verlierertypen, sonst hast Du verloren!

Man muß nicht alles herausschreien, die, die das tun, werden zusammengeschlagen, auch, wenn sie im Recht sind, oder fotografiert, oder in ihrer beruflichen Laufbahn behindert. So ist es heute noch, auch ohne „Radikalenerlaß“, wie in den siebziger Jahren.

Schweig, und mach mit, aber mit entschlossenem, glaubensstarkem Demokratenblick – ich weiß die schweigende Mehrheit hinter mir…

Manfred  Dechert

(meine Gedanken zum folgenden Bild – gesehen bei Fred G. Schütz)

Manfred Dechert Brecht und Spruch

Zwischen Amethyst und Aprikosen-Achat

 

Es wird wieder Zeit, daß ich neue Steine vorstelle. Steine, die von meiner Facebook-Freundin Claudia Endres ausgesucht wurden und denen sie jeweils eine  besondere Bedeutung zuordnet. Jeder kann sich dann das für ihn Passende heraussuchen:

Der Amethyst – der Stein der Meditation!

Amethyst eins

Ein Amethyst umfängt uns mit einer ganz besonderen Weichheit, Liebe und spirituellen Führung. Er beruhigt unser Innerstes, gleicht Unbehagen aus, löst von veraltenden Mustern und Vorstellungen und erhöht unsere Aufnahmefähigkeit – besonders im spirituellen Bereich.

Amethyst vier hell

Er verhilft uns zu einem gesunden Menschenverstand, macht uns flexibler, neuen  Ideen, Vorstellungen und Entscheidungen gegenüber. Er löst Blockaden und eröffnet uns neue Wege,  die wir bewußt  oder unbewußt  nicht sehen oder gar umsetzen möchten.

Amethyst zwei

Wer mehr über diesen wunderbaren Stein – der über 530 Millionen Jahre alt ist – nachlesen möchte, kann hier klicken:

https://www.facebook.com/Heilsteinengel/photos/a.628008403948092.1073741828.627998630615736/1337393403009585/?type=3&theater

Amethyst drei

Eine Auswahl an Amethyst-Steinen findet man hier:

http://www.moldavit-engel.de/st…/a_4_24_nurxxAmethyst-1.html

 

DISTHEN BLAU – Geschicklichkeit, Koordination und Erfolg!

Disthen blau eins

Dieser Stein fördert unsere Motorik, Schnelligkeit, Fingerfertigkeit und die Geschicklichkeit in allen handwerklichen Tätigkeiten.

Er bringt somit den sicheren Erfolg in Arbeiten, sei es im Beruf oder Handwerk. Während er unsere Schnelligkeit anregt, verleiht er uns zugleich Ausdauer, Geduld und motiviert uns zu Neuem…

Dieser Stein verbessert unsere Konzentration und Lernleistung. Er steigert unser logisches und rationales Denken und läßt uns spontan handeln. Er lockert Menschen auf, die immer nur dasselbe tun,  ohne darüber nachzudenken, was es sonst noch für Möglichkeiten gibt.

Disthen blau drei

Ein blauer Disthen wirkt sehr stark auf unser Kehlchakra  und regt somit die Kommunikation und Rhetorik an. Wortgewandtheit, Schlagfertigkeit und immer wohlüberlegte Antworten stehen uns durch ihn zur Verfügung.

Dieser Stein steht auch für Glück in der Arbeit, für Ausdauer, Hoffnung und den Wunsch auf Erfolg. Er baut negative Energien und Gedanken ab, wenn wir an uns oder unseren Fähigkeiten zweifeln. Er harmonisiert unseren Geist, verfeinert unsere Sinne und zeigt uns in jeglicher Tätigkeit, wozu wir fähig sind…

Disthen blau zwei

Wer mehr über diesen hübschen Stein nachlesen möchte, kann gern hier klicken:

https://www.facebook.com/Heilsteinengel/photos/a.628008403948092.1073741828.627998630615736/1335657739849818/?type=3&theater

Disthen blau vier

Eine Auswahl an Disthen blau –  Steinen findet man hier:

http://www.moldavit-engel.de/…/d_4_27_nurxxDisthen%3Eblau-1…

 

PRINTSTONE – der Stein der Arbeit und der Willenskraft!

Printstone eins

Der PRINTSTONE verleiht seinem Träger Motivation, Arbeitswillen, Energie und Ausdauer und hilft,  auch schwierige Arbeiten mit Bravour zu meistern.

Er zeigt uns neue Ziele oder das „Endziel“ eines Projektes an und verhilft uns dabei, es zu erreichen. Er läßt uns aber auch auf andere Menschen zugehen und unsere Hilfe anbieten, ohne uns von anderen Mitmenschen ausnutzen zu lassen und deren Arbeiten übernehmen zu müssen.

Printstone zwei

Wer mehr über diesen hübschen Stein aus Australien nachlesen möchte, kann gern hier klicken:

https://www.facebook.com/Heilsteinengel/photos/a.628008403948092.1073741828.627998630615736/1332190406863218/?type=3&theater

Printstone drei

Eine Auswahl an Printstone-Steinen findet man hier:

http://www.moldavit-engel.de/st…/p_4_76_nurxxPrintstone.html

 

PYROPHYLLIT- Grenze Dich von anderen ab!

Pyro eins

Wer kennt es nicht? Das ständige Dreinreden von anderen, die ständige Bevormundung, den ständigen Tadel oder unaufhörliche Nörgeleien von anderen? Arbeitgeber, die meist nur fordern und Arbeiten vorschreiben,  sich jedoch nicht bedanken können, geschweige denn die geleistete Arbeit  anerkennen können?

Ist es nicht so, daß viele unter uns sich ständig aufoktroyieren lassen, was sie nach Ansicht anderer tun und lassen sollen ? Ist es dagegen nicht so, daß wir selbst wissen, was als nächstes getan werden muß,  wie es getan werden muß und was wichtig ist und umgesetzt werden sollte?

Brauchen wir hierfür wirklich andere, die ihren Frust über ihren eigenen Mangel an uns abarbeiten?

Pyro drei

Nein! Nicht mehr mit einem Pyrophyllit! Er setzt dort die Grenze, wo unser freies Denken und unser freier Spielraum für Tätigkeiten, Vorhaben, Arbeiten und Handlungen – privat oder beruflich – beginnt!

Wer mehr über diesen unbekannten Stein nachlesen möchte – kann gern hier klicken:

https://www.facebook.com/Heilsteinengel/photos/a.628008403948092.1073741828.627998630615736/1334834179932174/?type=3&theater

Pyro zwei

Eine Auswahl an Pyrophyllit Steinen findet man hier:

http://www.moldavit-engel.de/s…/p_4_76_nurxxPyrophyllit.html

 

Der Herkimer-Diamant – der Stein für Licht und Bewußtsein!

Herkimer eins

Dieser Stein zeigt uns auf, was wir können, was in uns steckt, welche Fähigkeiten wir in uns tragen und wie wir sie am besten weiterentwickeln und ausbauen können.

Er verstärkt unsere Energie, unsere eigenen spirituellen Fähigkeiten, fördert das „Hellsehen“ und das „Hellhören“ und lehrt uns zwischen den Zeilen zu lesen und verborgene Botschaften  erkennen.

Herkimer zwei

Dieser Stein bringt Veränderungen und Neuerungen für uns, löst Verhaftungen, erleichtert Umbrüche und ermutigt uns zu Neuem. Er fördert die Ehrlichkeit uns selbst gegenüber und regt spirituelle Prozesse an.

Wer mehr über diesen wunderbaren Stein nachlesen möchte, kann  hier klicken:

Herkimer drei

https://www.facebook.com/Heilsteinengel/photos/a.628008403948092.1073741828.627998630615736/1337395369676055/?type=3&theater

Herkimer vier

Eine Auswahl an Herkimer-Diamanten findet man hier:

http://www.moldavit-engel.de/…/h_4_68_nurxxHerkimer%3EDiama…

 

Der Aprikosen-Achat

Aprikosen Achat eins

Dieser hübsche und fein gebänderte Achat fördert die Treue uns selbst gegenüber. Er verleiht uns Kraft, Stärke und Mut, erlaubt es,  jede Lebenssituation neutral betrachten zu können, die besten Entscheidungen zu treffen und alles zu meistern, was mit dieser  meist unerwarteten  Umstellung auf uns zukommt.

Er vermittelt zudem tiefe Verbundenheit und Dankbarkeit unserem Leben gegenüber, macht begeisterungsfähig und fördert den Kontakt zu Geistwesen, wie Devas, Engeln, Naturwesen ect.

Aprikosen Achat zwei

Wer mehr über diesen hübschen Achat nachlesen möchte, kann gern hier klicken:

https://www.facebook.com/Heilsteinengel/photos/a.628008403948092.1073741828.627998630615736/1338198256262433/?type=3&theater

Aprikosen Achat drei

Eine Auswahl an Aprikosen-Achat Steinen findet man hier:

http://www.moldavit-engel.de/…/a_4_24_

Claudia Endres

Claudia Zeichen

 

Facebook – ein Phänomen, viel genutzt, gelobt und gescholten

Ein Phänomen, das ist wohl nicht der richtige Ausdruck. Facebook ist eine Realität, der man sich hingibt oder auch nicht. Soziales oder unsoziales Medium? Das liegt immer an denen, die es nutzen. Ich nutze es mit Freude, mit zuviel Intensität (gegenwärtig) und schöpfe viel Positives daraus. Wohl ist es nicht einfach, 1300 FB-Freunde „im Griff“ zu haben (oder wie andere 4000 oder 5000). Aber man muß und kann ja nicht mit jedem ständig korrespondieren. Man stelle sich vor, man müßte telefonieren… Unmöglich. So aber weitet man seinen Horizont, lernt andere Leute kennen, andere Berufe…

Genug der einführenden Worte. Übergebe ich doch einfach das Wort bzw. die Schrift an meinen Facebook-Freund Manfred Dechert, der sich über die Nutzung von Facebook so seine Gedanken gemacht hat:

Manfred Dechert Porträt drei

Lebensinhalt – FB-Nutzer

Ja, ich könnte den ganzen Tag hier verbringen. Nein, ich starre nicht auf den Bildschirm, ich bin nicht hypnotisiert. Eher fasziniert, manchmal irritiert – aber, das ist „draußen“ ja auch. – Wie sehen gute FB-Nutzer denn aus? Ich denke, das liegt auch am eigenen Anspruch. Will ich eine Spielwiese haben, Fotos posten, die gerade andere FB-Bekannte über meinen Alltag, Aktivitäten, auch Haustiere, Reisen, neue Jobs informieren?

Will ich neue Kontakte in Literatur, bildender Kunst haben, mich über psychologische, spirituelle Themen austauschen, oder einfach nur „adden“? Alles geht, alles ist möglich, wenn es einem Anderen nicht schadet, eher allen nützt.
Sich nicht verlieren, ziellos durch die Seiten irren – das kann allerdings zum Problem werden.
Vielleicht ist es so wie beim „Zappen“ im Fernsehen – ich sehe alles, und doch nichts…Da noch gucken, da noch, aber die Entscheidungslosigkeit, wo man wirklich hin will – die kann auch quälen.

Ja, ich könnte den ganzen Tag hier verbringen. Hinausschauen, durch dieses virtuelle Fenster, alles aufsehen, auflesen, aufschauen, aufnehmen,
mit Augen, die manchmal viereckig schauen. Ja, ich werde meinem PC manchmal ähnlich – und wer betrachtet wen, wer leitet wen?
Ein umfangreiches, wachsendes FB-Netz zu haben, ist Chance, Herausforderung, manchmal auch Über-forderung zugleich.
Wie alles pflegen?
Du bräuchtest eine Hilfskraft, die Dir hilft, den Überblick zu wahren.

Alte Kontakte pflegen – schauen, wie ich anschließen kann – neue Kontakte ausbauen. Nein, es soll schon gegenseitig sein, ich will nicht nur „abgelikt“ werden, oder ab-liken müssen. Aber, es ist Zeit-intensiv.
Videos schauen, Blogs, umfangreiche Statements lesen – wichtig, aber Zeit-intensiv. Da bräuchtest Du wieder einen zweiten, der sich mit Dir ergänzt, der immer mal wieder die „Sichtung“ und Bewertung übernimmt.

Ja, ich könnte den ganzen Tag hier verbringen. Denken, daß ich in Sekunden in Amerika sichtbar bin, und umgekehrt – Landschaften weltweit, ob drüben, oder Oberösterreich, oder einfach heimatliche Bilder sehen, und zeigen.
Das Leben „draußen“ hm, nicht so leicht zu erkennen, weil Du jeden dritten draußen ebenfalls mit „Bildschirmblick“ siehst. Das sind nicht nur die Smart-Phone-Frauen, die sehr zahlreich in Bahnen unterwegs sind.
Das sind auch die Leute im Supermarkt, die vor sich hin sprechen – und auf einmal siehst Du ein Kabel baumeln…

Wie sehen gute FB-Nutzer aus, wie schlechte? Nun ja, Beleidigen, Beschimpfen, Abwerten, das kennen wir, nicht nur hier, auch draußen. Das Gegenteil könnte sein: sich gegenseitig stützen, begleiten, Raum geben, sich zu zeigen, auch mal Kritik üben. Aber so, daß Du weißt – mit den Worten könnte ich auch gut leben!
Gute, sinnvolle FB- Nutzung könnte bedeuten, Texte zu begleiten, durch konstruktive Kritik zu ermutigen, noch authentischer zu schreiben, zu teilen, zu fotografieren. Anteil nehmen, und vermitteln, das FB-Bekannte nicht, wie das Vorurteil oft heißt, nur „Phantom-Bekannte“ oder gar „- freunde“ sind.

Es kann viel mehr sein. Oder auch nur wenig, aber in jedem Fall leibhaftiges Interesse und Präsenz vermitteln, ein Schritt hin zu wirklicher Begegnung.
Dieser Schritt kann auch ganz winzig sein, wenn er zusammen und auf Augenhöhe Dich mit Anderen gehen läßt.

Dann war oder ist es sicher nicht sinnlos!

Manfred Dechert

Manfred Dechert Porträt zwei

Interessant waren die ersten Wortmeldungen zum Beitrag von Manfred Dechert. Unterschiedlich in der Aussage, aber gemeinsam in der Ansicht:  Facebook ist etwas Nützliches.

Vera : Die virtuelle Welt ist voller Möglichkeiten, Segen und Fluch zugleich…..Eins ist sicher, ohne fb hätte ich nie meinen Lieblingsmenschen kennengelernt…

Hetty: Ich persönlich bin froh, daß es Internet gibt. Die ganze Welt kommt zu mir nach Hause, ohne daß ich auf Reisen gehen muß, und das ist für mein Alter ideal!

Rosi: Ich habe auch über Fb und früher wkw Menschen kennengelernt, die ich sonst nie kennengelernt hätte – und aus vielen Netz-Freunden sind liebe reale Bekannte und Freunde geworden, die ich nicht mehr missen möchte!

Hilde: Für mich ist es das Netz,  das sich weit spannt,  nicht einschränkt und mir die Möglichkeit läßt, meinen Horizont zu erweitern. Ja, die Welt rückt näher… Und trotzdem habe ich noch meine kleine Welt um mich. Es ist beides interessant, und ich möchte auf beides nicht gern verzichten. Aber das Internet soll mich nicht total beherrschen.

Angela: Facebook ist ein tolles Medium, weil man sich aktiv einbringen und gedanklich austauschen kann – das geht beim normalen Fernsehen nicht. Aber auch bei Facebook hat man die Qual der Wahl – wie bei Büchern, Fernsehsendungen usw. Ich möchte es nicht mehr missen, wie das Internet überhaupt.

Genug der einzelnen Wortmeldungen. Manfred Dechert hat, so scheint, es,  ein Thema angesprochen, was viele bewegt. Viele?  Eben die, die auf Facebook zuhause sind, die es nutzen, in vielerlei Hinsicht. Und eines darf man nicht vergessen: Gerade im vorgerückten Alter ist das Internet, ist Facebook, eine „Spielwiese“, auf der sich kräftig spielen läßt und die nur jedem zu empfehlen ist. Einfach versuchen, und dann kann man entscheiden, ob man es mag oder nicht.

Noch ein Gedanke: Wie wäre es gewesen, wenn wir zu DDR-Zeiten schon das Internet, schon Facebook gehabt hätten… Doch sicherlich hätten die damals Regierenden ein Mittel gefunden, um soviel wie möglich zu verbieten.   Wie schön, daß heute in Deutschland diese Gefahr nicht droht.

Peter Grau