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Randnotizen von den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 2017 in Erfurt – Teil 1

Vor einigen Tagen habe ich auf meiner Homepage meine Gedanken vor den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Erfurt geäußert und dabei vor allem in Erinnerungen geschwelgt.

Das Stadion im Jahr 1965 kurz vor dem Umbau von der 500-m-Bahn  auf die 400-m-Bahn:

Steigerwald eins

Ich wußte, daß mich ein verändertes Stadion erwarten würde. Aber die Fotos und Kurzvideos darüber  hatte ich mir vorher nicht angeschaut, wollte mich überraschen lassen.

Anreise mit kleinen Hindernissen

Am Samstag, dem 8. Juli 2017, setzte ich mich ins Auto, stellte auf dem Navi   die Adresse des Steigerwaldstadions ein und überließ mich dem Fahrt-Rausch. Diese Strecke von Berlin bzw. Neuruppin nach Erfurt hatte ich seit etwa 1970  gefühlte tausend Mal absolviert. Auch diesmal schien mir vieles bekannt. Nur die drei langen Baustellen auf der A 9 zwischen Beelitz und Hermsdorfer Kreuz waren eben neu. Aber in den letzten Jahrzehnten hatte ich mich an diese Baustellen gewöhnt. Wo viel gefahren wird, wird auch viel gebaut…  Nur eine kleine Pause legte ich an der Raststätte Rippachtal ein. Dann hörte ich von einem kleinen Stau vor dem Hermsdorfer Kreuz, aber ich wählte nicht bei Eisenberg den Weg über die Dörfer. Der Stau war auch nicht so stark, aber dann kam die Überraschung. Erstmals in meinem Leben durfte ich am Hermsdorfer Kreuz nicht rechts Richtung Erfurt abbiegen. Es wurde auch da gebaut, und wir wurden weitergeleitet. Doch die Umleitung war nicht allzu lang, vorbei an Stadtroda fanden wir bald wieder den Weg zurück auf die Autobahn A 4.   Rund 20 km Umweg, das war zu verkraften. Bald tauchte Jena am Horizont auf, der Ortsteil Lobeda mit seinen Neubauten. Kurz dachte ich daran, daß ich früher hier oft abgefahren war, um die Leichtathletik-Sportfeste im Jenaer Ernst-Abbe-Stadion zu verfolgen. U.a. ist mir da in Erinnerung, daß ich  am 25. Mai 1996  den Speerwurfrekordwurf von Jan Zelezny live miterlebte. Damals warf er in Jena  den noch heute gültigen Weltrekord von 98,48   m.

Und vor wenigen Tagen schickte mir mein Wiener Kollege Olaf Brockmann aus Ostrava ein Foto, das Zelezny und den Jenaer Speerwerfer Thomas Röhler (links)  zeigt. Röhler ist mit dem Speer inzwischen bei 93,90 m angekommen.

Ostrava neun Röhler-Zelezny

Nur kurz der Gedanke an die Speerwerfer, denn ein Tunnel erforderte meine ganze Aufmerksamkeit. Diesen Tunnel kannte ich schon, hatte seinen Bau miterlebt. Doch, was kam dann?  Ein zweiter Tunnel schloß sich bald an, und der war recht lang, gefühlte zehn Kilometer.  Drei Jahr war ich hier nicht vorbeigekommen, und schon hatte man einen neuen Tunnel gebaut. Wie schnellebig ist doch unsere heutige Zeit.

Ohne weitere Tunnel ging es nun weiter (d.h. fuhr mein Auto), ehe ich bei Erfurt-Ost die Autobahn verließ. Von dort war es nicht mehr allzuweit bis zum Stadion. Eine kleine Pause legte ich aber noch ein, als ich an meinem Geburtshaus in der Buddestraße 1 vorbeikam. Das Haus hatte sich wenig verändert, nur die Birke vor dem Haus war fast in den Himmel gewachsen.  Da mußte ich einfach aussteigen und einige Fotos machen:

Erfurt DM eins Erfurt DM zwei Erfurt DM vier

Doch dann schnell weiter, an der „Jägerei“, -so die alte Bezeichnung für die Straßenbahn-Haltestelle-, links herum und vorbei am Südpark, dem ehemaligen Südfriedhof. Südlich des Stadions, unterhalb der Thüringenhalle, sind zwei Parkplätze eingerichtet. Auf Nr. 2 darf ich parken. Und erinnere mich, daß fast an gleicher Stelle in meiner Jugend immer der Rummelplatz war. Dort konnten wir die Musik hören, die wir mochten, und das war bei mir schon damals die Musik von Elvis Presley und Bill Haley.

Erstmals im neuen Steigerwaldstadion

Doch heute spielt die Musik im Stadion, sprich, die Leichtathleten kämpfen um die Titel bei den Deutschen Meisterschaften. Nach einer gründlichen Taschenkontrolle am Eingang brauche ich etwas, um mich zurechtzufinden. Die freie Sicht ins Stadion, die ich vom Parkplatz fast 60 Jahre gewohnt war, gibt es nicht mehr.  Beton versperrt die Sicht. Ich frage nach dem Pressezentrum, und man weist mir den Weg. Aber nicht links um den Betonkoloß herum, wie ich gedacht hatte, sondern recht herum, in die Richtung des ehemaligen Marathontors, in östliche Richtung muß ich gehen. Und finde bald den Weg zum Presseezentrum. Pünktlich gegen 12.30 Uhr treffe ich dort ein. Die Journalistenschar füllt den Raum, der nicht eben groß ist, aber fast allen einen Sitzplatz bietet:

Erfurt DM fünf

Viele mir seit langem bekannte Leichtathletik-Journalisten kann ich kurz ablichten:

Erfurt DM zwanzig

Erfurt DM siebzehn Middel Erfurt DM zwölf

Erfurt DM sechs Erfurt DM acht

Erfurt DM sieben Erfurt DM zehn

 

Die Organisation fest in der Hand hat wie seit Jahrzehnten das Ehepaar Vollmer.  Eberhard Vollmer war wie immer emsig mit Papier und Computer beschäftigt:

Erfurt DM achtzehn

 

Dann beginnt die Auftaktpressekonferenz, mit DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop (Mitte), dem Leitenden Direktor Sport  Idriss Gonschinska (links)  und Medienchef Peter Schmitt.

Erfurt DM elf

Und der DLV-Präsident schwärmt vom Stadion, dankt besonders dem Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausenwein für dessen Einsatz, beim Umbau des Stadions unbedingt die Laufbahn zu erhalten. Als Dank wurde Bausenwein  mit der goldenen Verdienstmedaille des DLV ausgezeichnet.

Das Stadion

Ich aber bin nun gespannt, wie das Stadion von innen aussehen würde. Und der erste Eindruck ist dann sehr positiv. Zwar erkenne ich es  kaum wieder, aber es beeindruckt mich:

Erfurt DM sechszehn Erfurt DM vierzehn

Weitere Eindrücke am Rande der Deutschen Meisterschaften folgen in den nächsten Tagen.

Impressionen von der Leichtathletik aus Ostrava

Die Fotos über den Abschied von Sprintlegende Usain Bolt am 28. Juni 2017 in Ostrava habe ich auf meiner Homepage schon veröffentlicht. Nun sollen im Nachklang zu diesem Meeting noch einige Fotos folgen, die mein Wiener Kollege Olaf Brockmann „geschossen“ hat.

Speerwerfer Thomas Röhler (links) und Ex-Speerwerfer Jan Zelzny:

Ostrava neun Röhler-Zelezny

 

Thomas Röhler und sein Trainer  Harro Schwuchow:

Ostrava zehn Ostrava zwei

Ostrava eins Ostrava drei Alfons Juck Ostrava vier

Pressekonferenz mit Langstreckler Mo Farah (Großbritannien):

Ostrava sechs

Mo Farah und Meetingdirektor Alfons Juck (links):

Ostrava sieben

Olympiasieger Wayde van Niekerk (Südafrika):

Ostrava acht van Niekerk

Doppelolympiasieger über 800 m, David Rudisha (Kenia):

Ostrava fünf Rudisha

 

Dreispringer Chris Taylor (USA):

Ostrava sechszehn Chris Taylor

 

Österreichs bester Sprinter Markus Fuchs mit Usain Bolt:

Ostrava zwölf Fuchs und Bolt

Dreispringer Phlipp Kronsteiner (Österreich /links) und Doppelolympiasieger Chris Taylor (USA):

Ostrava vierzehn

Vier  österreichische Athleten: Paul Syringer, Philipp Kronsteiner, Markus Fuchs und Andreas Vojta (von links):

Ostrava elf

(alle Fotos:  Olaf Brockmann)

 

Vor den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 2017 in Erfurt

 

Am kommenden Wochenende, am 8. und 9. Juli 2017, finden in Erfurt zum vierten Mal die Deutschen Meisterschaften der Leichtathleten statt. Ich werde dabei sein, wie vorher in den Jahren 1994, 1999 und 2007. Auch die U23- Leichtathletik-Europameisterschaft 2005 habe ich in Erfurt als Journalist für das Fachblatt „ Leichtathletik“ verfolgt.

Doch das ist nur eine Seite der Medaille.  Die andere liegt in den Erinnerungen.  Nur rund 500 m vom Stadion entfernt verbrachte ich meine Kindheit und meine Jugendjahre.

In den Jahren nach 1950 war ich oft im nahen, großen Stadion zuhause, das früher Georgij-Dimitroff-Stadion hieß, und heute Steigerwaldstadion. Anfangs war ich vor allem bei den Fußballspielen von Turbine Erfurt, die 1954 und 1955 DDR-Meister wurden, im Stadion. Erinnerlich ist mir, und das war wohl meine erste Begegnung mit Pferden, daß es schon damals manchmal recht ruppig auf den Rängen zuging und dann die Polizei auf Pferden für Ordnung sorgen mußte.

Ich habe aber auch miterlebt, als Radfahrer in dieses Stadion einfuhren, z.B. beim Radrennen Halle-Erfurt –Halle. Hier fährt der Sieger Gustav-Adolf-Schur über den Zielstrich und später mit Emil Reinicke auf der Ehrenrunde:

Steigerwald zwei

Ich war damals, zu DDR-Zeiten, dabei, als die Leichtathleten glänzten und fotografierte sie damals auch:

4×100-m-Staffelauf mit Gisela Birkemeyer und 3000-m-Hindernislauf:

Scan_Pic0053

Und ich selbst „glänzte“ auch einige Male als Läufer, u.a. bei einem Stundenlauf.

 

Anfangs gab es eine 500-Meter-Aschenbahn in diesem Stadion.

Steigerwald eins

Stadion im Jahre 1965 (Foto:  Rittweger / „Der Leichtathlet“)

Dann wurde diese Aschenbahn von einer 400-Meter-Tartanbahn ersetzt.
Seit meinen Jugendjahren ist jedenfalls im Stadion viel geschehen. Die damalige Holztribüne ist schon lange Geschichte.

Und jetzt hat das Steigerwaldstadion erneut seine äußere Form verändert. Ich bin gespannt, wie es nun auf mich wirkt.

Auffällig aber ist, daß die Leichtathletik weiterhin eine Heimstatt in Erfurt hat. Woran das im Endeffekt liegen mag, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Aber ich brauche nicht zu betonen, wie froh ich darüber bin. Und ich hoffe, daß das noch lange so bleiben möge.

Peter Grau

Werner Sonntag: Die Lauflegende, der Laufjournalist und Kultbuchautor wurde gerade 91 Jahre

Werner Sonntag Porträt

Meine erste Begegnung mit Werner Sonntag liegt sehr lange zurück. Es war  im Mai 1987, als ich auf meiner ersten Westreise nach dem Mauerbau 1961  in der Heimat von Werner Sonntag, im Stuttgarter Raum, konkret in Ostfildern, weilte und mit  Werner in den Schwarzwald fuhr, um dort am 3. Internationalen Schluchseelauf über 18 km teilzunehmen. Vor allem ist mir davon in Erinnerung, daß wir am 3.Mai in der Nähe des Feldbergs noch Schnee vorfanden.

Meine Medaille vom Schluchseelauf:

Werner Sonntag Schluchseelauf

Ein Jahr später nutzte ich erneut die Gunst der Stunde, eher die Gunst des Verwandtseins. Mein Onkel Karl, der in Eßlingen bei Stuttgart wohnte, hatte im Mai Geburtstag (er wurde 89 Jahre),  und das war eine dringende Familienangelegenheit, lt. DDR-Terminus. So durfte ich wieder  zwei Wochen in den Westen reisen. Am 28. April kam ich in Stuttgart an, nach einem Stadtbummel bin ich am Nachmittag nach Ostfildern gefahren, wo Werner Sonntag schon damals wohnte. Ab 17 Uhr, so meine Aufzeichnungen, lief ich mit Werner 11 km auf seiner Hausstrecke. Anschließend folgte ein leckeres Abendessen bei ihm und seiner Frau. Danach fuhr ich wieder zu meinem Onkel, feierte am 2. Mai dessen Geburtstag. Am 6. Mai hatte ich mich dann mit Werner Sonntag am Stuttgarter Hauptbahnhof verabredet, um mit ihm nach München zu fahren, wo wir dann beide am 8. Mai den München-Marathon liefen. Ich war mit meinen 3:32:19 h glücklich, Werner mit seinen 3:45 h. Am Nachmittag ging es dann per Auto mit Werner Sonntag zurück nach Stuttgart.

Meine Medaille vom München-Marathon:

Werner Sonntag München-München-Marathon

Das nächste Treffen mit Werner Sonntag folgte ein Jahr später, 1989. Wieder liefen wir gemeinsam auf seiner Hausstrecke, trafen uns beim Abendessen. Gemeinsam mit ihm fuhr ich dann nach Zürich, ich lief den Halbmarathon und er den Marathon.

Dann fiel die Mauer, ich konnte nun ohne besondere Gründe in den Westen fahren. Und weil ich dann als Anlaufpunkt meine Tante Gerda in Stuttgart-Feuerbach hatte, traf ich mich noch einige Male mit Werner Sonntag.

In Berlin begegneten wir uns am Rande eines Berlin-Marathons. Werner lief damals mit, ich verletzungsbedingt nicht:

Werner Sonntag Begegnung beim Berlin-Marathon

Ansonsten blieb uns der briefliche Kontakt. Er verfolgte meine Aktivitäten in der Zeitschrift „Leichtathletik“, ich seine in diversen Zeitschriften und seit langem auch im Internetdienst „LaufReport“, wo Werner Sonntag eine wöchentliche Kolumne hat.

Und in diesem „LaufReport“ las ich auch eine lange, sehr inhaltsreiche Geschichte, die Wolfgang W. Schüler über Werner Sonntag aus Anlaß dessen 90.  Geburtstags geschrieben hat.

Lesen Sie diese Geschichte  unter:  http://www.laufreport.de/impressum/team/sonntag/sonntag.htm

Am 22. Juni 2017 wurde Werner Sonntag 91 Jahre. Ich wünsche ihm vor allem viel Gesundheit und weiter eine flotte Feder. Es sind nur noch 9 Jahre bis zur 100!

Peter Grau

Über das Abenteuer, eine zusätzliche Seite bei Facebook einzurichten

Manchmal muß man schnell seine Grenzen erkennen. Mein Vorhaben war relativ einfach gestrickt: Ich wollte neben meiner „normalen“ Facebook-Seite, auf der Sport, Kunst und Privates munter nebeneinander existieren  eine Extra-Seite schaffen, die sich nur um Kunst und Kultur drehen sollte.

Einige Zeit suchte ich und dann hatte ich es gefunden. Es nannte sich, so erinnere ich mich, Fanseite, und schien das Richtige zu sein. Aber schon bei der Namensgebung gab es Probleme. Als es endlich klappte, schien mir aber bald der Titel  „Peter Grau, Journalist, Kunst-und Kulturseite“ etwas zu hoch gegriffen. Ich bin ja kein Kulturwissenschaftler, sondern Wirtschaftswissenschaftler und die neue Faszination der Kunst hat mich eher per Zufall dank Facebook und der vielen virtuellen Freunde gepackt. Aber übertreiben möchte ich auch nicht. Meine Homepage soll nach wie vor mein „Fixpunkt“ sein.

So kamen bald Zweifel, denn ich merkte,  daß diese neue Seite eher auf Unternehmenswerbung, Erstellung von Veranstaltungen oder Abgabe von Angeboten ausgerichtet ist.   Es wurde für mich schnell ein Abenteuer.

Meine Facebook-Freundin Angelika Hinkelmann schrieb mir dazu: „Das Leben als solches, wenn es denn gelebt wird, ist ein einziges Abenteuer. Und Abenteuer bergen wiederum Abenteuer in sich. Spannend!!! Aufregend!!! Anregend!!! Und man sammelt immer wieder neue Erfahrungen.“

Angelika Hinkelmann:

Angelika acht Titelbild

Angelika hat es auf den Punkt gebracht. Und wie es manchmal bei mir ist: Zunächst treibt mich die Euphorie voran, dann kommt das Nachdenken, das Zweifeln.

So werde ich wohl in den nächsten Tagen das Abenteuer „Extra-Kunstseite“ zunächst beenden und meine Geschichten über Künstler weiter wie bisher auf meiner Homepage  in der Rubrik Kunst und Kultur veröffentlichen und anschließend auf meiner Facebook-Seite einen Verweis anbringen.

Aber in das nächste Abenteuer werde ich mich später wieder stürzen.

Peter Grau

Andrea Matheisen: Meine Plastiken und Bilder haben eine Seele

 

Matheisen vierundzwanzig Porträt eins

Ihre Bronzefiguren erregten sofort meine Aufmerksamkeit.

Andrea Matheisen gehört mit dieser Kunstform zu den wenigen Künstlerinnen, die sich an die Schaffung – ihre Arbeiten sind überwiegend Unikate – solcher aussagekräftiger Skulpturen heranwagt. Es ist ja nicht nur die äußere Form der Plastik, die zunächst aus Wachs modelliert wird, um dann später in Bronze gegossen zu werden.  Die eigentliche Herausforderung besteht vielmehr darin, das Unsichtbare  sichtbar zu machen. Als mit klaren Linien eine Silhouette zu schaffen, in der eine individuelle Seele zum Kommunizieren wohnt.

Auf einigen Fotos  auf ihrer Homepage www.andrea-matheisen.de  kann man das nachempfinden.

Matheisen zwei Porträt Matheisen fünfzehn Porträt Matheisen vierzehn Porträt

Die in Essen geborene Künstlerin studierte an der Hochschule für Design in Pforzheim Mode-Design mit Abschluß Diplom. Anschließend arbeitete sie einige Jahre für verschiedene namhafte und international bekannte Modefirmen. Parallel dazu beschäftigte sie sich leidenschaftslich mit Malerei und Bildhauerei, bis 2005 der Moment der Entscheidung kam, zukünftig ausschließlich als  freie Künstlerin zu arbeiten.

Nach einer Ausbildung zur Meditationsleiterin in der „Akademie für gesundes Leben“, Bad Homburg,  arbeitete sie nebenbei als  Reiseleiterin für  Meditationsreisen. Übergreifend zur Bildhauerei spiegelt sich die Ruhe, die man in der Meditation findet, auch immer wieder in der Aussage ihrer Plastiken wider. Nach und nach erhielten ihre Arbeiten ein eindeutiges Wiedererkennungsmerkmal als „ein echter Andrea Matheisen“. Durch die überdimensioniert großen Füße demonstrieren die Figuren eine besondere Bodenhaftung, eine Verwurzelung mit der Erde, auf der sie stehen. Die Proportion verjüngt sich nach oben und erlaubt damit der Seele und dem Geist Leichtigkeit, Bereitschaft zum Loslassen und Träumen.

Die Künstlerin bietet auch Bronzekurse an, in denen sie ihr Wissen gern weitervermittelt.

Matheisen dreiundzwanzig Porträt

Bestimmend aber bleibt ihre eigene Arbeit an und mit den Skulpturen.  Auf ihrer Homepage hat sie sich über diese Arbeit wie folgt geäußert:

GEDANKEN UND TATEN

„Meine Arbeit fängt an der Stelle an, wo Kreativität und Emotionen beginnen.
Sie ist ein Spiel mit dem Zauber der Phantasie, die während der Kindheit in unserer Seele wohnt. Ich bin fest davon überzeugt, dass auch jeder Erwachsene diesen Zauber noch in sich beherbergt. Der Eine mehr, der Andere weniger. Er ist nur einfach verborgen oder vergessen!
Gleichwohl befindet sich für jeden an dieser Stelle ein unendliches Potential zur Eigenwahrnehmung, zur Selbsterkenntnis. Und nur wer sich selber kennt, kann an sein eigenes Leben glauben und friedlich damit umgehen.
Mit Leidenschaft beschäftige ich mich seit Jahren mit emotionaler Kunst.
Für meine Bildhauerei und Malerei stelle ich während der Arbeit – und oft nicht nur dann – meine Träume über die Vernunft. So gelingt mir eine Darstellung von unsichtbarer Realität, die den Betrachter einlädt, auf eine Reise der Wertschätzung von Menschlichkeit.
Man könnte auch sagen: Meine Plastiken und Bilder haben eine Seele! Überwiegend verwende ich Bronze und Ölfarben. Beides sehr hochwertige und zeitlose Materialien. Manchmal ist der Entstehungsprozess sehr kurz, mitunter dauert er Monate.
Immer hat das Ergebnis Bestand für die Ewigkeit.“

Soweit die Gedanken der Künstlerin Andrea Matheisen.

Matheisen eins Porträt

Doch was wären Gedanken, wenn sie nicht umgesetzt würden. Und dazu ist es angesagt, in einer wie immer von mir willkürlich vorgenommen Auswahl ihrer Werke einen ersten Eindruck zu bekommen. Mehr dazu ist auf ihrer Homepage  www.andrea-matheisen.de  zu lesen und zu schauen. So u.a. auch das Angebot, bei  ihr einen Bronzekurs zu belegen. Aus speziellem Wachs kann dort jeder nach seinen Vorstellungen eine Figur modellieren und, wenn gewünscht, in einer Kunstgießerei in der Nähe von Starnberg gegossen werden.

Matheisen dreizehn

Doch nun: Sicht frei auf die Werke der Künstlerin:

Matheisen siebzehn     Matheisen neunzehnMatheisen sieben

Matheisen einundzwanzig        Matheisen achtzehn

Matheisen zwölf Matheisen fünf

Matheisen elf Matheisen acht  Matheisen drei Matheisen vier

Matheisen zehn Matheisen sechszehn Matheisen zweiundzwanzigMatheisen neun Ausstellung

Matheisen sechsMatheisen einunddreißig Matheisen siebenundzwanzig  Matheisen dreißig  Matheisen fünfundzwanzigMatheisen achtundzwanzig Malerei

 

 

Sabine Steinhage: Aquarelle, Bühnenbilder, Geschichten

Zuerst fielen mir ihre Aquarelle auf. Doch je mehr ich mich mit dieser Hamburger Künstlerin beschäftigte, desto mehr entdeckte ich immer neue Seiten an ihr. Deshalb fällt es mir auch schwer, alles kurzgefaßt hier darzulegen.

Schon sehr früh als Kind kam Sabine Steinhage zur Kunst. In Hamburg-Hummelsbüttel geboren, hatte sie das Glück, schon bald von der Opernsängerin Gabriele Klaus an die darstellenden Künste und von Alfred Lewin an die Malerei herangeführt zu werden.

Beides praktizierte sie später oft nebeneinander. Sie schuf über 50 Bühnenbilder für das Pegasus-Amateurtheater Hummelsbüttel.  Aber auch mit dem Wort konnte und kann sie gut umgehen.  So war sie von 1988 bis 2014 Bibliothekarin in der Hamburger Theatersammlung und arbeitete mit an Manfred Brauneks Theaterlexikon, mit dem Schwerpunkt Bühnenbildner.

Und dann natürlich ihre vielfältigen Aquarelle.

Steinhage neu eins           Steinhage zwanzig

Einen kleinen Rückschlag gab es dabei, als ihre Sehkraft nachließ. Doch auch davon ließ sie sich nicht beeinträchtigen.

Wie sie sich dem entgegenstemmte, hat sie so beschrieben:

„Ja, meine Sehkraft hat in der letzten Zeit extrem abgenommen und ich gelte als sehbehindert. Normales Lesen ist nicht mehr möglich, der Alltag ist schwierig geworden – und dann malen?

Beim Hamburger Blindenverein habe ich Werke einer schwarzblinden Künstlerin gesehen und gefühlt (!). Ich kann nur sagen, alle Achtung! Sie weiß sich auszudrücken! Es gibt mehr blinde Malkünstler als man erwartet.

Jedenfalls habe ich wieder  Mut gefasst und den Pinsel in die Hand genommen. Ich bin schließlich nur sehbehindert und nicht völlig blind.  Nun jongliere ich mit diversen Lupen, meinem Handlesegerät und den Malsachen herum. Lange kann ich mich leider nicht konzentrieren. Sehen und Erkennen ist anstrengend. Somit ist das Bildformat deutlich kleiner geworden und die Einzelheiten halten sich in Grenzen.

Malen ist mehr als pures Abzeichnen der Natur, dafür gibt es ja den Fotoapparat.

Steinhage zwei

Malen bedeutet, Gefühle auszudrücken, die Freude an der Kreativität zu spüren und für mich auch die Suche nach einer Zeit der inneren Ruhe in einer hektischen Welt, die für mich so plötzlich anders aussieht.“

Soweit der Originalton Sabine Steinhage.

Viel mehr Original-Steinhage  ist auf ihrer Homepage www.steinhage-hamburg.de  nachzulesen.  Dort begrüßt sie u.a. in ihrem virtuellen Atelier und richtet unter der Überschrift „Aquarell, Illustrationen und kreative Geschichten“ eindrucksvolle Worte an die Besucher:

Malen und Schreiben sind meine Passion! – Sie werden rasch bemerken, dass meine Bilder trotz Sehbehinderung relativ naturgetreu sind. Die Stimmungen sind meistens heiter. Es gibt jedoch Motive, welche sich nur mit gewisser Abstraktion in Szene setzen lassen. Ich bemühe mich dann stets, ein konkretes Element herauszuarbeiten, damit das Auge einen Anhaltspunkt hat.

Steinhage neunzehn

Das Aquarell als Malmedium hat mich schon immer fasziniert. Der rasche und unkomplizierte Umgang bildete zu Anfang ein bequemes Hilfsmittel für rasche Arbeiten im Skizzenbuch, welche anschließend für andere Projekte  genutzt wurden. (u.a. Bühnenbilder für das Theater)
Seit einigen Jahren ist es jedoch meine bevorzugte Art zu malen.
Das beeindruckende Zusammenspiel von Farbpigmenten, Wasser und Papier, – diese Eigendynamik, die nur ein Aquarell entwickeln kann, – all das möchte ich nicht mehr missen.
Ich lade Sie gerne ein, mir dabei über die Schulter zu blicken.
Für meine kleinen Gäste und deren Eltern gibt es die Kinderseite mit Märchenfiguren, illustrierten Gute-Nacht-Geschichten und manchmal kleinen Rätseln. Der Inhalt ist aber auch für Feenfreunde und alle Die-das-träumen-nicht-verlernt-haben interessant.
Theaterfreunde werden auf meiner Webseite auch die passenden kreativen Märchenstücke finden.“  Sabine H.L.Steinhage

Steinhage Porträt eins

(alles entnommen der Homepage   www.steinhage-hamburg.de)

Bleibt also, sich dort nochmals zu tummeln und nun die Bilder zu betrachten.

Vornweg eine kleine Auswahl, wie immer willkürlich und eben nur eine Auswahl:

Steinhage neu zwei      Steinhage sechsundzwanzig

Steinhage vier      Steinhage siebzehn

Steinhage neu sieben Steinhage neu acht

Steinhage neu sechs

Steinhage achtzehn

Steinhage dreißig Steinhage neunundzwanzig Steinhage achtundzwanzig Steinhage siebenundzwanzig Steinhage vierundzwanzigSteinhage zehn

Steinhage fünf Steinhage vierzehn

Steinhage sechs Steinhage elf

Steinhage neun Steinhage acht Steinhage zwölf Steinhage sieben

Steinhage sechsundzwanzig Steinhage fünfundzwanzig Steinhage siebenundzwanzig Steinhage fünfzehn Steinhage drei