Tagebuch

Halbzeit im Rückenzentrum beim Kampf mit den Geräten

Es ist Halbzeit bei meinem „Auftritt“ im Rückenzentrum Neuruppin. Heute war ich zum zehnten Mal dabei und mittendrin. Nach den üblichen zehn Minuten Ergometer-Strampeln (60 Watt und 70 Wiederholungen pro Minute) und lockeren Dehnungsübungen, die sicher wichtig sind, aber mir nicht so großen Spaß bereiten, folgten die üblichen 5 Geräte:

Erstes Gerät zur Kräftigung der Halswirbelsäule. Zuerst nach hinten, dann nach rechts und dann nach links gegen bestimmte „Widerstände“ ankämpfen. Nach vorn waren 11 kg eingestellt, nach den beiden Seiten jeweils 6 kg. Starttaste drücken, dann jeweils 1 ½ Minute durchhalten und hinterher auf dem Display eingeben, wie schwer die Übung fiel. Bei mir hat sich eingepegelt, daß ich immer den Mittel-Button drücke. Das bedeutet weder ganz leicht, leicht, ganz schwer, schwer, sondern eben mittendrin. Damit hat dann mein Rückenschmerztherapeut Toni auch keine Handhabe, die Gewichte zu erhöhen.
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Nächstes Gerät: Rumpf-Rotation, nach rechts und links.
Gewicht 25 kg. Das ist dann aber nicht gleichbedeutend mit 25 kg beim Reißen oder Stoßen der Gewichtheber. Am Kraftgerät muß ich das Gewicht selbst mit einem messerähnlichen Metallstück eingeben, dann mich in Positur setzen, die Knie festzurren und ab geht die Post. Diesmal fallen mir die 2 Minuten nach links leichter, die nach rechts etwas schwerer.

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Nächstes Gerät: Rumpfaufrichtung (oder auch Rumpfstreckung).
Gewicht: 35 kg. Damit komme ich gut klar. Ich staune aber, denn mein Trainingspartner Andre, Jahrgang 1983 und von der Statur mindestens Halbschwergewichtler, hat vor mir 80 kg auflegen lassen. Aber ich bin froh, daß ich meine zwei Minuten gut durchhalte.

Nächstes Gerät: Rumpfbeugung
Gewicht 25 kg. Und auch wieder 2 Minuten.

Letztes und fünftes Gerät: Seitliche Rumpfneigung.
Gewicht: 37,5 kg. 2 Minuten Dauer. Auch das wird bewältigt

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Alles wird dann mit einem langen Schluck aus der „Pulle“ belohnt. Sprich natürliches französisches Mineralwasser „Volvic“. Darin enthalten sind: Calcium, Chlorid, Natrium, Kalium, Silizium, Hydrogencarbonat, Magnesium und Sulfat. Damit sind alle verlorenen Mineralien wieder in meinem Körper.
Und zuhause zeigt die Waage: 74,5 kg. Vor einigen Tagen war ich schon bei 75,5 kg. Aber dieses Abnehmen liegt wohl mehr am weniger Essen als am Training. Oder doch nicht? Am nächsten Mittwoch geht das Training weiter. Dann folgen die nächsten 10 Trainingsstunden.

Astrid Lindgren: Sich Zeit nehmen und einfach vor sich hinschauen

Homepage Astrid Lindgren Zitat

„Wie Recht sie hat“, schrieb Schauspielerin Maria Furtwängler auf ihrer Facebook-Seite zu diesem Zitat der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren. „ Und wie schade, daß Müßiggang in unserer Zeit so aus der Mode gekommen ist. Dabei ist es so wichtig! Ich muß nach der Kinotour durch verschiedene Städte, zig Interviews und vielen Reisen auch erst wieder üben, ohne den dauernden Blick auf mein Handy auszukommen…“

Große Zustimmung erfuhr die beliebte Schauspielerin damit, viele fühlten sich angesprochen. Vor allem die, die durch Arbeitsstreß und Streß in der Familie keine Zeit mehr haben bzw. sich keine Zeit zum Durchatmen mehr nehmen.
Ich selbst muß das gerade jetzt ab und an auch beherzigen, denn eine Homepage erfordert viel Pflege, beansprucht aber auch den Geist ständig. Da ist ein Ausgleich wie das Krafttraining im Rückenzentrum entspannend. Aber auch das einfache Innehalten, in die Natur schauen oder am Ufer des Ruppiner Sees so einfach vor sich hinträumen.
Und nicht ständig auf‘s Smartphone schauen.

Wie im Rückenzentrum die Endorphine einschwebten

Gejubelt hatte ich genug, über die Tennis-Queen Angelique Kerber und die famosen Handballer. Aber nun? Um nicht in ein mentales Loch zu fallen, ist es wohl das Beste, wenn man selbst Sport treibt. Und da kam mir entgegen, daß ich am Dienstag früh 9 Uhr einen Trainingstermin im Neuruppiner Rückenzentrum hatte. Doch nicht immer hat Morgenstunde auch Gold im Munde. Ich fühlte mich beileibe nicht fit für das 60-Minuten-Programm, dachte mit Sorge daran, wie ich das wohl überstehen würde. Ein wenig lockerer wurde ich durch den 15-Minuten-Spaziergang von zuhause bis in die Junckerstraße Nr. 10 a. Meinem Rückentherapeuten Toni beichtete ich dann meine körperliche Schwäche, und er zeigte sich einfühlsam. „ Dann lassen wir es eben etwas langsamer angehen“. Sprich, u.U. etwas weniger Gewichte und weniger intensives Dehnen. Die zehn Minuten auf dem Ergometer fielen mir dann recht leicht, und auch die speziellen Dehnübungen auf der grünen Bodenmatte. Erleichtert wurde es mir, weil meine Trainingspartnerin Vera mit ihrem fröhlichen Wesen für gute Stimmung sorgte.
Der „Ritt“ an den fünf Kraftgeräten klappte auch besser als erwartet, zumal Toni ein wenig die Gewichte verringerte. Hinterher sagt ich zu ihm: „ Ich fühle mich jetzt viel besser als heute früh“. Und Toni hatte die fachmännische Antwort parat: „Das sind die Endorphine, die körpereigenen Glückshormone, die man bei einem solchen Training ausstößt. So ähnlich wie beim Laufen.“ Und da konnte ich wieder mitreden, denn in meiner Laufkarriere hatte ich solch Glückshormone auch öfter genießen dürfen.
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Wie Journalisten den Handball-Triumph erlebten

Die deutschen Handball-Europameister ließen sich am Sonntag in Krakau feiern, feierten selbst danach im Restaurant „La grande mamma“ und flogen dann am Montag voller Erwartung nach Berlin. Doch was sie dann in der Max-Schmeling-Halle vorfanden, überstieg alles. Die Halle war mit 10.000 Zuschauer gefüllt, die in einer kurzweiligen Veranstaltung jeden Einzelnen feierten. Und Moderator Alexander Bommes, selbst einmal Handballspieler in der Bundesliga, hatte daran einen gehörigen Anteil. Ich zitterte vorher mit ihm, war gespannt, wie er das wohl lösen wollte. Aber in Oliver Roggisch, dem Manager der Handballer, hatte er einen guten Assistenten. Da fiel nicht so sehr auf, das Allesversteher und Alleskommentierer Stefan Kretzschmar nicht dabei war, obwohl ihn manche wohl vermißten. Aber er hatte seine Arbeit bereits beim Finale am ARD-Mikrofon geleistet.
Da ich mich immer dafür interessiere, wie die Journalisten es packen, habe ich in diesen Handballtagen verfolgt, wie der dpa-Kollege Martin Kloth, den ich aus früheren Jahren kenne, als er noch über die Leichtathletik berichtete, diese zwei Wochen bewältigte. Jeden Morgen schickte er ein Foto aus seinem Hotelzimmer, jeden Tag darüber hinaus auch aus den verschiedenen Hallen. Und ich weiß, wie sich Journalisten bei Siegen fühlen. Das macht die Arbeit viel leichter. Und Siege gab es ja zahlreiche, und Krimis dazu.
Martin ist seit längerem dicht an den Handballern dran. Sonst wäre wohl ein solches Bild nicht möglich geworden, das er am Montagmorgen aus Krakau überspielte. Strahlend hielt er das Original der Siegesschale der Handballer in der Hand. So, als ob er sie selbst mit erkämpft hätte.
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Die Super-Handballer werden Europameister

Gestern Angelique, heute glorreiche Handballer, so darf es weitergehen. Obwohl der Optimismus auf deutscher Seite vorher groß war, überraschte doch die Klarheit des Ergebnisses. 24:17 gewann Deutschland gegen Spanien das Finale in Krakau und feierte nach 2004 zum zweiten Mal einen EM-Titel. „Ich bin beeindruckt, wie ich beeindruckter noch nie war“, sagte dazu hinterher der Ex-Spitzenhandballer, Fernseh-Handballexperte und Liebling vieler Handballfreunde, Stefan Kretzschmar, und drückte den Trainer Dagur Sigurdsson an seine breite Brust.
Wir zuhause waren vor allem dankbar, daß es diesmal ohne Beruhigungspillen oder Klosterfrau abging. Es wurde kein Krimi, und wir konnten ein starkes Team genießen.
Und einen sympathischen Trainer, der so menschlich daher kommt, der in der Hektik der Auszeiten auf dem Spielfeld klare Anweisungen gibt und auch hinterher die Ruhe selbst ist. Und in der Kabine kurz nach dem Sieg erwies er sich zudem als Mann von Stil, als er den Siegessekt aus einem Sektglas trank und nicht aus der Flasche. Doch das hätte auch nicht zu einem Mann gepaßt, der, obwohl Isländer, die deutsche Hymne voller Inbrunst mitsingt und sich damit mit Deutschland und seiner deutschen Mannschaft identifiziert. Nichts gegen Fußball, aber dort gibt es so etwas nicht.
Handball – das ist für mich nichts Neues, nichts Einmaliges, nur weil eben gerade eine EM stattfand. Ich spielte es in der Schulmannschaft, doch um Größeres zu bewirken, hätte ich körperlich größer sein müssen. So blieb mir zeitlebens die Zuschauerrolle, doch die ausgiebig. Zunächst noch beim Feldhandball, später in der Halle und das regelmäßig bei Spielen der DDR-Nationalmannschaft, die zu den erfolgreichsten Teams der Welt zählte, und den Spielen der DDR-Oberligavereine, die ich in der Dynamo-Sporthalle in Berlin (1956-1958 gebaut) beobachtete.

Angelique – die Königin von Melbourne

Irgendwie sehnt man sich heutzutage nach positiven Nachrichten. Warum? Weil man ansonsten vom Negativen erdrückt wird, von den politischen Nachrichten rund um die Flüchtlingsfrage, von Korruption, Geschäftemacherei, Trickserei rund um den internationalen Fußball oder auch Doping in der Leichtathletik.
So konnte ich gemeinsam mit vielen Fernsehzuschauern am Bildschirm jubeln, als die Kieler Tennisspielerin Angelique Kerber im Finale in Melbourne über sich hinauswuchs und die favorisierte Nr. 1 der Welt, Serena Williams (USA), in drei spannenden Sätzen besiegte. Angelique Kerber wurde in Bremen geboren, ihre Familie zog bald nach Kiel, wo Angelique aufwuchs.
Der Sieg in Australien war ihr erster Grand-Prix-Sieg, der letzte deutsche Erfolg stammt aus dem Jahre 1999, damals durch Steffi Graf.
Man sah es der 28-Jährigen „Angie“ nach ihrem Erfolg an, wie überwältigt sie war. Und es war wohltuend zu sehen, wie fair die unterlegene Serena Williams der Deutschen gratulierte, sie umarmte und lobende Worte fand. So wünscht man sich den Sport.
Wie schnellebig ist unsere Zeit! Da schreibt man eine „Jubelarie“ am Samstagvormittag und vergißt dabei fast, daß am Abend zuvor eine ganze Mannschaft die Deutschen jubeln ließ. Die Handballnationalmannschaft besiegte in einem 34:33-Krimi mit Verlängerung die starken Norweger und zog damit ins Finale der Europameisterschaft ein. Aber am Sonntag ist auch noch Zeit, um die Handballer zu würdigen.

Das Comeback von Olympiasieger Robert Harting

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522 lange Tage haben Robert Harting und seine Fans auf diesen
Moment warten müssen: Beim ISTAF INDOOR am 13. Februar 2016 in der Mercedes-Benz Arena Berlin gibt der Diskus-Olympiasieger endlich sein Comeback. Und gleich beim ersten Wettkampf
warten ein paar ganz dicke Brocken auf ihn.

Vier der gemeldeten Werfer standen im Finale der Weltmeisterschaften von Peking 2015. Darunter der Belgier Philip Milanov, der beim Sieg von Hartings Lieblingsgegner Piotr Malachowski überraschend die Silbermedaille gewann. Weitere WM-Finalisten am Start sind der Schwede Daniel Stahl (WM-Platz 5), der Jamaikaner Fedrick Dacres (Platz 7) und der Berliner Christoph Harting (Platz 8).
Ebenfalls dabei ist mit Martin Wierig der zweifache Diskus-Gewinner des ISTAF INDOOR. Der Magdeburger hält mit 64,82 Metern seit 2014 auch den Meetingrekord. Mit Jason Morgan findet sich ein weiterer starker Jamaikaner in der Startliste, der wie Robert Harting und Martin Wierig eine persönliche Bestweite von über 68 Meter stehen hat.
Besonders für die beiden Jamaikaner hat der Ausflug nach Berlin sportlichen Reiz.Sie reisen extra für ihren ersten Wettkampf in einer geschlossenen Arena zum ISTAF INDOOR an. Einer von beiden, Fedrick Dacres oder Jason Morgan, wird am 13. Februar in Berlin den jamaikanischen Landesrekord im Hallen-Diskuswurf aufstellen.

Meetingdirektor Martin Seeber: „Dass Robert Harting sein Comeback im
olympischen Jahr beim ISTAF INDOOR feiert, macht uns stolz. Sein Auftritt wird ein Highlight unseres Meetings sein. Wir haben auch ein absolutes Weltklassefeld an Gegnern verpflichtet. Mit Leuten wie Philip Milanov, Vorjahressieger Martin Wierig oder seinem Bruder Christoph wird Robert einen schweren Start in die erste Saison nach seiner Verletzung haben.“

Robert Harting: „Ich freue mich riesig auf mein Comeback und auf die starke Konkurrenz, die auf mich wartet. Für mich wird es sehr wichtig sein, in den Wettkampf zu kommen, die Spannung aufzunehmen. Gewinnen ist erst einmal nicht wichtig. Mein Körper ist wie Auto nach dem Werkstattaufenthalt: Da sind so viele neue Teile drin, die müssen erst mal getestet werden.“

Auf der Fahrt zum Friseur

Meine Friseuse Pamela wartet an diesem Donnerstag um 11.30 Uhr im nahen Örtchen Alt Ruppin.Nur 10 Minuten brauche ich mit dem Auto, aber weil noch Zeit ist, mache ich zwischendurch einen Fotostop.
Zuerst postiere ich mich an der ehemaligen Dampferanlegestelle nahe des Seebades Alt Ruppin. Der Blick geht zur Brücke, die erst vor einiger Zeit erneuert wurde.

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Dann zu Fuß auf diese Brücke. Blick auf den Rhin.

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Weiterfahrt zum Friseurgeschäft Papenbrock in der Anna-Petrat-Straße.

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Geplaudert, frisiert und wieder ab in Richtung Neuruppin.

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Kurzer Halt an der Kirche. Sie wirkt von außen recht düster, aber das liegt daran, weil die Sonne von der anderen Seite schien.

Gegenüber vom Hotel „Am Alten Rhin“ auf die nächste, kleinere Brücke spaziert und erneut auf den Rhin geblickt.

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Eine Homepage muß „gepflegt“ werden

Sechs Wochen lang gibt es nun schon meine Homepage, und der Zuspruch ist ermutigend. Das bringt natürlich auch die Verpflichtung mit sich, die Homepage zu „pflegen“, d.h. immer wieder mit neuem „Stoff“ zu versorgen. Und ich habe schnell bemerkt, daß es nicht einfach ist, alle Leser gleichermaßen anzusprechen. Eine Kategorie sind diejenigen, die vor allem vom Thema Leichtathletik angelockt werden. Geschichten über Ex-Athleten werden gern gelesen, aber sie erfordern auch immense Vorarbeit. Vor allem aber auch Reisetätigkeit, die ich jetzt in der Winterzeit etwas eingeschränkt habe. Aber das wird sich bessern, denn der Frühling naht irgendwann auch – gestern war es hier Neuruppin schon mal vorfrühlingshaft.
Die zweite Kategorie der Leser interessiert sich mehr für allgemeine Themen außerhalb der Leichtathletik. Deshalb wird auch das Spektrum „Randnotizen aus Berlin“ weiter gefaßt, und auch über Berlin hinaus reichen.
Am leichtesten läßt sich das Tagebuch füllen, denn da bin ich wirklich frei, freier geht es nicht. Und es lohnt sich hier auch, zurückzublättern, denn die Themen sind ja oft nicht tagesaktuell, sind auch später noch lesenswert. Man kann da schon einige Zeit beim Lesen verbringen.
Recht leicht fällt mir es gegenwärtig noch, über meine Lauferlebnisse aus der Vergangenheit zu berichten. Da helfen mir mein „Lauftagebuch“ und meine Briefe, die ich früher viel öfter als heute verschickt habe. Leider habe ich früher nicht so oft photographiert, Digitalkameras gab es damals noch nicht.

Pro und kontra Facebook

Geliebt oder gehaßt, die Meinungen über Facebook gehen weit auseinander. Jeder darf urteilen, wie er mag. Ich habe vor allem zunächst das Positive entdeckt. Mit Facebook ist es mir möglich, Leute, die ich mal kannte, die ich mochte und die ich aber dann irgendwie aus den Augen verloren hatte, wieder zu treffen. Und das betrifft nicht nur Sportler aus der Leichtathletik, sondern auch Bekannte und Freunde aus anderen Sphären des Lebens. Oft ist dann die Freude auf beiden Seiten. Aber es gibt auch Versuche, die ins Leere verlaufen. Da kommt einfach keine Reaktion, oder aber es existiert zwar eine Facebook-Seite, aber die wird eben nicht beobachtet, liegt brach.
Und keine Chance hat man auch, wenn die Gesuchten überhaupt nicht bei Facebook angemeldet sind. Manchmal wünsche ich mir, daß alle bei Facebook wären, denn dann wäre das „Forschen“ in der Vergangenheit viel einfacher. Aber bei diesem Wunsch ist wohl der Eigennutz der Vater des Gedanken.
Ein anderes Kapitel ist der Informationsgehalt der Mitteilungen auf Facebook. Der hält sich oft in engen Grenzen. Am häufigsten wird der Button „Gefällt mir“ gedrückt, mehr nicht. Manchmal nimmt das sogar überhand, und dann liest man seitenlang nur den einen Namen. Das ist dann eher nervig. Längere Geschichten sind für Facebook weniger geeignet, vor allem auch deshalb, weil sie wegen der Fülle von „Posts“ schnell wieder verschwinden.
Das letzte Kapitel betrifft die Diskussionskultur. Da ist es manchmal so wie auf manchen Blogs, wo es schnell auch mal unter die Gürtellinie geht. Toleranz ist für viele ein Fremdwort, gerade, wenn es um politische Themen geht. Dann ist es besser, man schaltet sich aus.
Das Fazit: Facebook ist nicht für jeden nützlich. Ich aber werde weiter dabei bleiben, weil es für mich nützlich ist.