Tagebuch

Die Lauf-Legende Bernard Lagat (USA) feiert beim 75. ISTAF in Berlin Abschied

Harting klein ISTAF 067

Bernard Lagat (41) wird beim 75. Internationalen Stadionfest am 3. September 2016 im Berliner Olympiastadion sein letztes Rennen in Europa laufen. „Ich will eine große Party mit den tollen Berliner Fans feiern“, sagt der der in Kenia geborene US-Star, der beim ISTAF über 3.000 m startet. Er tritt unter anderem gegen den Deutschen Richard Ringer an, der bei der EM in Amsterdam Bronze gewonnen hatte.

„Bernard Lagat hat uns bereits vor einem Jahr gefragt, ob er sein allerletztes Rennen in Europa beim Jubiläums-ISTAF 2016 absolvieren darf“, sagt Meeting-Direktor Martin Seeber. „Er kommt sehr gern ins Olympiastadion, liebt die einmalige Atmosphäre.“ In der Berliner Arena holte die Lauf-Legende 2009 WM-Bronze über 1.500 m und WM-Silber über 5.000 m. Insgesamt zehnmal ging der Doppel-Weltmeister und dreifache Hallenweltmeister beim ISTAF an den Start – 2005 holte er den Sieg. Zum ISTAF wird Bernard Lagat, der in den USA und in Tübingen lebt, mit seiner Frau und seinen beiden Kindern sowie zahlreichen Freunden anreisen. Seeber: „Er hat 15 Karten bestellt.“

Dass Lagat kurz vor seinem Karriere-Ende längst noch nicht zum alten Eisen gehört und seinen Ehrgeiz nicht verloren hat, unterstreicht seine Nominierung für Olympia in Rio. Dort tritt die 41 Jahre alte Lauf-Legende über 10.000 m an – und rechnet sich durchaus Chancen auf die Medaillenränge aus.

Zum 75. ISTAF am 3. September werden über 55.000 Zuschauer erwartet. Geplant ist, dass in 16 Disziplinen zwei Wochen nach den Olympischen Spielen in Rio zahlreiche Olympiasieger und deutsche Medaillengewinner an den Start gehen werden. Zudem sind die fünf deutschen Europameister von Amsterdam dabei: Max Heß, Gesa Felicitas Krause, Cindy Rohleder, Christina Schwanitz und David Storl.

Tickets für das Jubiläums-ISTAF gibt es ab 9 Euro unter www.istaf.de.

Leichtathletik Berlin 31.08.2014 73 ISTAF Internationales Stadion Fest Berlin Olympiastadion 5000m Herren Augustine Kiprono CHOGE KEN Foto Camera 4

Bernard Lagat (links) beim ISTAF 2014  (Foto: Camera4/ISTAF)

 

Ein Sonntag in der Seeperle

Man soll sich manchmal auch etwas gönnen!  Der Sonntag eignet sich einfach dazu,  in gemütlicher Viererrunde die Mittagsstunden in einem der vielen Restaurants zu verbringen, die sich auch in Neuruppin anbieten.

Einer unserer Favoriten ist immer die Seeperle. Direkt am  Ruppiner See gelegen, stimmt hier alles.

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Fisch ist natürlich Trumpf in diesem Restaurant.  Schon wenn wir uns in Richtung Restaurant begeben, kommen wir an Fischen vorbei. Im Aquarium schwimmen sie munter umher:

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Doch diese Fische sind nicht zum Verzehr gedacht. Da beruhigt uns die Chefin, Frau Craemer, die uns wie immer freundlich empfängt.

Diesmal sitzen wir nicht im Innenraum, sondern wählen die weiträumige Außenterrasse.  Große Sonnenschirme bieten uns dort Schatten. Und der Blick fällt sogleich auf die vielen Boote, die gleich nebenan ankern:

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Dann aber wenden wir uns der Speisekarte zu, wählen fast ausschließlich gebratenes Zanderfilet.

Und solange der Fisch in der Küche zubereitet wird, dürfen wir miteinander plaudern und uns an der schönen Aussicht erfreuen:

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Dann bringt der Chef des Hauses persönlich unsere Speisen und nun heißt es: Genießen!

Die zwei Stunden am See vergehen wie im Fluge. Zufrieden verlassen wir die gastliche Stätte.

Peter Grau

Olaf Brockmanns Impressionen von den U20-Weltmeisterschaften in Bydgoszcz

Rast-und ruhelos war Olaf Brockmann, mein Wiener Kollege von der Kronenzeitung, auch am Wochenende in der Gastgeberstadt der U20-Weltmeisterschaften der Leichtathleten, dem polnischen Bydgoszcz (deutsch Bromberg) unterwegs. Hauptsächlich arbeitete er im Stadion, aber die Pausen nutzte er für Streifzüge mit der Kamera durch die Stadt.

Schauen Sie sich wieder einige seiner Schnappschüsse an:

Bydpol eins

Bydpol zwei

Bydpol drei

Bydpol vier

Bydpol fünf

Bydpol sieben

Bydpol sechs

Bydpol neunBydpol zehn

Bydpol elf

 

Bydpol vierzehn

Bydpol sechszehn

Spiridonchef Manfred Steffny (links) und Olaf Brockmann

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Bydpol zwölf

alle Fotos:  Olaf Brockmann, Wien

Nach München: Ruhe und Besinnung in der Natur gefunden

Es war ein schwarzer Freitag, dieser 22. Juli 2016. Und für mich, der ich tagsüber fast ständig im Internet bin und auch den Fernseher laufen lasse, ist solch eine intensive Berichterstattung wie beim Amoklauf in München nur schwer zu verkraften. Manchmal wünsche ich mir, daß nicht alles so haarklein und bis ins Detail geschildert wird, auch, weil ich befürchte, daß Nachahmer dadurch angeregt werden. Aber da höre ich die Beschwörer der Meinungsfreiheit, der Informationspflicht der Medien und muß ruhig sein.

So muß ich irgendwann die Bremse ziehen, sprich, etwas völlig anderes zu sehen. Ablenkung brachte mir am Freitag Dart und Edelsteine.

Dart Fotos

Die Dart-Wettkämpfe schaue ich schon eine ganze Zeit lang und wäre gern mal direkt am Ort des Geschehens. Edelsteine, das ist eng verbunden mit dem Internet-Verkaufssender Juwelo, der nicht nur zu oft erschwinglichen Preisen Ringe, Ohrschmuck und Anhänger anbietet, sondern auch durch teilweise perfekte Moderatoren wie etwa Arion Ahrens und Thomas Riccardi            Wissenswertes mitteilen läßt.

 

Am Samstagmorgen aber wollte ich mich weiter frei machen von negativen Gedanken. Und was ist da am besten? Aktiv sein, hinaus in die Natur gehen oder eben wie ich, fahren.

Mit dem Fahrrad auf Tour

Ausgangspunkt war, wie kürzlich, die Birkenallee. Früher begannen wir hier unsere Sonntagsläufe, diesmal also auf nicht aufs „Schusters Rappen“, sondern auf dem normalen Fahrrad:

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Wieder nehme ich den Uferweg und bin bald am Rodelberg. Der Schnee fehlt, aber das Wasser ist da. Der Blick auf den Ruppiner See:

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Einen Kilometer später verlasse ich den Uferweg nach rechts, und bald begrüßt mich folgendes Schild:

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Bevor ich auf dem Hotelgelände ankomme, muß ich mein Rad noch über eine schmale Holzbrücke tragen:

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Von dort oben blicke ich auf einen Nebenarm des Rhin:

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Das Hotel „ Am Alten Rhin“ (www.hotel-am-alten-rhin.de) wird von Britta und Bert Krsynowski geführt.

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Und gegenwärtig ist es sehr gut besucht, was ich auf dem Parkplatz an den vielen Autos mit Berliner Kennzeichen sehe.

Durch die Toreinfahrt des Hotels geht’s hinaus auf die Hauptstraße, die durch Alt Ruppin führt. Zunächst komme ich an einem kleinen Haus vorbei, wo man sich Ruderboote und Kanus ausleihen kann:

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Für die Touristen, die sich noch nicht so gut auskennen, zeigt die Karte, wohin man sich wenden kann:

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Und dann fällt mein Blick auf die Kirche:

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Das folgende Schild lädt zum Hineingehen ein:

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Der Altar ist wie so oft in Kirchen der Blickfang:

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Aber auch anderes gefällt:

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Es ist eine relativ kleine, aber anheimelnde Kirche:

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Im Gespräch mit der Gemeindevertreterin, die am Eingang jeden Gast freundlich begrüßt, sind wir uns schnell einig: die Kirche eignet sich sehr, um solche schlimmen Ereignisse wie in München zu verkraften, um einfach Ruhe und Besinnung zu suchen.

Auch von außen ist der Blick auf die Kirche eindrucksvoll:

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Einladend sieht auch die Außenfront des Hotel „Am Alten Rhin“ aus:

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Gegenüber hält Ferdinand Möhring auf einem breiten Sockel Wacht. Er war Komponist, Lieddichter, Dirigent und Organist:

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Ich aber fahre weiter, passiere eine weitere Brücke über den Rhin. Auch von dort grüßt die Kirche:

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Und von der Brücke sehe ich eine Baustelle:

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Eigentlich nichts besonderes, aber hier stand gefühlte 25 Jahre eine Bauruine, und anscheinend waren die Eigentumsverhältnisse so, daß es nicht vorwärtsging. Nun aber der große Fortschritt. Ich bin gespannt, was hier entsteht.

Wer dort baut, hat dann diesen herrlichen Blick auf den Rhin:

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Weiter ab auf dem Weg zum früheren Startplatz des Hubertuslaufes:

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Am Weinberg steht wie eh und je diese Schule des Ortes:

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Dort, wo ich jetzt hohe Bäume und links hervorlugend den Sportplatz sehe, standen früher Baracken, in denen wir Läufer uns umzogen.

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Heutzutage hat sich hier alles verändert. Dort, wo wir vor 30 Jahren auf einem Rasensportplatz beim Hubertuslauf starteten, befindet sich heute ein kleiner schmucker Sportplatz. Im Hintergrund sieht man einen Baukran.

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Hier entstehen Wohnhäuser.

Ich aber spiele mal wieder Läufer und begebe mich auf die damalige Laufstrecke. Ein Blick zurück zeigt die damalige Zielgasse.

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Dort bekamen wir immer unsere Teilnehmermedaillen.

 

Ab in den Wald, aber der Sand wird immer mehr, sodaß ich das Rad schieben muß:

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Auffällig, wie viele Kiefernzapfen auf dem Sandboden liegen:

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Doch dann bin ich endlich durch, genieße den Blick auf die Wiese, auf der ich früher einige Male Rehe gesehen habe. Die aber sind heute vormittag nicht hier.

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Und dann suche ich eine ganz kleine Holzbrücke, die auf unserem Laufweg über einen kleinen Bach führte. Aber nichts ist zu sehen:

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Die Brücke ist weg, die Natur hat sich das geholt, was ihr Läufer und Wanderer mal genommen haben.

Aber ich lasse mich nicht unterkriegen, entdecke einen anderen Weg, der mich weiterführt. Und ich entdecke einige kleine Wasserflecken, die irgendwie in mir den Gedanken an das Moor wachrufen.

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Schnell weiter, um nicht zu versinken, denke ich. Und bin bald auf der Straße, die von Molchow bis zur Schleuse führt. Linkerhand sehe ich den „ Kornspeicher“ von Tischlermeister Manfred Neumann. Dort verkauft er Antiquitäten und restauriert Möbel.    Bert 502

Dort war ich vor einiger Zeit bei einem Konzert vom Pianisten Axel Zwingenberg.

Heute aber wird keine Musik gehört, sondern vor allem dem Singsang der Vögel. Und dann dem Rauschen des Wassers. Ich bin an der Alt Ruppiner Schleuse angekommen:

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Nun lege ich den Fotoapparat beiseite, und spute mich, denn 12 Uhr ist Mittagszeit. Und ab 13 Uhr ist wieder Zeit für die Tour de France. Die letzte Bergetappe steht auf dem Plan. Nicht für mich. Ich habe meine Tagestour hinter mir.

Tour de France klein 2016 Titel Plan

Auf Laufspuren – Wo ich früher in Berlin trainierte

Je mehr die Welt durch schlimme Nachrichten erschüttert wird und der Sport im Dopingsumpf versinkt, versuche ich, durch eigenes Sporttreiben dagegenzuhalten. Nur so, glaube ich, kann ich mein persönliches Gleichgewicht halten bzw. finden.

Und in diesem Zusammenhang ist es hilfreich, wenn ich mich an Vergangenes erinnere, um daraus Kraft zu schöpfen.

Am Sonntag (17. Juli) weilte ich wieder mal in Berlin und begab mich alsdann auf die Spuren des Lauftrainings. 1974 hatte ich mit dem Laufen begonnen, und die ersten Runden drehte ich auf dem Zachertsportplatz in Berlin-Lichtenberg. (lese dazu auch unter „Geschichten aus meinem Läuferleben“)

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Dort sieht es jetzt ganz anders aus als früher. Die damalige Aschenbahn ist schon seit längerem einer Tartanbahn gewichen.

Der Schaukasten unserer Laufgruppe aber existiert noch. Einige Läufer auf dem Foto erkenne ich noch.

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Aber der zweite Schaukasten ist gerade zerstört worden:

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Hier also trafen wir uns, d.h. die Laufgruppe von Borussia Friedrichsfelde.

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Laufgruppe von Borussia Friedrichsfelde vor dem Start beim Rennsteiglauf

 

Wer gehörte damals zu unserer Laufgruppe?

Jürgen Stark, Horst Prill, Bernd Dehnke, Siggi Büttner, Peter Grau, Gunther Hildebrandt, Michael Täuber (Köln), Klaus Hennig, Werner Pohl, Günther Peschel, Manfred und Gabi Naumann, Michael Kujath. Erst später hinzu kamen dann Klaus Hopf und seine Frau Birgit.

Ebenfalls auf diesem Trainingskurs liefen Udo Bauermeister und Rainer Lehmann, aber sie liefen separat, weil sie zu schnell für uns waren.  Gudrun Strohbach wohnte direkt am Zachertsportplatz, war schon in jungen Jahren Langstrecklerin und im DDR-Marathonlauf an der Spitze. Sie war sicherlich auch viel zu schnell für unsere „langsame“ Trainingsgruppe, aber zumindest auf dem Sportplatz sind wir oft gemeinsam mit ihr gelaufen.  Und auch heute läuft  Gudrun, seit langem mit Gerhard Brettschneider verheiratet, regelmäßig und nimmt an Wettkämpfen im Orientierungslauf teil.

Gudrun Porträt

Gudrun Brettschneider im Jahre 2015

 

Ehe ich mich auf die Laufstrecke begebe, schaue ich noch in die Lincolnstraße, in der ich auch einige Zeit eine Wohnung hatte.

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In einem der Häuser rechts habe ich gewohnt:

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Sie machen einen schmucken Eindruck und die ganze Straße ebenfalls.

In der anderen Richtung sind linkerhand eine ganze Reihe neuer Häuser hinzugekommen. Dort gab es früher einen Kindergarten.

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Doch nun zurück zum Ausgangspunkt des Trainings. Manchmal war ich gleich am Anfang mit dabei, manchmal stieß ich auch erst später, nach zehn Minuten hinzu, denn ich wohnte an unserer normalen Trainingsstrecke Richtung Wuhlheide.

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Los ging es also vom Sportplatz, nach links auf einem schmalen Weg. Damals gab es aber noch nicht soviel sattes Grün wie heute:

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Vorbei an einer Schule, dann die Rummelsburger Straße überquert und durch das Wohnviertel gelaufen. Wieder überrascht mich heute das viele Grün, sogar einige Kiefern sind hinzugekommen:

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Weiter führte uns damals der Weg die Hans-Loch-Straße entlang und vorbei an der Mellenseestraße.

Dort wohnte ich lange Zeit in einem Neubau, im 10. Stock, links oben:

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Gegenüber lag damals wie heute eine Schule, meine jüngste Tochter ging in diese Schule:

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So sieht es heute hinter dem Haus Mellenseestr. 60 aus, die Bäume sind fast in den Himmel gewachsen:

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Nach dem Abstecher aber weiter auf dem Laufweg, entweder direkt geradeaus:

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oder aber die langgeschwungene Kurve der Hans-Loch-Straße entlang:

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Vorbei an einer Autowaschanlage, die es damals auch noch nicht gab:

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Und dann ein markanter Punkt: Unter den S- und Eisenbahngleisen hindurch:

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Gleich wird es wieder grün:

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Links ab geht es durch eine Gartenanlage:

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Kurz auf die blühenden Gärten geschaut und weiter durch das nächste Wohngebiet an der Ilsestraße. Und bei Ilse fällt mir einmal meine Tante Ilse ein, die immerhin 100 Jahre alt wurde und von 1912 bis 2012 in Erfurt lebte. Zweitens erinnere ich mich an folgenden Spruch: „Ilse Bilse, niemand willse. Kam der Koch, nahm sie doch, steckte sie ins Ofenloch. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, wo ist denn mein Schatz geblieben?

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Blick zurück in die Ilsestraße:

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Dann geht bzw. läuft es weiter nach links, ein wenig steigt der Weg an:

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Ich erkenne die Häuser auf der rechten Seite wieder:

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Und dann belebt sich die Straße. Ein Gruppe von gefühlt 50 Radfahrern zieht an mir vorbei:

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Auch sie drängen über die schmale Fußgängerbrücke.

Bevor ich aber auf der Brücke bin, schaue ich nochmal nach links, in die Dönhoffstraße:

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Nun also über die Brücke, die wegen der vielen Schmierereien ziemlich unansehnlich wirkt:

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Dann traben wir durch den Traberweg:

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Wieder mache ich einen kleinen Abstecher zu einem Haus in der Treskowallee. Dort, direkt an der viel befahrenen Straße und gegenüber der Karlshorster Trabrennbahn, habe ich ebenfalls einige Jahre gewohnt:

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Das war mein Balkon:

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Im Jahr 2005 habe ich diese Wohnung dann gekündigt und bin nach Neuruppin gezogen. Für einige Zeit zog mein Journalisten-Freund Christian Klaue in diese kleine 2-Zimmer-Wohnung. Er arbeitete damals beim Sportinformationsdienst (sid) in Berlin, wechselte 2009 als Leiter der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit zum Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und ist seit dem 1. September 2015 direkt am Gipfel der sportlichen Macht, beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC), angekommen. Dort ist er für die Kommunikations- und Medienarbeit für die deutschsprachigen Länder zuständig. An ihn muß ich beim Niederschreiben dieses Textes denken, denn er erlebt gerade eine sehr aufregende Zeit, mitten im Geschehen rund um das Doping in Rußland.

Wir liefen damals ungedopt, und es machte uns fast immer riesigen Spaß, gleich, ob wir nun eine, zwei oder drei Stunden unterwegs waren.

Der Trainingsweg führte ganz dicht an dieser meiner Wohnung vorbei, vom Traberweg zur Treskowallee:

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Aus dieser Richtung kamen wir:

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Irgendwann mußten wir auf die andere Straßenseite. Meistens wählten wir dazu diese Straßenbahnhaltestelle:

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Dabei bekamen wir damals noch mit, daß sich auf der rechten Seite ein großer Krankenhauskomplex der Sowjetarmee befand. Der ist nun fast vollkommen abgerissen, nur zwei verfallene Gebäude sind noch zu sehen:

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Auf dem Großteil des Geländes aber ist ein neuer Bau des Diakoniewerkes Simeon entstanden:

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Das Schild an der Straßenbahnhaltestelle zeigt uns, wo wir sind:

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Aber ich weiß auch so, daß es nun nach links hinein ins Grüne geht:

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Es kommt mir alles aber sehr schmal vor. Ich werde also unsicher, ob es hundertprozentig der richtige Weg von damals ist.

Links erblicke ich den Eingang zum Bad, das es auch damals schon gab und das sich heute Sommerbad nennt:

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Dann sehe ich zur Orientierung diese große Schautafel:

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Und dann erblicke ich den breiten Weg, der hin zum Pionierpark führte.

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Der Weg ist zwar nicht mehr so breit wie früher, es sind auch viele neue Bäume am Rand gepflanzt worden.

Aber ich fühle mich trotzdem irgendwie heimisch. Und genieße die Natur:

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Doch dann ist für heute Schluß. Die Trainingsstrecke von damals rennt mir ja nicht weg. Beim nächsten Mal werde ich den anderen, größeren Teil unseres Trainingsreviers erkunden.

(Fortsetzung folgt demnächst)

Die dunklen Wolken über dem Sport sind noch dunkler geworden

Rio 2016 Anfangsfoto Rio 2016 für Homepage

Doping ist wieder in aller Munde. Am Montag (18. Juli 2016), 18 Tage vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro, legte der kanadische Jurist Richard McLaren im Auftrag der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) einen Report über das staatlich gelenkte Doping in Rußland vor.   Der umfangreiche Report wird überall intensiv studiert, und die Reaktionen aus aller Welt sind vielfältig.

In der  „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ haben Michael Reinsch und Christoph Becker am 18. Juli einen umfassenden Artikel unter der Überschrift “ Gastfreundschaft auf Russisch“ geschrieben. Darin haben sie auch die wesentlichen Punkte des Reports wie folgt zusammengefaßt:

Die drei zentralen Ergebnisse im Ermittlungsreport der Welt-Anti-Doping-Agentur zu Doping in Russland:

1. Das Moskauer Labor agierte zum Schutz von gedopten russischen Athleten innerhalb eines vom Staat bestimmten, unfehlbaren Systems. Dieses wird im Report als Methode der verschwundenen Positivproben beschrieben.

2. Das Labor in Sotschi entwickelte eine einzigartige Methode zum Austausch von Proben, um gedopten russischen Athleten die Teilnahme an den Spielen zu ermöglichen.

3. Das Sportministerium leitete, kontrollierte und überwachte die Manipulation der Athletenbefunde oder den Proben-Austausch. Das geschah unter aktiver Teilnahme und Hilfestellung von FSB (russischer Inlandsgeheimdienst), CSP (Trainingszentrum der russischen Top-Athleten) sowie der Labors in Moskau und Sotschi.

Lesen Sie dazu den ganzen Artikel unter folgendem Link:

http://www.faz.net/-gu9-8jhl1

 

In der Berliner Tageszeitung  „ Der Tagesspiegel“ hat mein Journalistenkollege Friedhard Teuffel  zum  gleichen Thema einen lesenswerten Kommentar veröffentlicht.  Unter der Überschrift „ Rußland hat dem ganzen Sport geschadet“  urteilt er, daß im Dopingskandal nicht nur Rußland verliere, das als Betrüger dastehe. Vor allem sei damit auch die olympische Idee beschädigt worden.

Zum Kommentar gehen Sie bitte auf folgenden Link:

 

 

Dunkle Wolken schweben über dem Sport

Ich muß zugeben, daß ich im Moment sehr verunsichert bin. Zwar habe ich hier in Neuruppin eine „Insel der Glückseligen“ gefunden, was Familie, Stadt, Kultur und Natur betrifft. Aber ich kann ja der Informationsflut nicht entgehen, die sich über uns alle ergießt. Ob nun der Anschlag in Nizza, der Militärputsch in der Türkei, ob beunruhigende Nachrichten im Vorfeld der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, es scheint kein Ende zu geben.

Und doch soll es heute, am Montag, dem 18. Juli 2016, ein vorläufiges Ende geben. Für wen? Für die russischen Sportler. Sie sollen von Olympia ausgeschlossen werden, wenn sich im sogenannten McLaren-Report die Vorwürfe über Staatsdoping bewahrheiten sollten. Speziell wird Aufklärung über manipulierte Dopingproben bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi erwartet.  Und eine Allianz unter Führung der Anti-Doping-Agenturen in den USA und in Kanada  hat bereits, so berichtet die Nachrichtenagentur dpa, einen Brief an das IOC entworfen, mit der  klaren Forderung nach einem Komplettausschluß Rußlands bei den Olympischen Spielen, falls sich die Vorwürfe bewahrheiten.

Das IOC hat zwar bisher einen Komplettausschluß Rußlands abgelehnt, aber es wird schwer werden, die richtige Bilanz zwischen kollektiver Verantwortung und individueller Gerechtigkeit zu finden.

Boykotts von Olympia, das kenne ich aus der Vergangenheit. Leidtragende waren dabei immer vor allem die aktiven Sportler. Und nun vielleicht ein angeordneter Ausschluß durch das IOC.  Wer werden die Verlierer sein? Nicht diejenigen, die schon wegen Dopings bestraft wurden und sowieso Pause machen müssen. Nein, die aktiven Sportler, die von Geburt an Russen sind,  sind dann die Verlierer. Ich versuche mich in diejenigen hineinzuversetzen, die nie etwas mit Doping zu tun hatten (die wird es garantiert auch in Rußland geben) und die nun in Sippenhaft genommen werden.

Gewinner wird es keine geben, denn solch ein Ausschluß würde den Sport insgesamt treffen, auch wenn die hehren Ziele der Dopingbekämpfung natürlich auch berücksichtigt werden müssen. Und sind die die Gewinner, denen nun starke Konkurrenten abhanden gekommen sind ? Sind sie die Gewinner, weil Medaillen nun leichter erreichbar sind?

Ich muß all das, was mir in den Medien vorgesetzt wird, einfach so hinnehmen, ohne mit eigener Sachkenntnis urteilen zu können. Und mit meiner DDR-Vergangenheit kann ich auch nicht mitreden, weil ich damals als Außenstehender, als normaler Zuschauer, nicht in die Geheimnisse des Staatsdopings eingeweiht war.

Was soll ich also tun? Mich vom Sport abwenden? Das will ich nicht. Alles so hinnehmen, wie es kommt? Das muß ich wohl, aber Gedanken werde ich mir weiter machen.

Nun aber bin ich gespannt, wie sich das IOC entscheidet.  Totalausschluß Rußlands von den Olympischen Spielen 2016 oder  Ausschluß „nur“ für einzelne Sportarten ( die Leichtathleten haben sowieso keine Chance mehr)?

Die dunklen Wolken über dem Sport werden sich so schnell nicht verziehen.

Peter Grau

Das Hühnermobil auf dem Ökohof Kuhhorst

Ab und an kaufen wir im Bioladen, direkt nebenan. Und da ist mir auch aufgefallen, daß dort Produkte vom Ökohof Kuhhorst angeboten werden. Zuerst machen wir uns im Internet sachkundig und lesen folgendes:

„Unser Ökohof „Die Kuhhorster“ liegt nordwestlich von Berlin im Brandenburgischen Havelland. Auf ca. 400 ha Land haben wir hier einen Demonstrationsbetrieb für Ökologischen Landbau und für die Verarbeitung von ökologischen Produkten aufgebaut. Auf dem Hof arbeiten ca. 80 Menschen mit Behinderung. Mit viel Liebe und Geduld werden Fleisch, Milch, Getreide und Gemüse verarbeitet, die dann in den Mosaik-Hofläden und auf den Biomärkten in Berlin verkauft werden.

In unserem Hofladen bieten wir ein vielfältiges Sortiment frischer Produkte aus eigener Herstellung. Hier halten wir Fleisch- und Wurstwaren, Marmeladen und Suppen, Trockenprodukte wie Nudeln und Kleingebäck sowie Obst, Gemüse und Kartoffeln für Sie bereit.“

So vorbereitet, fahren wird die rund 20 km, ehe wir am Ortsschild ankommen:

Huhn 362  100 Porzent

Nur rund 100 m brauchen wir bis zum Eingang des Ökohofes:

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Und wenige Meter entfernt sehen wir rechts eine bunte Kuh, passend zum Ortsnamen Kuhhorst:.

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Und dann sehen wir viele Hühner:

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Huhn 374

Das muß das Hühnermobil sein, wie es so passend auf der Homepage des Ökohofes vorgestellt wurde:

„ Seit Ende Februar haben wir ein Hühnermobil von der Firma Weiland auf unserem Ökohof. Es beherbergt 220 Hennen und 5 Hähne der Rasse Domäne Golden Silber. Die Hennen dieser Rasse haben braunes Gefieder und legen braune Eier, die Hähne sind cremefarbene.

Domäne Golden Silber ist ein sehr zutrauliches und robustes Zweinutzungshuhn. Das heißt: Die Tiere legen sowohl Eier, werden aber auch für die Fleischgewinnung geschlachtet.
Als Futter erhalten die Tiere hofeigene Produkte wie Dinkel, Weizen, Hafer oder Kartoffeln.

Die Hühner schlafen und legen im Mobil. Regelmäßig wird das Mobil vom Traktor auf frisches Grünes umgesetzt. So haben die Tiere ständig die Möglichkeit, draußen zu sein.“

Soweit die Notiz von der Homepage des Ökohofes Kuhhorst.

Und auch Fotos sind dort zu sehen:

Hühnermobil eins

Hühnermobil zwei

Hühnermobil drei

Hühnermobil vier

 

Doch es soll ja nur ein Kurzbesuch sein. Deshalb verabschieden wir uns nach einem kurzen Gespräch mit einigen Ökobauern. Es geht vorbei am Sportplatz, der jetzt zur Arbeitszeit zwar leer ist, aber abends und am Wochenende regelmäßig von Fußballern frequentiert wird.

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Und bald sehen wir „glückliche Kühe“, nicht auf einer Almwiese, sondern eben auf dem platten Land:

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Im Storchendorf Linum halten wir dann nach Störchen Ausschau, und sind glücklich, als wir auf einem hohen Rastplatz ein Nest sehen.

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Nun warten wir, ob sich etwas regt und sehen bald zu, wie Storchenmann und Storchenfrau ihre Kinder füttern. Doch es dauert mir zulange, bis ich sie in voller Größe erhasche. So gebe ich mich mit folgendem Foto zufrieden, auch wenn mir beide ihre Hinterfront zukehren.

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Wasser, Wald und Boote – Zeit zum Innehalten

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Es ist das Schöne an einer Homepage, daß man zwischen ernsten und heiteren, zwischen schwierigen und leichten Themen variieren kann. Und es ist auch für meine Leser angenehm, wenn sie sich mal etwas zurücklehnen und durchatmen können.

Dann muß auch nicht soviel getextet werden, was mir zwar schwer fällt. Aber es geht…

Begleiten Sie mich mit Ihren Blicken, wenn ich von der westlichen Uferseite des Molchower Sees aus, direkt gegenüber der  Molchower Badestelle, einfach mal die Natur in der nahen Umgebung  Neuruppins genieße, die Bäume, das Wasser und die Boote, die zufällig vorbeiziehen…

(und bitte die Fotos anklicken, dann entfalten sie ihre ganze Schönheit und Schärfe! )

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Wie bekommt man das Foto scharf?

Heim Test 5 50 PorzentHeim 1 TesstHeim 2 Test 2 Test HeimP1000338Heim Test 3P1000338Heim 4 TestHeim Test 6 100 Prozent

Nachdem Diskuswerfer Robert Harting mich kürzlich darauf aufmerksam machte, daß meine Fotos unscharf seien, arbeite ich nun daran, das zu verbessern. Ich war mir sicher, daß die Urfotos scharf sind und durch die Bearbeitung für meine Webseite unschärfer werden. Jetzt habe ich für eine Aufnahme  verschiedene Varianten ausprobiert und will nun mal sehen, was am besten ist. Ich stelle  mal alles auf meine Homepage, weil ich dann besser urteilen kann.

Das Ergebnis:  Die ersten drei Fotos werden bei einem Doppelklick scharf (bei ihnen habe ich das Foto 50,  25 bzw. 12 Prozent verkleinert und dann nicht weiter bearbeitet.)

Die beiden anderen Fotos  werden auch beim Doppelklick nicht schärfer, sie sind unscharf (diese Fotos habe ich bearbeitet, d.h. komprimiert, auf 448 x 336 Pixel, und von 6,45 MB auf 57,6 KB. ).

Und das letzte Foto, das ich auf 100 Prozent gelassen habe, ist auch scharf.  Nun bin ich leicht verunsichert. Warum habe ich monatelang immer die Fotos bearbeitet, d.h. komprimiert?  Ich glaube jetzt, daß ich das Ei des Kolumbus gefunden habe. Aber sicher darf man sich nie sein.  Soll ich jetzt alle Beiträge überarbeiten?